Zu Harfenklängen: Rollenspielerfrühstück und die Karnevale der Rollenspielblogs: Geschenkter Spaß und Religion – Der Kult der aufgehenden Sonne

Kennt Ihr das? Ihr lest einen Beitrag auf einem Blog, habt eine fixe Idee, die euch nicht mehr loslässt und MÜSST das ganze irgendwie zu Papier (bzw. z Blog) bringen. So gings mir mit der Blogaktion von d6idears.

Der Kommentator Klaus meinte:

Die Frage wäre also vielmehr, was speziell an den Morgenstunden so wichtig ist, dass eine Kultur diese in ihrem Tageszyklus am höchsten bewertet und zum Feiern “verschwendet”, wo doch eigentlich die tägliche Versorgung vielleicht dringlicher wäre. Mir fällt dazu zunächst der religiöse Ansatz ein, bei dem täglich der Sonnenaufgang als symbolische Wiedergeburt zelebriert wird. Zum anderen könnte vielleicht das Tagwerk stark an natürlichen Zyklen hängen wie zum Beispiel Ebbe und Flut (die dann zufällig genau mit dem Sonnenumlauf korrelieren), die die Nahrungssammlung auf bestimmte Stunden lange nach dem Morgen beschränken.

Eine Religion, die den Sonnenaufgang als Gottesdienst zelebriert: Chalange Accepted!

 

Was passiert, wenn Menschen religiöse Konzepte von anderen, ihnen in Denken und Körper absolut unterschiedlichen Rassen übernehmen? Sie bringen einiges durcheinander, verkürzen wichtige Glaubensinhalte und überschreiben für sie unverständliche Konzepte mit leicht verständlichen Allgemeinsätzen. Das Ergebnis ist dann, zumindest in Rakshazar, ein neuer Kult, der mit seinen Ursprüngen nicht mehr viel zu tun hat.

 

Der Ursprung: Die Religion der Tharai

Die Glaubenswelt der Tharai oder auch Steinechsen genannten Wesen kombiniert ein urtümliches, bedrohliches Weltbild einer vom Urfeuer umgebenen Weltsphäre mit archaischem Geisterglauben, und einem dualistischen Grundprinzip in Form eines alles bestimmenden Geisterpaares.

Ihrer Vorstellung nach ist die Sonne der alles vernichtende Schlund eines riesigen Vulkanes durch den man direkt in die, die Welt umgebenden Feuer blicken kann. Das Himmelszelt – gleich einem Mantel aus Schatten, Kälte und Dunkelheit – trotzt mit aller Kraft diesem Feuer, versucht zugleich aber auch alles in ewige Nacht zu hüllen. Neben dem großen Schlund der sich über den Himmel dreht, sehen sie auch die Sterne als Löcher im Schattenmantel des Himmels, durch welche das Licht des ewigen Feuers hindurch schimmert und so die Dunkelheit durchbricht. Die Tharai interpretieren dieses Weltbild als ewigen Kampf der beiden Prinzipien Licht und Finsternis, Wärme und Kälte, der überall im Diesseits ausgetragen wird. In höchster Reinheit sind diese zwei Prinzipien personifiziert als die zwei großen Geister: Der Feuergeist Frissis (Fff-r’ssis) und der finstere Nachtgeist und Mondschatten Fsx (Fff’Sfx). Sie repräsentieren gleichermaßen alles Gute wie auch alles Schlechte, bringt doch jeder für sich allein Tod und Verderben, ob durch Kälte und Dunkelheit oder durch Feuer und blendendes Licht. Erst durch ihren immerwährenden Zweikampf und die daraus resultierende Vermischung und das ausgewogene Gleichgewicht ihrer beiden Prinzipien entsteht das vollkommene Dasein. Der stete Zweikampf, in dem das Kampfgeschick beständig hin und her wogt und mal der eine, mal der andere die Oberhand hat ist ihrem Glauben nach auch die Ursache für nahezu alle zyklischen Veränderung, die in der sie umgebenden Natur zu beobachten sind, allem voran der Wechsel von Tag und Nacht und der Lauf der Jahreszeiten. In den Augen der Steinechsen ist deshalb auch Kampflosigkeit, die größte Bedrohung, die es für die derischen Schöpfung geben kann.

