Archiv für den Monat Januar 2017

Ein Blick ins Buchregal

Weihnachtszeit, Buchgeschenkezeit. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und von ein paar Buchgeschenken erzählen, die ich so bekommen habe.

Schon letzte Weihnacht hab ich von meiner Liebsten die James-Bond-Bücherbox erhalten. Genial! Einfach nur Lesenswert, vor allem die ersten 14 Bücher. Meine Highlights: Casino Royale, Leben und Sterben lassen und im Geheimdienst ihrer Majestät. Leute, kauft euch diese Bücher und vergesst getrost die Filme. Ahja, die Bücher spielen alle gut ein Jahrzehnt vor den Filmen.

Ich bin dank dem PC-Spiel Witcher auf Andrzej Sapkowskis Gerald-Saga aufmerksam geworden. Von meinem Bruder habe ich diese Weihnachten „Das Erbe der Elfen“ bekommen. Man merkt dem Buch an, dass es der Auftaktband einer ganzen Reihe ist. „Zeit des Sturms“ und „Der letzte Wunsch“ fand ich persönlich besser, wahrscheinlich weil das näher an die Emotionen des Spiels kommt.

Bei „Codex Alera 1: Die Elementare von Calderon“ bin ich etwa bei der Hälfte des Buches angelangt. Nunja, wie soll ich es beschreiben… man nehme die Welt von Avatar-the last Airbender und schmeiße das ganze mit demLied von Eis und Feuer in einen Mixer. Start drücken, mit Verrat würzen, viola! Es ist gut, aber nicht herausragend. 

Ich hör ja immer mal wieder, dass es in DSA unmöglich sei, eine Praios-Geweihten zu spielen (aus meiner Meistererfahrung kann ich sagen, dass das Quatsch ist, man muss halt den Geweihten in eine passende Gruppe geben!). Für Speiler, die sich um die Darstellung eines Geweihten Gedanken machen, empfehle ich neben dem entsprechenden Vademecum unbedingt „Himmel – Herrgott -Sakrament„. Gut, in erster Linie geht es in diesem Buch darum, wie meine katholische Kirche es schaffen kann, dass wieder mehr Gläubige in den Gottesdienst finden (ein Anliegen, das mir als gläubiger Katholik persönlich am Herzen liegt). Aber der geneigte Rollenspieler kann daraus auch ein Paar Tipps zur Darstellung seines Geweihten-Chars entnehmen. Tollster Satz: Sakramente muss man spüren können!

So, das war es für heute. Bald hab ich Geburtstag, das bedeutet noch mehr Bücher… man kann nie genug Bücher lesen!

Karneval der Rollenspieler: Verwunschen, verzaubert und verflucht – Eine kleine Definition

Verwunschen: Verb [mit OBJ] (jmd. verwünscht jmdn./etwas) veralt. verzaubern.

Verzaubert: (jmd./etwas verzaubert jmdn./etwas) durch Zauberei zu etwas anderem machen. „Die Hexe verzauberte den Prinzen in einen Frosch.“

Verflucht: Verfluchen (jmd. verflucht jmdn./etwas) jmdm. ein schlimmes Unheil wünschen. „Der Vater hat seinen Sohn verflucht.“

 

So, jetzt haben wir die drei Begriffe des aktuellen Karnevals sprachlich definiert. Aber was bedeutet das fürs Rollenspiel?

Mit Verzauberungen haben die Helden unter Umständen (vor allem wenn Zauberer unter den Helden) ja täglich zu tun. Verzauberungen sind gut. Sie sind in Regeln gegossene Magie. Zauberdauer, Wirkung, Kosten. Zauberer und verzauberte Waffen und Gegenstände (auch Artefakte genannt) gehören zum Rollenspiel wie Würfel und Bleistift.

