Rival-a-Day 6 August 2017: Krieg der 100 Prinzen

Eine Rivalität? Wie wäre es mit 100 Rivalen im Kapf um den Tron! Könnt ihr in Rakshazar haben. Ribukan ist ein vom Krieg gebeuteltes Reich, in dem 100 Prinzen (aktuell dürften einige der Rivalen ihr Leben bereits ausgehaucht haben) um den Sultanstron kämpfen.

Der Krieg der 100 Prinzen
Als vor über 40 Jahren noch Sultan Sabu-Amin aus der edlen Dynastie der Djiassamiden über Ribukan herrschte, sahen die Dinge tatsächlich nicht schlecht aus. Die Stadt war reich und mächtig, die Geschäfte mit dem Inselvolk liefen gut und die starke Armee des Sultans hielt die blutrünstigen Ipexco dort, wo sie hingehören: hinter den fernen Bergen. Auch bewies der Sultan ein Händchen für die Bewältigung innenpolitischer Gefahren: Die jahrhundertealte „Bruderschaft der Schlangen“, eine Kaste aristokratischer Beschwörer und Hexer, die viel Jahre lang starke Ambitionen zur Machtergreifung gezeigt hatten, wurde unter seiner Führung endgültig zerschlagen. Sabu-Amins einzige, größere Schwäche war die Fleischeslust. Sein Harem war riesig und bestand aus weit über 300 Nebenfrauen und Konkubinen. Eines Tages, kam es wie es kommen musste: In einer lauen Vollmondnacht waren plötzlich verzweifelte Klagerufe aus den Frauengemächern des Palastes zu hören. Der alte Sultan hatte sich beim Liebesspiel überanstrengt und verschied entkräftet in den Armen seiner drei jüngsten und liebsten Konkubinen. Nach seinem Tod brachen in Ribukan die Niederhöllen los.
Der Sultan hatte zwar weit über 200 Kinder hinterlassen (von denen theoretisch, nach dem alten Erbrecht, jeder Sohn erbberechtigt war), aber seinen Nachfolger zu Lebzeiten niemals bestimmt und auch kein Testament hinterlassen. So kam es, dass knapp 100 Prinzen gleichzeitig Anspruch auf den Thron von Ribukan erhoben. Wurde zunächst noch versucht, die Sache rechtlich zu klären, begann schon bald darauf das Intrigieren und Morden. Anfangs gab es lediglich hier und da einen kleinen Giftmord oder gedungene Meuchler drangen des nächtens in die Gemächer des Opfers ein, um es zu erdrosseln oder zu erdolchen. Doch schon bald war die Situation mehr und mehr von Paranoia geprägt, bis die Prinzen, auch „Amune“ genannt, schließlich beschlossen, nunmehr offen, mit aller Macht und unter Einsatz aller Mittel gegeneinander vorzugehen. Sie scharten Söldnertruppen um sich und zogen gegen ihre Konkurrenten zu Felde. Wechselnde Bündnisse ließen einige dieser Truppen auf die Größe stattlicher Kriegshaufen anschwellen, die Tod und Verwüstung über Ribukan brachten. Diesem „Krieg der 100 Prinzen“, wie er auch genannt wurde (und wird), fielen große Teile der Stadt zum Opfer, bis vor einigen Jahren der Hauptmann der Palastgarde, die sich stets neutral verhalten hatte, gemeinsam mit den mächtigsten noch verbliebenen Thronaspiranten zumindest für das Palast- und Hafenviertel einen Waffenstillstand aushandeln konnte. Damit, wenn dereinst tatsächlich einmal ein neuer Sultan den Perlenthron besteigen würde, es wenigstens überhaupt noch etwas für ihn zu regieren geben würde. Dieser Zustand hat bis heute Bestand.

Ein Reich im Bürgerkrieg
Die Einwohnerzahl der Stadt ist durch den Krieg stark gesunken: Heute leben nur noch rund 300.000 Menschen auf dem Gebiet der einst zweitgrößten Stadt Rakshazars. Bis zu 100.000 weitere Ribukaner bewohnen kleinere Garnisonsdörfer und Höhlen, verteilt über die gesamte Halbinsel. Noch immer ziehen die Kriegshaufen der Amune durch die Wälder und liefern sich sowohl untereinander, als auch mit den in ihre einstigen Siedlungsgebiete zurückdrängenden Ipexco gnadenlose Gefechte. Das früher einmal so mächtige Ribukan ist enthauptet, die Grenzverteidigung so gut wie nicht mehr vorhanden und viele Reisfelder liegen brach. Drei der fünf Stadtviertel sind nur noch ein Ruinenmeer, in dem sich Söldner, gedungene Mörder und der Abschaum der Gesellschaft im Schatten rußgeschwärzter Mauern tummeln. An den Rändern jener Viertel nagen Urwald und Sumpf und erkämpfen sich Jahr für Jahr mehr des einst von Menschenhand mühsam der Natur abgetrotzten Gebietes zurück. Ein sicheres Betreten und Verlassen der gebeutelten Stadt ist nur noch über den Seeweg möglich.

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