Dies erklärt auch den Umstand, warum es in der so umfangreichen Sprache der Tharai trotz ihrer Komplexität nicht ein einziges passendes Wort für Frieden gibt. Das Wort, das diesem noch am nächsten kommt ist „Tha’ci“, was wortwörtlich übersetzt so viel wie „kampfloser Zustand“ bedeutet, im alltäglichen Sprachgebrauch der Tharai aber für Tod, Vernichtung und Untergang steht. Als größte Bewährungsprobe sehen die Steinechsen dementsprechend die alljährlich wiederkehrende „Zeit des Tha’ci“. Einmal im Jahr unterbrechen die großen Geister ihren immergleichen Kampf für fünf lange Tage. In dieser Zeit, in der sich die Geister abwechselnd gegenseitig dominieren, brennt Frissis Sonnenfeuer fünf lange Tage unbarmherzig, unterbrochen von fünf Nächten in denen Fsx Mantel der Dunkelheit einen Großteil der Sternenlöcher „abgeschüttelt“ zu haben scheint und die astralen Flüsse spielen verrückt. In dieser Zeit erkennen die Tharai die Gefahr, die von Frieden und Einseitigkeit der unterschiedlichen Prinzipien ausgeht, denn dann verfallen die Seelen und Geister dem Wahnsinn, die Kräfte der Natur entarten, die Schuppen der Geistertänzer färben sich purpurrot und so manches Ei aus dem Gelege beginnt zu verfaulen.

In der Glaubenswelt der Steinechsen besitzt jedes Lebewesen und jeder Gegenstand eine Sfff’x, was so viel wie Idee, Wesen, Spiegel, Geist oder auch Seele bedeutet. Die Tharai sind – so ihre eigene Überzeugung – dank ihrem feinen Gespür für alles Magische in der Lage das Sfff’x aller Gegenstände und Lebewesen zu erkennen. Selbst Ungleichgewichte im Sfff’x, verursacht durch Krankheiten oder zu langen Kontakt mit Geisterwesen, glauben sie wahrnehmen zu können.

Deswegen sieht man die magiebegabten Geistertänzer, die Schamanen der Steinechsen, oft in den frühen Morgenstunden und vor Sonnenuntergang abseits des Lagers die Geister rufen: Sie bitten die Geister, in ihre Körper zu fahren und am täglichen Streit in der Sippe teilzunehmen. Die so besessenen brechen im Laufe des Tages bzw. der Nacht ständig Streitereien los. Schon in der nächsten Dämmerung ist die Besessenheit wieder vorbei und die Geistertänzer fallen in einen stundenlangen Tiefschlaf. Hilfsmittel bei allen Ritualen, insbesondere beim Rufen der Geister sind Schwirrhölzer. Die schrillen Töne der kreisenden Hölzer sollen die Geister anlocken und gewogen machen.

Der Kult der aufgehenden Sonne: Wenn Frühstücken zum Gottesdienst wird

Die Idee vom ständigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit fiel bei den Sanskitaren gleich auf fruchtbaren Boden, zumal es auch in ihrer Glaubensvorstellung ein solch kämpfendes Götterpaar gab, der Himmelsgott Braiorag, der Erdgott Ongferan, die um die Gunst der Fruchtbarkeitsgöttin Ipkara buhlen. Bei ihren zumeist als Skaven gehaltenen Steinechsen beobachteten sie Rituale am frühen Morgen, oft noch während des Frühstücks. Da die Sklaven schlecht Gmer sprachen und die Herren kaum die Sprache der Steinechsen beherrschten, kam es zu einer wirkungsreichen Vermischung der Glaubenswelten.

