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Rezension und Karneval der Rollenspielblogs: Von einem Satiriker, einem Lügner, einer Sciences-Fiktion-Novelle und einem cleveren Stück antiker Literatur.

Auf diesen Beitrag hat mich Rorschachhamster gebracht. Der hat mir hier erzählt, das noch weit vor Poe ein griechischer Syrer in Alexandria eine Geschichte über eine Mondfahrt geschrieben hätte. Mein Interesse war geweckt und ein paar Klicks später (Achtung, Affinity Link) hatte ich mir von Lukian von Samosata „Wahre Geschichten“ besort. Nachdem ich das jetzt als Hörbuch durch habe (den Text gibt es hier gemeinfrei), muss ich meinen Hut vor dem alten Syrer ziehen. Aber der Reihe nach…

 

Ein Satiriker und Lügner

Lukian von Samosata wurde um 120 n.Ch geboren, stammt aus einer griechischen Familie in Syrien, war in Rhetorik geschult und belesen und auch eine Zeit lang Lehrer in Gallien. Er kehrte dann nach Samosata als gemachter Mann zurück, begann eine Schriftstellerkariere, die er um 170 n Ch aufgab um einen lukrativen Job in der Verwaltung Ägyptens aufzunehmen.

Lukian aber war vor allem ein scharfer Satiriker und ein wahrheitsliebender Mensch. Er verachtete sogar die großen griechischen Geschichtenschreiber, wie etwa Ktesias von Knidos, dem wir mit seinem Werk India die hundeköpfigen Humanoiden und den Mantikor zu verdanken haben oder jenen frühchristlichen Autoren, denen wir zu Lebzeiten Lukians den Physiologus (das Buch mit den Einhörnern, dass die Igel in die Nähe Satans stellt).

Ich gestehe, daß ich allen diesen Leuten, so Viele mir deren vorgekommen sind, das Lügen an und für sich um so weniger zum Vorwurfe machen konnte, als ich sah, wie geläufig dasselbe sogar Männern ist, welche sich den Titel Philosophen beilegen: nur darüber mußte ich mich wundern, wie Jene sich einbilden konnten, die Leser würden nicht merken, daß an ihren Erzählungen kein wahres Wort sey. Zugleich war ich eitel genug, der Nachwelt auch ein Werkchen von meiner Feder hinterlassen zu wollen, um nicht allein auf das Recht und die Freiheit, Mythen zu schaffen, verzichten zu müssen. Denn Wahres zu erzählen hatte ich nichts (was ich in meinem Leben erfahren, ist der Rede nicht werth); und so mußte ich mich zur Lüge entschließen, doch so, daß ich dabei ein wenig aufrichtiger, als die Uebrigen, zu Werke gienge. Denn ich sage doch wenigstens die Eine Wahrheit: ich lüge. Durch dieses freie Geständniß hoffe ich allen Vorwürfen wegen des Inhalts meiner Geschichte zu entgehen. So erkläre ich denn feierlich: „Ich schreibe von Dingen, die ich weder selbst gesehen, noch erfahren, noch von Andern gehört habe, und die eben so wenig wirklich, als je möglich sind.“ Nun glaube sie, wer da Lust hat!

Quelle: Wahre Geschichten, Übersetzung von August Friedrich Pauly

Eine wahre Geschichte voller Lügen

Die Ware Geschichte ist eigentlich nicht besonders Lang. In gut2 Stunden hat man das Hörbuch durch. Was man da aber hört…

Im ersten Teil brechen Lukian und 50 Gefährten zu einer Abenteuerreise jenseits der Säulen des Herakles, sprich, hinaus in den Atlantik auf (damit nimmt er den klassischen Heldenepos des antiken Griechenlands auf). Nach einem 79 Tage dauernden Sturm landet man auf einer kleinen Insel, auf der einst Herakles und der Gott Dionysus wandelten. Dass der Gott des Weines (und ehemaliger Unterweltgott) auf der Insel war erkennen die Entdecker auch daran, dass da ein Fluss auf der Insel ist, der aus edlem Wein besteht (sie fangen da ein paar Fische, die im Fluss leben und werden vom Fischfleisch betrunken). Bei der Suche nach der Quelle treffen sie auf Weinstock-Frauen-Mischwesen, die auch Sex mit ein paar Männern haben und diese dabei in Weinstöcke verwandeln (Lukian macht dann in den Folgenden Geschichten einen Fehler: Er vergisst, dass seine Mannschaft nur mehr 48 Männer stark ist).

Ok, bei den Weinstock-Wesen musste ich an das Cover von Lustschlösser und Zauberwesen sowie das Bild vom Rosendschinn aus der kommenden Aranienspielhilfe denken. Das weckt auch bei einem Rollenspieler 1.820 Jahre nach Entstehung des Werkes Assoziationen.

