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Karneval der Rollenspielblogs: Reisen – Die Brigatai vom Lotussee-Gasthaus

Wer reist, der braucht was zum Rasten. Ein Gasthaus zum Beispiel. Also hab ich mich mal dran gemacht und ein Gasthaus für Tharun (da hab ich schon lang nichts mehr gemacht, wird also wieder Zeit) entwickelt. Auf die Idee für das Gasthaus haben mich diverse asiatische Filme gebracut und das Bildchen hier. Ich bin noch nicht ganz fertig, das Ding ist also Work-in-Progress. Die NPCs fehlen noch und ein kurzes Szenario. Für das habe ich schon ein paar Ideen, ich denke, ich gehe da Richtung Detektiv-Abenteuer.

Die Idee hinter dem Gasthaus ist ja, dass hier der Wirt der Bösewicht im Hintergrund ist. Zumindest in Deutschland ist dieses Trope durchaus bekannt, z.B. in dem Wirt vom Tischlein Deckdich oder der vom Teufel als Advokat.

Das Gasthaus steht auf der Insel Shi‘ Asi in dem gleichnamigen Archipel im Reich Lana, meinem persönlichen Lieblingsreich in Tharun. Mehr zur Isel findet sich in Die Welt der Schwertmeister auf S 192.


Die Brigatai vom Lotussee-Gasthaus.

Am Wegesrand der Straße, die Dhably und Mailin verbindet, steht an einem besonders pittoresken See, in dem der Lotus besonders schön gedeiht, liegt ein Gasthaus. Nach außen macht es einen noblen Eindruck, so dass auch einige Hohe Guarai mit ihrer Familie herkommen, um, mit Blick auf den Lotussee, ihren Tee zu genießen, doch hinter der Fassade brodelt es und eine Gefahr hat sich in den Mauern breit gemacht, die das Idyll bedroht.

 

1 Die Ställe und Lagerräume

Guarai sind eigendlich nicht die Zielgruppe des Gasthauses. Es wurde auf Anweisung des Archipelar Aedh Dagan gebaut, um den Warenverkehr zwischen Dhably und Mailin zu erleichtern und den Händlern die möglichkeit zu geben, in schützenden Mauern zu Schlafen. Um die Tiere der Händler versorgen zu können und die Waren sicher zwischenzulagern, wurde rechts der Straße, die die beiden Städte verbindet, ein großer Stall und vier kleine Lagerräume errichtet. Zwei runde Tore verbinden diesen Teil des Gasthauses mit der Außenmauer des eigentlichen Anwesens. Zur Blauen Stunde werden die Tore geschlossen und blockieren so den Weg zwischen Dhably und Mailin, den per Dekret des Archipelars ist es Reisenden verboten, die Straße zu verlassen.

In einem Der Lagerräume gibt es eine geheime Tür, die sich nur von innen öffnen lässt. Im Gleichen Raum ist zudem eine Falltür versteckt, die in die Kellerräume führt.

 

O2 Das Tor zum Gasthaus

Ein Hölzernes, kleines Torgebäude. An einer der Säulen hängt eine Liste mit Dienstleistungen, die das Gasthaus bietet. Das Tor ist reich mit Tierdarstellungen beschnitzt.

 

O3 Der Innenhof

Rund um den Innenhof führt ein gepflasterter Weg zu den einzelnen Gebäudeteilen. In der Mitte des Innenhofs befindet sich ein Steingarten und ein kleiner Teich, in dem ein paar Lotuse blühen. Der Teich ist aber nur ein Abklatsch des Sees. Was nur einem gut ausgebildeten Botaniker auffallen dürfte, ist, dass sich der Lotus deutlich von dem Lotus auf dem See unterscheidet. Wächst draußen gewöhnlicher, rosa Lotus. Im Teich des Gasthauses jedoch wächst jedoch ein Lotus, dessen Blütenblätter eine purpurne Farbe aufweisen. Zudem scheinen sich ein paar gefleckte Hybriden dort breit gemacht zu haben.

 

O4 Schlafsäle für die Händler

Rechts und links neben dem Eingangstor befinden sich zwei kleine, einstöckige Gebäude. In ihnen schlafen die Händler, die hier rast machen. Jedes Gebäude hat 4 Schlafräume, die durch dünne Papierwände voneinander abgetrennt sind und bis zu sechs Personen Platz auf Bambusmatten platz finden. Die Qualität ist durchaus annehmbar, es wird täglich gelüftet und gewischt, die Matten sind sauber und jeder Gast erhält auch frische Laken und Decken. (P 3, Q 4, S 48). Es gibt nur Fenster und Türen zum Innenhof hin, keine Fester nach außen.

 

O5 Küchengebäude

Geht man vom Tor aus nach links weiter, erreicht man nach dem Schlafsaal der Händler ein zweistöckiges Gebäude, in dem die Küche untergebracht ist. Im ersten Stock, zu dem es auch einen geheimen Zugang gibt, schläft das Küchenpersonal und die Bediensteten, im Erdgeschoß werden die Speisen zubereitet und von hier aus von Bediensteten zu den Speisesälen gebracht. Es gibt nur Fenster und Türen zum Innenhof hin, keine Fester nach außen.

 

O6 Speisesaal für die Händler

Dem Küchengebäude gegenüber liegt der Speisesaal für die Händler und die Dienerschaft der Hohen Guarai und Schwertmeister. Auf zwei Stockwerken kann hier gespeist werden. Die Wände sind schlicht weiß gekalkt, auf jedem Tisch steht eine Vase mit einer Lotusblüte vom See. Es gibt nur Fenster und Türen zum Innenhof hin, keine Fester nach außen, was zur Folge hat, dass der einzige Lotus, den die Gäste hier zu Gesicht bekommen, der Lotus des Teiches (o3) ist.

 

O7 Räume der Wirtsfamilie

Neben dem Küchengebäude schließt sich ein kleines, einstöckiges Gebäude an, dass nur von der Küche aus betreten werden kann (nun durch einen geheimen Zugang vom Keller aus). In dem Gebäude leben der Wurt und seine Frau zusammen. Im Gegensatz zu den Gebäuden der Händler und dem Küchengebäude besitzt dieses Haus tatsächlich Fenster nach Außen, auf den Lotussee. Sogar ein kleiner Steg führt vom Haus in den See hinaus. Dafür hat das Wohnhaus, wegen seiner Ecklage, kein Fenster in den Innenhof. Das Haus ist geschmackvoll eingerichtet. Zu Geschmackvoll für einen einfachen Wirt…

Von den Räumen der Wirtsfamilie gibt es einen geheimen Zugang zum geheimen Dachboden des großen Speisesaals.

 

O8 Großer Speisesaal für Guarai und Künstler

Gegenüber dem Eingangstor liegt ein zweistöckiges Gebäude, das große seiner Art im Gasthof. In diesem Gebäude dürfen ausschließlich Guarai, Hohe Guarai und Schwertmeister, letztere im ersten Stock, und Hofkünstler speisen. Im Erdgeschoss führen die Türen hinaus auf eine breite Terrasse, die einen malerischen Blick auf den Lotussee preisgibt. Hierher kommen Künstler aus Dhablyr und Mailin, um Ansichten des Sees auf Porzellan und Seide zu bannen. Dauergast Dong Nagad steht sogar schon zur violetten Stunde auf der Terrasse und malt auf allem, was nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht wurde. Als Einziges Gebäude besitzt der Große Speisesaal eine Decke im ersten Stock, so dass ein theoretisch ein Dachboden, tatsächlich ist aber das Stockwerk gerade so groß, dass eine Person sich darin kriechend Fortbewegen könnte. Dazu kommt, dass sich hier im Dach eine vom Innenhof und vom See aus unsichtbare Luke befindet. Der Zugang zu diesem geheimen Stockwerk befindet sich in den Räumen der Wirtsfamilie.