Der Kult der aufgehenden Sonne betet Braiorag an, den Gott der Sonne und des Feuers. Jeden Morgen kommt er erschöpft aus der Unterwelt zurück wo er im ständigen Kampf mit Fiss Ongferan liegt, dem Gott unter der Erde, Gott allen Todes, aller Monster und der Dunkelheit. Braiorags Frau, die Göttin Ipkara, bereitet ihrem heimkehrenden Gemahl ein ordentliches Frühstück zu. Unter Harfenklang und Gesang, gestärkt durch Fleisch, Eier, Fisch, Gemüse und Wein, steigt Braiorag auf seinen Thron hinauf, regiert für einen halben Tag (die Nachmittagsstunden) und zieht dann wieder gegen seinen Widersacher in den Kampf. Die vornehmste Aufgabe des Kultes jedoch ist es, die Morgenstunden ausgiebig zu feiern und gut zu frühstücken, da Braiorag aus dem Reich der Nacht und des Todes zurückgekehrt ist und nun dessen Siff, dessen Seelenkraft gestärkt werden muss, damit er den Kampf erneut aufnehmen kann. Die Seelenkraft des Gottes wird durch reichhaltiges Essen und Trinken, Harfenklänge, Lachen und Tanzen gestärkt. Alle Düsteren Gedanken zur Morgenstunde, Fasten und Hungern oder gar Streit, Kampf und Missgunst jedoch mindern die Macht Braiorags.

Aspekte: Frühstück, Sonnenaufgang, Morgen, Sonne, Licht, Feuer
Pantheon: Sanskritarische Sekte
Schöpfungslehre: keine spezifische. Woher Braiorag, Fiss Ongferan oder Ipkara kommen, wird nicht näher ausgeführt.
Verbreitung: Der Kult ist sehr klein und umfasst maximal 300 Anhänger, die fast allesamt zur städtischen Oberschicht gehören. Nur diese kann es sich leisten, vom frühen Morgen bis Mittag zu schlemmen und zu saufen ohne einer Beschäftigung nachzugehen. Die Stadt, in der der Kult aktiv ist, kann frei gewählt werden.
Weltliche Aufgaben: Frühstücken und so die Welt am Laufen halten
Wichtige Tempel: Der Kult kennt keine Tempel im herkömmlichen Sinn. Das ganze Religiöse Leben spielt sich jeden Morgen am Frühstücksbuffet ab.
Feiertage: die Tagundnachtgleichen
Opfergaben: ein ordentliches, reichhaltiges, ausgedehntes Frühstuck mit Harfenklang.
Politischer Einfluss: Indirekt groß, gehören doch die Meisten Mitglieder des Kults der Oberschicht an. Es konnte aber bisher noch nicht beobachtet werden, dass sich die Mitglieder in die Politik einmischten. Da die Frühstücksbuffets oft gemeinsam eingenommen werden, ist es kaum verwunderlich, dass hier so manche politische Intrige ihren Anfang nahm.
Hierarchie: Kaum ausgeprägt. Der Kult wird von einem Oberhaupt, dem Vorkoster, geführt. Seine Aufgabe liegt allerdings nur im Bewahren und Weitergeben der Mythologie des Kultes. Für die Kulthandlungen am Frühstückstisch sind die jeweiligen Hausherren zuständig, die vom Vorkoster iniziert werden müssen.
Toleranz gegenüber Andersgläubigen: Überraschend gering, vor allem gegen Kulte, deren religiöse Handlungen nachts, im Dunklen oder unter der Erde stattfinden. Auch gegen Menschen, die sich Abends oder Nachts vergnügen oder nachtaktiv sind. Laut den Glaubensvorstellungen des Kultes sind das alles Verehrer Fiss Ongferans.
Feindbilder: Nacht, Dunkelheit, Kulthandlungen oder Feierlichkeiten nach Untergang der Sonne, Untote, Tod
Lehre des Kultes: Iss, tanze und erfreue dich am Morgen, damit das Siff des Gottes Braiorag gestärkt wird. Nur so kann er den Kampf gegen Fiss Ongferan gewinnen und am nächsten Tag wieder als neue Sonne am Himmel erstrahlen.
Ziele des Kultes: Frühstücken, so lange, ausschweifend und reichhaltig wie es die Geldbörse hergibt.
Jenseitsbild: Obwohl es den Kult schon seit mehreren Generationen gibt, ist das Jenseitsbild  des Kultes seltsam unscharf. während einige glauben, die Toten werden zu Sternen, die Braiorag im Kampf gegen den Herrn der Nacht unterstützen, glauben andere wiederum an eine ewige Frühstückstafel.
Weltbild: Das Frühstück ist das wichtigste Ereignis des Tages. Ohne ein gutes Frühstück gibt es kein Morgen. Die Kultmitglieder bewahren also die Welt vor dem Untergang.

