Auf die Knie, euer König ist da… fast final.

Heute ist es soweit, ich stelle den Rohtext des Abenteuers “Der König der Huren” online. Liebe Pinselschwinger, ich brauche noch Bilder für das Abenteuer.

 

Aber zunächst, ein paar Gedanken zum Abenteuer…

 

  1. Dieses Abenteuer spielt in Rakshazar, ist aber offiziell kein Teil des Rieslandfahrer-Projekts. Zwar stammt die Idee des Einstiegs und des Szenarios “Der Sultan kommt!” von einem Mitriesländer, der Rest stammt aber aus meiner Feder. Mein Ideengeber distanziert sich von diesem Abenteuer, aus gutem Grund. Bordelle, gekaufter Sex und Zuhälterei gelten auch heute noch als Schmuddelszene, mit der bürgerliche Rollenspieler möglichst wenig zu tun haben sollen, vor allem wenn in dem Abenteuer auch heikle Themen wie Zoophilie, Inzest und Gewalt angesprochen werden. Damit dürfte dieses Abenteuer, neben den Namenlosen Nächten, das einzige Abenteuer ab 18 Jahren sein.

 

  1. Dieses Abenteuer ist eine beabsichtigte Provokation.Grund dafür, dieses Abenteuer aufzuschreiben waren die IMHO schwammigen Regeln für das Skriptorium. Anfang des Jahres kam ich dann auf die Idee, das Abenteuer gendern zu lassen. Bis dahin hatte ich mit gendern ehrlich gesagt wenig am Hut. Zum Glück hatte ich unter meinen ehemaligen Schülern_innen einen Transgender, der heute in Berlin studiert. Ihm sei an dieser Stelle besonders herzlich gedankt. Eigentlich wollte ich mit dem Gendern auch wieder provozieren. Zum einen all jene, die grundsätzlich etwas gegen gendern, Feminismus und SJW haben, zum andern jene, die wegen Feminismus, SJW und sexualisierter Gewalt etwas gegen das Abenteuer haben. Dass es funktionierte so gut, dass ich mittlerweile meine Einstellung zu diesem Thema überdacht habe. Seither versuche ich, sämtliche meiner Texte zu gendern. Eine Provokation ist der Text aber immer noch. Ich habe ja oben nach Zeichnern gerufen… ich würde mich freuen, wenn, ganz im Sinne einer zusätzlichen Provokation, geschmackvolle, explizite Manga-Zeichnungen mein Machwerk schmücken würden. Übrigens gerne mit freischwingenden Hoden, quasi als i-Tüpfelchen der Provokation.

 

  1. In dem Abenteuer geht es nicht um Sex. Zumindest nicht hauptsächlich. Die meiste Zeit geht es in diesem Abenteuer um Handeln der Helden_innen und deren Konsequenzen. Das Bordell ist nur die Bühne, auf der sich vor allem Nichtkämpfer-Helden_innen tummeln und profilieren sollen und können. Im Idealfall hinterfragen die Spieler_innen ihre eigenen Einstellungen und werden, ganz im brechtschem Sinn, bessere Menschen. Ein Beispiel: Im Szenario “Von Verückten und Sekten” werden den Helden_innen fünf Töchter von Sektenmitgliedern als Tempelhuren angeboten. Ein Würfelwurf definiert die Gottheit, die die Sekte anbetet, ein weiterer das Schicksal der Töchter. Können die Helden_innen damit leben, dass durch ihre Zustimmung zu dem angebotenen Deal zwar Geld in die Kasse gespült wird, gleichzeitig aber die Töchter, die ihren Leib für ihren Glauben verkaufen, in die Verbannung stürzen. Ja, das sind keine leichten Entscheidungen, kein Gut gegen Böse, aber für mich sind gerade diese Abenteuer die interessantesten.

 

 

Was ist der Hurenkönig also? Ein provokantes Abenteuer, sicher. Vielleicht aber auch ein interessantes Setting, wenn man sich darauf einlässt.

KdH 22.12.2017

 

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