 

O9 Schlafräume der Guarai

An den Speisesaal der Guarai schließt sich ein Zweistöckiges Gebäude an, dass vom Speisesaal aus betreten werden kann und große Fenster hinaus zum See hat. Die vier Schlafräume im Erdgeschoss sind für die Guarai und hohen Guarai reserviert, die hier die Nacht hier verbringen, im ersten Stock sind zwei Räume für Schwertmeister (oder Hohe Guarai, so keine Schwertmeister zu Gast sind) reserviert. Die Räume sind sauber und gepflegt, auf den Bambusmetten liegen weiche Matratzen mit Seidenbezug, die Decken aus Seide sind dezent mit Lotusmotiven bemalt, in jedem Zimmer steht eine Vase mit Lotusblumen auf einem kleinen Beistelltisch, jeder Zaum hat einen mehr oder minder großen Waffenhalter und einem kleinen Bildchen Shin-Xirit, vor dem Meditiert werden kann. Dennoch: Reisende Guarai zahlen hier vor allem den Blick auf den See und weniger den Service. (P6, Q4, S 6)

 

U10 Lagerräume

Unter dem Küchengebäude und dem Wohnraum des Wirtes liegen die Lagerräume für Essen, Wein und Schnaps des Gasthauses. Versteckt hinter der Holztäfelung des Raumes sind der Geheime Zugang zum Haus des Wirtes und zu dem Speisesaal der Brigantai

 

U11 Der Speisesaal der Briganti

Gleich hinter dem Lagerraum befindet sich ein großer, rechteckiger Raum, der von den Brigantai als Speisesaal genutzt. Von hier führt ein Tunnel zum Ausgang zu den Ställen und den dortigen Lagerraum. Ein weiterer Tunnel führt zur Waffenkammer und den Schlafräumen, der dritte Tunnel, der hier abzweigt, führt zum Zelltrakt. Über eine in der Wandverkleidung versteckte Tür gelang man in den Tempel der Schatten. Der Raum ist überraschend luxuriös eingerichtet, für ein Brigantaiversteck. Die Wände sind mit Holz getäfelt, der Tisch in der Mitte des Raumes ist groß und aus poliertem Stein, der Raum dank dutzender Öllämpchen ausreichend ausgeleuchtet.

 

U12 Der Schlafraum der Briganti

Der Schlafraum der Brigantai ist einfach, aber geschmackvoll eingerichtet. Auf frischen Matten lagern die Brigantai, neben jeder Matte steht eine kleine Kiste mit persönlichen Dingen. Sogar eine kleine, abgetrennte Latrine gibt es hier unten, der jeden Tag von einer stummen Bediensteten gelehrt.

 

U13 Der Tempel des Schattens

Direkt unter dem Teich des Innenhofes befindet sich, zehn Schritt unter der Erde, ein Tempel des Gottes ohne Namens. Mitten im fünf Schritt durchmessenden, runden Raum steht eine Säule, auf der, in einem Relief, der Moment festgehalten ist, in der der Gott ohne Namen nach Glost greift. Ger Gott trägt erkennbar eine Maske, die einen Rakshazar darstellen soll. Hinter der Maske verbirgt sich eine Pfanne, in der ein purpurfarbenes Pulver liegt, ein Rohr mit Ventil führt hoch in den Teich, dass genauso wie ein zweites Rohr, ebenfalls mit Ventil, dass in den Kamin der Küche führt, vom Schlafraum des Schattens aus bedient werden können. Wird das Ventil geöffnet, tropft Wasser in das Pulver, das sofort ein giftiges Gas produziert. Das Gas ist leichter als Luft und sammelt sich in Kopfhöhe all jener, die unbefugt im dem Tempel des Schattens eindringen. An der Säule befindet sich auch ein Schalter, der die getarnte Falltür zum Schlafraum des Schatten öffnet.

 

U14 der Schlaufraum des Schattens

Der Schlafraum des Schattens liegt gut zwei Schritt unter dem Tempelraum undkann durch eine Geheime Falltür betreten werden. Die tiefe Lage hat einen Vorteil: Von hier aus kann der Schatten den Tempelraum komplett mit giftigem Gas fluten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, abwarten und den Tempel auch von hier aus entlüften. Der Raum ist überraschend Geschmackvoll eingerichtet und da der Tempelraum meist mit frischer Luft versorgt wird, ist ach hier unten die Luft gut.

Die Wände des Raumes sind mit Seidentapeten bespannt, die an zwei Seiten als Motiv die Städte Dhablyr und Mailin von Land aus gesehen darstellen. Die anderen beiden Seiten sind mit Dschungelbildern bespannt, hier ist vor allem das Spiel mit Licht und Schatten hervorzuheben. Vor einer der Dschungelwände steht ein Tisch voll alchemistischer Zutaten, an der gegenüberliegenden Seite steht ein Regal mit verschlüsselten Schriftrollen. In der Mitte des Raumes steht eine Hölzerne Kiste, die die Schlafstätte des Schattens beinhaltet (und noch fiese vergiftete Dornen für alle bereithält, die die Kiste mit Gewalt öffnen wollen).

 

U17 die Waffenkammer

Die Waffenkammer ist ein kleiner Seitenraum direkt dem Schlafraum. Dort lagern die Waffen der Brigantai. In einer Kiste lagern 5 Kurzspangen und je ein Köcher mit 10 Pfeilen, an den Wänden hängen Langhölzer, Kurzspangen und Äxte, Spanger.

 

U18 Der Gefangene Rakshazare und der Zellentrakt

Der Gefangenentrakt ist ein langer, breiter und hoher Gang, an dessen einer Seite drei Zellen sind. Der wichtigste Gefangene ist wohl der Rakshazare Fettauge, der als Gefängniswächter und, wenn Not am Mann ist, als schwere Infanterie dient. Der Rakshazare wurde von den Brigantai als Kind entführt, aufgezogen und trainiert.

 

Fettauges Werte
Größe: 2,3 Schritt Gewicht: 800 Stein
INI 13+1W6 PA 14 LeP 65 RS 3  KL 7 IN 11 GE 12 KO 25 KK 30
Keule: DK S AT 16 TP 3W6+4
Faust: DK HN AT 18 TP 2W6+5 TP (A)
GS 8 AuP 80 MR 6
Größenkategorie: groß
Besondere Kampfregeln: Fettauge hat keine besonderen Fähigkeiten, wie etwa Blitze oder eine Feuerlohe, aber dafür hat der vierarmigen einköpfige in jeder Kampfrunde 4 Attacken.

 

Die Bewohner des Gasthauses

Der Wirt

Jin Kong ist der Sohn eines Schwertmeisters am Hofe des Archipelars. Kurz bevor er die Prüfung zum Hohen Guarai ablegen konnte, zog er zusammen mit seinem Vater aus, um einen Rakshazaren am Lotussee zu töten. Das Monster war stärker, als die zwei Männer annahmen: der Schwertmeister wurde regelrecht zerfetzt, Jin konnte zwar das Monster töten, verlor aber dabei sein linkes Bein. Das er die Prüfung nicht mehr ablegen konnte, dass er, der Sohn aus einer Reihe von großen Schwertmeistern, sein leben als Guarai fristen sollte und dass er, offiziell als Belohnung für seine Tat, den Wirt in einem Gasthaus spielen sollte, an dem sein Vater das Leben und er „nur“ das Bein verlor, zerfraß ihn innerlich. Kein Wunder, dass die Lehren des Schattens hier auf fruchtbaren Boden fielen. Dass ihm zwei Finger an der Hand fehlen, schiebt er offiziell auf seinen Kampf, tatsächlich hat er diese schon vor Jahren dem vergessenen Gott geopfert.

Jin ist der Kopf hinter den Brigantai des Lotussees. Er koordiniert die Überfälle auf reisende Händler, er plant Entführungen und erpresst Lösegeld. Mordaufträge gibt er an den Schatten weiter. Dabei sorgt er dafür, dass keine Spur zu ihm zurückverfolgt werden kann und dass die versteckten Zugänge tagsüber gut gesichert sind.

Jins Frau, Mai stammte aus einer alten Gastwirtefamilie. Sie weis um die Geschäfte ihres Mannes, unternimmt aber nichts dagengen bzw. deckt diese, da sie ihr ein Leben in Luxus emöglicht.

 

 

 

 

Karneval der Rollenspielblogs: Reisen – Reisen wie einst Dracula

Für uns in der realen Welt ist eine Reise von Straubing nach Friedrichskoog kein Problem. Man steigt in ein Auto (am besten zu zweit, damit man während der Fahrt wechseln kann), schnappt sich nen Red Bull und düst dann die gut 900 km in 12 Std (incl. Pausen und Stau um Hamburg) runter.

