Aus dem Papierkorb: Imortal Kombat

Neues Jahr, neue Kategorie. Kennt Ihr das auch? Man hat da eine tolle Abenteueridee, bekommt die über Tage oder Wochen nicht mehr aus dem Kopf nur um dann festzustellen, dass die ganze Mühe für die Katz war und man die Idee so wohl nie umsetzen kann. Schnell kanden dann die Dateien und Skizzen bei mir in der Ablage P. Das soll dieses Jahr anders werden, ich will solche Ideen lieber hier auf meinen Blog veröffentlichen, vieleicht kann jemand damit was Anfangen (CC BY).

Die heutige Idee hatte ich ursprünglich für die Schwefelklippen. Ich nenne Sie

Imortal Kombat

Endlich gibt Myrokar den bitten eines Teils seiner Jünger nach und bittet die Götter, sich zu offenbaren. Und es scheint zu klappen. Durch lange Meditationen, Fasten und Opfern gelingt ihm das, was man in Aventurien “Göttliche Verständigung” nennen würde: Alle Diener einer Totengottheit erhalten den Ruf, sich mitsamt einem göttlichen Artefakt auf den Weg in die Schwefelklippen aufzumachen und sich dort einer Prüfung auf Leben, Tod und Untod zu stellen.

So machen sich aus dem Reich der Ipexco Tarixlal und Mar´bitlo Priester auf den Weg, zwei Kulte, die sich untereinander schon Spinnefeind sind. Sultan Kara-Jioshpa entsendet Uthar-Priester, aus Namakari sind Zerezal-Priester aufgebrochen, sogar Orks (Taugrach), Brokthar (Teithros) und Vaesten (Fenthún) machen sich auf den Weg. Leider war der Ruf auch für Tagunigoth-Paktierer höhrbar und auch Anhänger des Namenlosen machen sich auf den Weg, andere Götterdiener zu töten und ihrem Gott einen Platz im Pantheon der 12 Götter zu sichern.

Der Ruf des Propheten ist auch in Aventurien hörbar, vor allem in Punin, Al’Anfa und Brabak.

Die Helden können entweder selber Auserwählte eines Totengottes sein und den Ruf des Propheten hören oder einen Auserwählten in die Schwefelklippen begleiten. Als Beispiel sei hier eine Heldengruppe aus Ipexco (etwa 2 Tempelgardisten, ein Quitaxreiter, ein Wildnisführer und ein Gauner) genannt, die sich vom Haupttempel der Mar´bito in Mitlaxal auf den Weg zum Prophetenlager macht. Der Weg ist voller Gefahren. Zum einen ist da die Gruppe rund um den rivalisierenden Tarixlal-Priester, die vielen Diener des Namenlosen, die die Gruppe im günstigsten Fall aufhalten und korrumpieren, im schlimmsten Fall vernichten wollen. Zum anderen haben die Ipexco der Tempelstädte extreme Glaubensansichten, vor allem was Metall angeht, so dass ein friedlicher Kontakt mit den Einwohnern der zu durchreisenden Gebiete eher unwahrscheinlich ist.

Auch der Tod eines Helden ist in diesem Szenario kein Problem: Durch einen heiligen Eid, göttlichem Willen oder Nekromatie kann der Held als Untoter oder Geist die Gruppe weiter begleiten.

Die Prüfung in den Schwefelklippen besteht aus drei Teilen: dem Vorstellen des Gottes und präsentieren seines Artefakts, dem Wirken eines Wunders und dem Bannen eines Untoten (zur Not den untoten Überresten eines Rivalen). Der neue Gott wird nicht vor (1050 BF) anerkannt werden.


Um es kurz zu machen… meine Idee wurde von unserem tollen Lektorat (Mæglin) abgeschmettert.

Ich zitier mal unsern Ober-Lektor:

Ok…nun mal meine Überlegungen….

