Medienmontag: Mehr Meer

Heute durchforste ich mein Bücherregal nach Büchern rund ums Thema Meer, Schifffahrt und Entdeckungsreisen, dass mich ja die nächste zeit beschäftigen wird (Teaser: Ein Abenteuerszenario und ne Rezension mehrerer Regelwerke kommt noch…)

Fangen wir mal mit einen Klassiker an: E. A. Poes „Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym“. Laut Wikipedia ist

„[d]er Bericht des Arthur Gordon Pym bzw. seltener auch Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym oder Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym (Originaltitel: The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) ist der einzige Roman von Edgar Allan Poe, erstmals veröffentlicht im Jahre 1838. Er beschreibt das Leben des A. G. Pym, der von seiner Jugend an Abenteuer auf See sucht und überlebt, die allmählich seine Einstellung zum Leben verändern. Die Art der Abenteuer sind zum Teil realistisch (Schiffbruch und Meuterei), zum Teil phantastisch (heiße Strömungen und Stromschnellen im Ozean des Südens). Der Roman ist das längste Prosawerk Poes und gilt als eine seiner rätselhaftesten Arbeiten.“

Das Abrupte Ende der Geschichte ist ein böser Cliffhanger und so ziemlich das gemeinste, das ich je gelesen habe. ImhoPflichtlektüre.

 

Dann zu etwas Lokalkolorit: Ulrich SchmidelsFahrt in die neue Welt“. Hier liegt der Fokus weniger auf Seefahrt sondern eher auf die Entdeckungsreise / Eroberungsfeldzug /Raubtour eines Europäers in Südamerika. Beschrieben wird auch, wie selbergebaute Schiffe, die den Rio de la Plata und dessen Zuflüssen rauf und runterschippern, Männer und Material verschoben wird, wie Kompetenzstreitigkeiten die Expedition hemmen oder wie die Konquistadoren nur durch Raub bei den Ureinwohnern überleben konnten, weil sie keine Ahnung hatten, was essbar war und was man nur einmal im Leben essen konnte.

 

Hier liegt noch neben dem Logbuch von Christoph Kolumbus erster Fahrt (überbewertet) „Schiffbruch mit einem Tiger“ von Yann Martel. Leider gilt auch hier: Buch > Film. Nuff said.

 

Ebenfalls um eine Expedition (und deren Misslingen) geht es in Douglas Galbraiths „Die große Fahrt der Rising Sun“. Hier werden die Hintergünder der Expedition und deren Scheitern auf langatmigen 673 Seiten beleuchtet – eine Expedition, die schließlich die Unabhängigkeit Schottlands einleitete. Wenn man Zeit und Muße hat…

[Update 29. August 2017: Ich hab dem Buch ein bissen unrecht getan. Der eigentliche Wert des Buches liegt darin, die Expeditionsvorbereitungen Aufzuzeigen. Die Haben Perücken mitgenommen. Unsummen an Perücken. Die braucht der Gentleman unbedingt in der Karibik. Zur Not kann man die ja noch tauschen, bei den Eingeborenen da unten… Blauäugig ist gar kein Ausdruck!]

 

Über Kapitän Kaiman hab ich ja schon berichtet. Die anderen Geschichten in dem Sammelband sind eher so lala, kein Wunder, besteht doch der ganze Band eher aus Ausschusswahre.

 

Dead Man River“ von …George R.R Martin… Realy? Hab gar nicht gewusst, dass ich außer dem Lied von Eis und Feuer was von dem hab… Nunja: Idee toll (Vampiere auf nem Schaufelraddampfer, die den Mississippi rauf und runterschippern), Umsetzung i.O., Schluss unbefriedigend.

 

Aus dem Uraltschinken (© 1987) „Sagen aus deutschen Landen“ von Ludwig Bechstein kann man durchaus immer wieder Abenteuerideen rausholen. Als Beispiel soll Stavorens Ursprung und Untergang dienen oder über die Pucke, Hausgeister, die man, bevor man abnippelt, an den nächsten verkaufen muss, aber nur maximal zu dem Preis, zu dem man den Puck selber gekauft hat. Schafft mans nicht, ist man flugs seine Seele los…

 

CU und viel Spaß beim Lesen wünscht der Troll.

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2 Gedanken zu „Medienmontag: Mehr Meer

  1. Strand

    Tipp: Die Klassiker sind für mich unschlagbar: Moby Dick (Herman Melville), Der Seewolf (Jack London) und Der alte Mann und das Meer (Ernest Hemingway). Mehr Abenteuer geht kaum, und alle drei sind gute Szenarioideen für Hauptabenteuer, Sideplots oder einfach nur begleitende Gerüchte.

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    1. rolandhofmeister1 Autor

      Moby Dick hab ich ein paar mal angefangen, habs aber nie bis zur Hälfte des Buches geschaft. War mir persönlich zu schwammig, zu blubbrig geschrieben. Vom Seewolf kenn ich noch die Serie aus den 70gern. Hab die als Kind oft (mit)geschaut. Vom alten Mann hab ich zumindest schon mal was gehört, bisher hatte ich aber nicht die Zeit + Muße, mich damit auseinanderzusetzen. Kommt mit dem Sewolf auf meine Todo-Liste

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