Archiv für den Monat Januar 2018

Corlys Themenwoche: Märchen – Ein Blick ins Bücherregal

Meine Lieblingsbloggerin Corly hat mal wieder eine Themenwoche zu  Märchen am Start. Zeit, sich mal wieder damit zu beschäftigen…

Welche Märchen kennt ihr?

Natürlich viele von den Grim-Brüdern (vor allem die bekannten Märchen), die von Wilhelm Hauff, H.C. Anderson. Die interessantere Frage ist, vor allem, wenn ich auf die letzte Frage schiele, wann denn ein Märchen ein Märchen ist.

Märchen (Diminutiv zu mittelhochdeutschmære = „Kunde, Bericht, Nachricht“) sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten erzählen. Märchen sind eine bedeutsame und sehr alte Textgattung in der mündlichen Überlieferung (Oralität) und treten in allen Kulturkreisen auf. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten und anonymen Volksmärchen steht die Form des Kunstmärchens, dessen Autor bekannt ist. Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff Märchen insbesondere durch die Sammlung der Brüder Grimm geprägt.

Im Unterschied zur Sage und Legende sind Märchen frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt. Allerdings ist die Abgrenzung vor allem zwischen mythologischer Sage und Märchen unscharf, beide Gattungen sind eng verwandt. […]

Charakteristisch für Märchen ist unter anderem das Erscheinen phantastischer Elemente in Form von sprechenden und wie Menschen handelnden Tieren, von Zaubereien mit Hilfe von Hexen oder Zauberern, von Riesen und Zwergen, Geistern und Fabeltieren (Einhorn, Drache usw.); gleichzeitig tragen viele Märchen sozialrealistische oder sozialutopische Züge und sagen viel über die gesellschaftlichen Bedingungen, z. B. über Herrschaft und Knechtschaft, Armut und Hunger oder auch Familienstrukturen zur Zeit ihrer Entstehung, Umformung oder schriftlichen Fixierung aus.[..]

Quelle: Wikipedia

Demnach wäre der Grüffelo auch ein Märchen. Ein gereimtes, neues Märchen.

Welche Bücher über Märchen kennt ihr?
Hauffs Märchen-Almanach auf das Jahr 1826
Von meinem Bruder habe ich zum Geburtstag die Geschichten aus 1001 Nacht bekommen.
Ein Verwandter meiner Frau hat sich die grimmschen Märchen vorgenommen.
Ein Märchenbuch gehört imho in jedes Haus, vor allem, wenn man Kinder hat.

Wieso faszinieren euch Märchen so?
Weil es schöne, kurzweilige Geschichten sind, die man locker memorieren und dann adaptieren kann. Für einen Rollenspieler sind sie zugleich ein Quell an Inspiration, aus dem tolle Abenteuer oder gar Abenteuersysteme entstehen können.

Sind Märchen eigentlich für Kinder geeignet?
Ja. Nein. Kommt immer auf das Märchen an. Ich glaube, wir Erwachsenen lesen in bestimmte Märchen mehr oder andere Sachen rein als Kinder.

Was haltet ihr von den ganzen Märchenadaptionen?
Super. Alte Geschichten, neu erzählt, finde ich toll. Wenn ich z.B. das Märchen “Dornröschen” erzähle, dann kommt in meiner Version der Prinz auf dem Motorrad an und hat einen Heckenschere dabei. Blasphemie, höre ich? 1886 wurde das Auto erfunden, 1885 das Motorrad und die Computertechnologie ist nicht mal 100 Jahre alt. Vielleicht rettet der Prinz Dornröschen in einer zukünftigen Version per Drone?
Die Neufassung der Salzprinzessin fand ich gelungen.

Wie glaubt ihr kamen die Menschen von damals auf die Idee für diese Märchen? (Manche sind ja schon uralt)
Volksmärchen haben etwas bäuerliches, behagliches, Wenn man bedenkt, wie lange lange Winterabende ohne Strom und nur mit Kerzen und Kienspan sein können… Zudem werden in den Geschichten archetypische Lebenssituationen verhandelt, Moralvorstellungen weitergegeben, der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten… Das Märchen stammte, imho, aus den Hütte der Armen, der Handwerker und Bauern. Erst die Aufklärung hat die Geschichten zwischen Buchdeckel gepresst und dem Bürgertum zugänglich gemacht.

Karneval der Rollenspielblogs Februar 2018: Olle Kamelle -Einstiegspost

Hellau! Kille-Wau, Allaf oder wie auch immer… Willkommen zum Karneval der Rollenspielblogs im Februar. Den ersten Umzug, den ich organisiere, eine kleine Sensation, denn noch in der Blog-O-Queste zum Thema Blogaktionen ging ich ja felsenfest davon aus, sowas nicht zu machen.