Fantasy-Wesen, die gewissen Einschränkungen unterliegen, wie etwa Vampire, sieht die Sache schon anders aus. Tageslicht ist ja für die tödlich (zumindest in den meisten Erzählungen, mit Ausnahme von Twighlight und interessanterweise Dracula). Ein Stau auf der A2 kann da eine tödliche Gefahr werden, wenn die nächste Ausfahrt weit, das nächste Motel noch weiter und kein Sarg und menschlicher Diener zur Stelle ist. Wie Reisen also Vampire, wenn sie im Auftrag ihres Fürsten in eine andere Stadt müssen?

 

Per Schiff

Schauen wir mal in den Original-Dracula. Wie kommt der Graf aus Transsilvanien nach England? Per Schiff. Das unglückliche Schiff hört man auf den Namen Demeter. Der Graf wurde mit seinem Sarg voll Heimaterde an Bord gebracht, das Schiff wird in Whitby angespült, die Mannschaft ist verschwunden, der Kapitän tot und ans Steuerrad gebunden.

Hier taucht ein, für einen reisenden Vampir, zwei wichtige Tropes auf: Vampire müssen in ihrer Heimaterde schlafen und Vampire schlafen in Särgen. Letztes ist eine total gute Idee für alle, die nicht der Sonnenstrahlung ausgesetzt werden dürfen und in einem Sarg ist auch genug Platz für Heimaterde.

In einem modernen Setting gibt es sogar etwas, was noch viel besser als ein Sarg (oder entsprechende Kiste) ist, einen Container. Darin ist sogar Platz für eine luxuriöse Einrichtung, einem ordentlichen Bett (mit einer Matratze voll Heimaterde) und einem Kühlschrank mit Blutkonserven. Die Mannschaft auszulutschen ist eine blöde Idee, da man ja am Tag die Kontrolle über das mehrere Tonnen schwere Schiff verliert.

 

Per Bahn

Im Grunde gilt das für die Reise per Schiff gesagte auf für die Bahn. Zudem könnte der Vampir von Welt ja einen eigenen Reisewagon haben, so wie es zu Kaisers Zeiten für den Adel und für Präsidenten und heute bei Diktatoren üblich ist. Diese Wagen können   sein: Gold, Edelhölzer, Leder, Seide und… ein edler Whiskey. Der König von Ägypten hatte gar eine eigene Lock, die Umgebaut wurde.

Schiene und Schiffe haben einen riesen Vorteil: Theoretisch braucht man dazu (zumindest in modernen Settings), keine Minions, die die Reise organisieren und durchführen. Vampir von Welt kann das heutzutage selbst über Internet und Speditionsunternehmen organisieren, das Verladen und den Transport übernehmen dann andere.

 

Per Auto

Siehe Oben, der Stau auf der A2. Für die Reise per Auto brächte man auf jeden Fall einen menschlichen Gehilfen, der das Auto fährt und ein Heck, dass sich komplett abdunkeln lässt. Ein Caravan oder ein Sprinter mit Ausbau wollte das Auto schon sein, es sei denn, der Vampir will in der Holzklasse reisen. Dann tuts auch ein Leichenwagen.

 

Per Flugzeug, Luftschiff und Helikopter

Schwierig, schwierig. Holzklasse, würde ich sagen. Sprich: Ein Bestattungsunternehmen müsste unseren Vampir samt speziellem Transportsarg im Frachtraum versenden. Ichhab mich noch nicht durch die Unterlagen von Lufthansa Kargo gearbeitet, aber das ist mit sicherheit ein Papierkrieg. Minions und Leichenwagen braucht man auch noch, um an Bord zu kommen. Also insgesamt sehr aufwendig. Ich glaube, wenn der reisende Vampir Zeit hat, sollte er lieber per Seefracht reisen.

 

Zu Fuß oder fliegend

Warum sollte ein Vampir, der fliegen kann (sei es von Natur aus, durch einen Vampirumhang oder in Gestalt einer Feldermaus), nicht aus eigener Kraft reisen? Wichtig bei dieser Art von Reise ist jedenfalls eine gute Planung. Wo kann ich mich den Tag über verstecken? Gibt es sichere Plätze (Burgruinen, Grüfte, Höhlen, alte, aufgegebene Gehöfte, Scheunen und alles möglichst ohne stöhrende Menschen) auf der Route? Wo kann ich jagen? Welche Gegend sollte ich meiden, weil dort Vampirjäger (oder Werwölfe) leben? Wie viel Heimaterde muss ich zum Schlafen mitnehmen (wenn es reicht, dass meine Füße mit Erde bedeckt sind, dürfte ein Rucksack voll ausreichen. Doch wie soll den eine Hufeisennasenfledermaus transportieren?)?

Fazit:

Als Vampir zu reisen ist echt nicht ohne. Es braucht in jedem Fall eine ordentliche Planung. Und Minnions. Gefolgsleute, die einem an den Stationen die Reise erleichtern, die sich um sichere Schlafplätze kümmern und um ausreichend Blut. Ohne die beiden Sachen müssen Vampire an dem Ort bleiben, an dem sie gerade sind. Fürs Rollenspiel ergeben sich daraus drei Abenteueransätze: Die Held*innen sind Vampire und müssen eine Reise planen, die Held*innen sind Minnions und müssen dafür sorgen, dass Vampirfürst Vlad sicher durchs Münsterland reist oder die Held*innen sind Vampirjäger und müssen dafür Sorgen, dass die aufgespürte Vampirin die Stadt nicht mehr verlassen kann.

Achja… die Jahreszeiten. Vampire sollten im Winter reisen, da hat man mehr Zeit, bevor die Sonne aufgeht.

Des Trolls Monsterhandbuch und Karneval der Rollenspielblogs: Reisen – Wanderlust

Am Ende des 18. Jhdt. bis tief in das 19 Jhdt. waren wir Deutsche ziemlich gut darin, Gefühle zu beschreiben. Die Zeit wird allgemein Romantik genannt und in sie fallen so große Dichter und Denker wie Goethe, Schiller, Hoffmann, Hauf und auch die Gebrüder Grimm, Maler der Zeit war z. b. Caspar David Friedrichs. Manche Umschreibungen der Gefühle wanderten dann als Germanismen auf die Wanderschaft durch die Sprachen der Welt.

Ein Wort, dass durch die Sprachen der Welt wanderte und 1902 im Englischen auftauchte, ist Wanderlust. Wikipedia definiert Wanderlust als

[…]die Lust am Wandern, den steten inneren Antrieb, sich zu Fuß die Natur und die Welt abseits oder auch nahe der Heimat zu erschließen.

Quelle: Wikipedia

Eng mit der Wanderlust ist ein anderes deutsches Wort verbunden: Fernweh. Das tolle an diesem Wort ist, dass man da den Erfinder ziemlich genau kennt: Hermann Ludwig Heinrich Graf von Pückler-Muskau. Ja genau der, dem zu Ehre man das Pückler-Eis erfand und der mit seiner dunkelhäutigen Sklavin Machbuba und seiner Frau eine Menage au Trois leben wollte. Dumm nur, dass das arme (12 jährige) Mädchen kurze Zeit später elendig an irgend einer Krankheit mit 15 zu krepieren. Jedenfalls taucht das Wort 1848 in seinen Lebenserinnerungen auf und beschreibt

[…] die menschliche Sehnsucht, vertraute Verhältnisse zu verlassen und sich die weite Welt zu erschließen. Das Wort „Fernweh“ steht im wörtlichen Gegensatz zu Heimweh, der Sehnsucht nach der Heimat.

Quelle: Wikipedia

Was, wenn beide Gefühle durch Aufhocker (Kobolde oder Geister, die den Menschen in den Nacken fahren und zu bestimmten Taten verleiten) ausgelöst werden, ganz ähnlich dem Schalk im Nacken? Ein Wesen, dass die Menschen wegtreibt von der heimischen Scholle, hinaus in die Welt? Unsteht müssen die Besessenen wandern und an keinem Ort können sie länger als ein paar Monate bleiben, ohne vor Sehnsucht nach dem Weg, den Blasen an den Füßen, dem Wind in den Haaren an der Küste und dem Sonnenaufgang auf den Bergen schier umzukommen. Ein Geist, der erst von seinen Opfern ablässt, wenn diese so alt geworden sind, dass sie keinen Fuß mehr vor den anderen stellen können (und selbst dann glüht in ihnen die Sehnsucht bis zum Tode nach und bricht sich immer wieder Bahn).