 

Verwunschen… das klingt ja schon nach Märchen. Schauen wir uns doch ein paar Verwünschungen aus Märchen an. Dornröschen:

„Die Feen kamen zu dem Fest, und beschenkten das Kind am Ende desselben: die eine mit Tugend, die zweite mit Schönheit und so die andern mit allem, was nur auf der Welt herrlich und zu wünschen war, wie aber eben die elfte ihr Geschenk gesagt hatte, trat die dreizehnte herein, recht zornig, daß sie nicht war eingeladen worden und rief: „weil ihr mich nicht gebeten, so sage ich euch, daß eure Tochter in ihrem funfzehnten Jahre an einer Spindel sich stechen und todt hinfallen wird.“ Die Eltern erschracken, aber die zwölfte Fee hatte noch einen Wunsch zu thun, da sprach sie: „es soll aber kein Tod seyn, sie soll nur hundert Jahr in einen tiefen Schlaf fallen.“

(Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Dornr%C3%B6schen_(1812))

Froschkönig: Durch einen Kuss (manche Varianten. Bei Grimm wars eine Wand) wird aus dem verwunschenen Frosch wieder ein Prinz.

Verwünschungen sind also Flüche mit einer Bedingung für die Aufhebung des Fluches. Nach dem Muster Verwünschung / Erlösung: „Du sollst ein Monster sein, bis Du die wahre Liebe gefunden hast!“

Was passiert, wenn die Erlösungsbedingung nicht (mehr) erfüllt werden kann? Im Disneyfilm „Die Schöne und das Biest“ stirbt das Biest, sobald die Zeit für die Zurückverwandlung abgelaufen ist.

 

Verwünschungen sind also die idealen Abenteueraufhänger für märchenhafte Fantasy-Sattings. Auch im Gerald-Zyklus tauchen immerwieder märchenhafte Verwünschungen auf. Hmm, das schreit eigendlich nach einer Tabelle mit Verwünschungen / Abenteueraufhängern…

 

Verflucht bedeutet, dass jemanden Unheil an den Hals hexen. Flüche bringen den Opfern nur Pech ohne die Möglichkeit, sich davon zu befreien oder befreien zu lassen. Als Beispiel soll mein Lieblings-DAS-Hexenfluch sein: Beute!

Auf zur fröhlichen Sklavenjägerjagd! Die Mahdi-Triologie

Ich bin Anfang Dezember mit dem Mahdi-Zyklus fertig geworden. Allen Bloglesern sollte bekannt sein, das Karl May zu meinen Lieblingsautoren gehört. Zu meiner Jugendzeit habe ich vor allem Winnetou und Old Surehand gelesen, jetzt lese ich lieber seine Sachen aus dem Orient. Demnächst mochte ich seine China- und Pazifiksachen lesen. Meine Liebe zu Karl May scheine ich übrigens von meinem Vater zu haben, dem ich auch den Kapitän Kaiman gempst habe (Sorry Bab!).

Zurück zum Mahdi.

Teil I und II fand ich sehr gut. Klassische Abenteuergeschichten mit der Mary Sue Kara bin Nemsi. Toll fand ich die Idee, dass auf dem Fluss der Reïs Effendina mit dem Schiff nilaufwerts fährt, wärend der Held, ähh, Kara Benn Nemsi an Land seine Abenteuer erledigt und immer wieder zum Fluss zurückkommt, um dort seine Gefangenen dem Sklavenjägerjäger zu übergeben.

Teil III…mit dem bin ich aus zwei Gründen nicht warm geworden. Der Umschwung vom Verbündteten zum Gegner von Kara Ben Nemsi war mir beim Reïs Effendina war mir zu plötzlich und nicht gut vorbereitet. Und der Einschub mit der (wirklich guten) Geschichte in Kurdistan störte im Lesefluss.

 

Und was bleibt fürs Rollenspiel: Die Idee mit dem Reïs Effendina und dem Schiff, das eine bestimmte Route abfährt und die Helden an Land gehen und Abenteuer erleben, werde ich übernehmen. Mal sehen, was mir dazu einfällt..

