Rezension: Motel der Mysterien

Wir Rollenspieler haben ein Problem. Viele unserer Geschichten spielen in Fantelalterwelten. All unsere Annahmen über das Mittelalter, ja sogar die Sprache auf unseren Mittelaltermärkten basieren auf Ausgrabungsergenissen und deren Interpretation. Und die ist nicht immer objektiv, vor allem, je länger die erforschte Periode zurückliegt. Wie würde wohl ein Archäologe ein Motelzimmer des Jahres 2018 interpretieren, wenn er s 4022 aus den Staub der Zeiten hebt? Diese Frage wird in „Motel der Mysterien“ auf eine amüsante Art beantwortet. Nachttischlampe werden zu Statuetten der Göttin Watt: 13, Klobrillen zu Koliers, BHs zu reich verzierten Brustplatten. Im Grunde ist dieser toll illustrierte Bildband die Antwort auf Typen wie Erich von Däniken, der seit gefühlten ölfzig Jahren mit seiner Prä-Astronautenthese durch die Lande tingelt.

Wer sich für Archäologie interessiert oder aufgrund seines Hobbys Rollenspiel öfters mal Museen besucht oder alte Quellen Ließt, sollte einen Blick in dieses Buch werfen und beginnen, seine Vorstellung von der Welt zu hinterfragen. Nebenbei kann man sich ja auch eine Folge vom Dings vom Dach widmen.

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