Interessanterweise kennt Aventurien sogar einen Gott und einen Dämon, dem jeweils das Patronat über das Reisen zugeschrieben wird: Aves und der Dämon Lolgramoth. Logramoth ist zwar der Setzung nach der Gegenspieler der Travina, da er für Streit und Zwietracht steht, aber ein weiterer Aspekt ist die Heimatlosigkeit und Rastlosigkeit. Ich nehme mal die Idee mit den Aufhockern und mische sie mit einer Prise DSA und schon haben wir…


Wanderlust

Wanderlust ist eine kleine Koboldin und gut selbst unter diesen exzentrischen Wesen als wahre Ausnahmeerscheinung. Denn kurz vor der Flut in Havena entschloss sie sich, zur Geweihten des Aves weihen zu lassen. Sie ist die einzige ihrer Art, die nicht der jungenGöttin anhängt sondern eine Priesterin einer Gottheit ist. Trotz oder gerade wegen der Weihe: Ihre koboldische Art bricht sich immer wieder Bahn. Sie lauert unbedarften Bürgern oder einfachem Landvolk auf, spring ihnen in den Nacken und erzählt ihnen von der Schönheit Deres, weist auf einen Trampelpfad und überzeugt ihre Opfer, dass dies wohl eine Abkürzung sei, lässt sie träumend einem Schmetterling nachlaufen oder pflanzt ihnen Bilder von fernen Orten ins Hirn. Und schon, ganz unverhofft, packen die Opfer das nötigste und wandern einfach drauf los, hinaus ins wunderschöne Aventurien.

 

Größe: 1 Schritt Körpergröße Gewicht: 25 Stein, kann sich aber leichter machen

MU 15 KL 14  IN 15  CH 15 FF 12  GE 13 KO 12 KK 8

LeP 20 AsP 100 KaP 20 INI 14+1W6

AWSK 6   ZK 3   GS 7

Waffenlos: AT 10 PA 5   TP 1W6 RW kurz

Wanderstecken: AT 13 PA 5 TP 1W+2 RW mittel

RS/BE 0/0

Aktionen: 1

Vorteile/Nachteile: Schlechte Eigenschaft (Neugier), Wahrer Name, Geweihter (Aves), Richtungssinn, Nachteil Prinzipientreue I (Aveskirche), Sonderfertigkeit Tradition (Aveskirche)

Sonderfertigkeiten: Finte II (Avesstab)

Talente: Einschüchtern 3 Klettern 3, Handel 5, Körperbeherrschung 7, Kraftakt 0 Menschenkenntnis 8 Geographie 10, Orientierung 10, Selbstbeherrschung 4 , Sinnesschärfe 10, Überreden 10, Verbergen 14 Willenskraft 8

Zauber: Axxeleratus 16), Motoricus 12, Visibili 12  Bereit zu, Aufbruch, Gedankenbilder 5, Bannbaladin 8

Liturgien und Segnungen: Glückssegen, Kleiner Schutzsegen, Tranksegen, Geschwinder Schritt 6, Göttliches Zeichen 6, Reisesegen 5, Ruf der Heimat 4, Unbeschwerte Wanderung 5, Wegweiser 5

Größenkategorie: klein

Typus: übernatürliches Wesen und Kulturschaffende, humanoid

Beute: keine

Kampfverhalten: Als typische Aufhockerin kämpft Wanderlust nicht selbst, sondern lässt kämpfen. Ab und an lässt sie jedoch ihren Wanderstab auf die Feinde herabsausen.

Flucht: individuell

Magiekunde (Magische Wesen) oder Sphärenkunde (Sphärenwesen):

#QS 1: Kobolde sind feenartige Wesen, die nur Unsinn im Kopf haben.

#QS 2: Sie stehlen Kinder und lassen ihre eigene Brut dafür da. Aus den Kindern werden in der Feenwelt Schelme, die genauso viel Unsinn im Kopf haben wie die Kobolde selbst.

#QS 3: Kennt man den Wahren Namen eines Kobolds, dann hat man Macht über ihn.

#QS 4: Die Kirche des Aves kennt eine Koboldin, Wanderlust genannt, die ihren Opfern in den Nacken fährt und zu Abenteuern und weiten reisen treibt.

Sonderregeln:

Sofortige magische Regeneration: Wanderslust der Luft Magie entziehen und tun dies automatisch beim Zaubern. Sie regenerieren am Ende einer KR 1W6 AsP.

 


Fernweh und Heimweh

Fernweh und Heimweh ist ein Dämon, der grob die gestallt eines Kobolds besitzt, jedoch sitzen zwei grotesk geformte Köpfe auf den Schultern. Der eine, Fernweh, flüstert dem Besessenen süße Lügen von Freiheit, Reichtum und Glück zu, die in der Ferne liegen. Bald wird die arme Seele die Heimat verlassen und in die Ferne ziehen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem dar andere Kopf, Heimweh, beginnt, von der Schönheit der Heimat zu erzählen, von der Familie, die zurückgelassen wurde, vom Essen bei Muttern usw. Je weiter dich das Opfer von der Heimat entfernt, desto leiser werden die Lügen von Fernweh und desto lauter wird Heimweh. Kehrt das Opfer um, wird Heimweh mit jeden schritt auf die Heimat zu leiser und Fernweh beginnt, immer lauter zu werden. Über kurz oder lang triebt das das Opfer in den Wahnsinn oder zumindest in den Minderpakt.

Größe: 0,9 Schritt Körpergröße

Gewicht: kein Gewicht

MU 14 KL 15 IN 15 CH 16 FF 12 GE 12 KO 15 KK 10

LeP 25 AsP 60 KaPINI 14+1W6

AW 6 SK 5 ZK 4 GS 9

Waffenlos: AT 10 PA 10 TP 1W6+3 RW kurz

RS/BE: 1/0

Aktionen: 1

Vorteile/Nachteile: Geborener Redner, Vertrauenerweckend

Sonderfertigkeiten: Finte I (Waffenlos)

Talente: Bekehren & Überzeugen 17, Einschüchtern 12, Klettern 8, Körperbeherrschung 8, Kraftakt 9, Menschenkenntnis 16, Sinnesschärfe 9, Überreden 17, Verbergen 7,

 

Zauber: Bannbaladin 15, Große Gier 15, Imperavi 15

Größenkategorie: klein

Typus: Dämon (niederer, Lolgramoth), humanoid

Anrufungsschwierigkeit: 0

Beute: keine

Kampfverhalten: Fernweh und Heimweh ist kein Dämon, der gerne kämpft. Wenn er gezwungen ist, sich zu verteidigen, wird er dies mit Faustschlägen, Tritten und Kopfstößen tun..

Flucht: Verlust von 25 % der LeP

Schmerz +1 bei: immun gegen Schmerz

Sphärenkunde (Sphärenwesen):

# QS 1: Fernweh und Heimweh sind Gefühle.

# QS 2: Es gibt Dämonen, die gefühle im Herzen der Menschen auslösen und verstärken können, etwa Gier und Sehnsucht

# QS 3+: Fernweh und Heimweh sind Dämonische Gefühle aus der Domäne Lolgramoth. Sie konnen beschworen werden.

Sonderregeln:

Ausweichen in den Limbus: Fernweh und Heimweh kann mittels 1 freien Aktion in den Limbus ausweichen. Sein VW erhöht sich auf 20. Er taucht am Ende der KR wieder bei einem seinem Opfer in maximal 13 Schritt Entfernung vom Ort des Verschwindens wieder auf. Der Einsatz der Fähigkeit kostet 8 AsP.

Empfindlichkeit gegenüber gesegneten/geweihten Objekten/Waffen: Fernweh und Heimweh ist besonders empfindlich gegenüber geweihten/gesegneten Objekten/Waffen Travias und Aves.

Dämonen-Regeln: Für Fernweh und Heimweh gelten die allgemeinen Dämonen-Regeln (siehe Regelwerk Seite 355).

