Karneval der Rollenspielblogs: GLADIATOREN, WRESTLER & FALLOBST – Die Arena von Assanra

Wie hier besprochen, gibt es in Rakshazar überraschend wenige Arenen, in der eine große Anzahl an Besuchern Gladiatoren beim Kampf zuschauen können. Eine solche Arena befindet sich weit im Süden Rakshazars, im Reich der Nagah.


Assanra – der steinerne Schild der Nagah

Östlich des Kithomont, an einem Seitenarm des Kithoga liegt die Festung Assanra, die den nördlichsten Punkt des Nagah-Reiches markiert. Umgeben von einem weiten Sumpfgebiet, durch das nur ein einziger Knüppeldamm von Süden her führt, und geschützt von gewaltigen Mauern wurde diese Siedlung auf einem künstlichen Hügel errichtet, um die Heere der feindlichen Ipexco aufzuhalten. Und tatsächlich brüsten sich die Nagah damit, dass die Festung noch nie eingenommen wurde, was allerdings hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass sie auch noch nie ernsthaft belagert wurde.

Beherrscht wird die Stadt vom H’Shinxio-Kult, der hier seinen Haupttempel, den Ssirdaz, mit dem Hornissenthron hat. Gleich neben der Pagode des H’Shinxio befinden sich die Hornissenstöcke, in denen die heiligen Riesenhornissen gezüchtet werden. Ihr Gift füllt die sogenannten Hornissenspeere (Sycc: Ssirzat), Wurfspieße mit hohler Spitze. Ebenfalls in der Nähe der H’Shinxio-Pagode befindet sich die Arena von Assanra und eine Strategonenschule, die Doumfaarsreiter ausbildet. Die kleine Pagode der H’Stsiva befindet sich nahe des einzigen Tores im Süden der Stadt. Sie dient hauptsächlich als Botschaft von Angankor und wird von den Bewohnern der Stadt nur selten besucht. Die Nagah der Stadt gehören großenteils der Kaste der Xssa’Triash an. Außerdem siedeln hier auch noch etliche Ybb’lz-Gelege, welche die Bronzegießereien der Stadt betreiben, als Alchimisten die Versorgung mit Säure- oder Brandkäfern gewährleisten und als Händler den Warenaustausch mit den Städten des Südens und den tributpflichtigen Dörfern in den Sümpfen aufrechterhalten. Waldechsen oder gar Menschen wird man hier nirgends, außer als Sklaven in der Arena, finden. Der starke H’Shinxio-Kult hat dafür gesorgt, dass die Nagah zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden sind, die Fremden äußerst skeptisch gegenübersteht.

Faktisch unter der Kontrolle Assanras steht das Dorf Sccri Buccan samt seinem H’Shinxio-Tempel und der dort beheimateten Strategonenschule. Nominell ist das Dorf jedoch Teil der Stadt Ribukan.


Der Kult des H’Shinxio

H’Shinxio wird vor allem in den Städten der Archaen als Kriegsgott vereht und gilt dort als Gott der Kaste der Xssa’Triash.

Der Hauptsitz des Kultes der Nagah Archaen liegt in Assanra, dem Bollwerk im Norden des Nagahreiches. Dort liegen die beiden heiligsten Örtlichkeiten des Kultes, die Heiligen Hornissenstöcke, in denen die Riesenhornissen Ribukans gezüchtet werden und die Ewige Arena von Assanra. Auch ist der streng hierarchische Kult des Kriegsgottes in dieser Stadt am mächtigsten und nur nominell sind die Priesterinnen der H’Stsiva Herrinnen über Assanra.

Oberster Priester des Kultes ist der Herr der Hornissenstöcke, ihm unterstehen der Herr der Arena, der Herr des Krieges, welcher im Kriegsfall die Legion von Xan’Thriash befehligt, und der Herr der Säuberung, welcher gegen Diener des Kalten Nests vorgeht. Danach folgen die geweihten, einfachen Priester des H’Shinxio und die Strategonen. Die Weihe der H’Shinxio Priester erfolgt durch eine Priesterin der H’Stsiva, tatsächlich ist diese Priesterin aber selbst eine ehemalige H’Shinxio-Priesterin aus der Stadt, welche in Angankor lediglich ein einmonatiges Novitziat durchlaufen hat. Diese Prozedur ist ein Versuch der H’Stsiva-Priesterschaft, die einflussreichen Diener des Kriegsgottes zu kontrollieren. Die Pagoden des Kriegsgottes ähneln großen Hornissennestern. Der Eingang der Pagoden liegt immer im Osten, rings um die Haupthalle befinden sich in wabenförmigen Räumen die Waffenkammer, die Schatzkammer und die Räume mit den Schriften zur Kriegskunst und Truppenführung. In der Hauthalle steht das Standbild des Gottes. H’Shinxio wird als schwer gerüsteten Nagah mit Hornissenspeer dargestellt. Vor diesem Standbild werden auch die Opfergaben begleitet von einer kurzen Anrufung abgelegt. Der eigentliche Gottesdienst ist der Kampf in den Arenen gegen Bestien und Kriegsgefangene.


Die Ewige Arena Assanra

Die Arena ähnelt von ihren Ausmaßen einem riesigen Rechteck mit abgerundeten Ecken. An den langen Seiten des Rechtecks befinden sich die Tribünen, den besten Blick auf das Treiben der Arena hat man aber vom Tempel aus. Die Form der Arena rührt daher, dass sie zugleich als Trainigsfeld für die Doumfaarsreiter genutzt wird. Fast täglich schicken die Ausbilder der Strategonenschule ihre Schützlinge in den Kampf gegen Yrachi (Menschen, Waldechsen, Sklaven und Kriegsgefangene sowie in Ungnade gefallene Nagah). Fairness sucht man bei diesen Übungskäpfen übrigens vergebens. Die Yrachi kämpfen mit Holzspeeren und mit Fußfesseln, während die Angreifer in Bonzen gehüllt sind und ihre Reittiere maximale Angriffsfreiheit gewähren. Der Ausgang solcher Übungen ist von vorn herein klar. Die Regeln der Arena sehen dennoch vor, dass, für den Fall, dass ein Yrachi einen Doumfaarsreiter tötet, dieser sofort nach Sccri Buccan zur Strategonenausbildung geschickt wird. In den letzten 100 Jahren soll dies aber nur 3-mal vorgekommen sein.

Brechend voll ist die Arena zum beliebtesten Fest, das H’Siristasrasza, ein Fest, das am passendsten mit „Schlangenfraß“ übersetzt wird und bei dem sich selbst die sonst eher trägen Nagah der Oberschicht in die Arena wagen, in der sie sonst nur Yrachi und Gladiatoren gegeneinander antreten lassen, um sich dem heiligen Wettstreit hinzugeben. Ihr Gegner in diesem Ringkampf ist eine prächtige, über 12 Schritt lange Boa-szaha, die wohl größte Würgeschlange der Sümpfe. Sie gilt es zu bezwingen und anschließend – und das ist der eigentliche Sinn des Festes – zu verspeisen, um ihre Kräfte in sich aufzunehmen. Um aber auch ihre Seele zu empfangen, darf ihr Leib dabei nicht geöffnet werden, und so verschlingen die Nagah die Riesenschlange in einem einzigen Stück. Wer gegen die insgesamt zwei Dutzend Schlangen antreten darf, wird zwei Wochen vorher ausgelost. Bei der Lotterie darf, ganz im Widerspruch zur Tradition der Kasten und dem Konzept des Dras, jeder Bewohner der Städte mitmachen.

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