Menschenbild: Man sieht sich selbst als Elite und erkennt andere Menschen nur an, wenn diese es sich leisten können, ausführlich zu Frühstücken.
Stärkstes Argument: Gestern haben wir gefrühstückt, heute ging die Sonne auf. Also iss und feiere, damit es ein Morgen gibt.
Bild des Glaubens in der Bevölkerung: Die Anhänger des Kults der aufgehenden Sonne werden in der Bevölkerung oft als reiche, verwöhnte Schnößel wahrgenommen, die es sich leisten können, von Sonnenaufgang bis Mittag zu fressen und nicht zu Arbeiten.
Tempelgarden und militärischer Einfluss: Tempelgarden gibt es im Kult nicht, wohl aber Leibwächter, die die Kultmitglieder bei ihrem Frühstück schützen.

 

Ein typisches Frühstück: So feiert der Kult seine Feste

Schon mitten in der Nacht beginnen die Vorbereitungen für das Frühstück. Die Hausskalven backen, grillen, decken den Tisch und stimmen ihre Hafen. Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang trudeln die ersten Gäste ein. Schweigend werden sie von dem_der Hausherrn_herrin begrüßt und zu einem nach Osten ausgerichteten Fenster oder Balkon geführt. Dort wartet man dann gemeinsam, bis sich unter lautem Jubel der erste Sonnenstrahl am Horizont zeigt. Danach wird gegessen und gesoffen, was die rakshazarische Küche hergibt. Ale, Wein, Lichii-Schnaps, Ratte am Spieß, Dreihorn-Schinken, Hoden des seltenen Shahanna-Tigers, weichgekochte Nagah-Eier… die reichsten Kultmitglieder lassen die Speisen gar mit Blattgold überziehen. Dazu spielen die Sklaven auf Harfen, Flöten und Trommeln auf, tanzen nackt vor ihren Herren_innen, besingen das Frühstücksmal und die Kraft des Gottes Braiorag.

Sobald die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, lassen die Kultisten alles stehen und liegen. Angebissene Brötchen landen auf den Tellern, halbvolle Weinpokale bleiben stehen. Die Gesellschaft macht sich nun auf den Weg nach Hause und geht ihren weltlichen Pflichten nach, die Sklaven räumen die Tische ab und machen sich über die Reste her.

Von Butterhörnchen und Menschenopfer: Optionale Ausgestaltungsmöglichkeiten

Option: Untergrund in Teruldan

Der Kult der aufgehenden Sonne ist in Teruldan zu einem Leben im Untergrund verdammt.In Teruldan huldigt die Oberschicht, und vor allem der Sultan selbst, huldingt Uthar, dem Gott des Todes. Für die Kultisten ist Uthar nur ein anderer Name für Fiss Ongferan. Die Mitglieder des Kultes sind sehr darauf bedacht, keine Fremden zu ihren Feiern zu lassen. Den Wachen, die die Frühstücke bewachen, wurde die Zunge herausgeschnitten. Der junge Sultan hat ein beträchtliches Kopfgeld auf den Vorkoster ausgesetzt.

 

Option: Menschenopfer

Der Kult hat sich radikalisiert und praktiziert nun auch Menschenopfer.

Variante 1: Schöne Sklavien_innen werden zur Feier des Frühstücks erdrosselt und als Brandopfer dargebracht.

Variante 2: Schöne SKlaven_innen werden während des Frühstücks hofiert, ja regelrecht gemästet. Am Abend bindet man sie dann draußen vor den Toren fest und lässt sie nachts alleine draußen. Sie sollen mit Harfenklang und Gesang die Aufmerksamkeit allen Bösen auf sich ziehen, dass da draußen in der Dunkelheit lauert. Was in einer Stadt schon gefährlich ist, ist es in ländlichen Gegenden Rakshazars um so mehr. Dort lauern dann Düsterwürmer, Ascheoger, Drauchen und Trolle in der Finsternis. Sollte das Ablenkungsmanover, das den Gott Braiorag unterstützen soll, die Nacht nicht überleben, so sei es drum. Überlebt es aber die Nacht, so muss es hoffen, dass der Gemeinschaft nichts passiert ist. Ansonsten ist sein_Ihr Leben verwirkt. Ist aber nichts geschehen, so erlangt der_die Sklave_in die Freiheit.

