Wenn einer eine Reise tut…

Mal was ganz aktuelles aus meiner Werkstatt: Wie komme ich im Riesland von Kurotan nach Yal-Mordai?

Der Text ist soeben bei uns im Forum ins Lektorats-Pinpong gegangen.

Von Karren und Karawanen

„Wenn du im Norden reisen willst, such dir einen Nedermannen als Wildnisführer. Es gibt keine Besseren. Und die können auch ihre komischen Felszeichnungen lesen. So weit ich das damals von unserem Führer verstanden hab, malen die da auf, was für Gefahren in der Gegend lauern. Alsp, wenn dein Nedermanne plötzlich schreiend davonläuft, lauf ihm bloß nach. Mein Freund Matschbeere musste das auf die harte Tour lernen…. Warum er Matschbeere hieß? Den Namen bekam er nach der Begegnung mit dem Riesen….“

Gehört in Kurotan

 

„Mein Sultan, im Hafen laufen drei Handelsschiffe aus Yal-Mordai ein. Sie werden begleitet von einem Kriegsschiff und sind mit Seide, edlen Steinen und Bronze beladen. Ihr Anführer wünscht, in eurem Reich Handel treiben zu dürfen. Wollt ihr dies Gestatten, mein edler Sultan?“

Gehört in Ribukan vor etwa 70 Jahren

 

In Rakshazar reist man selten allein, zu groß sind die Gefahren, die auf einen Reisenden warten. Eine große Reisegruppe, sei es eine See-Expedition oder eine Karawane, kann sich viel besser gegen Riesen, Drachen, Monstren und auch räuberische Stämme verteidigen.

Will man sich einer solchen Reisegruppe anschließen, wird erwartet, dass man neben eigenem Proviant und Wasser, einem eigenen Reittier und eigenen Waffen auch einen Obolus an den Karawanenführer entrichtet. Im Fall der Reiternomaden oder der Wandernden Stadt sind dies meist Metalle wie Bronze oder Gold, sonst gern auch edle Stoffe, Felle, Waffen oder schlicht Tiere. Die bekanntesten Karawanen sind die Reiternomaden, die Händlerkez der Orks und die Wandernde Stadt. Feste Reiserouten gibt es im Riesland ebenso wenig wie befestigte Wege. Man kauft sich also in eine Karawane ein, die grob in die Richtung reist, in die man will, hofft auf die Redlichkeit des Karawanenführers und begibt sich dann auf die Reise, die dann auch Monate dauern kann.

Zur See herrschen ähnliche Regeln. Feste Schiffsrouten existieren nicht, die Mannschaften sind verschworene Gemeinschaften, in der man sich durch seine Arbeitskraft und Schnaps einkaufen muss, der Expeditionsführer leitet das Unternehmen von seinem Flaggschiff aus, ein Kriegsschiff begleitet die Expedition und alle hoffen, die Widrigkeiten der See lebendig zu überstehen.

Reist man ohne Karawane durch die weiten Rakshazars, so sollte man zumindest einen einheimischen Führer anheuern, der die Gegend und deren Gefahren kennt. Diese Spezialisten lassen sich ihre Arbeit natürlich gut bezahlen, minimieren aber die Gefahr, auf ein Monster zu stoßen, erheblich.

Normalerweise reist man in Rakshazar auf den Rücken von Reittieren, vor allem Steppenpferd, Kamel (ein Tier, das die Kunchomer einst einführten), Dreihorn oder Konchenwüter. Wenn man sein Hab und Gut nicht auf dem Rücken eines Packtieres transportieren will, bleiben nur einfache, einachsige Wagen übrig, deren Räder auch meist nicht mehr als runde Baumscheiben sind. Streitwagen können sich nur die wenigsten Riesländer leisten und selbst diese müssen ein oder zwei Packtiere samt Führer mitnehmen, ganz abgesehen davon, dass die meisten Wägen in Wäldern und Gebirgen nutzlos sind.

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