Archiv für den Monat August 2017

GoT: Eine Frage zu Sansa Stark

Hallo Gemeinde. Gestern Abend habe ich mit meiner Herzallerliebsten die Folge 5 der aktuellen Staffel gesehen. Eine der Besten Szenen war gleich am Anfang, als Jaimie Lannister erkennen musste, was für eine Power und schreckliche Waffe drei Drachen sein müssten und am Schluss, als sich die Gloreichen Sieben bilden, die nach Norden maschieren sollen, um dort einen Untoten zu fangen. Hier wird darauf hingewiesen, dass das ganze Western-Anleihen hat, womit wir beim Tema des diesmonatigen Rollenspielkarnevals sind (mein Beitrag dazu kommt später, ich brauch noch Zeit, den Gedanken auszuformulieren).

Nach der Folge stellte mir meine Frau eine Frage, die ich beim besten Wissen nicht beantworten konnte: Warum wird Sansa noch mit Lady Stark angesprochen? Die müsste eigentlich korrekt mit Lady Lennister (sie wurde ja nie von Tyreon geschieden, oder?) oder Lady Bolton (mit Ramsay Bolton verheiratet, nie geschieden sondern sie hat sich… von ihm verwittwet)? Hat das mit dem Respekt der Nordleute vor ihrer Ladieschaft zu tun? und wenn ja, wie ists dann außerhalb des Nordens? Für erhellung wäre ich sehr Dankbar. Bitte in die Kommentare posten!

Der Winter naht… und dieser Post hat fast nichts mit GoT zu tun

… den dieser Post ist eigentlich eine Buchbesprechung. Es geht um Die Welt aus den Angeln: Eine Geschichte der Kleinen Eiszeit von 1570 bis 1700 sowie der Entstehung der modernen Welt, verbunden mit einigen Überlegungen zum Klima der Gegenwart“. Auf dieses Buch bin ich bei meinen örtlichen Buchhändler gestoßen und der Klappentext hat mich sofort gefangen. In dem Buch wird die These vertreten, dass die kleine Eiszeit (die hier auf einen Zeitraum von etwa 1446 bis 1700 eingegrenzt wird) grundlegend für die kulturelle Entwicklung Europas war. Die Eiszeit löste, nach Meinung des Autors, eine Nahrungskriese aus, die zur Einkommenskriese beim Adel führte, was wiederum zur Entwicklung des Merkantilismus führte und zur Emanzipation der Städte und zum Humanismus und Atheismus.

Der erste Teil des Buches war noch interessant. Hier wurden historische Quellen bemüht. Die Zitate sing toll und entführen in die Gedankenwelt jener Protagonisten, für die der damalige Klimawandel der Vorbote der Apokalypse war.  Der zweite Teil des Buches war für mich nicht soll interessant. Hier wird das Leben einiger (jüdischstämmigen, niederländischen) Philosophen jener Zeit nachgezeichnet, den letzten Teil des Buches, ein kurzer Kommentar zum aktuellen Klimawandel hab ich nur kurz überflogen.

Mein Fazit: Das Büchlein kann man lesen, muss es aber nicht.

Aber… man kann das Buch als Ausgangspunkt für eigene Recherchen nutzen!

Als ich mich in die Recherce zu diesem Artikel gestürzt habe, meinte ich, das ich damit nach ein, zwei Stunden gewiss fertig wäre. Pustekuchen. Das Feld ist RIESIG! Also so wirklich RIESIG!