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Olle Kamelle

Beim aktuellen Umzug soll es jetzt nicht um altes, klebriges Zuckerwerk gehen, dass in Massen auf diversen Real-Life-Karnevalsumzügen unter das Volk gebracht wird. Nein, es geht um Eure Beiträge, eure Bonbons, zu bisherigen Umzügen, die vielleicht schon seit Dezember 2011 (so lange gibt es unseren Karneval schon) auf Halde liegt und nun endlich unters Volk will. Es geht um Eure Erwiderungen auf Beiträge, die Ihr nie geschrieben hat, weil plötzlich der Monat vorbei war. Es geht um Euren neuen Blick auf ein altes Thema – es ist ja zwischen heute und Eurem Eintrag einiges an Wasser die Donau runtergeflossen, vielleicht habt Ihr aus gutem Grund Eure Einstellung zum Thema von damals überdacht – es geht um Eure Ergänzungen.

Hier, im Forum, findet Ihr eine Übersicht über alle durchgeführten Umzüge. Lest sie Euch durch, schnappt ein Thema, schreibt darüber und blogt es.

 

Die Regeln

Lasst mich in den Kommentaren oder hier im Forum wissen, was ihr veröffentlicht. Der Übersichtlichkeit halber noch eine Bitte: Beginnt den Titel Eures Beitrags bitte mit  RE: [Titel des Orginalumzugs] .

Beteiligt euch am RSP-Karneval in einem Medium eurer Wahl (Blog, Vlog, Forumspost oder einfach in den Kommentaren unten) u
Das Logo für den Karneval gibt es, jeweils transparent, in klein und in groß.

Kapitäns Log: Nachtrag

Weil der Februar so kurz ist, Ihr genügend Zeit zum Vorbereiten haben sollt und ich meinen Trollsatus gerecht werden will, poste ich den Eingangspost schon heute. Deal with it 🙂

Trotzdem: Macht bitte bei Timbers und Ninianes aktuellem Karneval mit!

Geplante Veröffentlichungen
Re: Hitzewellen am 1.Februar
Re: Monster jeweils am 2. Februar und am 14. Februar

Rollenspielerfrühstück: Nazi-Kühe aus Hitlers Laboren bedrohen die Menschheit!

Sie sind groß, sie sind bösartig und aggressiv und eine Erfindung der Nazi: Hitlers Monster-Stiere! Lest hier exclusiv alles über die Nazi-Stiere, die ursprünglich in Deutschland ausgewildert werden sollten. Vielleicht lebt ein solches Monster auch in Deiner Nähen?

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Das Rollenspielerfrühstück: Der_die Troll_in gendert durch…

Frühstück: Kaffee

Harfenklänge: Liquido – Narcotic

Ich gendere ja seit einiger Zeit meine Einträge, oder, zumindest versuche isch es. Gestern bin ich in der taz auf einen interessanten Artikel gestoßen, der aufzeigt, wie es mit dem Gendern so in anderen Sprachen aussieht.

Jetzt werden sich sicher einigen von euch fragen, was das ganze SJW-Gegendere-Gedöns mit Rollenspiel zu tun hat. Mehr als man auf den ersten Blick vermuten möchte.

  1. Ich kenne leider kein Rollenspielsystem, das gendert. Wenn sich keine Personengruppe dadurch ausgeschlossen und vom Spiel abgestoßen fühlt, dann gut. Wenn aber das potentielle Spieler_innen von unser aller Lieblingshobby abhält, dann ist es ein Drama. Ein Drama, das, durch einen relativ kleinen Kniff in der Sprache, gelöst werden kann.
  2. Wir sind Rollenspieler_innen. Uns begegnen in unseren Fantasy-Welten ab und an Lebensformen, die nicht in das binäre Geschlechterschema passen. Beispiel gefällig? Last und in den DSA-Kosmus nach Myranor blicken, da haben wir gleich zwei Rassen, die aus dem klassischen Schema fallen: die geschelchterwandelnden Chimärenwesen Ravesaran und die Meereswesen Norkosh, die gleich mit sieben, dem Lebensalter angepassten, Geschlechtern leben (müssen). Wenn Spieler_innen solch exotische Helden_innen spielen wollen oder der_die Meister_in in als NPC einbauen möchten, stoßen auch wir Rollenspieler sprachlich schnell an eine Grenze.

Versteht mich nicht falsch, das soll jetzt kein Aufruf sein, alles und jedes zu gendern (bloß nicht, ich würde mein Alleinstellungsmerkmal verlieren!), sondern sich mal mit der Sprache im Rollenspiel auseinanderzusetzen.

Rezension: Wilhelm Hauff – Märchen-Almanach auf das Jahr 1826 für Söhne und Töchter gebildeter Stände

Mit erschrecken habe ich festgestellt, dass es offenbar ein paar Blogger da draußen gibt, die noch nicht von Wilhelm Hauff gehört bzw. Gelesen haben. Das ist keine Bildungslücke, meine Lieben, das ist ein Bildungs-Grand-Cannion!