Zusätzliche Dienste:

# Innere Unruhe stiften: Fernweh und Heimweh treiben ihre Opfer in einen rast- und ruhelosen Zustand. Die Opfer können nicht lange an einem Ort verweilen, werden launisch und z.T. auch aggresiv.

Beschwörungsname: unbekannt, nur hohen Paktierern ein Begriff

Beiname: Dämonische Gefühle

Domäne: Thezzphai

Wesenstypus: niederer Dämon

Karneval der Rollenspielblogs: Reisen – Die Reisen des Trolls… ins Archiv

Persönlich bin ich ja nicht so die Wandersocke, aber Reisen spielen bei meinen Abenteuern und auch bei den Rezensionen hier auf dem Blog eine, selbst für mich überraschend, große Rolle.

Beginnen wir mit den Abenteuern, die ich bereits veröffentlicht habe. Begonnen hat alles mit „Tore im Eis“ in den Blutigen Pfaden. Da geht es um eine Reise nach Rakshazar auf den Spuren von Efferdane Suderstrand. Ich persönlich mag ja Seefahrtsabenteuer nicht so gerne (surprise, surprise, ich schreib aber viel rund um die Seefahrt und bin dabei noch Bayer, das heißt, vom nächsten Meer mindestens eine Tagesreise entfernt. In alle Richtungen). Zumindest in DSA werden da oft alte Kamellen aufgewärmt: Sturm, Piraten, Schiffbruch, Seemonster. Ich wollte da ein bischen was anderes machen und hab die Reise mit einem Schiffsbrand und der suche nach einem Schiff beginnen lassen. Als Reiseereignisse hatte ich damals nur den Eisberg, eine kreuzende Piratenotta, die gegen den Malstrom kämpft und eine Waljagd. Ursprünglich war auch für die Querung des Ehenen Schwertes nicht viel vorgesehen, da wurde ich aber von meinem Lektor angepfiffen, ich solle da noch was dazuschreiben. Schießlich sei das ja eine epische Reise. Der Nachfolger, „Ingerimms Rache“, war auch ein Reiseabenteuer. Clou des Abenteuers war, dass man einen Riesen überreden konnte,, als Passagiere in seiner Behaarung mitzureisen. In diese Art Abenteuer fällt auch mein kürzlich geschriebenes „Tötet den Drachen!“. Auch hier nimmt die Reise, in diesem Fall zum Finalen Bosskampf, einen riesigen Teil des Abenteuers ein. Die Helden müssen sich ausrüsten, sich mit genügend Wasser eindecken und sich mit Wüstenräubern, der Traumzeit, der instabilen Magie und Skorpionen herumschlagen.

Echte Reiseabenteurer sind eine Besonderheit unter den Abenteuern. Statt eines Dungeons ist hier der Weg das Ziel. Alle Besonderheiten der Landschaft dienen dazu, die Reise der Helden zu beschleunigen oder zu bremsen. Manchmal läuft auch noch ein Timer mit, wobei ich Abenteuer, die eine fixe Zeitleiste haben, nicht so mag. Als Negativbeispiel nenne ich mal das Abenteuer „Mutterliebe“. Wenn du da irgendwie aufgehalten wurdest oder auch nur ein bisschen länger zur Regeneration brauchtest oder einen alternativen Weg nehmen wolltest… Tschuss Jüngling, Willkommen Grimmbart! Dem Echten Reiseabenteuer ähnlich ist das Entdeckerabenteuer. Auch hier ist der Weg ziemlich wichtig, aber am Ziel wartet noch nicht die Belohnung, sondern ein Dungeon, eine verlassene Ruine oder eine Schatzinsel, die erst noch erkundet und geplündert werden müssen. Mein „Gefangen in den Nebelauen“ ist so ein Abenteuer. Hier ist übrigens auch die Rückreise thematisiert, ein Aspekt, der Bei vielen Abenteuern hinten runterfällt und den ich auch in „Die Axt des Kuros“ und eben „Tötet den Drachen!“ berücksichtigt habe.

Bei vielen Abenteuern ist, da gebe ich Timberwere recht, die Reise nur die lästige Strecke zwischen dem Ort, an dem die Helden den Auftrag erhalten und dem Dungeon am Ziel. Auch ich hab solche Abenteuer im Angebot: „Die Augen der Lath“ „Per Nubius ad Astra“ und „Die Axt des Kuros“ sind solche Abenteuer. Warum habe ich bei den Abenteuern trotzdem die Anreise zum Dungeon beschrieben? Weil es von mir als Autor erwartet wird, sagt mein Lektor. Anscheinend wollen die Spielleiter*innen da draußen gerne etwas an der Hand haben, wie sie die Reise zwischen zwei Punkten gestallten können. Mir persönlich gefällt da der Ansatz von Hexxen1733 besser. Dort wird das Abenteuer in Szenen erzählt, wie ein Film. Und wenn du einen guten Abenteuerfilm drehen willst und keine 3 Filme a 3 Stunden Zeit hast (*Hust, Herr der Ringe, Hust*), dann lässt du die Teile der Reise, die nicht den Plot vorantreiben, raus.

 

Hier auf meinem Blog hab ich viele Reiseromane rezensiert, interessanterweise und ungewollter weise vor allem von weißen Männern. Richthofen, Arthur Conan Doyle, Marko Polo, Jack London und grad habe ich was vom Prinz zu Wied-Neuwied gekauft. Wenn man ganz gemein ist, könnte man auch Karl Mai in die Reihe reinschreiben, auch wenn der erst gereist ist, nachdem er mit seinen Büchern Erfolg hatte. Auch über die Verfilmung der Reise der Terror hab ich eine Rezension geschrieben.

 

Reiseromane faszinieren uns Menschen schon lange. Entdecker und Reisende berichten über ihren Weg in die Fremde, über besondere Tiere und wundersame Begebenheiten. Erzählen Seemannsgarn und Lügengeschichten. Irgendwie scheine ich aber bisher eine ziemlich europäische und männliche Sichtweise gehabt zu haben. Könnt ihr mir da diversere Alternativen em

Sonnenuntergang in Friedrichskoog-Spitze.

pfehlen?

 

Reisen bildet. Dieses Jahr fahre ich noch nach Prag, ich hab den diesjährigen Urlaub in Friedrichskoog verbracht und bin durchs Watt gewandert, vor Jahren hab ich auf Hochzeitsreise Rom erkundet und mir das Labyrinth des Minotaurus angeschaut. Oft und weit verreise ich nicht, eher so in Europa. Aber folgt man der jungen Schwedin, die für viele Rechte und Konservative ein Rotes Tuch ist, dann ist das Zeitalter der Reisen (zumindest, wenn sie umweltbelastend sind) um. Eigentlich Schade.

Karneval der Rollenspielblogs: Mond und Des Trolls Bestiarium: Mondkalb

Oh, ein schöner Begriff, zu dem wenig auf Wikipedia steht. Anscheinend war „Mondkalb“ mal ein Begriff für Rindermissgeburten, wobei das Word Mond wohl eine Verballhornung des Wortes Mon wohl Ungeheuer bzw. MONster bedeuten soll. Früher schrieb man die Missgeburt dem Einfluss des Mondes zu.

Spätestens seit Shakespeare bedeutet aber Mondkalb soviel wie ein verunstalteter, dummer Mensch. H.G. Wells lässt in seinem 1901 veröffentlichten The Frist Man in the Moon die Protagonisten auf echte Mondkälber treffen.

