Eine kleine Medienschau: Von König Arthur, Robotern und amerikanischen Göttern

Heute möchte ich mal wieder über drei Medien berichten, die mir die letzten Wochen Spaß gemacht haben. Zum einen eine Kinderserie, zum anderen ein Hörbuch. Achja… Achtung, Affinity Links!

Fangen wir der Kinderserie an, die zurzeit noch auf KIKA läuft, die man aber auch bei Amazon sehen kann. Arthur und die Freunde der Tafelrunde. Arthur ist hier noch ein junger Knappe, der als Waisenjunge am Hofe Uther Pendragons lebt. Geleitet von Merlin bestreitet er und seine Freunde, die Prinzessin Guinevere, die Knappen Tristan und Gawain so wie der Grieche Sagramor Abenteuer in einer wunderbar mythischen Welt. Sie treffen auf Werwolf-Katzen, Kobolde, Feen, Irrlichter und Drachen, kämpfen gegen Saxen und die Tintagel (Mordred und seinen drei Cousinen, zu denen auch Morgan, die Schülerin Merlins dazugehört, die wiederum Uther und dessen Nachkommen am liebsten Tot sehen würde, da der ihren geliebten Vater getötet hat). Mir gefällt die Serie ziemlich gut, denn hier würden Elemente aus Rittersagen, Fantasy und keltisch-Britischer Folklore zu einer netten Mischung gemixt. Dass die Tafelrunde ein runder Stein im Wald, umgeben von einem Menhirkreis ist oder dass solche Steine am Wegesrand zu Camelot stehen, die Feen als mächtige, göttinengleiche Wesen Dargestellt werden und die Serie auch ein echt geiles, puschendes Intro hat, runden für mich das Bild ab. In diesen Tagen ist auch die Diversität des Chasts ein Kriterium. Das haben wir. Sagramor als Bindeglied zwischen Orient und (fantasy)keltischem Britannien ist einen Tick dunkelhäutiger als seine Freunde, Tristan ist für mich zumindest bi und mit Guinevere ist eine charismatische, liebenswerte, starke Mädchenfigur im Team.

 

Letzte Woche hab ich mir das Hörbuch „Die Optimierer“ von Theresa Hanning reingezogen. Das ist die Autorin, die vor kurzem eine Petition zu Wikipedia gestartet hat, welche ich unterstütze. In dem Hörbuch geht es erst einmal um eine Utopie. Europa hat sich Gespalten, Deutschland, Frankreich, Polen, und die nordeuropäischen Staaten haben dich zur Bundesrepublik Europa zusammengeschlossen und mit der Optimalwohlökonomie eine neue Wirtschaftsform entwickelt. Die soll, per Technik, Überwachung und Veganismus, dafür sorgen, dass der Staat und die Bürger den optimalen Wohlstand haben. Dazu muss aber jeder Bürger, entsprechend seiner Fähigkeiten, den richtigen Beruf ausführen. Leute, die nicht genügend Fähigkeiten mitbringen, müssen in die Kontemplation, eine Art Arbeitslosigkeit. Arbeitslosengeld gibt’s nicht, dafür ein bedingungsloses Grundeinkommen, das tatsächliche Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Die Geschichte dreht sich um Simon Freitag, einem Lebensberater, der im Auftrag des Staates die Fähigkeiten und Kenntnisse der Bürger beurteilt und den Idealen Arbeitsplatz zuweist. Einst hatte er Erik Böser, den Chef der Optimierungspartei, entdeckt und einer Karriere als Politiker zugewiesen. Eine Tote, eine fleischessende Familie, ein Ende einer Beziehung und eine Verschwörung später liegt das alte Leben des Protagonisten in Trümmern und die neuen Herren der Welt offenbaren sich.

Ok, eigentlich ist der Roman eine Dystropie, also eine finstere Zukunftsvision. Tatsächlich gefallen mir zumindest ein paar Ideen aus dem Roman gut. Das mit der Linse im Auge, die eine Verbringung zum Internet ist oder der super ausgebaute öffentliche Verkehr mit selbstfahrenden Autos zum Beispiel. Auch die Idee der Lebensberatung finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Ich hätte gern noch länger von dieser Welt gehört. Zum Ende hin ging mir dann das alles zu schnell. Die Widerstandsgruppe, der Martina-Roboter… hier hätte ich gerne einen Gang zurückgeschaltet und dafür auf den Sex in der Doppelherz-Einrichtung verzichtet. Trotzdem… saustarker Sience Fiktion. Zu Recht mit zwei Preisen, darunter dem Seraph-Preis, ausgezeichnet. Ich freu mich schon auf en Nachfolger, die Unvollkommenen.

Zurzeit schaue ich die zweite Staffel von American Gods an. IMHO ist die deutlich schwächer als die erste Staffel. Gut, Kriegsvorbereitungen dauern ihre Zeit, doch… Mir fehlt auch so eine Top-Folge wie die um den Gott Vulkan aus der ersten Staffel. Die erste Folge ist gut, doch die anderen Fallen da etwas ab. Schön finde ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen dem Muslim Salim und dem Dschinn. Argus war noch cool… Donar, Shadows Vater, eher nicht, der war mir dann zu naiv. Anansi halte ich mittlerweile für ein gefährliches, manipulatives Arschloch. Ein Trikster halt, wie er im Buche steht. Medias upgrade zu New Media… coole Idee. Schade um den Technoboy. Bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

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