Karneval der Rollenspieleblogs: Anfänge und Übergänge – Am Anfang war die Idee…

Langsam aber sicher kribbelt es bei mir wieder, ich will ein neues Abenteuer schreiben. Ja… ich weiß…  ich hab in Rakshazar noch vieeeel zu tun. Aber ab und zu brauche ich Ablenkung. Ich will weg aus dem Riesland… Urlaub… ab nach Tharun, der anderen Brache des DSA-Universums!

Die große Frage ist, wie fange ich an, ein Abenteuer zu schreiben. Nun, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei mir steht am Anfang ein Bild, ein Traum, ein visueller Reiz. Um diesen Reiz herum wird dann die Geschichte gesponnen.

Beispiele gefällig? Da gab es mal einen großartigen Hentai…. Anime, ich meinte Anime…. ach, fuck it, Hentai…. Ninja Scroll. Grob gesagt gehtd darum, dass ein herumziehenden Ronin von der Regierung angeheuert wird, den Dunklen Shogun zu finden und zu töten. Auf den Weg zu seinen Ziel muss er einen weiblichen Ninja vor anderen Ninjas mit sagenhaften Fähigkeiten beschützen. Der Endkampf findet dann auf einem riesigen Schiff statt, dass mehr Palst und Festung denn Schiff ist. Toller Film.

Der Palst blieb mir im Kopf stecken. Die Illustrationen zum Palastschiff in den Wegen des Schwertmeisters brachten die wieder hervor.

 

Nun, wie geht es weiter? Der nächste Schritt ist es, dem Bild leben einzuhauchen. Warum sollten die Helden das machen, was im Reiz vorkommt? Wie passt das in die Welt? Was ist die Vorgeschichte zu dem Bild?

Am Beispiel? In Wege nach Tharun wird ein Archipel erwäht, auf dem die Reiche Memonhab und Jü gleichermaßen Anspruch erheben. Auf der Karte liegt es genau zwischen den Reichen am Rand. Um ein Archipel zu besitzen, bracht man dort eine Festung und Infrastruktur, um die Festung mit Lebensmittel und Waffen zu versorgen. Man könnte einen Bautrupp und ein paar Wachen losschicken, die dann aus den mitgebrachten und vorhandenen Ressourcen eine Festung zimmern… oder versuchen, eine fertige Festung in Form eines Festungsschiffes rüberzuschicken, das Schiff an Land zu ziehen und… Viola! Fertig ist die Festung.

 

Nächster Schritt: Die Helden_innen. Bis jetzt könnte die Geschichte auch wunderbar ohne Helden_innen funktionieren. Wie wird aber aus der Geschichte ein Abenteuer… oder gar eine Kampagne? Welche Motivation treibt die Helden_innen an? Was ist das Ziel des Abenteuers und komme ich da auf Schienen oder durch den Sandkasten (IMHO haben auch Sandboxen einen Einstieg, einen Roten Faden und ein Ende)?

Weiter am Beispiel: In Tharun ist das beides. Einfach und schwer. Einfach, wenn die Helden im Dienste des Herrschers von Jü oder Memonhab sind, also Teil der tharunischen Gesellschaft. Da diese seeeehr hierarchisch patriarchalisch aufgebaut ist, heißt es: Mein Herr will es, ich mache es, das ist mir Motivation und Belohnung genug. Blöd, wenn die Helden Brigantai sind, also Gesetzlose außerhalb der tharunischen Ordnung. Als Belohnung muss hier die Eingliederung in die Gesellschaft stehen, vielleicht gar als Inselherrscher im Archipel?

 

Als nächstes wird die Bühne bereitet. Was soll ins Abenteuer rein, um was geht es überhaupt, was ist das Grundthema, welche Akte habe ich?

Grundthema wird also eine Entdeckungs- und Eroberungskampagnie. Den Einstieg und das Ende setzen wir auf Schienen. Im Mittelteil bietet sich eine Sandbox an. Die Heldeen_innen wählen zu Beginn, welcher Seite sie angehören wollen und erhalten entsprechende Ressourcen. Endkampf dann um das Palastschiff des jeweils anderen, Helden_innen als Kommandoeinheit, die den feindlichen Kommandanten töten und den Palast versenken sollen.

 

So, der Anfang wäre nun geschafft, jetzt heißt es, Word aufmachen und tippen, tippen, tippen. Das Abenteuer wird mich mindestens ein Jahr beschäftigen… vielleicht sollte ich aber erst im Papierkoprb kramen und den Turm des Mordai fertig tippen…. oder den Zorn der Nanja

Jedenfalls… Tharun, ich komme!

 

 

Advertisements

4 Gedanken zu „Karneval der Rollenspieleblogs: Anfänge und Übergänge – Am Anfang war die Idee…

  1. Rhidaman

    Hallo Roland,
    wenn du dein Tharun-Abenteuer fertig hast, dann würden wir uns freuen, wenn wir es bei der Memoria Myrana veröffentlichen dürfen. Du hast richtig gelesen, Tharun bei der Memoria Myrana.
    Gruß Jochen

    Gefällt 1 Person

    Antwort
  2. Pingback: [Karneval der Rollenspielblogs] Januar 2018: „Anfänge und Übergänge“ – Abschlussbeitrag | Timber's Diaries

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.