Wilhelm Hauff war ein studierter Theologe, Hauslehrer, romantischer Literat und Herausgeber aus gut bürgerlichem Haus. Er schrieb in seinen nur 25 Jahre dauernden Leben drei Satiren, 11 Erzählungen, einen Roman und 17 Märchen. Vor allem wegen dieser Märchen soll er nie vergessen werden, denn neben meinen Liebligsmärchen, dem Kalif Storch, zählen dazu das Kalte Herz, der kleine Muck und das Märchen vom falschen Prinzen. Wenn der Arme nicht eine Woche nach der Geburt seiner Tochter an Typhus krepiert wäre, dann… dann wäre Hauff heute der König der Märchen und nicht seine Zeitgenossen, die Gebrüder Grimm. Wahrscheinlich hätte er Goethe, ebenfalls ein Zeitgenosse, überflügelt. ETH Hoffman hielt jedenfalls große Stücke auf seinen Freund.

Aber nun zum Almanach.

Das erste Märchen ist das Märchen vom Märchen im Almanach. Das Märchen, die Tochter der Königin Fantasie, wird auf Erden immer5 mehr ausgelacht und verachtet. Sie klagt ihr Leid ihrer Mutter. Diese rät ihr, sich als Almanach zu verkleiden, vorbei an den Wachen (die hier die Aufklärung und Vernunft repräsentieren sollen) in die Welt zu schlüpfen und zu den Kindern zu gehen. Ein sehr charmantes Märchen, heute vielleicht aktueller denn je und… eigentlich „nur“ die Einleitung.

Danach geht es mit er Rahmenerzählung „Die Karawane“ weiter. Ein Reiter nähert sich einer Karawane, stellt sich als Neffe des Großwesirs von Bagdad vor und gibt an, aus der Gefangenschaft des grausamen Räubers Orbasan entflohen zu sein. Man entschließt, den Fremden mitzunehmen, dieser regt an, gegen die Langeweile während der Rasten Märchen zu erzählen. Alle folgenden Märchen sind in der Rahmenhandlung integriert.

Mit dem orientalischem Setting seiner Märchen traf Willi Hauff den Nerv seiner Zeit (und sollte deswegen heute wieder modern werden, imho. Ich mein jetzt natürlich nicht, dass Europa wieder einen verkitscht, kolonialistischen Blick auf „den Orient“ brauchen. Ich meine, dass es, ähnlich wie damals, eine durch die Weltereignisse bedingte Beschäftigung mit der arabischen und persischen Welt geben wird).

Das erste Märchen ist dann auch mein Kalif Stroch.  Ich liebe dieses Märchen vom Kalifen, der ein Zauberpulver schnupft, sich in einen Storch verwandelt und dann, weil er lachen muss, das Zauberwort vergisst, mit dem er wieder zum Menschen wird.

Die drei folgenden Erzählungen sind dann vielleicht nicht für kleine Kinder geeignet: Die Geschichte von dem Gespensterschiff,(hier geht es um eine klassische Gruselgeschichte. Interessant finde ich den Aspekt, dass bestimmte Koransprüche Gegenstände und Personen vor dem Zugriff der Geister schützen) Die Geschichte von der abgehauenen Hand (eine Kriminalgeschichte, bei der der Held der Erzählung, ein griechischer Kaufmann und Arzt, unwissentlich einen Mord begeht), Die Errettung Fatmes (das könnte tatsächlich auch ein DSA-Abenteuer oder ein Run in einem Cyberpunk-Setting sein. Die Schwester wird entführt, der Bruder macht sich auf, sie zu befreien, lehrt den Räuber Orbasan kennen, dringt mit dessen Hilfe in ein Schloss ein und löst am Schluss die Queste). Die Geschichte von dem kleinen Muck dürfte eigentlich bekannt sein. Ich hab sie nicht nur zig mal gesehen, ich hatte als Kind auch eine Hörspielkasette davon. Das Märchen vom falschen Prinzen dürfte weniger bekannt sein, obwohl es schon mehrfach verfilmt wurde.

Kleiner Spoiler am Rande: Die Rahmenhanndlung, die abgehauen Hand und Fatmes Errettung werden durch den Räuber Orbasan miteinander in Verbindung gesetzt. Der Räuber selber ist die schillerndste Figur, die mir bisher in Orient-Romanen begegnet ist. Franzose, in Ägypten aufgewachsen, wegen der Revolution verlor er viele Verwandte, von der Braut seines Bruders ins Unglück gestürzt, kämpfte er auf der Seite der Ägypter gegen Napoleon und wird dann zum Räuberhauptmann. In Facebook suchen sie gerade einen Hintergrund für einen Räuber… hier kann man ihn finden!

Lohnt sich der Kauf des Almanachs 2018? Ja. Alleine für den Kalif Storch, den Kleinen Muck, dem falschen Prinzen und der wunderschönen Einstigserzählung vom Märchen im Almanach. Märchenfans können hier getrost zugreifen. FürRollenspieler ist der Almanach auch interessant. Aus dem Gespensterschiff, der abgehauenen Hand und der Errettung Fatmes lassen sich mit wenig Einsatz Abenteuer basteln. Die Rahmenhandlung bringt mich zudem auf eine Idee: Wie wäre es, verschiedene One-Shots mit einem Rahmen zu verbinden und den Spielern_innen dies als Paket anzubieten?