 

Update: Rechtschreibfehler korregiert 🙂

Passend zum Wetter: Updates zum Tal der Klagen, der Axt des Kuros und dem Hurenkönig

So, der Hurenkönig und die „Axt des Kuros“ sind grad im Lektorat, am „Tal der Klagen“ wird eifrigst gebastelt. Bei letzteren gehts vor allem darum, wie man die vielen Menschenspezies, die in der Kultur der Legiten ausgestalltet.

Bis alles aus dem Lektorat kommt, hier zwei Bonbons. Estes Bonbon ist eigendlich ein alter Drops, passt aber zum aktuellen Wetter. Hier gehts zur Urfassung der Axt des Kuros. Zweites Bonbon ist eine Frage. Ich hatte ja zum Abenteuer Hurenkönig einen Bonus versprochen. Nun würde ich gern von euch wissen, welchen Bonus ihr denn wollt:

  1. Generierungsregeln für die Sanskritaren (Kultur, Professionen und Waffen in DSA5),
  2. eine Stadtbeschreibung Shahanas,
  3. etwas total anderes (bitte in den Komentaren ausfüren)

Schreibt es in die Komentare!

Sag mir, wie hältst Du es mit Tabletops und Boardgames?

Mein Besuch bei den Gäubodenstategen hat mich ins Grübeln gebracht. Wie stehts mit meiner Prägung mit dieser Art von Spielen? Nun, ich bin ein Kind der 80ger und 90ger. Das heißt, ich wuchs mit StarQuest, das ich gern als Spielleiter gezockt habe und mit der Claymore-Saga, das der Bruder eines Freundes besaß, auf. Danach bin ich aud DSA gestoßen und seitdem hatte ich kaum mehr mit Tabletops und dieser Art von Brettspielen zu tun.

Erst durch Bastian und meinen Bruder kamen die wieder auf mein Radar. Star Wars – Imperial Assault hab ich am Do. genossen. Für das Spiel könnte ich mich erwärmen (Wortspiel!). Ins Spiel kommt man relativ schnell und wenn man da zusammen eine Kapagnie zockt, macht das sicher einen Heidenspaß. Ich hab da mit Loku Kanoloa, einem Mon Calamari-Scharfschützen und Aufklärer. Das mit dem Aufklärungsmarkern fand ich toll. Hier konnte isch als Noob meinen Mitspielern unter die Arme greifen. Trotzdem: Pen-and-Paper Rollenspiele sind mir lieber. Vor allem welche, bei denen ich selber das Spiel leite…

Zu Gast bei den Gäubodenstrategen

Gestern habe ich gleich drei Fliegen mit einer Klappe erschlagen können. Zum einen habe ich mich mit einen meiner ältesten Freunde getroffen, Bastian Hlawatsch. Ich kenn den Vogel schon seit gut einem viertel Jahrhundert (ohje, bin ich alt geworden!). Bis letztes Jahr war er der Chef von Weltenschatz, musste aber den Laden im Herbst dichtmachen. Drei Wasserrohrbrüche und vier Umzüge waren dann doch zuviel…

Zum anderen war ich bei den Gäubodenstrategen, einem Verein rund um das Thema Tabletop und Brettspiele. Sie treffen sich Do. ab 18:00 Uhr im Gasthaus Fellermeier in meiner Heimat Hankofen. Für eine geringe Tischgebür von 2,00 € können auch Nichtmitglieder mitspielen. Wenn ihr also zufällig in der Gegend seit, geht hin, grüßt mir Bastian recht schön und mit Glück könnt ihr dort auch einen Troll sehen, der grade „Star Wars: Imperial Assault“ spielt, genauer: die „Rückkehr zur Echo-Basis“. Um es kurz zu machen… wir haben gefailt… hard.

War ein schöner Abend, ich werds bald wiederholen.