Was ist Zeit…

Ich bin grad etwas eingespannt und kappe daher ein paar Nebenprojekte, wie eben den Turm des Morguai. Wie bei allem, was bei mir im Papierkorb landet gilt auch hier: Ihr dürft machen was ihr damit wollt, setzt nur meinen Namen drunter und wenn ihr damit Geld verdient, lasst mir auch ein paar Kröten zukommen 🙂

Der Turm des Morguai

1 Prolog

Der Marakai von Arinda Toto Nobunaga hat ein großes Problem. Er liebt Männer. Eigentlich ist das ja nicht so schlimm, aber in der betont maskulinen Welt Tharuns, in der männlich gleichgesetzt wird mit herrschen und weiblich mit unterwerfen und Homosexualität mit weiblich und zudem abnorm, da ist dies ein Problem. Zudem beging er den Fehler, seine jeweiligen Favoriten in hohe Ämter zu bringen, teilweise auch dann, wenn sie die Schwertmeisterweihe noch nicht erhalten hatten. Einem alten Schwertmeister, Saburo, der noch Nobunagas Vater gedient hat, stieß diese Praxis besonders sauer auf. Nachdem er einen gefährlichen Morguai getötet hatte, wurde er mit dem Posten als Hüter des Stadttores belohnt, einem Posten, der zwar ehrenvoll gemeint, traditionell aber ein Ruhestandpöstchen am Hof des Marakai ist. Gleichzeitig wurde ein junger, schöner Schwertmeister zum Shin-Makar, zum Obersten Schwertmeister, ernannt, der in Erfahrung und Ansehen weit hinter Saburo stand. Saburo schäumte vor Wut, behielt die Runensteine des getöteten Morguai für sich, studierte die Runenmagie und schaffte es, innerhalb nur eines Jahres zu einen Meister seines Faches zu werden… und gleichzeitig fast sein gesamte Sikaryan zu verlieren. Heute ist Saburo selbst ein Morguai und trachtet danach, Herr von Arinda zu werden. Zwar gibt er vor, zum Wohle der Insel zu Handeln und den in seinen Augen unfähigen Marakai stürzen zu wollen, doch eigentlich will der Morguai alle Bewohner der Insel nur noch leiden lassen und zu gegebener Zeit aussaugen.

Der neue Morguai hat den einzigen Zugang zu seiner Stadt und damit indirekt auch zu seinem Palast besetzt und das Tor geschlossen. Seit 80 Tagen schon konnten keine Lebensmittel mehr in die Stadt gelangen. Die Bevölkerung darbt, schlimmer noch, der Marakai selbst muss bereits auf seine Lieblingsspeise verzichten. Das viel größere Problem aber ist, dass der Morguai fast alle Schwertmeister und den Großteil der Hohen Guarai getötet, einige niedrige Guarai sind sogar zum Morguai übergelaufen. Den Archipelar will der Marakai nicht um Hilfe bitten. Zum einen würde das seine Position als Marakai empfindlich schwächen und womöglich zu einem ehrenvollen Selbstmord nötigen, zum anderen kann niemand die Stadt verlassen. lso bleibt dem Marakai nichts anderes übrig als seine letzten verfügbaren Streiter auf eine verzweifelte Mission zu schicken, von der schon zu viele nicht zurückkehrten…

Die Schwäche des Marakai wollen auch noch andere für sich nutzen. Da wären zum einen die Brigantai der „Purpurnen Faust“, die nur allzugern in die Stadt eindringen und plündern wollen. Auch für sie stellt das Tor ein nicht zu unterschätzendes Hindernis dar, dass nur mit Hilfe einer Gruppe Unerschrockener, die in den Turm eindringen und die Tore öffnen sollen.

Vor der Küste der Insel Arinda wartet schon Soichi Tatsumi, der Marakai der Nachbarinsel Kenda mit einer Invasionsflotte auf den Niedergang Toto Nobunagas. Da er den Kriegerkodex Tharuns strang befolgt, kann er nicht einfach so auf der Insel Landen und diese unter seine Kontrolle bringen. Auch die Mauern der Stadt kann und darf er nicht einfach Sturmreif schießen, abgesehen davon, dass er über keine ausreichend starken Geschütze verfügt. Zudem will er sich beim Archipelar als beschützer der Insel präsentieren. Also sendet er eine Gruppe seiner besten Kämpfer aus, um den Turm zu erobern und die Insel fast kampflos zu übernehmen.

