Rezension der DSA-Waffenbücher

Abschnitt 1

Von der Menge lässt du dich in eine Kaschemme treiben. Der Geruch von Drogen, Alkohol, Schweiß und Blut liegt in der Luft. (Weiter bei 77)

Abschnitt 2

Enttäuscht wendet sich der Troll wieder seinem Ale und einer halbnackten Bardame zu.

 

Abschnitt 22

Aus dem sandigen Boden der Grube gräbt sich plötzlich ein Skelett! Ein lebender Toter! Hier! In den Gruben! Das Tosen der Zuschauer verstummt für einige Augenblicke, dann brandet ein Sturm aus Hurra- und Buh-Rufen über die Köpfe der Kämpfer in der Grube hinweg. Da wankt das Skelett auch schon mit einer rostigen Klinge in den Händen auf die Kämpfer zu. „Ahhh! Die DUNKLEN ZEITEN! Wie konnte ich die vergessen!“ brüllt der Troll, um die Rufe der Zuschauer zu übertönen. „Eigentlich müsste ich die auch noch werten, handelt es sich doch um ein Setting auf Dere (und ist damit mit Myranor, Aventurien und Rakshazar vergleichbar). Nun… das „Arsenal“ ist Teil des Generierungsbandes „Ordung ins Chaos“. Ab S. 46 werden die damals verfügbaren Waffen vorgestellt, wobei dabei z.T. auf das Arsenal verwiesen wird. Toll find ich ja als alter Riesländer, dass die da unser Sichelschwert dabei haben. Sogar mit original riesländischem Ursprung. Ab S. 90 gibt es die gute alte klassische Waffenliste, eine Übersicht über alle Rüstungen (hier fehlen die Preise) und Waffen des Settings. Ich find das Ganze für ein One-Shot-Setting, wie es die Dunklen Zeiten sind, vollkommen ausreichend und gut gelöst.“ (Weiter bei 45)

 

Abschnitt 42

Vor Freude darüber, dass ihr gleicher Meinung seid, schlägt dir der Troll freundschaftlich auf die Schultern. Das genügt, um dich aus dem Gleichgewicht zu bringen und in die Grube zu stoßen, wo du so unglücklich aufschlägst, dass du dir das Genick brichst. Sei dir aber gewiss: Dein Tod sorgt beim Troll für schwere Gewissensbisse und er leidet mindestens eine Woche lang unter Schlafstörungen.

 

Abschnitt 45

Mit wuchtigen Schlägen treibt Urel den alten Recken, das Skelett und die schwer blutende Kunchomerin vor sich her. „Ahhh, unser Buch der Klingen. Tolles Meisterwerk! Wirklich. Ich selbst hab ja an dem Buch nicht mitgearbeitet, drumm kann ich es ja relativ objektiv bewerten. Im ersten Kapitel geht‘s um Regeln, das zweite Kapitel dreht sich um die verschiedenen Entwicklungsstufen (Steinzeit, späte Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit). Das find ich schon mal super, da hier erstmals Steinwaffen für barbarische Völker vorgestellt werden. In Aventurien und Myranor gibt’s ja durchaus barbarische Völkerschaften, die kaum über mehr als Steinzeitwaffen verfügen, aber in den entsprechenden Waffenbüchern gibt’s nix Passendes. Kein Faustkeil, keine Steinaxt, nichts! Danach kommt das Kapitel mit den Waffen und Rüstungen der einzelnen Völker. Schnell, einfach, übersichtlich. Bei der Vielfalt der Völker in Rakshazar sehr praktisch. Am Ende jedes Völkchens gibt’s noch eine Liste mit Waffen aus Kapitel zwei und dem Aventurischen Arsenal, die der Kultur ebenfalls zur Verfügung stehen. Weiter geht‘s mit Kriegsgerät und Regeln zur Waffenherstellung.“ (Weiter bei 121)

 

Abschnitt 66

Der Troll gibt dir ein Horn frisches Ale aus und hilft dir dabei, deine Mumienbandagen zu ordnen.