Karneval der Rollenspielerblogs: Anfänge und Übergänge – Gefährliche Transitionen

Rollenspiele sind, wenn man es genau nimmt, nichts anderes als Nachahmungen des echten Lebens mit dem Vorteil, dass im Spiel alternative Ansätze probiert werden können. Das gilt sowohl fürs kindliche Rollenspiel (die_der Kleine ahmt in der Puppenküche Mama bzw. Papa nach) als auch fürs Rollenspiel, so wie wir Rollenspieler es verstehen. Wenn man also mit offenen Augen durchs Leben geht, Filme sieht und Bücher ließt, dann öffnet sich vor einem ein reichhaltiger Schatz an Ideen fürs Rollenspiel. Im Rollenspiel kann dann mit diesen Ideen experimentiert, können Ängste thematisiert  und die eigene Anschauungen hinterfragt werden.

Gehen wir also mal raus ins richtige Leben und schauen uns an, was es da zum Thema Anfänge und Übergänge gibt. Weit brauchen wir dabei nicht zu gehen, denn in jeder Kultur gibt es Feste, um Übergänge und Anfänge zu feiern. Geburtstage (besonders der 16. und 18. Geburtstag, dann natürlich alle runden Geburtstage), der erste Schultag, die hl. Erstkommunion, die Firmung, Taufe, Silvester, der obligatorische Umtrunk zum Einstand in der Arbeit, Richtfest und Grundsteinlegungen… Hinter all diesen Festen steht der Gedanke, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Abschnitten ist, die man durchlaufen muss, dass der Eintritt in einen neuen Abschnitt gefährlich oder zumindest erschreckend ist, da das gewohnte Leben zurückgelassen wird und dass man durch Rituale, Opfer, Orakel und Beschwörungen Einfluss auf die Zukunft nehmen kann.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/%D0%A1%D0%B2%D1%8F%D1%82%D0%BE%D1%87%D0%BD%D0%BE%D0%B5_%D0%B3%D0%B0%D0%B4%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D0%B5_1885.jpg

Eine besondere Zeit, um solche Opfer und Orakel durchzuführen, sollen die Rauhnächte, also die Zeit vom, und da wird es jetzt diffizil und kommt auf die jeweilige Region an, vom 13. Dezember (Bluadige Luz (Blutige Luz = St. Luzia)) bis 25. Dezember (Bluadiger Dannerl mitm Hammerl (Bluteriger Thomas mit dem Hammer = St. Thomas) oder vom 25. Dezember bis 1. Januar bzw. 6. Januar. Bei mir im Gäuboden, an der Grenze zum Bayrischem Wald, gilt der Zeitraum vom 13. bis zum 6.Januar als Rauhnacht. Geister und Dämonen sollen, so der Volksglaube, durch die Dörfer und Wälder ziehen, der Winter muss vertrieben (wenn er sich doch nur zeigen würde!) und Touristen bespaßt werden. Beliebt sind in dieser Zeit Orakel, neben dem Bleigießen auch Kleider- und Apfelorakel. Das Problem in früheren Zeiten war, dass die Menschen nicht nur sehr abergläubisch sondern auch sehr gläubig waren und ihnen bewusst gewesen sein dürfte, dass sie sich eigentlich gerade versündigen. So taucht in Volkssagen auch immer wieder das Motiv eines fehlgeschlagenen Orakels oder einer misslungenen Beschwörung auf. Im günstigsten Fall bedeutete dies, dass man nie den richtigen Ehemann fand, im schlechtesten Fall war der Liebhaber, der als Erscheinung an die Tür klopfen sollte, der Tod.

Neunerlei Dinge

Zu Koburg ist mit neunerlei Dingen manch abergläubischer Brauch geübt worden. Einige Edeljungfrauen stellten neunerlei Essen auf, und zwar in der Christnacht, damit wollten sie zuwege bringen, ihren Liebhaber zu erschauen, und diese erschienen auch, aber jeder brachte ein Messer mit, unddie Jungfrauen liefen erschrocken nd schreiend davon. Einer warf den Entfliehenden sein Messer nach, eine der Jungfrauen sah sich um, blickte den Werfenden an und hob das Messer auf. Diese bekam dann auch denselbigen Mann, dessen Gestalt erschienen war; aber nicht immer glückte es si. Manch Jungfrau, […] erschien […] der Tod, sertzte sein Stundenglas vor sie hin, und sie musste prohetisch schauen, wie ihr Leben rasch und noch in diesem Jahr verrann

Quelle: Sagen aus deutschen Landen,  Ludwig Bechstein, S.377, Karl Müller Verlag, Erlangen,1987

Und Viola, hier haben wir eine Aufgabe im Witcher (oder Hexxen)-Style für unsere Helden_innen.

