Karneval der Rollenspielblogs: Bücher – Ein paar krude Gedanken

Zum aktuellen Karneval kommen mir noch zwei Gedanken, die ich unbedingt loswerden muss.

  1. Wir Haben ja noch gar nicht darüber gesprochen, was Bücher sind und
  2. habe ich ja noch eine Abenteueridee zum Entstehungsprozess eines Buches.

Punkt 1: Bücher sind… ja was denn eigentlich? Wikipedia, Hilfe!!!

Ein Buch ist nach traditionellem Verständnis eine Sammlung von bedruckten, beschriebenen, bemalten oder auch leeren Blättern aus Papier oder anderen geeigneten Materialien, die mit einer Bindung und meistens auch mit einem Bucheinband (Umschlag) versehen ist. Laut UNESCO-Definition sind (für Statistiken) Bücher nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten oder mehr.[1][2]

Zudem werden einzelne Werke oder große Text­abschnitte, die in sich abgeschlossen sind, als Buch bezeichnet, insbesondere wenn sie Teil eines Bandes sind. Das ist vor allem bei antiken Werken, die aus zusammengehörigen Büchersammlungen bestehen, der Fall – Beispiele hierfür sind die Bibel und andere normative religiöse Heilige Schriften, die Aeneis sowie diverse antike und mittelalterliche Geschichtswerke.

Das Buch ist ein Kulturprodukt, dass die Überwindung der Illiteralität zur Voraussetzung hat und die die Entwicklung der geschriebenen Sprache zur Grundlage nimmt. Seine Verwendung als kommunikatives Mittel setzt eine Schreibkompetenz bzw. Drucktechnik und Lesefähigkeit voraus.[3]

Elektronisch gespeicherte Buchtexte nennt man „digitale Bücher“ oder E-Books. Eine andere moderne Variante des Buches ist das Hörbuch.

Quelle: Wikipedia

Und jetzt wird es eine Frage des Settings: Mittelalter-Fantasywelten dürften klar gehen, doch schon bei den Trollen aus Rakshazar mit ihrer Raumschrift (Steinhaufen, die je nach Größe, Form, Zusammensetzung usw. eine andere Bedeutung haben) oder Settings, die an Inka-reiche angelehnt sind und wo Informationen in Quipu überliefert werden, stößt man schon an die Grenzen der Definition. Datenbanken in Zukunftszenarien? E-Books? Schriftrollen wie das Seffer Manich? Tontafelsammlungen in archäologischen Settings?

Für unser Hobby würde ich den Begriff „Buch“ gern weit fassen und als zusammenhängende persistierte Informationsquelle bezeichnen.

 

Zum zweiten Gedanken: In den meisten Abenteuern geht es darum, dass ein altes Buch gefunden wird, dass dringend zum Abschluss einer Quest/Ritual/ usw. benötigt wird. Kaum ein Abenteuer beschäftigt sich aber mit dem Schreiben eines Buches. Hier hab ich schon mal so ein Abenteuer skizziert. Ich könnte mir da vorstellen, dass die Helden ein Kampagnien-Logbuch schreiben, dass dann als neues Zauberbuch in die Spielwelt eingeführt wird. Wenn dann ein Spieler den Maulwurf spielt, könnte über diesen Spieler auch dämonisches ins Buch gelangen.

Komisch ist die Situation schon irgendwie. In unseren Fantasy-Welten wird die Vergangenheit mit Wissen, Weisheit und Fortschritt verbunden (symbolisiert durch das unendliche Wissen in alten Schinken) und die Gegenwart  und neue Forschungsergebnisse und technischer Fortschritt wird gering geachtet (zumindest von Magiern und Geweihten, Krieger sind da meistens eher… erfolgsorientiert). In Myranor wird diese Einstellung sogar in der Weltenbeschreibung manifestiert. Sind unsre (klassischen) Fantasy-Welten fortschrittsfeindlich?

 

 

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Ein Gedanke zu „Karneval der Rollenspielblogs: Bücher – Ein paar krude Gedanken

  1. John Doe

    “ In unseren Fantasy-Welten wird die Vergangenheit mit Wissen, Weisheit und Fortschritt verbunden (…) und die Gegenwart und neue Forschungsergebnisse und technischer Fortschritt wird gering geachtet (…). In Myranor wird diese Einstellung sogar in der Weltenbeschreibung manifestiert. Sind unsre (klassischen) Fantasy-Welten fortschrittsfeindlich?“

    Ich würde nicht sagen, dass man pauschal sagen könnte, dass diese Einstellung als fortschrittsfeindlich gelten muss. Zumindest dann nicht, wenn die Welt zuvor einen großen Rückschritt (kulturell, technisch, etc.) gemacht hat. Dann ist es nämlich tatsächlich ein Fortschritt, wenn das Wissen von einst, welches dem aktuellen Stand voraus war, zurückholt. Und in den meisten am Mittelalter angelehnten Fantasywelten gibt es ja tatsächlich ein gloreiches/glorifiziertes, untergegangenes „Altes Reich“, dass der Welt der SC vieles voraus hatte. Und wenn die Gelehrten das Wissen dieses Reiches zurückholen wollen, um die eigene Umwelt voran zu bringen, dann ist das nicht fortschrittsfeindlich, sondern eine Art Renaissancegedanke. Mit nebenher von anderen gemachten Erkenntnisse muss sich das erstmal gar nicht beißen. Fortschrittsfeindlichkeit kommt eher von denen, die die Macht über den Status Quo innehabe und sich von Veränderung bedroht fühlen, sei es durch Renaissance oder originäre Innovationen.

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