Rezension: Die Stadt der träumenden Bücher

Das wars. Ich werde nie wieder ein Buch lesen.

Und damit befinde ich mich mit Hildegunst von Mythenmetzens Dichterpaten in bester Gesellschaft. Ich habe gerade „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walther Moers gelesen. Darin geht es eben um jenen Hildegunst von Mythenmetz, der von seinem Dichterpaten Danzelot von Silbendrechsler ein zehnseitiges Manuskript perfekter Literatur erbt. Bei Danzelot von Silbendrechsler führte das Lesen dieses Manuskripts zur Aufgabe jedweden dichterischen Schaffens, bei dem damals noch zükunftigen größten Dichters Zamoriens zur Suche nach dem Autor jenes Werkes. Dichterpate Danzelot von Silbendrechsler hatte seinerzeit dem Künstler, dessen Namen er nie erfahren hat, zur Veröffentlichung in Buchhain geraten. Dort verliert sich die Spur des vom Ohrm durchdrungenen n den Katakomben der Bücherstadt.

Ich war ja anfangs ein wenig skeptisch, ob diese Art von Fantasyliteratur mein Geschmack ist. Keine Orks, keine Elfen, stattdessen einäugige Bücherlinge und Monster aus Papierfetzen. Oh Boy, hab ich mich getäuscht! Das Buch spielt mit Schriftarten, Schriftgrößen, Worten und  Beschreibungen, dass es eine wahre Lust ist, darin zu lesen. Und die Stadt Bücherhain kann so manche Fantasy-Stadt als Abenteurschauplatz locker in den Schatten stellen! Gibt es eigentlich schon ein System, das in der Welt von Walter Moers spielt?

Ich habe selten ein solches Feuerwerk an Ideen gelesen, etwa die Doppelseite, die nur mit dem sich wiederholenden Satz „Sie wurden vergiftet“ vollgeschrieben ist, um den Leser zu zeigen was der Protagonist lesen musste, als er ein Gefährliches Buch  auf S. 333 aufschlug. Oder die mystische Ausbildung zum Dichter… der Riese im Keller der Schattenburg…. die Buchlinge… so viele Ideen!

Corly hatte vor ein paar Wochen mal das Wochenthema Papier und da die Frage nach den besten Büchern über Papier. Liebe Corly, das Buch gehört unbedingt auf die Liste!

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5 Gedanken zu „Rezension: Die Stadt der träumenden Bücher

    1. rolandhofmeister1 Autor

      Hey, bitte, gern geschehen. Ich fand damals das Libronauten-Szenario genial, obwohl ich mich mit Walter Moers Werk nicht beschäftigt habe. In gewisser Weise bist Du bzw. Dein Szenario der Grung, warum ich das Buch überhaupt gelesen habe. DANKE!!!!!

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  1. rorschachhamster

    Walter Moers ist der beste deutschsprachige humoristische Fantast. Punkt. Und, ehrlich gesagt, auch der einzige, der mir einfallen würde. ^_^°
    Alle Zamonienromane sind empfehlenswert. Auch und vor allem die Hörbücher die von Dirk Bach gelesen wurden. Ich mochte ihn als Comedian nie, aber als Leser war er genial.

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