 

Die Helden_innen müssen einer_n jungen Adeligen  helfen, der während eines eigentlich verbotenen Rituals während der Raunächte nicht der Liebste_n, sondern ein schreckliches Gespenst, einen Untoten, erblickt hat. Ihr_Ihm schwindet langsam das Leben, sie_er hat kaum mehr Zeit, kann aber den Helden_innen mit Rat und Wissen um die Familie unterstützen.

Der lebenszehrende Untote ist der vor Jahren verstorbene Onkel, das schwarze Schaf der Familie. Der Onkel ist bereits anderen Jungfrauen_Jünglingen im nahegelegenen Dorf erschienen und zehrt an deren Lebenskraft. Wenn der Untote nicht in der Familiengruft aufgespürt und vernichtet wird, droht zu Beginn des jungen Jahres eine Katastrophe!

Karneval der Rollenspieleblogs: Anfänge und Übergänge – Am Anfang war die Idee…

Langsam aber sicher kribbelt es bei mir wieder, ich will ein neues Abenteuer schreiben. Ja… ich weiß…  ich hab in Rakshazar noch vieeeel zu tun. Aber ab und zu brauche ich Ablenkung. Ich will weg aus dem Riesland… Urlaub… ab nach Tharun, der anderen Brache des DSA-Universums!

Die große Frage ist, wie fange ich an, ein Abenteuer zu schreiben. Nun, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei mir steht am Anfang ein Bild, ein Traum, ein visueller Reiz. Um diesen Reiz herum wird dann die Geschichte gesponnen.

Beispiele gefällig? Da gab es mal einen großartigen Hentai…. Anime, ich meinte Anime…. ach, fuck it, Hentai…. Ninja Scroll. Grob gesagt gehtd darum, dass ein herumziehenden Ronin von der Regierung angeheuert wird, den Dunklen Shogun zu finden und zu töten. Auf den Weg zu seinen Ziel muss er einen weiblichen Ninja vor anderen Ninjas mit sagenhaften Fähigkeiten beschützen. Der Endkampf findet dann auf einem riesigen Schiff statt, dass mehr Palst und Festung denn Schiff ist. Toller Film.

Der Palst blieb mir im Kopf stecken. Die Illustrationen zum Palastschiff in den Wegen des Schwertmeisters brachten die wieder hervor.

 

Nun, wie geht es weiter? Der nächste Schritt ist es, dem Bild leben einzuhauchen. Warum sollten die Helden das machen, was im Reiz vorkommt? Wie passt das in die Welt? Was ist die Vorgeschichte zu dem Bild?

Am Beispiel? In Wege nach Tharun wird ein Archipel erwäht, auf dem die Reiche Memonhab und Jü gleichermaßen Anspruch erheben. Auf der Karte liegt es genau zwischen den Reichen am Rand. Um ein Archipel zu besitzen, bracht man dort eine Festung und Infrastruktur, um die Festung mit Lebensmittel und Waffen zu versorgen. Man könnte einen Bautrupp und ein paar Wachen losschicken, die dann aus den mitgebrachten und vorhandenen Ressourcen eine Festung zimmern… oder versuchen, eine fertige Festung in Form eines Festungsschiffes rüberzuschicken, das Schiff an Land zu ziehen und… Viola! Fertig ist die Festung.

 

Nächster Schritt: Die Helden_innen. Bis jetzt könnte die Geschichte auch wunderbar ohne Helden_innen funktionieren. Wie wird aber aus der Geschichte ein Abenteuer… oder gar eine Kampagne? Welche Motivation treibt die Helden_innen an? Was ist das Ziel des Abenteuers und komme ich da auf Schienen oder durch den Sandkasten (IMHO haben auch Sandboxen einen Einstieg, einen Roten Faden und ein Ende)?

Weiter am Beispiel: In Tharun ist das beides. Einfach und schwer. Einfach, wenn die Helden im Dienste des Herrschers von Jü oder Memonhab sind, also Teil der tharunischen Gesellschaft. Da diese seeeehr hierarchisch patriarchalisch aufgebaut ist, heißt es: Mein Herr will es, ich mache es, das ist mir Motivation und Belohnung genug. Blöd, wenn die Helden Brigantai sind, also Gesetzlose außerhalb der tharunischen Ordnung. Als Belohnung muss hier die Eingliederung in die Gesellschaft stehen, vielleicht gar als Inselherrscher im Archipel?

 

Als nächstes wird die Bühne bereitet. Was soll ins Abenteuer rein, um was geht es überhaupt, was ist das Grundthema, welche Akte habe ich?

Grundthema wird also eine Entdeckungs- und Eroberungskampagnie. Den Einstieg und das Ende setzen wir auf Schienen. Im Mittelteil bietet sich eine Sandbox an. Die Heldeen_innen wählen zu Beginn, welcher Seite sie angehören wollen und erhalten entsprechende Ressourcen. Endkampf dann um das Palastschiff des jeweils anderen, Helden_innen als Kommandoeinheit, die den feindlichen Kommandanten töten und den Palast versenken sollen.

