Rezension: The Boys -Staffel 1

Hab grade die erste Staffel von The Boys gesehen. Man, war das gut! Schon in den ersten Minuten wird klar, dass die Superhelden hier nicht die Guten sind, und je weiter die Serie fortschreitet, desto monströser, dämonischer erscheint Homelander (genial gespielt von Antoiny Starr). Einen Senator samt Sohn ermorden? Kein Problem. Ein Flugzeug voll Insassen nach missglücktem Rettungsversuch abstürzen lassen, um Beweise für eigene Fehler zu vertuschen? Kein Ding. Homelander ist… ein Gott, mit eigenen Moralvorstellungen, einer Fassade für die Gläubigen und keiner annähernd menschlichen Emotion.

The Butcher dagegen erinnert an Kapitän Ahab, der erbarmungslos jagt auf seinen Wal macht. Theoretisch einer der „Guten“, weil er aber selbst vor monströsen Taten nicht zurückschreckt und Freunde opfert, kein wirklicher Held.

Alle Superhelden werden hier als schwache, korrumpierte Menschen dargestellt. Die meisten wären ein Fall für den Psychiater, etwa Queen Mave (PTSD), A-Train (der die Geschichte unbeabsichtigt ins laufen brachte und den dopenden Sportler-Typ darstellt) oder The Deep (Aquaman ist in scheiße, gekränkter Narzissmus).

Selbst der eigentliche Held der Geschichte, Hughie, ist nicht frei von dunklen Flecken. Zwar empfindet er echte Zuneigung zu Starlight, nutzt sie aber im gleichen Moment aus, um seine und Butchers Ziele zu erreichen.

Mir kam grade eine komische Idee… irgendwie erinnert mich Homelander an Gilgamesh auf der ersten Tafel seines Epos.

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