(…) The noise of the mooncalves would at times be a vast flat calf-like sound, at times it rose to an amazed and wrathy bellowing, and again it would become a clogged bestial sound, as though these unseen creatures had sought to eat and bellow at the same time. (…) A crackling and smashing of the scrub appeared to be advancing directly upon us, and then, as we squatted close and endeavoured to judge of the nearness and direction of this noise, there came a terrific bellow behind us, so close and vehement that the tops of the bayonet scrub bent before it, and one felt the breath of it hot and moist. And, turning about, we saw indistinctly through a crowd of swaying stems the mooncalf’s shining sides, and the long line of its back loomed out against the sky. (…)

First of all impressions was its enormous size; the girth of its body was some fourscore feet, its length perhaps two hundred. Its sides rose and fell with its laboured breathing. I perceived that its gigantic, flabby body lay along the ground, and that its skin was of a corrugated white, dappling into blackness along the backbone. But of its feet we saw nothing. I think also that we saw then the profile at least of the almost brainless head, with its fat-encumbered neck, its slobbering omnivorous mouth, its little nostrils, and tight shut eyes. (For the mooncalf invariably shuts its eyes in the presence of the sun.) We had a glimpse of a vast red pit as it opened its mouth to bleat and bellow again; we had a breath from the pit, and then the monster heeled over like a ship, dragged forward along the ground, creasing all its leathery skin, rolled again, and so wallowed past us, smashing a path amidst the scrub, and was speedily hidden from our eyes by the dense interlacings beyond. Another appeared more distantly, and then another, and then, as though he was guiding these animated lumps of provender to their pasture, a Selenite came momentarily into ken. (…)

(H._G._Wells, The First Man in the Moon, Kapitel 11)

Das hört sich doch schon nach einem tollen Monster an: Groß, raupenartig, kleiner Kopf, Allesfressermund, kleine Naßenlöcher, geschlossene Augen. Die Haut weiß und zum Rücken hin immer dunkler, am Rückgrat schwarz. Die erwähnten Seleniten sind übrigens insektenartige Wesen, die in diesem Kapitel die Mondkälber hüten.

Auch bei Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind tauchen Mondkälber auf. Da soll das Herdentier, dessen blassgrauer Körper im Mondlicht zu schimmern beginnt, auf zierlichen Beinen mit Plattfüßen, in Kornkreisen einen Paarungstanz auf (der Ursprung der Kornkreise). Der Dung der Mondkälber soll ein hervorragender magischer Dünger sein. Bedroht ist das Mondkalb durch den froschartigen Hodag. Das Mondkalb hat die Gefahrenklasse XX und kann als Haustier gehalten werden.

Missgestaltetes Kalb hier, riesiges außerirdisches Nutzvieh da, Kornkreise drüben… Machen wir aus dem Mondkalb ein Ailien! Ich versuchs mal mit Dungeonslayers.


Mondkalb

Mondkälber sind Wesen, die definitiv nicht von dieser Welt stammen. Sie sind etwa doppelt so groß wie eine ausgewachsene Kuh, gleichen in ihrem Äußerem aber einem missgestalteten, zwei kleinen Köpfen mit tellergroßen Augen und sechs dünnen, staksigen Beinen. Der Körper ist silbern weiß und pulsiert im Mondlicht, auf dem Rücken findet sich ein schwarzer Streifen. Mondkälber führen im Sommer Balztänze in Getreidefeldern durch, besonders Weizen scheint es ihnen angetan zu haben. Mondkälber scheinen Allesfresser zu sein. Ein Jäger aus der Nähe von Auendorf berichtet, dass er in einer Vollmondnacht im Spätsommer von einer Herde Mondkälber gejagt worden zu sein. Allerdings… Auendorf ist auch bekannt für sein Kirschwasser.

Karneval der Rollenspielbogs: Mond und Des Trolls Bestiarum: Werwolf – Vollmondsüchtige Monster

Monster… was sind das eigentlich? Wenn man es runter bricht, Erklärungsversuche von Menschen, die für schreckliche Ereignisse, die nicht (mit aktuellen Wissen) erklärt werden können.

Beispiel: Onkel Ivan stirbt, kurze zeit später werden mehrere Familienmitglieder und Dorfbewohner schwer krank und siechen dahin. Man gräbt Onkel Ivan aus, er ist kaum verwehst. Onkel Ivan ist ein Vampir und muss vernichtet werden! Auf die andere Lösung (sauerstoffarmer, schwerer, saurer Boden und eine grassierende TBC-Epidemie) kommt keiner.

Eines der bekanntesten Monster unsrer Zeit ist wohl der Werwolf. Die Idee, das sich Menschen in Tiere verwandeln können, reicht weit in die Zeit zurück (die Felszeichnungen und die löwenköpfige Statuette aus der Steinzeit) und ist auf der ganzen Welt verbreitet (Werwolf in Europa, Werhyänen und Werlöwen in Afrika, Robben-Frauen in Schottland und Fuchsfrauen in Japan, um ein paar Beispiele zu nennen). Zudem gibt es wenige Fantasy-Rollenspiele, das auf Werwölfe verzichten. Mit Werewolf: The Apocalypse gibt es gar ein Rollenspiel, in dem die Spieler*innen ganz in die Rolle eines Werwolfes schlüpfen. Zeit also, uns diese Kreatur genauer anzusehen.

Die Tropes des Werwolfes

Wenn man an Werwölfe denkt, fallen einen da sofort ein paar klassische Tropes ein:

  1. Betroffene verwandeln sich bei Vollmond in Werwölfe (und hier ist er, der Bezug zum Karnevalsthema!).
  2. Silber tötet Werwölfe.
  3. Die Lykanthropie wird durch den Biss eines Werwolfs übertragen, kann aber auch von den Eltern geerbt werden.
  4. Das Dasein als Werwolf ist ein Fluch (weil z.B. die Liebsten durch die wölfische Seite in der Protagonist*in bedroht werden), der gebrochen werden kann (indem z.B. der ursprüngliche Werwolf mit Silberkugeln in die Hölle gejagt wird.

Fast alle dieser Tropes sind Kinder Hollywoods und kamen durch den Film The Wulf Man von 1941 in den Werwolfmythos.

Ursprünglich konnte man zum Werwolf werden, wenn man mit dem Teufel einen Pakt schloss und ein entsprechend verfluchtes Kleidungsstück (einen Mantel oder einen Gurt) erhielt. Legte man ihn an, so verwandelte Mann sich in einen Werwolf und tötete Kinder, junge Frauen und Tiere. Das „Mann“ gerade vorhin war Absicht, handelte es sich bei den Werwölfen ausschließlich um Männer, die, wenn sie enttarnt wurden, auf dem Scheiterhaufen brannten. Ich bin kein Psychologe und kein Kulturhistoriker, aber ich könnte mir denken, dass so männliche, teils sexualisierte Gewallt gegen schwache Kinder und junge Frauen erklärt wurde (Gut umgesetzt in Lore Staffel 1 Folge 5. Achtung! Affinity Link!).

Aus der Idee mit dem Teufelspakt entstand der Trope mit dem Fluch. Das hatte Erzählerisch eine ganze Menge an Vorteilen: Der Protagonist (die meisten Werwolf-Filme sind immer noch ein Würstchenfest) begeht die schrecklichen Taten nicht freiwillig, aus Befriedigung der eigenen Mordgier heraus, sondern ist unschuldiges Opfer, dem geholfen werden kann (und mit dem man sich sympathisieren kann, auch wenn er grade im Central Park der jungen Joggerin die Kehle aus dem Hals reist oder, noch schlimmer, Mr Tingels, die Katze von klein Bobby, auffrisst). In Witcher III gab es eine Stelle, bei der man sich mit einem Werwolf sympathisieren konnte. Der Fluch-Aspekt holt die Werwölfe heraus aus der Monsterecke.

Die Übertragung der Lykanthropie durch Biss kommt bekannt vor, die Idee taucht auch beim Vampir auf, was nicht verwunderlich ist, haben der moderne Vampir und der Werwolf doch den selben Meme-Vorfahren in Osteuropa. Durch dieses Trope sollten ursprünglich die Verbreitung von Krankheiten wie TBC (im Falle des Vampirs, meine Empfehlung ist auch wieder Lore, Staffel 1 Episode 1) und Tollwut (beim Werwolf) erklärt werden.

Silberkugeln scheinen eine reine Hollywood-Erfindung zu sein und haben den Entgegengesetzten Weg des Bisses (also vom Werwolf zum Vampir) genommen. Heute werden auch Vampire mit Silberkugeln (oder gar Quicksliver Bullets) gejagt. Jedes Monster braucht eine Schwäche, mit der es besiegt werden kann (es sei denn, du willst grade Chtullu spielen…), sonst kann die Held*innengeschichte zu keinem guten Ende geführt werden. Silber passt hier übrigens sehr gut in den Werwolfmythos, da in der Esoterik Silber als das Metall des Mondes gilt. Der Wolf kommt mit dem Mond, er kann nur mit der Macht des Mondes vernichtet werden (Gold gilt als Metall der Sonne, warum dann aber Silber oder Quecksilber (neben Quicksilver auch Mercury genannt wird und auf den Merkur verweist) Vampire killen soll, entzieht sich meinem Horizont).

