Rezension: Die Flüsse von London

Den ersten Teil der Mystery-Krimireihe hab ich als Audible Titel erworben und grade durchgehört. Ich hab das Hörbuch ziemlich gut gefunden und hoffe, das Audible die anderen Teile auch noch vertont. Ein paar Besonderheiten sind mir aufgefallen, über die ich gerne noch ein paar Worte verlieren möchte.

Peter Grand – der Zauberlerling, der viel zu schnell zum Zauberlehrling wurde

Protagonist ist der dunkelhäutige britische Cop Peter Grand, der am Ende seiner Ausbildung bei der Metropolitan Police Aussicht auf einen Sesselpfurzerjob hat… bis er einen Geist zu einem Mordfall verhört. Danach nimmt ihn Inspektor Nightingale unter seine Fittiche, der einzige Mager in London und Teil der Polizei. Hier ist mein Hauptkritikpunkt an der ganzen Geschichte. Wenn ich mit Mitte 20 einen Geist gesehen hätte oder man mir Demonstriert hätte, das Magie existiert… Hey, dem wird grade seine Realität neu programmiert und die Verwunderung darüber sind keine zwei Zeilen! Das hätte ausgebaut werden müssen! Selbst Harry Potter hat über ein Jahr gebraucht, bis er damit klarkam, dass er ein Zauberer ist. Mit der Kritik bin ich übrigens nicht allein, auch Matt Brown vom Londonist hat genau dies kritisiert.

 

Die Quelle der Magie und Magie vs Technik

Das muss man sagen, hat der Autor ziemlich gut hinbekommen. Magie zehrt aus der Lebenskraft der Umgebung oder des Zauberers selbst. Technische Geräte werden von Magie beeinflusst, der Akku bei Handys brennt durch und schrottet die Platinen. Gut finde ich auch die Idee des Vestigios, der Erinnerung, die sich in Orte und Gegenstände eingraviert und vom Magier nachgespürt werden kann.

 

Der Plot: Ein guter Krimi, ein bisschen James Bond und ein Streit zwischen Flussgöttern

Der Krimiplot bleibt etwas hinter dem Mysteryplot zurück, obwohl er am Ende einen interessanten Twist hat. Peter Grand erinnert ein bisschen an James Bond, wenn er gleichzeitig mit einer Flussnymphe und seiner Kollegin anbandelt und auch Molly schöne Augen macht. Highligt ist der Streit der Flussgötter Vater Themse (der den Oberlauf des Flusses repräsentiert und ein bischen wie ein Gibsy rüberkommt, aber bis in die vorrömische Zeit zurückreicht) und Mama Themse (einer Afrikanerin, die den Unterlauf der Themse, vor allem die Teile, die durch London fließen, repräsentiert). Beide Seiten haben ihre liebenswürdigen Avatare, und die Lösung, die Grand sich für die beiden Streitenden ausgedacht hat, ist ziemlich salomonisch.

 

Wer sich 11 Stunden unterhalten möchte, ist mit dem Hörbuch gut beraten.

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