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Masters of Umdaar – Sie-Ra und Er-Mann lassen grüßen

Nachdem ich über Eagle Eye so hergezogen bin, einmal ein positiver Bericht zu einem Fate-Setting. Ich finde, dass Masters of Umdaar eine durchweg gelungene Setting-Beschreibung ist.

Aber von Vorn. Das Setting wird ja als SciFi-Fantasy Setting im Stile von John Carter of Mars, Flash Gordon, He-Man, She-Ra und Thundercats angepriesen. Flash Gordon, He-Man, She-Ra und Thundercats? Das sind die Serien meiner Jugend! Die hab ich noch auf einem Röhrenfernseher über Antenne auf Tele5 geschaut (incl. Schneegriesel auf dem Bildschirm)! Man, bin ich alt! Nur… ich würde nicht soweit gehen, und das ganze Scifi nennen. Es ist Fantasy, nur halt mit ein paar „moderneren“ Elementen.

So, dann schaun wir mal, was uns so geboten wird:

  1. Ein zufallsbestimmtes Fate-Würfel-System, mit dem man eine Vielzahl von Charakteren erschaffen kann, wie Roboter, Mutanten,Cimären usw. Das finde ich genial. So einen Generator kann ich gut für meinen Rakshazar/Alien-Mix brauchen. Auch wenn viele Tiere, mit denen die Chimären gebildet werden, irdische Vorbilder Haben, der Mix machts.
  2. Charakterklassen, die auf Turbo-Fate basieren, mit einer Vielzahl von Optionen. finde ich in Ordnung. Ich muss mich aber, um das besser bewerten zu können, in die Regeln einarbeiten. Hab ich schon mal gesagt, dass ich kein Regelfuchs bin und mich in Regelwerken meist nr der Fluff interessiert?
  3. Neue Regeln für Cliffhanger mit Regeln, die den Einsatz verschiedener Lösungen fördern. Ich entfinde das als ein großes Plus des Systems. Weg von „Der Dieb öffnet das schloss und entschärft die Falle“ zu „Ihr sitzt alle in der Scheiße, was machst DU um da wieder rauszukommen?“
  4. Eine Vielzahl von Werkzeugen: darunter ein Monstergenerator, Richtlinien für Fallen und Beispielartefakte. Ganz nützlich
  5. Das Beispielabenteuer: Die Sternenklingen von Su’ul. Oh neee, jetzt muss ich schon wieder auf Eagle Eyes rumtrampeln, obwohl ich die Idee hinter dem Settingband gut finde. Aber ein gut ausgearbeitetes, vollständiges Beispielabenteuer hat mir dort gefehlt, hier habe ich es.

Alles in allem bin ich mit dem Settingband sehr zufieden. Das war diesesmal ein Kauf, der sich gelohnt hat.

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Genau das hätte ich gern im Settingband gehabt!

Eagle Eyes – In den Schatten Roms habe ich ja hier schon besprochen, recht negativ, muss ich zugeben. Zur Ehrenrettung muss ich aber zugeben, das der Fate-RPG-Blog in letzter Zeit viele tolle Beiträge gepostet hat. Die Inhalte hätte ich aber gern im Settingband gesehen und nicht im Blog. Bleibt für mich die Frage: Hat man den Settingband evtl. zu früh veröffentlicht und versucht nun, fehlende Tiefe per Blogeinträge nachzuliefern?

Wie auch immer, die Beiträge werten das Setting auf.

 

Update 20.04.2017; Mir war nicht bewust, dass Eagel Eyes aufgrund von Lizenzvereinbarungen nicht vom Orginal abweichen durfte und deswegen auch nicht um die Infos aus dem Blog erweitert werden konnte.  Der Satz ist damit hinfällig. Siehe Kommentare.

Wenn Du in Rom bist…

Ich hab mir vor kurzem Eagle Eyes besorgt, auch, ich gebs ja zu, weil ich von der Werbung gehypt wurde. Nunja… ich bin …. enttäuscht. Nicht von Fate, auch wenn ich jetzt mit dem System selber nichts anfangen kann, auch nicht von dem Noir-Ansatz, der hier verfolgt wird. Nein, ich bin enttäscht, weil mir gut die Hälfte des Buches fehlt!

Mir fehlt nämlich eine Beschreibung Roms zur republikanischen Zeit. Oder zu jeder anderen Zeit, so wie es in den Alternativen auf S. 13 Vorgeschlagen wird. Ein Stadtplan? Such ihn Dir selbst, Meister! Eine irgendwie geartete Übersicht, welche politischen Themen, spektakulären Kriminalfällen, Kriegen oder Politiker die Zeit prägten? Fehlanzeige. Eine Liste, wann welche Provinz gegründet wurde (wichtig, wenn man einen Bürger aus der Provinz Raetia spielen will)? Nope.

Mir fehlt auch ein kleines Szenario, ein Miniabenteuer oder ähnliches. Die Ideen im Buch sind zwar nett, aber brauchen noch verdammt viel Arbeit, um bespielt werden zu können.

Alles in allem: 6,99 € (PDF) für 66 Seiten sind mir zu teuer, wenn ich mir noch X Dokus im Fernsehen ansehen sowie Geschichtsbücher und Wiki-Links lesen muss. Wäre das im Buch drin gewesen, ich würde auch 20,00 € zahlen.