Bleibt noch der Vollmond. Der kommt ins Spiel, weil die Filmtechnik früher noch nicht so weit war. Nachtszenen wurden mit Hilfe einer dunklen Linse am Tage gedreht. Aus der leuchtenden Sonne wurde so der helle Mond. Alle Horrorfilme aus der damaligen Zeit spielen zur Zeit des Vollmondes. Interessanterweise war das eines der ersten Tropes, die im Werwolfmythos auch wieder fallen gelassen wurde: In modernen Werwolfszenarien (egal ob Film, Buch oder Rollenspiel) können sich die Protagonist*innen auch in einen Werwolf verwandeln, wenn sie starke Emotionen empfinden. Wenn man so will, ist auch der Hulk, auch wenn durch radioaktive Verstrahlung entstanden, ein Werwolf.

 

Frische Ideen für den alten Wolfspelz

Andere Werwesen

Ich gebs zu, die Idee ist, wie Eingangs erwähnt, nicht mehr taufrisch. Auch Werewulf kennt andere Werwesen, dazu gab es dann auch Zusatzbände. Auch DSA schlägt diverse andere Werkreaturen vor und in Fantasy-Piratensettings tummeln sich die Werhaie. Was auffällt ist, dass viele Werkreaturen Fleischfresser, besser: Raubtiere sind (auch süße Robben sind Raubtiere). Interessant wären vegane Werkreaturen. Gut… Werkanickel hört sich erstmal nach nichts an, aber Wenn Erika Mustermanns Char sich plötzlich in ein Karnickel verwandelt und dem Bauer Maier Kohl vom Feld stehlen will. Bauer Maier hat dann noch einen Hund, den Hasso, und der ist hinter Erikas Char her…

Auch interessant sind Fleischfresser, die ein wenig Außerhalb unserer Wahrnehmung als Raubtier liegen. Dackel zum Beispiel.

Out Of Palce

Werwölfe sind das Gegenteil von Vampiren. Wald und Wiese statt urbanem Moloch. Maximal noch Vorstadt. Ist auch klar, der Wolf steht für das tierische im Menschen und bis auf ein paar filmische Ausnahmen spielen Werwölfe im ländlichen oder vorstädtischen Milieu. Was, wenn die Werkreatur in der Innenstadt lebt? Wann werden die monatlichen Morde im Park auffallen?

Aasfresser

Mir schwebt da ein Werkreaturen-Clan vor. Werhyänen. Hyänen sind Aasfesser (zum überwiegenden Teil), die Gesundheitspolizei der Steppen. Werkreaturen brauchen nen Job, der den Magen bis zum nächsten Vollmond füllt. Totengräber*innen, Gerichtsmediziner*innen, Müllabfuhr, Gangmitglied, Tatortreiniger*innen. Das Highlight sollte die Anführerin der Gruppe sein, Herr Staatsanwalt (der Futanari), der die Gesellschaft von Schmutz und Aas reinigen will (gerne auch mit einem etwas rechtem Einschlag). Gib ihnen noch Voodoo und bau eine Stadt wie New Orleans und schon hasst Du eine Interessante Gruppe als NSCs. Die Gruppe könnte gegen die Held*innen agieren, wenn die ihnen ins Gehege kommt. Die Gruppe könnte sich auch an die Fersen der Held*innen hängen, wenn die z.B. als Mörderhobos durch die Lande zieht. Wie lange dauert es, bis den Held*innen auffällt, dass Jemand hinter ihnen aufräumt? Die Gruppe könnte unter umständen auch mit den Held*innen zusammenarbeiten. Teil eines Freundschaftsrituals ist dann das gemeinsame Verspleißen einer Leiche, natürlich in einer Vollmondnacht, natürlich in Hyänenform. Ach… nebenbei…. Sollten die Werhyänen keine Giftresistenz haben… die tödliche Menge von Formaldehyd, dem Mittel, mit dem in den USA die Leichen einbalsamiert werden, liegt bei 100 mg·kg−1  (LD50, bei einer Ratte durch orale Einnahme).

Karneval der Rollenspielblogs: GLADIATOREN, WRESTLER & FALLOBST – Azzar aiben Brokthar, ein Grubenbesitzer und Gladiator aus Ribukan.

Azzar taucht im Abenteuer König der Piraten auf. Der Held El Qursan muss in Ribukan gegen diesen Brocken ankämpfen. Ich hab hier die Werte für DSA5, so dass ihr Azzar als Meisterperson oder Held nutzen könnt. Auch habe ich ihn mit ein paar Kneipenschlägerei-Fähigkeiten ausgestattet.


Azzar aiben Brokthar

Azzar kam als junger Bursche nach Ribukan. In Ketten, als Sklave, denn sein Stamm unterlag gegen einen Orkkriegerkez und die haben ihn dann gewinnbringen weiterverkauft. Die Freiheit war nicht das einzige, was Azzar in Ribukan verlohr. Er ist Eunuch. Nach dem einschneidenden Erlebnis wurde er im Kampf mit Morgenstern und Großem Sklaventod sowie im Nahkampf ausgebildet und als Wache des Harems eingesetzt. Während seiner Dienstzeit exekutierte er mindestens fünf Verwegene, die in den Serail des Sultans eindringen wollten.

Nach dem der Sultan von Ribukan der Schlag traf und der Krieg der 40 Prinzen ausbrach, eröffnete der nun arbeitslose Haremswächter eine Grube für Faustkämpfe in Ribukan, passenderweise „Das Loch“ genannt. Dort brachte er es zu einem bescheidenen Wohlstand. Er lässt es sich nicht nehmen, von mutigen Fremden (was im örtlichen Dialekt die Umschreibung für „umnachteter Idiot“ ist), die ihn fordern und Zechpreller persönlich in den Ring zu steigen.

Azzar hat eine große Schwäche für Kinder. Gern gibt er ihnen Obst, wenn sie ihn danach fragen und auch so manchen Prinzensohn hat er vor Verfolgern gerettet.

Obohl Azzar Eunuch ist, kennt er sexuelles Verlangen, da er bereits in der Pupertät war, als man ihn entmannte. Er sehnt sich nach Befriedigung und Nähe, egal ob durch einen Mann oder eine Frau.



Und nun zu den Werten. Ich hab mir gedacht, ich steiger den als Helden durch und pass nicht nur irgendwo veröffentlichte Werte an, wie ich es mit den meisten NSCs mache. Als Erfahungsgrad nehme ich XXX, das sind dann XXX AP. Immerhin hat er ja bereits viel erlebt. Kultur… Sanskritrarische Stadtstaaten. Deckt sich größtenteils mit XXXX. Profession: Kämpe. Grubenkämpfer und Grubenbesitzer wurde er ja später. Bleibt nur die Spezies.

Brokthar (33 AP)

LE 8 GS 8 SK -6 ZK -4
Mod: KK +3, KO+2
Automatische Vorteile /Nachteile: Verhornung, Hitzeresistenz, Kälteresistenz, Schlechte Eigenschaft (Jähzorn), Blutrausch
Typische Vorteile / Nachteile: Eisern, Zäher Hund, Gut Aussehend, Resistenz gegen Gift, Resistenz gegen Krankheiten, Beidhändig, Begabng (Körperbeherrschung (eignet sich, wgn. Sexualdimorphismus, vor allem für weibliche Chars), Schlechte Eigenschaft (Neugier), Unfähigkeit, Persönlichkeitsschwäche (Anzügliches Verhalten) Raubtiergeruch
Untypische Vorteile / Nachteile: Schlangenmensch (eignet sich, wgn. Sexualdimorphismus, vor allem nicht für männliche Chars), Gläsern, Fettleibig

Variante Brokthar-Mann

Körpergröße: 1,90+3W20 (1,93-2,50 Schritt) Gewicht: Größe -90 Stein

Variante Brokthar-Frau

Körpergröße: 1,80+2W20 (1,82-2,20 Schritt) Gewicht: Größe -100 Stein


So… die Kultur… Azzar ist zwar als Jugendlicher durch die Stammes-Brokthar geprägt worden, doch sie letzten 40 Jahre war er in Ribukan… ich würde sagen, er ist Sanskitarische Stadtstaaten…

