Archiv für den Monat Mai 2017

RPG-Blog-O-Quest #20 – RollenBrettspiel

Spiele im Kopf organisiert die diesmonatige Blog-O-Quest. Nun, ich gebe meine Quest hier ab und hoffe auf die Questbelohnung.

1 Hast Du bereits ein Brettspiel gespielt, dass Dir ein vergleichbares Erlebnis wie ein Rollenspiel vermittelt hat?

Ja, vor Kurzem, bei den Gäubodenstrategen: Rebell Assault. Für mich hat sich das wie ein Rollenspiel angefühlt und ich war sofort in der Story/Welt. Und das obwohl ich eher ein Trekky bin.

 2 Brettspiele buhlen gerade auf Kickstarter mit opulenter Ausstattung wie Miniaturen, Spielbrettern und Markern. Hast Du schon ein Brettspiel für Komponenten ausgeschlachtet, die Du dann im Rollenspiel eingesetzt hast?

Nope, bisher noch nicht.

3 Spinnen wir diesen Gedanken weiter: Einige Systeme bieten inzwischen Einsteigerboxen an, die eben mit Bodenplänen, Markern oder fertigen handlichen Beispielcharakteren das Erlernen eines neuen Rollenspiel greifbarer machen. Vermisst Du in diesen Produkten noch weiteres hilfreiches Material, oder sähest Du vielleicht gern, dass weiterführende Publikationen das Boxkonzept mit beigefügten Komponenten fortführten?

Ich bin mit Rollenspielen in Boxen groß geworden und finde das System immer noch sexy. Wenn ein Rollenspielsystem mit einer Einsteigerbox anfängt, Bodenpläne, Marker, Miniaturen usw ins Spiel einzuführen, müssen die Nachfolgeprodukte (vulgo Erweiterungen/Regelboxen) damit weitermachen. Wenn ich aber Miniaturen in die Box gebe, brauche ich gute Regeln, die den Kampf auch auf Miniaturenlevel abbilden (Bewegungsregen, Sichtregeln usw.), die mit den Rollenspielregeln Harmonisieren. DAS ist wahrscheinlich die Krux am ganzen…

4 Einige der beliebtesten Rollenspielwelten wie z. B. DnD, DSA oder Warhammer setzen parallel auf Brettspielumsetzungen. Kommt bei Dir auch davon etwas regelmäßig auf den Spieltisch?

Nope. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich weder Armalion noch Schicksalspfade je gespielt habe. Noch.

5 Als Abenteuermodul für das Rollenspiel ein alter Hut, bei Brettspielen ein neuer Trend und als Abzocke verschrien: Kampagnen– und Einmal-Spiele wie zum Beispiel Pandemic Legacy, T.I.M.E Stories oder Escape Rooms wollen neben einem einmaligen Spielerlebnis erst gar keinen Wiederspielwert bieten. Reizen Abenteuermodule und derartige Brettspiele Dich dennoch?

Hat ein normales PnP-Abenteuer einen wiederspielwert? Wenn ichs mit den gleichen Leuten spiele, eher nicht. Kauf ich mir trotzdem ein solches Abenteuer? Ja. Warum? Weils halt Spaß macht!

Die Blog-O-Quest

  • An jedem Monatsersten stellen Würfelheld oder Greifenklaue, und inzwischen die deutsche Bloggerschaft in abwechselnder Reihenfolgen fünf Fragen/Lückentexte, welche auf Blogs, in Podcasts, Vlogs oder Foren beantwortet/ausgefüllt werden können.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um das sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung Eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. erfreuen die Macher sehr. Oder man verarbredet hier eine eigene Queste.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)
  • Alle Beiträge werden parallel in diesem Forumsthread gesammelt.

 

Achja: zu guter letzt hätte ich hier einen Kicksatrtern, den ich zu unterstützen gutheiße. RUDE GIRLS!

Ein Blick ins Bücherregal: Aufstieg und Fall eines Senators und ein Medizinstudent auf Waljagd

Eagle Eyes und der Troll… eine Nicht-immer-Liebesbeziehung. Ok, ich gebe zu, ich hatte nicht auf dem Schirm, dass die von mir angesprochenen Probleme auf Lizenzgeschichten basieren. Nun den… wer literarischen Input und ein paar Inspirationen braucht, dem empfehle ich die Cicero-Trilogie. Ich habe grade den zweiten Teil gelesen. Toll. Cicero wird Konsul, muss sich mit einer Verschwörung gegen die Republik und sein Leben herumschlagen, greift dabei selbst zu juristisch fragwürdigen mitteln, wird von ehemaligen Freunden verraten und muss zuletzt vor den Plebs ins Exil fliehen. Ganz großes Drama. Nebenbei… wenn es ums Thema Römische Republik geht, empfehle ich zudem das Studium von „Vom Staate“. Machiavelli hat zwar ein paar Jahrhunderte später gelebt, aber sich mit der Geschichte der Republik intensiv auseinandergesetzt. Welche Verschwörung scheiterte und warum? Wie war die Republik aufgebaut und welches Gesetz war schädlich?

An einem anderen Buch bin ich grade dran, und der Schmöker hat es in sich! „Heute dreimal ins Polarmeer gefallen: Tagebuch einer arktischen Reise“, Rorschachhamster, das ist wieder was für Dich. Der Autor des Buches ist ein 20jähriger Medizinstudent, der sich ein Sabattical gönnt und 1880 auf einem Walfänger anheuert. Spoiler Alert: der Medizinstudent wird später Arzt, hängt aber seinen Job an den Nagel und schreibt Detektivgeschichten. Das Buch ist gleich in mehrfacher Hinsicht genial. Erstens: Arthur Conan Doyle hat einen ironischen, kurzweiligen Schreibstil (ihm tun die Baby-Robben leid, mit ihren Glupschaugen. Totgeknüppelt hat er sie trotzdem, gab ja Geld dafür). Zweitens: Im Buch sind Aufnahmen aus der Faksimile-Ausgabe des Tagebuchs. Daraus kann man erfahren, dass er eine saubere Handschrift und ein Talent für wunderschöne Skizzen hatte. Dann findet sich im Buch drittens ein Anhang mit Auszügen aus diversen Schriften, Doyles über die Arktis, die ihn sein Lebtag lang nicht losließ, der Gespenstergeschichte „Der Kapitän der Pole-Star“ und der Holmes-Geschichte „Der Schwarze Peter“. Richtig Value for Money.