Durch unbekannte Pforten: Wege in andere Welten – Von Prinzen und Elfen

Mein erster Beitrag für den dies monatigen Karneval ist eine Rezension zweier Kinderserien, die zurzeit auf Kika laufen und meine Töchter mit Genuss sehen.

Spötter mögen an dieser Stelle einwerfen, was denn Kinderserien im Fernsehen denn bitte schön mit Fantasy-Rollenspiel zu tun haben. Verdammt viel. Ich teile mit dem verstorbenen Terry Pratchett die Auffassung, dass wir Menschen uns nicht selbst als Homo Sapiens Sapiens, sondern lieber als geschichtenerzählenden Schimpansen bezeichnen sollten. Rollenspiele, Filme, Bücher… egal welches Medium man auch nimmt, es ist primär dazu da, eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über Moral, das Erwachsenwerden, Leben und Tod, die Liebe usw.

In diesem Sinne sehe ich auch die Rezension der beiden Kinderserien (die man nebenbei auch in ein Rollenspiel verwursteln könnte. Gewiss gibt’s da irgend ein generisches Regelsystem, das das gut abbilden kann…).

Zuerst: Der kleine Prinz ganz frei nach Antoine de Saint-Exupéry

Die Handlung spielt nach dem bekannten Kinderbuch. Eine Schlange (die Inkarnation alles Bösen) versucht durch List, Neid, und Missgunst die Planeten des Universums zu zerstören. Nach einem erfolglosen Versuch, die Rose und den Prinzen zu entzweien (und so dessen Planeten zu vernichten), schwört der kleine Prinz, die Schlange zu besiegen und fliegt mit seinem Freund, dem Fuchs, auf dem Flugzeug des Piloten durch die Galaxie, immer der Schlange hinterher. Planeten, die von der Schlange bedroht werden, erkennt er daran, dass sie sich verdunkeln. Wenn er auf einem Planeten landet, muss er erst das Planetentor finden (womit wir beim Thema des Karnevals wären), dass ihm viel über den Planeten verrät.

Ich find die Serie super. Die Animationen sind sauber, die Storys lehrreich, abenteuerreich und gut konzipiert (eine Story erstreckt sich über zwei Folgen, in der ersten wird der Planet und das Problem vorgestellt, in der zweiten Folge, das Problem zugespitzt und gelöst), das High Light sind aber die verschiedenen Planeten (von einem Planeten, der nur aus Gleisen und Zügen besteht über eine quadratische Welt, auf der man, wenn man nicht ständig bergauf zieht, irgendwann runterfällt, zu einer Welt aus Musik usw). Besonders toll finde ich das Finale, die auf dem Planeten der Schlange spielt.

Hier ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=9yRh1Tnak64

Die Zweite Serie ist Mia and Me, eine – ich nenns mal typische – kleine Mädchen Fantasie mit Feen und Einhörnern. Die Story: Mädchen hat ein Magisches Armband und ein Zauberbuch mit Elfenrunen, dass sie aus ihrem Misfit-Teenager-Dasein rausreist und nach Centopia entführt, wo sie dann mit den Elfen und Einhörnern gegen das Böse… ihr seht schon… Standard… irgendwie.

Wirklich toll finde ich den Look der Serie: Die Elfen sehen aus, als wären sie aus einem Bild von Klimt entsprungen. Da das einer meiner Lieblingsmaler ist… genial! Der Rest ist… wie gesagt… Standard.

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Ein Gedanke zu „Durch unbekannte Pforten: Wege in andere Welten – Von Prinzen und Elfen

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