Variante 3: Ähnlich wie in Variante 2 werden auch hier Leute vom Kult in die Dunkelheit geschickt. Diesmal sind es aber freiwillige, Kämpfer_innen, die die schlafenden Anhänger_innen des Kults bis zum nächsten Morgen vor den Schrecken der Nacht schützen sollen. Als Belohnung winkt mehr Silber, Wein und Sklaven_innen, als sich es der_die Kämpferin gegen die Finsternis je erträumen kann.

 

Option: Herätiker und Spalter

Ein_e Kultist_in eines Namenlosenkultes ist auf die ausladenden Frühstücksbuffets der Oberschicht aufmerksam geworden. Er_sie versucht, den Kult der aufgehenden Sonne zu unterwandern, seine Lehren abzuändern und in die Verdammnis zu stürzen. Als Ansatzpunkte für die Spaltung eignen sich folgende, im Kult noch ungeklärte Fragen:

  • Ab wann beginnt der Morgen? Bei Sonnenaufgang, schon klar. Allerdings geht die Sonne, je weiter man sich vom Erdboden entfernt, wegen der Derekrümmung ein paar Minuten früher auf. Auf einem nahen Berg mag der Unterschied bereits eine halbe Stunde ausmachen, vor allem, wenn die Stadt, in der der Kult existiert, in einer Senke oder in einem Tal liegt. In der Vorstellungswelt der Kultisten_innen des Kults der aufgehenden Sonne bedeutet das viel. Beginnen die Feierlichkeiten zu früh, huldigt man damit aus Versehen oder Unwissenheit gar Fiss Ongferan.
  • Wie sieht das Leben nach dem Tod aus? Momentan herrschen zwei Denkrichtungen im Kult der aufgehenden Sonne vor: Die einen glauben daran, dass sie nach dem Tod am ewigen Frühstück Braiorags teilhaben, die anderen, dass sie zu Sternen werden, Mitstreitern im Kampf gegen die Dunkelheit am Nachthimmel. Der Vorkoster weiß hier keinen Rat. Die mündlich überlieferten Geheimnisse des Kultes schweigen sich an dieser Stelle beharrlich aus.

Der_die Kultist_in des Namenlosen könnte den Streit nutzen, um eine dritte Option ins Spiel zu bringen: Nach dem Tod wird man selbst zum Frühstück. Um diesen geistlichen Schritt auch im Diesseits nachzuvollziehen, sollen die Toten, als Pastete aufbereitet, beim Frühstück verspeist werden. Vom Verspeisen von bereits Gestorbenen zu echtem Kannibalismus zur Ehre des Namenlosen ist es nur ein kleiner Schritt…

  • Welches Essen ist haram? Auch darüber herrscht im Kult, mangels überlieferten Regeln Uneinigkeit. Die eine Gruppierung favorisiert die Idee, dass alles, was unter der Erde wächst, haram, also verboten ist. Die andere Gruppe will aber auf delikate Trüffel, süße Rüben und wohlschmeckende Knollen nicht verzichten. Der alte, kränkelnde Verkoster will den Streit noch zu seiner Lebzeiten beilegen und beruft ein Konzil ein.

 

Für ein leckeres Frühstück: Abenteuer rund um den Kult der aufgehenden Sonne

Allein im Dunkel

Die Helden_innen werden von einem Mitglied des Kultes der aufgehenden Sonne angesprochen und gebeten, beim nächsten Frühstück dabei zu sein. Dort dürfen sich die Helden_innen bei Hafenklang erst einmal den Wamst vollschlagen, bis Mittag werden sie verwöhnt. Kurz vor Mittag wird ihnen dann eröffnet, dass man von ihnen für das Frühstück eine Gegenleistung erwartet. Sie sollen die Nacht über im Viertel wache halten. Was man den Helden_innen jedoch verschweigt ist, dass das Viertel nachts von einer Dämonenhorde (1W3+2) heimgesucht wird. Urheber der Dämonenhorde ist ein rachsüchtiges, ehemaliges Mitglied des Kultes.

 

 

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