 

Abschnitt 77

Du stellst dich nah an die Grube, in der heute die Kämpfe stattfinden sollen. Die ersten Wetten werden schon getätigt, die Champions aus dem Separee der Kneipe geführt und unter dem Johlen der Menge vorgestellt, ehe sie in die Grube gelassen werden. Ein dicker, stinkender Troll mit schütterem Haupthaar stellt sich neben dich. „Heute Kämpfen nur Exoten gegeneinander. Ein alter Recke namens Joost aus dem Bronenland, eine Kämpferin aus Kunchom, einer der sich selbst einen Optimaten schimpft – was immer das auch sein soll- und natürlich Urel die Schreckliche, die Lokalmatadorin. Oh, das dauert wohl noch, bis die vier hier in der Grube sind. Das gibt mir die Zeit, mal über die verschiedenen Waffenbücher zu referieren, die die DSA-Charaktere dort Repräsentieren. Joost steht für den Klassiker aus DSA3 Zeiten, Kaiser Retos Waffenkammer von 1993, die Kunchomerin Jasemina steht für das Aventurische Arsenal 2003, der Optimat für das Myranische Arsenal von 2007 und Urel die Schreckliche für unser eigenes Produkt, das Buch der Klingen von 2014. Nicht dabei, da noch nicht existent ist das Arsenal für Tharun und ebenfalls nicht dabei, weil auf diverse, sich nicht in meinem Besitz befindlichen Publikationen verteilt, das Arsenal für Uthuria. Bei der Bewertung geht’s mir in erster Linie um die Tauglichkeit als Waffenbuch für den Meister und die Spieler, auf so Schi-schi wie Layout, Schlechtschreibung oder Bildchen verzichte ich erst mal. Mir ist klar, dass ich als Autor des Rieslandprojektes in Bezug auf das Buch der klingen nicht ganz objektiv bin, aber… ah da kommen die Kämpfer!“ (Weiter bei 99)

 

Abschnitt 88

Die Kämpfer sind in die Grube geklettert, nur der Optimat steht noch am Grubenrand und sucht verzweifelt nach einer passenden Waffe. Der alte Recke Joost schlägt sich gegen die Kunchomerin recht wacker, taumelt jedoch, als ihn der Brokthar bedrängt. Endlich entschließt sich der Optimat, einen Dämon zu beschwören, der ihm bei der Waffensuche behilflich sein soll. Tja, er hat nicht mit der kritischen Essenz Rakshazars gerechnet. Mit einen lauten Puff zerfällt er zu Staub.“ (Weiter bei 22)

 

Abschnitt 90.

Der Troll biegt sich vor Lachen und klopft dir auf die Schulter. Der Schlag befördert dich glatt in die Grube. Dort wartet Urel die Schreckliche auf dich…

 

Abschnitt 99

Unter dem Johlen der Menge klettert der alte Recke Joost als erster in die Grube hinab. Der Troll wendet sich, nachdem er ein paar Wetten platziert hat, wieder dir zu. „Ah, der Recke des Klassikers! Kaiser Retos Waffenkammer war die ganze DSA3 Zeit, also so ziemlich die ganzen 90ger hindurch, das Standardwerk für Waffen und Rüstungen. Ich selbst besitze die erste und die siebte Auflage des Klassikers, wobei sich die Editionen nur durch den Anhang unterschieden (bei der ersten Edition sind da ein paar ingame-Waffenschmiede drin, in der letzten dafür Arbalette und Co.). Der Aufbau des Waffenbuches orientierte sich stark an den damals verwendeten Waffen-Talenten (Dolche, Stichwaffen, Scharfe Hiebwaffen, Stumpfe Hiebwaffen, Schwerter, Zweihänder, …). Jede Kategorie hatte die Standardwaffen, die Warum-sollte-irgendjemand-dieses-Gelumpe-verwenden-Waffen, die Schweitzer… äh… Koscher-Taschen-Schwerter und das !BFS! (!BIG FUCKING SCHWERT!), das sich jeder halbwegs intelligente Held möglichst bald kaufte bzw. erbeutete. Schauen wir uns mal… sagen wir…die Kategorie „Scharfe Hiebwaffen“ an. Der Preis für die Warum-sollte-irgendjemand-dieses-Gelumpe-verwenden-Waffe geht an den Waqqif, der zwar als Beschreibung bei den Dolchen auftaucht, in der Waffenliste und regeltechnisch aber als Scharfe Hiebwaffe geführt wird. Das Koscher Taschenmesser ist der liebe Säbel, der auch mit dem Talent Schwerter geführt werden kann, die !BFS! geht jedoch an den Doppelkunchomer mit 2W+4 SP!“ (Weiter bei 120.)