Beim Lesen des Buches kam mir der Gedanke, mal bei Adam Smiths Wohlstand der Nationen reinzuschauen. Good old Smithy hat, neben der Tatsache dass er so nebenbei die VWL erfunden hat, in seinem Wälzer eine interessante Sache gemacht. Im Ersten Buch, so ab S. 334 von 1204, hat er eine Tabelle mit Getreidepreisen für ein Quarter (2,91 hl Getreide), beginnend 1359 bis 1768. Das Tolle daran ist, dass sich Smithy die mühe gemacht hat, Durchschittspreise je Jahr zu bilden und die Preise auf seine damals aktuellen Pfund umzurechnen. Damit ist die Inflation aufgrund von Silberverknappung in den Münzen weg, auch die Silberschwemme der Kleinen Eiszeit (Silber aus Südamerika kam über Spanien auf den Markt und hat Spanien nebenbei ruiniert. Die heimliche, langsame Rache der Inkas) ist damit draußen. Kurz auf Wikipedia geschaut, wann dort Hungersnöte waren… aha… nehmen wir die in der Mitte, 1693 und 1694. Die tobte damals Hauptsächlich in Frankreich, und in ihrem Gefolge kam es zu einer Typhus-Epedemie, aber die Auswirkungen waren auch jenseits des Kanals zu spüren.

  • 1691: 1 £ 14 s. Je Quater zu 9 Bushel
  • 1692: 2 £ 6 s. 8 d.
  • 1693: 3 £ 7 s. 8 d.
  • 1694: 3 £ 4 s.
  • 1695: 2 £ 14 s.

1 £ = 20 s. (Schilling), 1 s. = 12 d. (Pence) Hab ich schon gesagt, wie sehr ich das metrische System liebe?

So, und wieviel ist das in heutigen Geld? Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Die Kaufkraft von Währungen wird heute anhand von Warenkörben berechnet, die sich im Laufe der Jahrzehnte verändern. Aber es gibt da in der House of Common Libary online ein Dokument, das beim umrechnen hilft. Wie gesagt, Smithy hat dafür gesorgt, dass wir uns um Inflation keine Gedanken machen. Die Umrechnungstabelle selbst geht bis 2011, das müsste uns hier reichen.

1750 Preisindex 5,1, 2011 Preisindex 927,9 => 927,9-5,1 = 922,8. Das bedeutet, ein £ aus dem Jahr 1750 hätte 2011 genauso viel Kaufkraft wie 922,8 £.

Der Preisanstieg von 1692 auf 1693 war 1£ und 1 s. oder 1,05 £. Umgerechnet auf heutige Verhältnisse ware das so, als wenn der Preis für Getreide je Quater um 968,94 £ steigen würde (Umgerechnet wäre das etwa 1161 €)! Hunzu kommt, etwa 80%+ der Bevölkerung arbeiteten in der Landwirtschaft, ein Korn brachte etwa 4 Körner Ertrag, wenn es gepflanzt wurde (laut meinem Schwiegervater peilt er einen Ertrag von 1:40 an),  je ha Land waren 10 Arbeitskräfte nötig, um es optimal zu bestellen und lange Zeit wurden Abgaben an die Landesherren in Naturalien bezahlt und zwar so, dass ein großerer Etrag durch den Einsatz neuer Techniken (Düngung, Ochsen und Pferdepflug aus Eisen…) keinen Nutzen für den Bauern brachte (also nicht angewannt wurden).

Noch eine Kleinigkeit… die Baiern waren früher (bis etwa 1600) begeisterte Weintrinker/Weinbauern. Die Römer hatten ihn mitgebracht, die Urbevölkerung begeistert gesoffen. Ab der Kleinen Eiszeit wurde aber der Tropfen immer öfter so sauer, dass er kaum genießbar war. Der Siegeszug des Biers begann und viele Weinanbaugebiete (u.a. in Südschweden) verschwanden. Heute forscht man in Franken wieder mit Mittelalterlichen, heimischen Sorten, da die in wärmeren Klima besser Gedein und besseren Wein liefern.

