Karneval der Rollenspielblogs: Kopfkino – Ein Hoch auf unsre Illustratorin, Illustratorin, Illustratorin…

„Wobei Feedback… Ich freue mich ja auf den Tag, wo die Illustrationen tatsächlich in einer Rezi oder einem Kommentar erwähnt werden sollten… le sigh“ Kirsten Schwabe

Kirsten hat da vollkommen recht, zumindest was meine Rezensionen (und, soweit ich gelesen habe, auch einiger anderer Blogger), angeht. Gern lassen wir uns über Satz und Layout aus (meist aber auch negativ alla „Textwüste!!“ „Voller Rechtschreinbfehlen !eins11!“) oder über den Inhalt des zu rezensierenden Textes. Wir reden über Regelmechaniken und Plottöcher, Sandkästen und Schienen. Wir reden so gut wie nicht über die exzellente Arbeit der Illustratorinnen, die die wirren Texte, die wir Schreiberlinge mit Bildern illustrieren sollen, Textwüsten zerreißen oder, ganz simpel aber brutal schwer, dem Büchlein/Fanzine/whatever ein ansprechendes Cover bescheren. Da lebt auch der Norddeutsche nach dem urbayrischen Motto „net gschimpft is globt gnua“. Dabei sind gerade die Illus die Dinge, an denen unser Auge hängen bleibt, die zur Kaufentscheidung beitragen und das Kopfkino anregen.

Heut möchte ich mal die Gelegenheit ergreifen und mir mal ein paar Illustratorinnen rausgreifen und, soweit das mein beschränkter Kunstsinn / Kunstwissen zulässt, besprechen. Gleich vorweg: Die Rezension ist alles andere als objektiv, da ich die Illustratorinnen kenne und mit ihnen in Projekten zusammenarbeite bzw. zusammengearbeitet habe.

Schnappen wir uns doch als erstes die oben zitierte Kirsten Schwabe. Wer immer ein Memoria Myrana Heftchen (bzw. PDFchen) gelesen hat, ist schon über ihre Zeichnungen gestolpert. Um ihre Arbeit rezensieren zu können, hab ich mich genauer mit ihrer derivantart-Seite auseinandergesetzt. Da sind nicht nur Bilder aus den Memoria Myrana drin, bei der sie seit Ausgabe 21 mitwirkt. Auch viele Portraitbilder und Tuschezeichnungen, die nichts mit Fantasy zu tun haben, lassen sich dort finden.

Meine Favoriten sind aber eindeutig die Tierwesenzeichnungen. Dieses Fell! Laut Kirsten waren vor allem die Felle zu Tusche und Bleistiftzeiten richtig fuchsig, für die farbigen Illustrationen nutzt sie spezielle Photoshop-Pinsel. Bestaunen kann man dies besonders gut bei diesem Ocipardir. Zoomt mal auf die Ohren!

Zwei weitere Bilder will ich noch genauer herausnehmen. Zum Einen die Nagarusha, die zusammen mit dem Ocipadir in der aktuellen MM 51 drin ist. Wer meinen Blog liest, der weiß ja welch besonderes Verhältnis ich zu diesen Scheiß echsenwesen habe. Mir geht’s wahrscheinlich so wie dem Protagonisten in Schatten über Innsmouth. Eines Tages wird ich aufwachen und einen Echsenmenschen erstellen…

Nunja, zurück zum Thema. Nagah, also die Fantasy-Verbindung zwischen Mensch und Schange, die gibt es in vielen Rollenspielen. Auch bei uns in Rakshazar haben wir Nagah. Damals gabs eine riesige Kontroverse, wie wohl die Dinger aussehen sollen. Schuppenloser Oberkörper mit Haren? Reptilienoberkörper ohne Haare. Busen? Warum brauchen eierlegendes Wesen, das ganz klar Reptil und kein Säuger ist, einen Busen und wenn ja, mit oder ohne Nippel? Wir haben uns damals darauf geeinigt, dass die rakshazarischen weiblichen Nagah keinen Busen haben.

Die myranischen Nagarusha haben, laut Kirstens Bild und dem dazugehörigen Text, Busen. Was Sinn macht, wie sie ihre aus den Eiern geschlüpften Jungen säugen. Und Federn, die ich an einem Schlangenwesen besonders stylisch finde. Ich hab auch im Magazin nachgelesen, bei der Generierung gabs auch noch die Möglichkeit von Hörnchen über den Augen und Kobra-Hals.

Zum Anderen möchte ich auf ein Bild verweisen, das für so Kunst-Analphabeten wie mich interessant ist, von dem ich gerne wieder ein Update hätte und das jeder Künstler machen sollte. Draw this again: Tonks zeigt Tonks aus der Harry- Potter-Serie im Manga-Stile von 2004 und dann nochmal 2012. An diesem Stück sieht man toll den Fortschritt, den Kirsten gemacht hat.


Fazit: Kirsten Schwabe ist eine wirklich gute Zeichnerin (und auch Autorin, aber darum geht’s hier jetzt nicht), die hervorragend zeichnen kann. Felle! Ich hab noch keine solche Felle gesehen! Also insgesamt Daumen nach oben.

Ein Gedanke zu „Karneval der Rollenspielblogs: Kopfkino – Ein Hoch auf unsre Illustratorin, Illustratorin, Illustratorin…

  1. Kirsten Schwabe

    Vielen Dank für die Erwähnung und die lobenden Worte! Da fühle ich mich doch ein bißchen gebauchpinselt. Wir Illustrator/innen wissen ja, dass wir „nur“ schmückendes Beiwerk sind, aber ab und zu eine Erwähnung freut uns auch *mal ganz dreist generalisiert*. 🙂

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