 

2 Der Weg der Helden

2.1 Wer sind die Helden und für wen arbeiten sie?

Dieses Abenteuer ist für Helden gedacht, die, wie in Tharun üblich, aus der Region, sprich dem Reich Lamina kommen. Besonders für kampfaffine oder runenkundige Helden dürfte dieses Abenteuer interessant sein. Kymanai eignen sich vor allem für den Einstieg ins Abenteuer gut, wenn es darum geht, per Luftweg den Turm zu betreten, danach werden sie aber mangels Möglichkeiten, ihr Tier in den Turm zu bringen, ins Hintertreffen geraten. Mashas dienen als Diplomatinnen und können versuchen, Azarai hingegen sind nur auf der Seite Soichi Tatsumis denkbar, da Toto Nobunaga fürchtet, wegen seines Lebenswandels bestraft zu werden.

Lass die Helden entscheiden, welcher Fraktion sie angehören sollen oder würfle mit einem W20. Teile das Ergebnis mit Modulo 3. Bei Rest 0 gehören die Helden der Fraktion Soichi Tatsumis, bei Rest 1 Toto Nobunaga und bei Rest 2 die der Briganten an.

Abhängig von der Fraktion, der sie angehöhren, sind auch die Belohnungen, die die Helden erhalten. Während Toto Nobunaga vor allem Titel, Tand und Maschas vergibt, bekommen die Helden bei Soichi Tatsumi vor allem Waffen. Bei den Briganten sind es höhere Beuteanteile und vor allem die Runensteine, die bei den beiden Marakai, sollten die Helden für diese kämpfen, eigentlich abgegeben werden müssen.

Infokasten Belohnung Toto Nobunaga

Jeder Held bekommt eine Mascha und eine entsprechend hohe Stellung am Hof, auch wenn die Schwertmeisterprüfung noch nicht abgelegt wurde oder die Höchsten Weihen fehlen. Zudem erhalten die Helden für ihre Dienste ein magisches Teeservice (siehe Anhang).

 

Infokasten Belohnung Soichi Tatsumi

Die Helden erhalten die Runensteine, die der Morguai besitzt. Zudem erhalten sie eine Enduriumwaffe ihrer Wahl

 

Infokasten Belohnung Brigantai

Die Runensteine, den Dorn des Inselherschers und alles, was sie Tragen können.

 

Die Anwerbung der Helden erfolgt im Thronsaal der jeweiligen Partei, das heißt im Falle Soichi Tatsumis in seiner Kabine auf dem Flaggschiff und im Fall der Brigantai in einer Hütte unweit der Stadt. Bei der Anwerbung liegt die Belohnung schon vor dem Thron des jeweiligen Herrschers, so dass die Helden sehen können, was sie bekommen. Gefeilscht wird nicht, die Helden stehen ja in einem direkten Dienstverhältnis zum jeweiligen Herrscher.

 

2.2 Wie kommen die Helden in den Turm?

Drei Wege führen in den Torturm. Am Fuß des Turms durch die Amtsstube der Zöllner (), über den Wehrgang in das erste Stockwerk () und über die Dachluke(). Wollen die Helden letzteren Eingang nehmen, müssen sie mit Beschuss durch die Speerschleuder () rechnen und brauchen auf jeden Fall ein flugfähiges Insekt (Schmuckflügler oder Riesenschmetterlinge). Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle. Von blauer Stunde zu blauer Stunde wachen die übergelaufenen Guarai mehr oder weniger Aufmerksam über den Turm, in der schwarzen Stunde bewachen die Untoten aus () die Eingänge. In den Purpurnen Stunden sind die Guarai meist noch oder schon wieder besoffen und damit wäre diese Zeit wohl am besten, um in den Turm zu stürmen.

2.3 Im inneren des Turms

 

2.4 Im Dienste des Morguai

Die Untoten

Die Untoten sind die Reste der Guarai und Schwertmeister, die gegen den Mordai geschickt wurden. Saburo hat die Leichen auskochen lassen, die Gesichter sind, vom Sirkanaverlust und alchimistischen Giften konserviert, noch den einzelnen Toten zuortbar. Sollten die Helden Toto Nobunagas Fraktion angehören, werden sie oft alte Weggefährten oder Freunde erkennen. Vielleicht werden sie diese ansprechen, in der Hoffnung, dass sie noch leben und die Seiten wechseln. Das Entsetzen, einen Freund als Untoten erkennen zu müssen, dürfte aber entsprechend groß sein.