Wärend der Kleinen Eiszeit tobte in Deutschland zudem noch der Dreißigjährige Krieg. Ich hab mal in der Chronik meines Heimatortes geschmökert: von 1632 bis Sept. 1634 konnten wegen Feinden im Land keine Hochzeiten, Taufen oder ordungsgemäße Beerdigungen durchgeführt werden. Für gläubige Christen ist das der absulute Horror. Das bedeutet in modern soviel wie kein Fernseher, kein Internet, Kein Mobifunk. 1649 wütete bei uns die Pest. 1688 gab es die erste Firmung seit langem. Das sakrament der Firmung ist insofern wichtig, weil damit die Gemeindemitgileder nach Kirchenrecht nicht mehr als Kinder, sondern als vollwertige Mitglieder galten (und dann Heiraten durften).1713 kam es zu einer Hungersnot, ein Scheffel Korn kostete 30 fl. (Gulden), der bessere Weizen gar 40 fl. Schneefall im Apfil 1726, und zwar so viel, „dass machmal in 2 bis 3 Wintern zusammenkommen“. Auf der Donau gab es Eisgang und Eisfuhrten. Es kam in Folge zu einer Missernte, weil die meisten Sämereien erfrohren. Am niederschmetternsten ist es, wenn der Cronist (ein Priester) schreibt, dass die Gebete der Gemeinde nicht viel geholfen hätten, es zwar im Dorf zumindest den halben normalen Ertrag gab, aber von Straubing bis Deggendorf runter das Getreide nicht keimte. Im Fogejahr sind dann, um Einstreu für die Tiere zu haben, die Scheunen, welche mit Stroh gedeckt waren, abgedeckt worden.

Es ist ein Schnitter / heist der Tod

hat Gwalt vom höchsten Gott.

Heut wetzt er das Messer:

es schneid schon viel besser:

bald wird er drein schneiden:

wir müssens nur leiden:

hüte dich schöns Böümelen.

[…]

O König / O Kayser / o Fürst und Herr /

förcht euch auch fürm Schnitter sehr:

der Hertzen Betrüber /

je länger  je lieber /

macht alles herunter /

thut keinem besonder.

Hüte dich schöns Blümelein.

Quelle: Bairisches Poeticum: Mundartgedichte aus zwölf Jahrhunderten von meinem Kollegen Peter Kasper. Schnitterlied, Unbekannter Autor, 1637 (mittem im Dreißigjährigem Krieg)

Wers nicht ganz so vergangen haben möchte… 1816/1817 gab es in Europa noch einmal eine große Kontinentübergreifende Hungersnot, das Jahr ohne Sommer. In meiner Heimatzeitung gab es vergangenen Feitag einen interessanten Artikel darüber: Normalerweise sollten wärend einer Landwirtschaftsschau, aus der sich deas Gäubodenvolksfest entwickelte (dringend vorbeischauen, läuft noch bis Mo Abend!), ein Wettlaufen stattfinden. 1816 musste das ausfallen, weil die Teilenhmer zu schwach zum Laufen waren und ein Wettkriechen den Organisatoren bestimmt nicht gefallen hätte. 1817 wurde die Draisine (sprich, das Fahrrad) erfunden und schon zwei Jahre später für der erste Straubinger damit den Stadtplatz rauf und runter.

Aber lieber Toll, was bedeutet das fürs Rollenspiel, immerhin bist Du ja ein Rollenspielblog!?

Verdamme viel, viel mehr als uns Rollenspieler bewusst ist. Ich möchte meine Gedanken hierzu an ein paar wichtigen Thesen festmachen.

1) Die Kleine Eiszeit hat unser Bild vom Winter bis heute beeinflusst.

Woran denkt ihr bei diesen Bildern?