 

So, der Anfang wäre nun geschafft, jetzt heißt es, Word aufmachen und tippen, tippen, tippen. Das Abenteuer wird mich mindestens ein Jahr beschäftigen… vielleicht sollte ich aber erst im Papierkoprb kramen und den Turm des Mordai fertig tippen…. oder den Zorn der Nanja

Jedenfalls… Tharun, ich komme!

 

 

Karneval der Rollenspielblogs: Anfänge und Übergänge – Das Tor zur Hölle

liegt genau hier:

Hier soll, der Legende nach, 1931 ein verzweifelter, untalentierter, gerade eben verwittweter Gitarrenspieler dem Teufel seine Seele verkauft haben. Der Deal zahlte sich scheinbar aus, aus dem untalentierten Gitarristen wurde in nur sechs Monaten der größte Bluesmusiker aller Zeiten und zum Begründer des Rock’n’Rolls (die Musik wird ja auch mit Teufelswerk in Verbindung gebracht, passt also) und des berüchtigten Klub 27: Robert Johnson.

Gut, die Realität kann mit der Legende nicht ganz mithalten. Wahrscheinlich hat ein anderer Bluesmusiker Robert das Gitarrespielen beigebracht. Aber wir leben ja im postfaktischen Zeitalter. Scheiß auf Realität, es lebe die Legende!

Robert selbst bastelte an der Teufelspakt-Geschichte. Gleich drei Seiner Songs beschäftigen sich mit dem Pakt und bilden eine Art Trilogie des Südstaatensatanismus.

Tja, Herr Troll, schöne Töne, aber was bringt es mir fürs Rollenspiel?

Verdammt viel. Die Geschichte passt einfach wie die Faust aufs Auge für ein cthulhuides Setting in den 30gern. Vielleicht werden die Helden_innen von Johnson angeworben, um zu verhindern dass die Höllenhunde ihn am Ende erwischen. Er hat da nämlich ein Mädchen in Hazlehurst, mit der er einen Neuanfang als Familienvater versuchen möchte und da stört es gewaltig, dass dämonische Hunde immer dann auftauchen, wenn Robert länger als drei Monate an einem Ort weilt.

Man könnte auch eine Art „Die neun Pforten“ machen und die Helden_innen in den 2000dern auf die Suche nach den Orginalpressungen der Schallplatten Roberts schicken. Wenn diese Rückwärts abgespielt werden, enthüllen sie ein Ritual, mit der der Übergang in die Hölle geöffnet werden kann. Gegenspieler könnten die Mütter gegen Rockmusik sein, eine fanatisch religiöse Gruppe, die sich die Vernichtung der Teufelsmusik verschrieben hat. Auch wenn die Gruppe sonst eher nicht ernst zu nehmen ist, hier könnten sie Recht haben und die Aufnahmen gehören vernichtet…

Oder wir transformieren die Geschichte nach Aventurien. Dort ist es nicht der Teufel, der Ehrenstolz Rahjagnade (Ich gestehe, ich habe einen Pakt mit dem Dämon Anagramma), einem mittelmäßigen Barden aus Al’Anfa, der sein Geld mit Slkavenjammern (ein Insiderwitz aus der DSA3 Al’Anfabox) verdient, sondern Thargunitoth. Oder gleich der Namenlose… Wer die Musik von Rahjagnade hört, geht einen Minderpakt ein und muss fortan selbst unruhig durch die Tavernen ziehen und kann nur dank Ilmenblatt oder stärkerem länger an einem Ort weilen.

Vielleicht war der Teufel auch nur ein sehr musikalischer Schelm im Nacken. Und vielleicht öffnet man in Clarksdale auch nur einen Übergang in eine wahnsinnige, musikalische, von grünen Feen bevölkerte Welt, in der das Feenwesen Dionysus Hof hält.

Die Geschichte des Anfangs des Rock’n’Rolls ist eine Geschichte eines Teufelpakts. Könnte beim Übergang in andere Musikrichtungen der Teufelspakt ebenfalls eine Rolle spielen? Muss gar tatsächlich jedes Jahr eine junge, talentierte Sängerin/Schauspielerin Disney geopfert werden, damit die Karrieren der anderen weiter vorangehen?

 

 

Auf die Knie, euer König ist da… fast final.

Heute ist es soweit, ich stelle den Rohtext des Abenteuers “Der König der Huren” online. Liebe Pinselschwinger, ich brauche noch Bilder für das Abenteuer.