Sanskitarische Stadtstaaten

Sprache: Sanskitarisch, Gmer

Schrift: Sanskitarische Haken (2 AP)

Ortskenntnis: je nach Heimatort (Shahanna, Yal-Mordai, Yal-Kalabeth, Teruldan, Ribukan)

Sozialstatus: Adel, Unfrei, Frei

Übliche Professionen:

#Weltliche Profession: alle außer Stammeskrieger

#Zaubererprofession: Assashim, Kultist, Schwertmagier(selten), Zelothim

Typische Vorteile: Glück, Hitzeresistenz, Soziale Anpassungsfähigkeit

Typische Nachteile: Persönlichkeitsschwächen (Eitelkeit, Vorurteile), Schlechte Eigenschaften (Aberglaube, Goldgier, Neugier)

Untypische Vorteile: Kälteresistenz

Untypische Nachteile: Angst vor … (engen Räumen, Menschenmassen)

Typische Talente: Brett- & Glücksspiel, Gassenwissen, Geschichtswissen, Götter & Kulte, Handel, Magiekunde, Reiten, Sagen & Legenden, Sternkunde, Taschendiebstahl, Überreden

Untypische Talente: Fahrzeuge

Typische Namen:

#männlich: Ali, Amhrar, Amir, Balthtor, Gaftar, Hamed, Jachman, Kasim, Kazaim, Mahemud, Omban, Ruchan, Sahil, Talim, Yussuf

#weiblich: Aischa, Amalah, Banaltar, Demeyah, Fadima, Josabeth, Kamiltar, Mamitah, Nalaeth, Pereth, Shennai, Sheydan, Shulam, Yezemin, Yezima

#Ehrennamen für Männer: al-Ahjan (der Kämpferische), al-Ahmad, (der Rächer), al-Alam (der Gelehrte), al-Ankhra (der Löwe), al-Fessir (der Listige)

#Ehrennamen für Frauen: al-Jamila (die Schöne), ash-Shabra (die Glänzende), ash-Shaya (Juwel), as-Sarjaban (Aranierkatze), bint-al-Laila (Tochter der Nacht),

Namen werden mit ibn bei Männern und saba bei Frauen mit dem Namen des Vaters oder der Mutter verbunden (beispielsweise Djamilla saba Kerime, Zulhamin Yeshinasunni oder Cherek ibn Hamar) 

Kulturpaket Sanskritarische Stadtstaaten einfache Stadtbevölkerung (28 AP)

Brett- & Glücksspiel +2, Gassenwissen +2, Geschichtswissen +1, Götter & Kulte +2, Handel +2, Magiekunde +1, Sagen & Legenden +2, Überreden +1

 

Kulturpaket Sanskritarische Stadtstaaten Oberschicht (42 AP)

Reiten +2 oder Fahrzeuglenken +4, Tanzen oder Singen +1, Zechen +1, Betören +2, Etikette +3, Überreden +2, Brett-/Würfelspiele +2, Geschichtswissen +1, Rechnen +2, Rechtskunde +2, Handeln +2

 

Kulturpaket Sanskritarische Stadtstaaten einfache Landbevölkerung (8 AP)

Orientierung +1, Wildnisleben +1, Pflanzenkunde oder Tierkunde +1


Dafür ist die Profession einfach… Kämpe!

Kämpe (Kosten 183 AP)

Voraussetzung GE 13, KK 13
Sonderfertigkeiten
Sprachen für insgesamt 4 AP, Anführer (10 AP), Schwinger(8 AP), Kopfstoß((5), Auf Distanz halten I(15 AP), Unterlaufen I(10 AP), Hammerfauststil (10 AP)
Waffenfertigkeiten
Bögen 10, Wurfwaffen 8, Raufen 8
Eine der folgenden Fertigkeiten 10, eine Zweite 8 Hiebwaffen, Zweihandhiebwaffen, Schwerter, Zweihandschwerter,  Stangenwaffen
Talente:
Körper: Körperbeherrschung 3, Kraftakt 3, Selbstbeherrschung 2, Zechen 5
Gesellschaft: Einschüchtern 3
Natur: Orientierung 4, Wildnisleben 3
Wissen: Kriegskunst 6, Sagen & Legenden 4
Handwerk: Heilkunde Wunden 1, Handel 1, Steinbearbeitung 3
Empfohlene Vorteile: Hohe Lebenskraft, Verbesserte Regeneration (LE), Waffenbegabung, Zäher Hund, Hohe Zähigkeit
Empfohlene Nachteile: Schlechte Eigenschaft (Aberglaube, Jähzorn, Goldgier), Blutrausch, Hässlich
Ungeeignete Vorteile: Adel
Ungeeignete Nachteile: Krankheitsanfällig, Niedrige Lebenskraft, Schlechte Regeneration, Zerbrechlich

So, jetzt geben wir unserem Azzar noch ein paar Abenteuerpunkte… Der Brokthar ist ja schon etwas älter und erfahrener… meisterlich mit 1.400  AP sollte, imho, passen. Jetzt alles verrechnen und durchsteigern… und viola:



Aussehen:

Größe: 2,14 Schritt Gewicht: 155 Stein
Haarfarbe: Glatze, ursprünglich schwarz Augenfarbe: smaragdgrün

Werte:

MU 16 KL 11 IN 11 CH 11 GE 15 FF 11 KO 15 KK 17
LE 43 GS 7 INI 1W+16 SK 0 ZK 4 AW 8

RS / BE: 3 / 3 (Natürlicher Rüstungsschutz durch die Effekte der Verhornung (vor allem im Schritt und am Rücken. Azzar trägt normalerweise eine weite Pluderhose aus Seide in seiner Lieblingsfarbe Orange, dazu rote, mit Perlen und Glöckchen reich verzierte Pantoffel, und eine rote Weste. Er hätte noch eine Gestechschalenrüstung samt Helm und Zeug aus seiner Haremswächter-Zeit, allein, er passt nicht mehr hinein)

Schlagring (Raufen): AT 17 PA 11 (incl Mod  0/0) TP 1W+1 (incl L+S GE/KK 15) RW kurz
Großer Scimitar (Zweihandschwert): AT 17 PA 9 (Incl. Mod 0/-2) TP 2W+4 (inkl. 1 TP aus L+S KK14) RW mittel
Dschadra (Stangenwaffen): AT 14 PA 7 (incl Mod 0/-2) TP 1W+5 (Inkl L+S GE/KK 15) RW lang

Vorteile / Nachteile:
Verhornung, Hitzeresistenz, Kälteresistenz, Schlechte Eigenschaft (Jähzorn), Blutrausch, Eisern, Raubtiergeruch, Zäher Hund, Schlechte Eigenschaft (Aberglaube), Verstümmelt (Eunuch II), Hohe Lebenskraft V

Sonderfertigkeiten:
Sprachen für insgesamt 6 AP (Broktar II, Gmer II uns Sanskritarisch II, Anführer , Schwinger, Kopfstoß, Auf Distanz halten I, Unterlaufen I, Hammerfauststil, Wuchtschlag III, Rundumschlag I

Talente:
Kampf: Bögen 10, Raufen 15, Zweihandschwert 15, Wurfwaffen (Dolche) 8, Stangenwaffen 12
Körper: Körperbeherrschung 7, Kraftakt 8, Selbstbeherrschung 7, Zechen 5
Gesellschaft: Einschüchtern 12, Gassenwissen 12, Überreden 1, Willenskraft 8, Edikette 5
Natur: Orientierung 4, Wildnisleben 3
Wissen: Kriegskunst 11, Sagen & Legenden 6. Geschichtswissen 1, Götter & Kulte 7, Brett- & Glücksspiel 12, Magiekunde 1,
Handwerk: Heilkunde Wunden 7, Handel 13, Steinbearbeitung 3

AP / freie AP: 1400 / 25

Ausrüstung und Vermögen: Pantoffeln des ungeschickten Diebes, Heiltrank (1W6+4 LP), Waffen, Wasserschlauch mit Wein, Talismane und Amulette, Münzen aus diversen Ländern im Wert von 800 TE, Faustkampfgrube „Das Loch“ in Ribukan.