 

Weiße Weihnachten? Winter Wonderland? Idylle? Beide Maler wurden während der kleinen Eiszeit geboren, Avercamp erlebte als Kind sogar eine der kältesten Perioden mit, Und diese Bilder haben dazu beigetragen, dass sich bei uns ein gewisses Bild vom Winter, eine gewisse Erwartung eingeschlichen hat, Wir wollen weiße Weihnacht, obwohl wir wissen, das die statistische Chance dafür München bei nur 30% liegt und Hamburg nur bei 15% (wir sprechen hier von einem cm Schnee, nicht mal genug für einen Mini-mini-Schneemann). Während der Kleinen Eiszeit gefror mehrmals die Themse komplett zu. Während der Kleinen Eiszeit formte sich in Russland das Zarenreich (von Ivan den Schrecklichen bis Peter den Großen, incl. Kirchenspaltung, Reichskriesen, Dynastiewechse und drei Pseudodimitris), was unser Russlandbild mit beeinflusst hat (Scherbenwelt, ich blicke auf Dich). Hell, selbst GOT greift Aspekte der Kleinen Eiszeit auf. Beispiel gefällig? In der laufenden Staffel treffen  Sandor Clegane mit Beric Donadarrion und der Bruderschaft ohne Banner auf eine Heruntergekommen Hütte und suchen dort nach Bier und Lebensmittel. Clegane hatte ja die Hütte schob früher aufgesucht und weiß, dass da nichts zu holen ist. Er bemerkt als einziger der Bruderschaft die Toten in der Ecke (den Vater, der, bevor er verhungerte, seine kleine Tochter umbrachte) und erinnert an das Leid der kleinen Leute. Er erweist den Toten den letzten Dienst und zeigt auch Torus von Myr die Folgen und Grenzen seines Handelns auf. Für mich war das eine der stärksten Szenen der gesamten Serie.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass diese kulturelle Prägung durch die Kleine Eiszeit langsam nachlässt, und zwar mit jedem Grad, mit dem das Klima wärmer wird. Momentan ErLeben wir einen Kulturkampf der Paradigmen, ähnlich jenem Kulturkampf, der im Buch beschrieben wird. Die Wissenschaftler, denen klar ist, dass sich das Klima ändert und dass der Mensch dafür mitverantwortlich ist (das entspricht den damaligen Philosophen, Humanisten und Atheisten) und jenen, die den Klimawandel für Fake News halten oder wenn sie ihn anerkennen, zumindest die Verantwortung des Menschen daran leugnen (Adel und meine kath. Kirche). Wird spannend, diesen Kampf zu verfolgen. Im Hinspiel hat ja die konservative Seite verloren, fürs Rückspiel siehts nicht besser aus.

 

2) Ein Teil der Rollenspiele spielt in einer Welt, die selber gerade eine kleine Eiszeit erlebt bzw. erlebt hat.

Nehmen wir ein paar Perlen aus dem Pool der Rollenspiele heraus: Scherbenlande und DSA.

Das Scherbenlande-Setting ist ein von der russischen Geschichte angehauchtes Setting. Das ist per Definition schon mal schattig, was das Klima angeht. Die Spieler übernehmen die Rolle von sogenannten Wölfen, die im Dienste des Zaren allerlei Gefahren für das Reich beseitigen und Verschwörungen aufdecken sollen. Das hört sich für mich stark nach den Opritschniki an, jener Terrorgruppe, die mit einem Besen (zum Auskehren der Feine) und einem Hunskopf (als Zeichen der Treue) als Feldzeichen ausgestattet waren und für den Zaren die Drecksarbeit erledigten. Auch die Kirchenspaltung spiegelt reale Ereignisse wieder. Wir haben hier also ein waschechtes Kleine-Eiszeit-Setting

Aventurien wiederum ist grade aus einer (magischen, dämonisch verursachten) Eiszeit raus. Die begann durch die Splitterträgein Glorania im Nordosten des Kontinents am 30 Firun 1019 BF  und dauerte bis 1027 bzw 1033 (je nachdem, ob das Tauen von Paavi oder der Tod der Eishexe als Enddatum genommen wird), also mindestens acht Jahre ohne Frühling. Da kommt man so langsam in GoT-Dimensionen… Leider hatte man hier das Potential einer Eiszeit in Aventurien nicht voll ausgenutzt. Dazu aber gleich mehr.