 

Aber zunächst, ein paar Gedanken zum Abenteuer…

 

  1. Dieses Abenteuer spielt in Rakshazar, ist aber offiziell kein Teil des Rieslandfahrer-Projekts. Zwar stammt die Idee des Einstiegs und des Szenarios “Der Sultan kommt!” von einem Mitriesländer, der Rest stammt aber aus meiner Feder. Mein Ideengeber distanziert sich von diesem Abenteuer, aus gutem Grund. Bordelle, gekaufter Sex und Zuhälterei gelten auch heute noch als Schmuddelszene, mit der bürgerliche Rollenspieler möglichst wenig zu tun haben sollen, vor allem wenn in dem Abenteuer auch heikle Themen wie Zoophilie, Inzest und Gewalt angesprochen werden. Damit dürfte dieses Abenteuer, neben den Namenlosen Nächten, das einzige Abenteuer ab 18 Jahren sein.

 

  1. Dieses Abenteuer ist eine beabsichtigte Provokation.Grund dafür, dieses Abenteuer aufzuschreiben waren die IMHO schwammigen Regeln für das Skriptorium. Anfang des Jahres kam ich dann auf die Idee, das Abenteuer gendern zu lassen. Bis dahin hatte ich mit gendern ehrlich gesagt wenig am Hut. Zum Glück hatte ich unter meinen ehemaligen Schülern_innen einen Transgender, der heute in Berlin studiert. Ihm sei an dieser Stelle besonders herzlich gedankt. Eigentlich wollte ich mit dem Gendern auch wieder provozieren. Zum einen all jene, die grundsätzlich etwas gegen gendern, Feminismus und SJW haben, zum andern jene, die wegen Feminismus, SJW und sexualisierter Gewalt etwas gegen das Abenteuer haben. Dass es funktionierte so gut, dass ich mittlerweile meine Einstellung zu diesem Thema überdacht habe. Seither versuche ich, sämtliche meiner Texte zu gendern. Eine Provokation ist der Text aber immer noch. Ich habe ja oben nach Zeichnern gerufen… ich würde mich freuen, wenn, ganz im Sinne einer zusätzlichen Provokation, geschmackvolle, explizite Manga-Zeichnungen mein Machwerk schmücken würden. Übrigens gerne mit freischwingenden Hoden, quasi als i-Tüpfelchen der Provokation.

 

  1. In dem Abenteuer geht es nicht um Sex. Zumindest nicht hauptsächlich. Die meiste Zeit geht es in diesem Abenteuer um Handeln der Helden_innen und deren Konsequenzen. Das Bordell ist nur die Bühne, auf der sich vor allem Nichtkämpfer-Helden_innen tummeln und profilieren sollen und können. Im Idealfall hinterfragen die Spieler_innen ihre eigenen Einstellungen und werden, ganz im brechtschem Sinn, bessere Menschen. Ein Beispiel: Im Szenario “Von Verückten und Sekten” werden den Helden_innen fünf Töchter von Sektenmitgliedern als Tempelhuren angeboten. Ein Würfelwurf definiert die Gottheit, die die Sekte anbetet, ein weiterer das Schicksal der Töchter. Können die Helden_innen damit leben, dass durch ihre Zustimmung zu dem angebotenen Deal zwar Geld in die Kasse gespült wird, gleichzeitig aber die Töchter, die ihren Leib für ihren Glauben verkaufen, in die Verbannung stürzen. Ja, das sind keine leichten Entscheidungen, kein Gut gegen Böse, aber für mich sind gerade diese Abenteuer die interessantesten.

 

 

Was ist der Hurenkönig also? Ein provokantes Abenteuer, sicher. Vielleicht aber auch ein interessantes Setting, wenn man sich darauf einlässt.

KdH 22.12.2017

 

Des Trolls Monsterhandbuch und Rollenspieler-Karneval: Der Schalk im Nacken – Ein Wesen der Übergänge

Habt ihr Kinder? Dann habt ihr bestimmt schon dieses leuchten, dieses glitzern in den Augen gesehen, Sekunden bevor ihnen ein Schmarn, eine Spitzbüble_mädlelei einnfällt, bevor sie auf den Wänden im Wohnzimmer Prinzessin Lilifee malen, Knoten knüpfen mit deinen Schnürsenkel üben, mit Penatenchreme die Fenster putzen oder, passend zur Jahreszeit, dir einen Schneeball ins Genick werfen (ich war ein bööööses Kind). Dieses glitzern in den Augen… das ist er… der Schalk im Nacken!

Etymologisch betrachtet haben wir es hier mit einem Bauern oder Knecht zu tun. Das Wort Schalk stammte wohl vom lateinischem scalcius“ (= barfuß) und „di scalceatus“ (= ohne Schuhe) und bedeutete eben so viel wie Knecht. Verwandt mit dem Wort Schalk ist übrigens der Seneschall (Altknecht, also sowas wie ein alter, verdienter Knecht und Oberaufseher über das Gesinde = Haushofmeister) und Marscharll (Ursprünglich der Pferdeknecht, später als Feldmarschall Anführer der Armee seines Dienstherren). Die Ursprüngliche Redewendung, jemand schaue der Schalk aus den Augen, meinte wohl nur, dass man der Person den Status als Knecht anmerken könne.

