Blog-O-Queste #68 –  Geister und Gespenster: Frage 1: Gute Geistergeschichten im Rollenspiel, die ich erlebt habe

Als ich diese Frage gelesen hatte, musste ich nicht lang nachdenken. Drei Geistergeschichten bzw. Geister stechen da sofort aus dem Sumpf meiner Erinnerung heraus: Der Bluna-Geist in Al’Anfa, die Hummergraben und der Unsichtbare, wobei letzterer eigentlich kein Geist war.

Der Bluna-Geist in Al’Anfa

Ich bin ja nun doch schon ein paar Jahre alt und spiele seit 27 Jahren DSA. Die meiste Zeit davon als Meister. Diesen Geist hab ich einer Gruppe Ende der 90ger vorgesetzt.

Damals liefen im Fernsehen diese unglaublich schrägen, surrealen Bluna-Werbungen, die so aussahen, als hätte da jemand in der Marketing-Abteilung das Budget für LSD ausgegeben. Die DSA3 Al’Anfa Box war damals noch nicht lange am Markt und ich hatte die mir geleistet. In der Stadtbeschreibung war, irgendwo hinten bei den Meisterhinweisen, eine nette kleine Abenteueridee versteck. Ein Fünfzeiler vielleicht, der es aber in sich hatte. Es ging da um einen phexgläubigen Granden, der von seiner Verwandtschaft mit den falschen, borongefälligen Riten bestattet war. Dieser suchte nun Geist die Stadt des Totengottes heim, vor allem die Drogenhöllen, da überall sonst die Präsenz den Boronis aufgefallen währe und er einen Exorzismus riskiert hätte. Die Helden der Geschichte waren grad in der Pestbeule des Südens angekommen, hatten ihre Dukaten in Dublonen getauscht und genossen grade Regenbogenstaub. Was folgte, war ne gute Stunde Rollenspiel, in denen ich als Meister den Geist darstellte, der versuchte, durch den Drogennebel durchzukommen und die Spieler versuchten, aus der Vision etwas brauchbares rauszulesen. Herrlich!

Rhaljawa von Hummergarben

Witold Pruszkowski, Zaduszki. Godzina duchów 1888/1889, Quelle: Witold Pruszkowski – Zaduszki. Godzina duchów – Category:Drawings of ghosts – Wikimedia Commons

Ebenfalls aus der DSA3 Zeit stammte eine Begegnung mit Rhaljawa von Hummergarben, der Adligen, die im verfallenen Stammschloss der Familie in den Misa-Auen spukt. Angeblich soll sie dort einen Familienschatz bewachen. Grund genug, dem Schloss einen Besuch abzustatten. Oh Boy, war das ein Fehler. Wir (damals war ich tatsächlich mal Spieler) sind da auf einen wirklich kompetenten und richtig gefährlichen Poltergeist gestoßen. Die haben ja in DSA die Einschränkung, dass sie keine lebende Materie direkt schädigen können. Dafür stürzten dann Kronleuchter auf uns herab, flogen rostige Schwerter als Wurfgeschosse durch die Gegend, verwandelten sich Gürtel in immer enger werdende Fesseln um die Leibesmitte, wurden di Rüstungen der Helden eingedellt… Wir waren echt froh, dass wir da lebend rauskamen. Der Kelch und die paar Münzen, die wir da rausgeholt haben, waren die Sache jedenfalls nicht wert. Die Idee zu diesem Abenteuer stammte aus Das Land an Born und Walsach und war so gut, dass 2010 Sieger des Abenteuerwettbewerbs Auf Aves Spuren III ein Abenteuer wurde, das die Idee der spukenden Ahnfrau aufgriff.

Der Unsichtbare

Bringe ein Zauberbuch von Albernia nach Nostria. Höhrt sich leicht an, war aber ein richtg tolles Geisterabenteuer ohne Geist, was wir Spieler aber erst später rausfanden. Erst mal wurden wir duch nen Räuberüberfall so weit aufgehalten, dass wir Nostria unmöglich vor Anbruch der Nacht erreichen konnten. Also mussten wir uns in eine verlassene Villa einquartieren. In der nacht versuchte dann ein Geist, uns das Buch zu rauben. Erst, als das Gespenst Fußabdrücke hinterlassen hatte, wurde uns klar, dass unser Gegner wohl weltlicher war, als wir zunächst glaubten. Hinter dem Spuk stecke ein Magier aus Grangor, der mittels Visibili, Transversalis und Motorikus uns das Leben richtig schwer machte. Am Schluss konnte der Dieb zwar entkommen, aber immerhin haben wir das Buch nicht verloren.

Ein Gedanke zu „Blog-O-Queste #68 –  Geister und Gespenster: Frage 1: Gute Geistergeschichten im Rollenspiel, die ich erlebt habe

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