 

3) Die Rollenspiele versagen dabei, die Aspekte einer Eiszeit in Abenteurer einzubauen.

Was macht eine Eiszeit aus? Klar: Kälte. Zumindest in DSA4.1 gab es Regeln zu Erfrierungen und Kälteschutz. Das heißt, diesen Aspekt bekommt man noch einigermaßen Abgebildet.

Von oben wissen wir, dass Hunger ebenfalls ein Aspekt der Eiszeit ist. Außer bei „Unter Piraten“ ist mir noch kein Abenteuer untergekommen, in dem Nahrungsmittelknappheit und Hunger eine Rolle spielen. Ich hab da zwar mal das Körpergewicht als eine Art Sidequest in „Die Augen der Lath“ eingebaut, aber auch hier war nicht Hunger das Motiv, sondern eher das Gegenteil. Missernten. Eint Teilaspet von Hunger und etwas, was mir in den 10 Jahren Gloranien in der lebendigen Geschichte Aventuriens gefehlt hat. So ein riesengroßes Gebiet permanant vereist müsste normalerweise das Wetter zumindest des Bornlandes ordentlich durcheinandergewirbelt haben und zu etlichen Ernteausfällen führen.

Auch der Aspekt der Pestilenz kommt im Rollenspeil etwas zu kurz. Die Gleichung hierfür lautet: Eis => Hunger => schwachen Abwehrkräften => Pestilienzen. Nicht umsonst brach auch wärend und kurz nach der Kleinen Eiszeit die Pest wieder aus.Zumindest in DSA wurde das mit dem Ausbruch der Blauen Keuche in Nostria angedacht, leider nur als Botenartikel. Das wäre doch eine super Kulisse für ein Survival-Horror-Abenteuer gewesen. Aber dann bitte ohne die Möglichkeit, die Pestilenz wie im Herrn der Ratten zu stoppen. Pest quasi als ständige Gefahr im Hintergrund und nicht als Endboss.

Dann bleibt da noch Revolution/Krieg. Im eingangs erwähnten Buch steht, dass die Kleine Eiszeit viele gesellschaftliche Umwälzungen getriggert hat. Luther, Bauernaufstände, Wiedertäufer (z.B. in Münster, hier empfehle ich den ziemlich guten Wilsberg-Roman dazu), Merkantilismus, Absulutismus, Kriege… Damit kommen Fantasy-Rollenspiele in der Regel sehr gut klar, das sind auch die sichbaren Veränderungen in GoT, da gibt es Material dazu und vor allem, da gibt es Historische Beispiele, bei denen man abkupfern kann.

Was fehlt, ist ein Abenteuer/Kampange, die die Atribute der Eiszeit verknupft. Warscheinlich ist der Grund dafür, dass die Spieler hier durch ihre Helden weniger einfluss auf das Geschehen haben sondern zu (Mit)Gefangenen im Eis werden.

 

Update: Fehler behoben 11:07 Uhr 16.08.2016

RPGaDay 2017: 14. -17. August

Welches Rollenspielsystem bevorzugst Du für eine Kampagne mit offenem Ende?

Ich glaub, ich versteh die Frage nicht. Eine Kampagne ist doch ein aus mehreren Abenteuern bestehender Abenteuerpfad, der die Abenteuer duch ein bestimmtes Thema miteinander verbindet. Theaterritterkapagne, Borbaradkampagne,Kyrbluthaven-Kampagne, Iron Gods Kampagne… Offenes Ende heißt doch so viel wie Sandbox, oder? Wenn ich eine Kamagne mache ist es doch wichtig, dass sich die Helden weiterentwickeln können. Für die Helden ist es wichtig, weil, gemäß der traditionellen Heldenreise, ein Held an seinen Aufgaben wachsen muss. Für spieler ist es wichtig, weil das eine Art Belohnung für ihr Rollenspiel ist.