 

Kaoru Kamiya

Die Halbguarai dürfte eine der tragischsten Bewohner des Turms sein. Mit gerade einmal 14 Jahren kam sie an den Hof Toto Nobunagas, sollte ihm als Mascha dienen und Söhne gebären. Da aufgrund der sexuellen Vorlieben des Herrschers sich keine Schwangerschaft einstellen wollte, wurde Kaoru Kamiya für Unfruchtbar erklärt und an den Haaren aus ihren Gemächern und all der Seide in die karge Unterkunft der Halbgurai (eine lamische Spezialität. Unfruchtbare Frauen werden zu Bogenschützinnen und Schwertfutter ausgebildet, um die eigentlichen Truppen im Krieg zu schonen) geschleift. Die Schmach hat sie Toto nie verziehen. Seit sie seit zwei Monaten schwanger ist, wähnt sie ein zusätzliches Rachewerkzeug in ihren Händen. Sollte das Kind geboren werden, wäre das ein Beweis für Toto Nobunagas perversen Vorlieben oder zumindest für seine (von den Göttern als Strafe auferlegte) Inpotenz. Aus diesem Grund umwirbt Saburo die verbitterte Frau. Der Hass auf den Inselherrscher vereint die beiden.

Der Weg der Mascha: Überreden

Qualitätsstufe 1 Kaoru Kamiya ist bereit, die Helden, so sie nicht für Toto kämpfen, kampflos vorbeizulassen.
Qualitätsstufe 2 Für die Wiederherstellung ihrer Ehre als vollwertige Frau wäre die Halbguarai bereit, die Helden mit Heilmitteln, Verbänden, Waffen und Informationen versorgen, nicht jedoch aktiv in den Kampf eingreifen, solange sie nicht für Toto arbeiten.
Qualitätsstufe 3 Für die Wiederherstellung ihrer Ehre ist sie bereit, die Helden aktiv im Kampf zu unterstützen. Wenn die Helden für Toto arbeiten, ist sie nun bereit, sie Kampflos vorbeizulassen.
Qualitätsstufe 4 Wenn die Helden für Toto arbeiten, ist sie Bereit, die Helden passiv zu unterstützen, wenn ein Held die Mascha zur Frau nimmt (was ein Affront gegenüber dem Herrscher wäre, der sie zur Halbguarai machte. Die Helden müssen bei Toto sehr überzeugende Argumente vorbringen, sonst wird das Versprechen gegen die Halbuarai gebrochen Ist dies der Fall, läuft sie zu den Brigantien über und wird dort, wegen ihrer Kenntnisse um den Palast des Inselherren, eine ständige Bedrohung sein),

 

 

 

Makoto

Makoto stammte aus einer Seidenmaler-Familie und fiel in frühester Jugend durch seinen Mut und seine Geschicklichkeit im Umgang mit Speeren auf. Da er aus einer nichtadeligen Familie stammte, ist seine aktuelle Stellung als Niederer Gurai das höchste, was er je in einem Leben erreichen kann, auch wenn er viel fähiger ist als manch seiner Altersgenossen, die schon längst Hohe Gurai sind. Makoto war die herablassende Art und ständigen Hänseleien seiner Gurai-Kammeraden ob seiner Herkunft  satt und schloss sich schon früh Saburo an, in Hoffnung, bei einem Regimewechsel endlich Hoher Gurai zu werden.

Der Weg der Mascha: Überreden:

Qualitätsstufe schlechter als 3 Makoto wird die Mascha angreifen und versuchen, zu töten.
Qualitätsstufe 4 Solange die Helden nicht für Toto arbeiten, ist er bereit, den Dienst zu wechseln und die Helden vorbeizulassen
Qualitätsstufe 5 Wenn die Helden ihm eine Stellung eines Hohen Guarai zu versprechen, dann unterstützt er die Helden aktiv im Kampf.

 

 

Ba’lisch Petryr

Ba’lisch ist an der Schwertmeisterprüfung gescheitert. Der Makel klebt an ihm. Es lässt ihn nicht schlafen. Er wird seinen neuen Meister, der ihm verspochen hat, mit der Kraft seiner Runen den Schwertdämon erneut zu beschwören, nie Verraten.

 

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