Von Menschen, Echsenwesen und Aliens – Gedanken zur neuen These 3

Was braucht ein gutes Fantasy-Abenteuer mit Aliens?

  1. Eine Idee. Ich hab ja hier schon mal ein paar Filme gesammelt, in denen Aliens auf der Erde landen. Es gibt bestimmt noch zig mehr Filme, aber diese hier sollten für einen ersten Überblick reichen. Es fällt auf, das es grob drei Hauptrichtungen gibt, hinter denen sich zukünftige Abenteuerideen verbergen. Da hätten wir die Filme, in denen Die Aliens landen und den Planet erobern wollen (bedenkt man das Sprichwortes „Never bring a knive to a gunfight“ würden solche Abenteuer wahrscheinlich schlecht für unsere zweihänderwedelnden Krieger ausgehen), Filme, in denen ein Erstkontakt hergestellt wird (schön und gut, aber was dann? Bekommen die Helden dann das Laserschwert oder den Photonenblaster inkl. Unterweisung, wie das Ding funktioniert? Wollen die Helden gar mitfliegen? Wenn ja, wie geht es dann weiter? Für meinen Geschmack sind das zu viele Fragen, für Fans von Sandboxen und Feenwelten (der Alien-Heimatplanet ist halt eine hochtechnisierte Feenwelt) aber sicher eine tolle Spielwiese) und zu guter Letzt Filme über Außerirdische, die bei uns eine astreine Bruchlandung hingelegt haben. Letztere Filme/Idee bietet sich an. Man hat einen Dungeon (ich liebe Dungeons, hier in Form eines Raumschiffes), ein Ziel (erkunde den Dungeon, finde/zerstöre/bringe zurück McGuffin, Loot (Waffen, die nach dem Crash nicht zwingend funktionieren müssen und wenn, dann nur mit begrenzter Munition) und Gegner (entweder aggressive oder völlig vergängliche Außerirdische, die sich gegen aggressive irdische Lebensformen verteidigen…).
  2. Einen Plan des Raumschiffs.
  3. Eine Beschreibung des Raumschiffs aus Sicht der Helden und Vorschläge, wie man mit der Fremdartigkeit des Dungeons und des zu findenden Loots spielt. Darüber habe ich hier schon was geschrieben, ich würde mich da auch nah an der „Flame of Creation“ halten.
  4. Aliens. Und hier wird es wieder kompliziert. Die Aliens in Borbarads Fluch wirken leicht… altbacken? fantasielos? gewöhnlich? Die Aliens aus der Iron Gods Kompagnie wirken auch nicht so viel besser. Und wenn ich mir Außerirdische aus Filmen anschaue, muss ich gestehen, dass außer den Xenomorphs in Alien, den Predatoren in Predator und den Außerirdischen in Distrikt 9 keine wirklich kreativen Außerirdischen gibt. Gut, unser aller lieblings-Horror-SciFi-Autor H.P. Lovecraft hatte auch Außerirdisches Leben in seinen Geschichten, er hatte aber den Vorteil, diese nicht genau beschreiben zu müssen. Ich kann schon als Autor beschreiben, welche Gefühle der Anblick eines Außerirdischen bei einem menschlichen Helden auslöst, aber spätestens wenns darum geht, das lange, spitze Stück Eisen in dessen Hand irgendwo in das fremde Ding zu stecken, brauche ich Trefferzonen, Kampfwerte oder zumindest eine grobe Beschreibung des Aussehens. Habe ich dann diese Hürde genommen, stellt mir das Genre ein Bein. Beispiel DAS-Universum: Wenn ich meine Aliens zu Reptiloienen mache, wie unterscheiden sie sich dann zum Echsenmenschen aus Selem? Ein löwengestaltiger Außerirdischer wie in Wing Commander? Wo ist da der Unterschied zum Leonier? Space-Frogs? Sind das dann nicht Krakonier? Was unterscheidet eigendlich einen Golem von einem Roboter oder eine magisch erschaffene Chimäre von einem Xenomorph? Ich fürchte, hier muss ich mir noch ein paar Gedanken mehr machen…
  5. Das Abenteuer selber. Ein passender Einstieg, einen Hauptteil (in unserem Fall das erkunden des Dungeons. Toll fand ich bei „Flames of Creation“ dass es die Möglichkeit gab, den Dungeon in mehreren Anläufen zu erkunden und sich im Dorf neu auszurüsten) und ein Finale, bei dem nicht nur der fiese Obermotz (muss nicht zwingend ein Alien sein) besiegt wird sondern den Helden (Achtung! Die Helden, nicht die Spieler. Die wissen wahrscheinlich schon längst, wie der Hase läuft“) eröffnet wird, dass sie sich in einem außerirdischen Fahrzeug befinden.
  6. Anhänge voll mit Monstern, Aliens und Laserkanonen.

 

Soweit ich das so sehe, dürften die Punkte 1, 3, 5 und 6 kein Problem sein. Punkt zwei läuft auf einen mehrere Stockwerke umfassenden, großen Dungeon hinaus, also eher ein kleines Problem. Punkt 3 4 aber… habt ihr da Ideen?

Update 28.02.2017

Advertisements

2 Gedanken zu „Von Menschen, Echsenwesen und Aliens – Gedanken zur neuen These 3

  1. Stefan Tewes (@AlphaOrange)

    „Punkt 3 aber…“ – ich nehme an, du meinst Punkt 4.
    Körperbau, Materialien, Oberflächen, Verhaltensweisen, Geräusche – erstmal auskundschaften, was in der jeweiligen Spielwelt fremd wirkt. Wie du selbst gemerkt hast: Mensch/Tier-Mischlinge taugen in den meisten Fantasy-Settings eher wenig als Aliens, weil es sie schon gibt oder man sie in der Welt erschaffen könnte. Mit körperlosen Wesen sieht es mindestens genauso schlecht aus, mit dämonischen Alptraumwesen noch schlimmer.
    Aber wenn man es sich genauer anguckt gibt es auch in (High-)Fantasy-Settings gewisse Konventionen: 1+x Köpfe, 2+x Arme, 2+x Beine. Rotes Blut – bei Bösen auch mal schwarz. Mund, Nase, Augen. Ledrige Haut. Menschlich zivilisiert oder tierisch triebgesteuert. Organische Geräusche.
    Wozu überhaupt ein Kopf? Ein Gesicht? Wie sieht es aus, wenn man das Wesen aufschneidet? Ein Geflecht blubbernder Blasen oder vielleicht mechanische Bestandteile? Kunststoffhaut, klinisch weiß und unbeschmutzbar? Ein Verhalten streng nach einer Agenda, als würden sie einem Programmiercode folgen. Irrational, sprunghaft. Vielleicht ein Kollektivbewusstsein?
    Und dann vielleicht noch als Plot Point für das Abenteuer: die Unfähigkeit, auf dieser Welt zu überleben. Anfällig für Krankheiten? Keine verträgliche Nahrung? Atemschwierigkeiten.
    Kurzum: Hängt alles davon ab, was die jeweilige Welt schon bietet. Im Endeffekt sind Aliens bloß Monster, die man noch nicht als Bestandteil der Welt definiert hat und die mehr Freiheiten haben, mit Setzungen zu Technologie etc. zu brechen.

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s