Für welches Rollenspiel machst Du am liebsten Anpassungen (z.B. Hausregeln) und welches Rollenspiel spielst Du am liebsten so, wie es ist?

Die Frage versteh ich auch nicht ganz. Als Spielleiter mache ich immer dann Haus- oder Ad-Hoc-Regeln, wenn es entweder keine offiziellen Regeln gibt oder die Regeln zu komplex für das zu spielende Abenteuer sind. Also pauschal lässt sich das nicht beantworten.

 

 

Welches Rollenspiel besitzt Du am längsten, hast es aber noch nie gespielt?

Das ist jetzt mal eine viel bessere Frage. Ich besitze in der Tat viele Abenteuer, die ich noch nie geleitet oder gespielt habe. Ratten! zum Beispiel oder Ravenloft oder Degenisis oder, oder, oder… Ich nutz die Abenteuer teilweise als Inspirationsquelle für eigene Abenteuer oder als gute Geschichte für Zwischendurch.

 

American Gods vs American Gods

So, auf Anraten von Rorschachhamster habe ich mir „Americhan Gods Directors Cut“ von Neil Gaiman besordt und… verschlungen! Hey, das zählt definitiv zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe und ich habe dieses Jahr viele Bücher gelesen. DAS BUCH IST GROSSARTIG! Wers noch nicht gelesen hat, sollte es sich dringend besorgen und lesen.

Die Frage aller Fragen ist aber: Was ist besser? Buch oder Serie? Und hier ist meine Antwort darauf:

Weiterlesen

RPGaDay 2017: 10. bis 13. August 2017

Wo schaust Du Dir Berichte und Rezensionen zu Rollenspielen an?

rsp-blogs.de und Orkenspalter TV. Next Question.

Welches “tote Spiel” würdest Du gerne wiedergeboren sehen?

Gibt es das überhaupt? Tote Rollenspiele? Und wenn ja, warum starben sie denn? Leute, ganz erlich, seit Tharun wiederbelebt wurde, bin ich eigentlich glücklich. Wobei… eigendlich ist Tharun ja schon wieder so gut wie tot, weil das Regelgrundwerk wechselte… wann kommt jetzt eigendlich die Abenteuer-Antrologie raus?

Welches Rollenspiel hat die inspirierendste Grafik im Buch?

Rakshazar: Das Buch der Helden natürlich. Beispiel gefällig?

Beschreibe eine Spielerfahrung, die Deine Art und Weise zu spielen verändert hat.

Boah… schwere Frage. Warscheinlich haben mich dei Erfahrungen als Roland Hygoströ (Thorwaler) am meisten geprägt, weil wir damals einen beschissenen Meister hatten. Danach wollte ich unbedingt Meister werden und habe eigentlich nur noch vier- oder fünfmal als Spieler gespielt.

Rival-a-Day 10. August 2017: Zafachzz und Laroc

Oh man, ich hänge grade ein bischen nach, was den Rival-a_Day angeht! Nun, hier mal wieder was rakshazarisches, speziell aus meiner Liebligsstadt Kurotan. Hier streiten sich zwei Gladiatoren um Gold, Ruhm und Weiber. Und dein_e Held_in bleibt dabei auf der Strecke…

 

Kurotan, Du Stadt der Helden und Heldinnen! Gesäumt sind Deine Straßen mit den Bildnissen deiner glorreichen Streiter und Streiterinnen! Doch was, wenn die Streiter_innen ins Alter kommen? Sie eröffnen, wie die Xhul Za Zsula unweit ihrer Statue am Platz der Helden ein Etablissement. Im Fall der gewitzten Gaunerin, die einst im Rahmen einer Kuros-Queste ein Basiliskengelege zerstörte, ist dieses eine Kampfgrube, in der alle paar Tage Gladiatoren_innen gegeneinander antreten. Die beiden besten, erfolgreichsten und tödlichsten Gladiatoren sind die beiden Tharai Zafachzz und Laroc.

