Rezension: Die Erben der Nacht (Achtung, Spoiler!)

„Hast Du schon von der neuen Vampir-Kinderserie gehört, die aufm KiKa läuft?“ fragte vor kurzem meine bessere Hälfte. Da ich verneinte, packten wir uns und unsere Mädels auf die Couch und schmissen die ARD-Mediathek an. Was wir dann sahen, gefiel uns allen sehr gut. Wobei ich als Rollenspieler schon beim Intro, spätestens aber in Folge 2 Parallelen zu Vampire: The Mascarade sah.

Die Story: Aus der Verbindung der Tränen Draculas und dem Blut seiner Frau Elisabetha sind 13 magische Rubine entstanden, jeder hat eine besonderer Fähigkeit, die er dem Träger bzw. deren Sippe verleiht. Dracula wurde gestürzt, die Clans zerfleischten sich im Krieg selbst und nun gibt es nur noch 7, davon einer unter direkter Kontrolle vom wiedererwachten Dracula und einer ohne Rubin. Dracula ist nach 300 Jahren wieder erwacht, sucht die Rubine und will zu einem magischen Knoten. Löst er den Knoten, öffnet er das Tor zur Hölle (wo seine Elisabetha auf ihn wartet), löst die Vampirin mit dem letzten Funken Menschlichkeit des Pfählers den Knoten, dann ist das das Ende Draculas (und aller Vampire, die dann Menschlich werden). Die Vampirin mit dem Funken, das ist die Hamburger Vampirin Alisa de Vamalia, die dank des Clan-Rubins die Macht der Liebe und ein schlagendes, lebendiges Herz besitzt. Da die Rotmasken, eine Vampirjägergeheimgesellschaft, in letzter Zeit überhand nehmen, beschließen die verbliebenen Clans, ihre Sprösslinge gemeinsam auszubilden und ihnen auch die Kräfte der anderen Clans zugänglich zu machen. Die Serie basiert auf der gleichnamigen Romanserie. Sie ist für Kinder ab 10 freigegeben und fällt ins Coming of Age und Teenie-Vampir-Genre.

Wie oben schon gesagt, gefiel uns allen die Serie sehr gut. Der Liebligsclan unserer Familie sind übrigens die aus Mailand stammenden Nosferas, die die Macht besitzen, sich gegen heilige Gegenstände (vor allem Kreuze) immun machen können. Zudem hat dieser Clan das gewisse Etwas. Zudem haben die die mailänder Polizei in der Tasche, die ihnen die Rotmasken von den Fersen hält.

Genial fand ich auch die Kräfte der ausgelöschten österreichischen Grimur und der russischen Belov. Erstere können Sonnenlicht einfangen, letzte darin wandeln, ohne zu Staub zu zerfallen. Damit haben die Russen eine veritable Falle gebaut, um ihren Rubin zu schützen. Solange die Sonne nicht aufgegangen ist, leuchtet, nachdem der steinerne Deckel weggeschoben wurde, Sonnenlicht aus dem Grab, in dem der Im-Sonnenlicht-Gehen-Rubin liegt. Geht die Sonne auf, schwindet das Licht aus dem Grab. Trotzdem… als Vampir ist man da immer dem Sonnenlicht ausgesetzt. Cool ist auch der Rubin der Niederländer, der Vampiren das Schwimmen erlaubt (ohne ihn gehen sie unter und sind durch die Macht des Wassers gelähmt).

Alisa de Vamalia ist die typische Auserwählte in solchen Geschichten. Sie ist ihren Klassenkameraden überlegen, besitzt eine besondere Gabe und eine besondere Herkunft. Trotzdem… sie hat einen netten Twist. Da sie den letzten Funken Menschlichkeit Draculas besitzt ist sie mit ihm geistig verbunden. Sie hat immer wieder Visionen von ihm, er spürt ihre Anwesenheit. Zudem kann sie alle Rubine nutzen, die Dracula besitzt. Deswegen muss er später einige seiner Rubine im Vampirfallen-Grab zurücklassen und deren Nutzung einschränken. Gleichzeitig funktioniert die Verbindung auch umgekehrt, einmal rettet sie mit Hilfe der von den Nosferat erlernten Magie dem alten Pfähler das Leben.

Interessant ist auch die zweigetelite Gesellschaft der Vampire: An der Spitze stehen die Erben, die geborenen Vampire, unten stehen die Schatten, also Menschen, die durch den Biss zum Vampir gemacht werden. Letztere haben eingeschränkte Rechte, dafür aber viele Pflichten.

Fazit: die Serie ist super und die erste Staffel hat uns richtig angefixt. Die zweite ist in der Mache. Fürs Rollenspiel kann man sich einige interessante Ideen rausholen, zum Beispiel eben die der Sonnenlicht-Grabfalle. Sehr sehenswert!

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