 

Abschnitt 100

Nun klettert Jasemina in die Grube. „DSA4. Das Arsenal. Nun, was soll man sagen. Als ich das Arsenal zum ersten Mal durchblätterte, war ich etwas enttäuscht. Gut fand ich, dass jedes „fremde Volk“ ein eigenes Kapitel für ihre kulturspezifischen Waffen bekam. Das haben wir beim Buch der Klingen beibehalten. Schlecht fand ich so ziemlich die restliche Einteilung. Lag wohl daran, dass ich damals 15 Jahre lang gewohnt war, meine Waffen entsprechend dem benötigten Waffentalent zusammenzusuchen. Hier musste ich nun umdenken. War ein Anderthalbhänder eine Waffe des leichten oder schweren Fußvolkes? Oder eine Ritterwaffe? Genau das ist es, was mich an diesem Buch so enttäuscht hat. Eine gute Idee (Waffen nach Kulturen) wurde einfach nicht zu Ende gedacht. Entweder ich mach für alle Waffen eine Kulturzuordnung oder ich bleib beim bewährten Waffentalentsystem. Bei den Rüstungen ist es das gleiche, hier ist das allerdings nicht ganz so schlimm. Den Göttern sei Dank haben die ins Arsenal auch die Belagerungswaffen mit reingenommen, in Retos Waffenkammer fehlten die damals und kamen erst in „Unter Piraten“. Insgesamt ist das Arsenal… brauchbar. Schmerzlich vermisst wird ein Index, der die Waffen einzelnen Talenten zuordnet. Die Waffenkammer war im Vergleich zum Arsenal das bessere, weil konsequentere Buch.“ (Weiter bei 118)

 

Abschnitt 110

Der Troll gibt dir alten Sack einen Blasentee aus.

Abschnitt 118

Mittlerweile ist der Optimat in die Grube gestiegen, nun lässt er sich ein ganzes Bündel Waffen reichen und beginnt hektisch zu suchen…

„Wer auch immer das Myranische Arsenal verbrochen hat, er gehört nackt rücklings auf ein Pferd gesetzt und zur Stadt hinausgejagt. Wie kann man nur ein Arsenal entwerfen und die Waffen dem Namen nach ordnen? Na zum Glück haben die gaaanz hinten im Buch einen Index reingepackt, der die Waffen den einzelnen Talenten zuordnet. Dumm nur, dass da kein Verweis auf die Seite ist, wo die Waffe beschrieben wird. Dafür brach ich wieder einen anderen Index! Eine elende Sucherei das Ganze! Die Existenz von Feuerwaffen und Kanonen find ich… naja… semioptimal gelöst. Kanonen lass ich mir eingehen, die braucht man für nen richtigen Schiffskampf, Luntenschloss auch noch, aber das technisch schon weit fortgeschrittene Radschloss hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Das Myranische Arsenal ist das schlechteste Waffenbuch.“ (Weiter bei 88)

Abschnitt 120

„ Das Kapitel über die Waffen des Horasiats ist eigentlich eine Kopie des Textes aus der Box „Fürsten, Händler, Integranden“. Brauchbar, wenn man dort eine Kampagne spielt, aber man hat dann meist sowieso die Originalquelle. Ein Wort zu den Rüstungen: I.O. Alles in Allem ist Retos Waffenkammer der Standard. Wenn man keine Ahnung hat, wie man ein Arsenal aufbaut und sich an der Waffenkammer orientiert, hat man gewiss nichts falsch gemacht.“ (Weiter bei 100)

 

Abschnitt 121

Betreten richtet der Troll das wort an dich: „Dass das im „Blutige Pfade“ versprochene Kapitel zu Schwertfutter, Schergen und Schurken im BdK fehlt, ist zum teil meine Schuld. Wir wollten im Buch keine halbgaren Regeln haben. Und da das ganze zwar gut, aber nicht 100% rund war… Wie ach immer. Das Buch der Klingen ist das Beste Waffenbuch, das für DSA je veröffentlicht wurde. Punkt.“ Der massige Troll hebt sein Trinkhorn. „Wie hältst du es eigentlich? Welches Buch ist deiner Meinung nach am besten?“ Du überlegst kurz und gibst die Antwort BDK (weiter bei 42), Ordnung ins Chaos (weiter bei 66), Myranisches Arsenal (weiter bei 90), Retos Waffenkammer (weiter bei 110) oder Aventurisches Asenal ( weiter bei 2)

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s