Zafachzz ist ein Wildfang, eine echte Steinechse aus der Geistersteppe und damit ein typischer Vertreter seiner Spezies. Zornig, wütend und aggressiv stürzt er sich in seine Kämpfe. Neidisch, voller Eifersucht sieht er auf Laroc herab, dem Kurotani, dem hiergeborenen, den Freien, dem Weichei, der so viel mehr Ruhm und Gold erhält als er selbst. Am liebsten kämpft er mit Krallen aus Bronze und seiner Schwanzschelle und unterlegene Gegner tötet er gerne, indem er ihnen die Kehle durchbeißt. Gegnerinnen soll es gar viel schlimmer ergehen. Zafachzz war in seiner Heimat Sippenprotzer (eine Art Streitschlichter und Wächter des Stammes), bevor sein Stamm von Amhas überfallen und vollständig versklavt wurde.

Laroc ist das glatte Gegenteil von seinem Genossen. Er ist ein freier Kurotani der vierten Generation, besonnen, defensiv, aber ebenso tödlich wie Zafachzz. Dem neidet er sein Fressen, seine Herkunft und seine Kraft. Laroc kämpft am liebsten mit seiner Bronzeaxt „Kuros Biss“ und setzt nur selten seine Schwanzschelle ein.

Die Rivalität der beiden Steinechsen ist ins schier unermessliche gewachsen, seit Za Zsula seit ein paar Wochen ein Steinechsenweibchen ihr Eigen nennt und beide Tharai gerade in Paarungsstimmung sind. Za Zsula hat sie demjenigen verspochen, der im nächsten Kampf den unglücklichen, neugierigen Spion_in tötet, der sich in ihren Kult einschleichen wollte… Dich!

 

Zafachzz und Laroc

Größe: 1,83 Schritt

Gewicht: 100 Stein

MU 14 KL 10 IN 13  CH 10 FF 11 GE 13 KO 15  KK 15 LeP 36 AsPKaPINI 14+1W6

AW 8 SK 1 ZK 2 GS 8

Messerkralle: AT 15 PA 8 TP 1W6+2 RW kurz

Biss: AT 12 AW 8 TP 1W RW kurz

Schwanzschelle: AT 12 AWTP 1W6+3 RW kurz

Bronzeaxt: AT 14 PA 7  TP 1W6+3 RW mittel

RS/BE 1/0

Aktionen: 1

Vorteile/Nachteile: Beidhändig, Zäher Hund / Blutrausch, , Schlechte Eigenschaft (Jähzorn)

Sonderfertigkeiten: Belastungsgewöhnung I, Gladiatorenstil, Finte I (Waffenlos, Biss,), Kampfreflexe I, Schmerz unterdrücken, Wuchtschlag I (Waffenlos, Biss, Schwanz, Bronzeaxt,)

Talente: Klettern 3, Körperbeherrschung 7, Kraftakt 9, Schwimmen 2, Selbstbeherrschung 12, Verbergen 3, Einschüchtern 13, Menschenkenntnis 5, Willenskraft 8, Kriegskunst 8, Handel 5

Größenkategorie: mittel

Typus: Kulturschaffende, humanoid

Beute: Waffen, Rüstung

Kampfverhalten: Zafachzz käpft aggressiv, offen und mit Einsatz all seiner Kräfte, Laroc eher defensiv, überlegt und zurückhaltend. Liegt ein Gegner_in am Boden, wird er mit der Schwanzschelle bearbeitet. Beide versuchen ihre Gegner_in zu reizen und verzichten vor allem am Beginn des Kampfes auf Angriffe, um lieber den Gegner_in zu verhöhnen.

Flucht: Verlust von 75% der LeP