Allerdings scheint man spätestens seit dem 16. Jahrhundert Probleme mit boshaften, aufsässigen und zu derben Späßen neigenden Knechten gehabt zu haben, seit da ist der Schalk im Nacken als Metapher für eben jenes Verhalten belegt. Mitunter wurde da aus dem Schalk ein dämonisch boshaftes Wesen, dass sich auf dem Nacken unschuldiger Opfer festsetzt und diese zu verwerflichen Taten treibt… und schon sind wir bei den Aufhockern, einer Gruppe von Kobolden, Geistern und Dämonen, die deutsche Sagen und thailändische Horrorfilme unsicher machen.

Kurz gesagt sind Aufhocker Wesen des Übergangs. Sie lauern an Bächen, Brücken, Seen, Wäldern, Gräben, Wegkreuzungen, Hohlwege, Friedhöfen und Mord- oder Richtstätten, also alles Orte des Übergangs zwischen der einen Welt (Welt der Ordnung, der Lebenden, der Städte) in eine andere (des Chaos, der Toten, der Wildnis). Sie warten auf unbedarfte Wanderer, springen ihm unsichtbar ins Genick oder erscheinen als alte Männlein, die die Wanderer bitten, sie eine Weile auf dem Rücken zu tragen, und bringen ihn geistigen oder gesundheitlichen Schaden bei. Manchmal sogar tödlichen Schaden. Für mich schwingt in solchen Sagen zum einen auch noch ein bischen die ganze Teufelspaktgeschichte mit (siehe die Legende um Robert Johnson), natürlich auch die Angst vor Wiedergängern, aber vor allem ein Erklärungsversuch für Seuchen oder Meuchelmord (ich habe ja da die Pest, Tuberkulose und Typhus in Verdacht). In Deutschen Sagen tummeln sich dutzende solcher Gestalten, von der Drud hier in Bayern über den Huckup in Hildesheim bis zum Bachkalb aus Aachen. Sogar Sindbard muss sich während seiner fünften Reise mit so einem Wesen herumschlagen.

Den Sagen nach hilft gegen Aufhocker sind meist Gebete, ein Gelobt-sei-Jesus-Christus, ein silbernes Kreuz an die Stirn des Aufhockers oder Wein, mit dem man das Wesen berauscht, bis es abfällt.

Und was bring dieser Exkurs für das Rollenspiel? Einen neuen Kobold für DSA zum Beispiel:

 

Der Schalk im Nacken

Größe: 0,80 Schritt Körpergröße Gewicht: 100 Stein

MU 15 KL 14 IN 15  CH 15 FF 12  GE 13 KO 12 KK 8

LeP 20 AsP 100 KaP – INI 14+1W6

AW 6  SK 6   ZK 3   GS 7

Waffenlos:     AT 10 PA 5   TP 1W6          RW kurz

RS/BE 0/0

Aktionen: 1

Vorteile/Nachteile: Schlechte Eigenschaft (Neugier, Rachsucht), Wahrer Name

Sonderfertigkeiten: Finte I+II (Waffenlos)

Talente: Einschüchtern 8, Klettern 10, Handel 1, Körperbeherrschung 8, Kraftakt 12, Menschenkenntnis 8, Schwimmen 0, Selbstbeherrschung 4, Sinnesschärfe 10, , Verbergen 14, Willenskraft 8

Zaubertricks:Bauchreden, Verrücktes Kichern, Unheimliches Lachen, Kneifen

Zauber: Visibili 12, Blick in die Gedanken 8, Eigene Dummheit 7, Große Gier 8, Imperavi 10

Anzahl: 1

Größenkategorie: klein

Typus: übernatürliches Wesen und Kulturschaffende, humanoid

Beute: keine

Kampfverhalten: Aufhocker kämpfen nicht physisch (sie beißen und treten höchstens manchmal). Sie besitzen eine erstaunliche Zahl an Zaubersprüchen, mit denen sie jeden Kampf umgehen oder zur Farce werden lassen können.

Flucht: individuell

Magiekunde (Magische Wesen) oder Sphärenkunde (Sphärenwesen):

#QS 1: Aufhocker sind Kobolde und damit feenartige Wesen, die nur bösartigen Unsinn im Kopf haben.

#QS 2: Sie lauern den Reisenden an Orten des Übergangs auf, hocken sich dann in den Nacken ihres Opfers und verleiten ihn zu bösen Schandtaten.

#QS 3+: Kennt man den Wahren Namen eines Aufhockers, dann hat man Macht über ihn. Ein Gebet an Praios, der gestrenge Blick eines Firun- oder Borongeweihten und heiliger Knoblauch verteibt ihn.

Sonderregeln:

Sofortige magische Regeneration: Aufhocker können der Luft Magie entziehen und tun dies automatisch beim Zaubern. Sie regenerieren am Ende einer KR 1W6 AsP.

 

Update 04.06.2018: Nachdem ich mit diesen Abenteuer den 7.WOPC nicht gewonnen habe ( 😦 ), stell ich es hier zum Download und Spielen bereit. Viel Spaß damit!

Der Fluch des Schalks