– Die Zwölfe sind kein beliebig zusammengewürfelter Haufen, sondern eben genau die 12, die gerade aktuell in Alveran sitzenden…
– Vor langer Zeit wurden diese Götter in Rakshazar verehrt, dann aber kam der Namenlose und verführte die Marhynianer…Als die Götter die Vernichtung Marhynias beschlossen, wandten sie sich danach vom Kontinent und seinen Völkern ab…in der Folge gerieten Ihre Kulte in Vergessenheit…
– Mit Myrokar wagen sie jetzt gerade den ersten Schritt wieder in Rakshazar Fuß zu fassen…dazu müssen sie Myrokar dazu bringen die alten, in Vergessenheit geratenen Kulte wieder neu zu beleben….

Aus diesen Punkten folgt:
Die Zwölfe sind ganz offensichtlich nicht unter den aktuell in Rakshazar angebeteten Gottheiten zu finden…sonst müsste Myrokar sie nicht erst suchen…deshalb macht auch ein Casting keinen Sinn (zumal ich persönlich das wie bereits gesagt auch eher albern finde)….
Myrokar sucht also nicht wirklich irgendwelche beliebigen neuen Götter….er sucht 12 ganz bestimmte, alte, in Vergessenheit geratene Götter…

Ob Mortal Kombat und Zombies coll sind ist Geschmackssache….
ich persönlich war nie ein großer Mortal Kombat Fan…und von Zombies hab ich (so gerne ich sie auch früher mochte) aufgrund des andauernden Hypes inzwischen ziemlich die Nase voll….

Ich denke die anderen 12 offebarten sich Myrokar bisher noch nicht, weil er nicht in die Pötte kommt….er muss sie suchen und die Hinweise, die alten Anbetungsstätten, etc. pp liegen halt weit verstreut….

Natürlich wäre es denkbar, dass andere als die alveranischen Gottheiten versuchen sich Myrokar unterzuschmuggeln…gerade während des aktuellen Karmakorthäons, wo ja auch immer ein Kampf um die Neubesetzung der Sitze in Alveran entbrennt wäre das sicherlich eine Option…
Allerdings sollte es Myrokar den „feindlichen Göttern“ nicht auch noch extra einfach machen ihn zu „verarschen“, indem er einfach mal Diener von x-verschiedenen aktuellen Göttern einläd, in der Hoffnung „Da wird schon der richtige drunter sein und ich werde ihn erkennen…“
Den Nicht-Alveranischen Gottheiten mag an so einem „Götterbattle“ gelegen sein, denn sie haben nichts zu verlieren…
Die Zwölfe und ihr Diener Myrokar können daran aber eigentlich kein Interesse haben….

Nunja, wie gesagt… ich find Imortal Kombat immer noch Cool, aber es ist halt ein klassischer Fall fürn Papierkorb.

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2 Gedanken zu „Aus dem Papierkorb: Imortal Kombat

  1. Stefan

    Wieso, das einzige „Problem“ scheint doch wohl erstmal zu sein, dass es nicht in den Aventurien Kanonen passt. Die Idee lässt sich doch problemlos für andere Fantasy-Spiele ummodeln (Dungeonslayers fiele mir da jetzt als erstes ein).

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  2. rolandhofmeister1 Autor

    Stimmt, dass es nicht in den Aventurien-Kanon passt, ist eigendlich das Hauptproblem. Ziel unseres Projektes ist ja, eine möglichst nahtlose Verbindung zum „offiziellen DSA“ zu haben.

    Dungeonslayers höhrt sich gut an, kenn ich mich aber jetzt nicht genügend aus. Wenn das jemand in ein DS-Abenteuer gießen könnte, würde mich das sehr freuen. Auch Savage Worlds könnte ich mir als Regelsetting vorstellen, da gibts ja schon zumindest schon eine Rakshazar-Konvertierung. Leider kenn ich mich hier ebenso wenig aus 😦 .

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