Karneval der Rollenspielblogs: Essen – Prost Mahlzeit!

Ich sitz grade bei Zwieback, Perenterol und Cola vorm Computer, mehr habtot als lebendig, und kurierte entweder eine Magen-Darm-Grippe, die grade umgeht oder eine Lebensmittelvergiftung aus (mein Verdacht. Der Camembert war scheinbar doch nicht mehr genießbar).

Zumindest kann ich jetzt meine erzwungene Pause dazu nutzen, hier mal was über Essen zu posten, das krank macht. Aber Troll, höre ich euch sagen, hast du nicht selbst geschrieben, dass Krankheiten und Essen im Rollenspiel das gleiche Schicksal teilen und nur interessant sind, wenn sie Kern der Story sind? Ja, und ich bleibe bei meiner Aussage und will auch noch ein paar Ideen geben, wie von Essen ausgelöste Krankheiten Teil eines Abenteuers werden können.

Seit Urzeiten versuchen die Menschen Nahrungsmittel haltbar zu machen. Braten, räuchern, pökeln… all das verlängert die Haltbarkeit von Lebensmittel entscheidend. Niemand wäre im Mittelalter auf die Idee gekommen, Fleisch ein paar tage oder gar Wochen abhängen zu lassen. Außer zu großen Festen wurde damals vor allem vor Weihnachten (eine Sau, die vor Weihnachten gemästet wird) geschlachtet, aus Fleisch wurde entweder ein Stück Gselchts (meine Frau suhrt noch jedes Jahr unseren Anteil ein. Die macht das super!) oder Blut-, Leber und andere Würste. Käse und Butter entstanden auch aus der Idee heraus, aus der Milch irgend etwas zu machen, das länger als ein, zwei Tage genießbar war. Schaut euch doch mal die guten alten Tom-&-Jerry Cartoons an. Da kommt täglich der Milchmann, stellt zwei Flaschen ab und nimmt die alten mit… weil das alles keine H-Milch war (in London werden immer noch 3% der Milch so ausgeliefert). Die größte Erfindung im Bereich der Haltbarmachung war der Kühlschrank und die Gefriertruhe. Nur dadurch können wir heute Fisch aus dem Pazifik genießen.

Schimmel kann Lebensmittel vernichten… bis auf zwei drei Arten, die man für Käse und Edelsalami braucht und die Arten, die uns noch wirksames Penizillin liefern, sind Schimmel giftig für uns Menschen. Doof nur, das Schimmelpilze die verbreiteten Pilze des Planeten sind. Früher war auch Mutterkorn durchaus ein Problem.

Aber nicht nur verdorbene Nahrungsmittel können problematisch sein, auch Krankheiten und Parasiten führen dazu, dass man später ein Mahl bereut. In meiner Heimat gefürchtet ist vor allem der Fuchsbandwurm. Ganz böser Parasit. Tötlich.

Auch Algen können Lebensmittel, vor allem Krabben, Krebse und Muscheln, vergiften.

Abenteueridee:

Die Helden kommen in ein Küstendorf, in dem die ganze Bevölkerung darbend daniederliegt (anders gesagt, die kotzen und scheißen sich die Seele aus dem Leibe). Schuld sind die Meeresfrüchte, die im Dorf Grundlage der Ernährung ist. Steckt ein übler Kult dahinter? Tiefe Wesen? Oder ist dieser Vorfall der Auftakt zu einem Vernichtungsfeldzug einer unbekannten, maritimen Wesenheit gegen die Weltmeere verseuchenden Menschen?

So was ähnliches gab es auch schon mal im MM, glaub ich. Da gings um eine dämonische Krankheit, die ihre Opfer als Algenteppich zerfließen lässt. Und auch Frank Schätzings immer noch bester Roman „Der Schwarm“ hat ein ähnliches Thema.

Bush Meat und Road Kill sind in einigen Teilen der Welt nach wie vor Nahrnungsquelle. Und Krankheitsquelle. Ebola-Ausbrüche gehen auf solches Wildfleisch zurück. Gut, für uns hier in Deutschland ist jetzt das kein großes Thema. Doch wie sieht es in der Postapokalypse aus? Auch für Vampierinnen dürfte sich die Frage stellen, ob jedes Blut, dass sie so saugen, bekömmlich ist. Ja, schon klar, Vampierinnen sind untot, aber irgend eine Art Kreislauf und Zellleben dürften sie ja haben, sonnt würden sie ja am Untoten Leibe verfaulen. Lass das magisch, dämonisch oder göttlich sein… und durch fiese Viren ordentlich gestört werden.

So, jetzt ist es wieder soweit… ich geh mal das Keramik besuchen… bis bald…

2 Gedanken zu „Karneval der Rollenspielblogs: Essen – Prost Mahlzeit!

  1. tassander

    Da stecken wirklich gute Abenteuerideen drin… Ich wünsche außerdem von Herzen „Gute Besserung“! Ich hoffe, der Camembert war wenigstens gebacken oder Obazda 🙂

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