Weiter geht’s mit dem Teil, den mir der Rorschachhamster anpries und von dem es in der deutschsprachigen Wikipedia heißt, dass ein gewisser Kingsley Amis folgendes darüber gesagt hätte:

„Ich möchte lediglich anmerken, dass der Schwung und die Raffinesse der Wahren Geschichten dazu führen, dass sie sich aus heutiger Sicht wie ein Witz auf Kosten fast aller zwischen etwa 1910 und 1940 geschriebenen Science Fiction lesen.“

Quelle: Wikipedia

 

Das Schiff der Entdecker wird von einer Windhose erfasst und direkt auf den Mond getragen. Dort treffen sie auf den Mondkönig, der gerade zur Schlacht gegen den Sonnenkönig um die Venus rüstet. Von allen Sternen und Planeten kommen die Verbündeten der jeweiligen Könige, teils auf außergewöhnlichen Reittieren, um sich mit Rettichen zu bekriegen.

Auf dem feindlichen linken Flügel befanden sich die Ameisenritter mit Phaëthon an der Spitze. Jene Ameisen sind überaus große, geflügelte Thiere, die, bis auf die Größe, ganz mit unsern Ameisen übereinkommen. Die größte derselben nahm zwei volle Morgen Landes ein. Im Kampfe sind nicht bloß ihre Reiter thätig, sondern auch sie selbst, indem sie den Feind mit ihren Hörnern angreifen. Ihre Anzahl ward auf fünfzigtausend angegeben. Auf dem rechten Flügel waren die Mückenritter aufgestellt, ebenfalls an fünfzigtausend Mann, lauter Bogenschützen, die auf ungeheuern Stechfliegen ritten. Hinter ihnen standen die Luftspringer, leichte, aber sehr streitbare Fußtruppen, die aus der Ferne Rettiche von entsetzlicher Größe auf den Feind schleuderten. Wer von einem solchen Rettiche getroffen ward, starb gleich darauf, indem die Wunde augenblicklich in eine abscheulich riechende Fäulniß übergieng. Wie man uns sagte, beschmieren sie ihre Rettiche mit Malvengift. An sie schloßen sich die Stengelpilze an, schwerbewaffnetes Fußvolk, zehentausend Mann an der Zahl, die ihren Namen daher haben, daß ihre Schilde aus Pilzen und ihre Spieße aus Spargelstengeln bestehen. Neben ihnen waren fünftausend Hundeichler aufgestellt, welche von den Bewohnern des Sirius [Hundssternes] dem Phaëthon zu Hülfe geschickt worden waren, Menschen mit Hundeköpfen, die auf geflügelten Eicheln stritten.

Quelle: Wahre Geschichten, Übersetzung von August Friedrich Pauly

Zuerst läufts ganz gut für den Mondkönig, dann treffen aber die Wolkenzentauren aus dem Sternkreis Schütze ein und überfallen die plündernden Mondkämpfer. Am Schluss wird ein Friede ausgehandelt.

Ist das nun Science Fiktion, wie es Wikipedia auf Berufung von Kingsley Amis nahelegt?

Nein. Es greift zwar viele Science Fiktion Tropes auf, etwa eine Intergalaktische Schlacht, Alienvölker und Raumreise, aber imho ist da zu viel reininterpretiert. Für mich ist das eine irdische Schlacht zweier Könige, die, um sie in ihrer Absurdität zu zeigen, an den Himmel projiziert wurde. Schlachtordnung, Schlachtverlauf, Plünderung, Siegeszeichen… alles sehr irdisch. Doch… ist nicht jede Science Fiktion Schlacht ein Abbild einer Irdischen Schlacht im Weltall? Haben nicht viele Aliens irdische Vorbilder? Wenn man so an die sache rangeht, dann ja, das ist die erste Science Fiktion der Menschheit. Nun mag man davon halten, was man will, gut geschrieben und unterhaltsam ist die Episode auf jeden Fall.

Weiter geht’s mit unseren Helden. Die werden nämlich auf den Wegh´ zurück in die Heimat von einem gewaltigen Wal geschluckt. Da hab ich dann erst einmal gestutzt. Die Geschichte mit dem Wal, der dann auch noch bewohnt ist, erinnert sehr an Pinocchio. Und an die Biblische Jonas-Geschichte, von der ich ausgehe, dass Lukian sie gekannt haben könnte. Interessant ist die Geschichte aus zwei Gesichtspunkten: Erstens, sie schildert einen Genozid (kaum treffen Lukian und seine Mannschaft auf zwei Menschen, beschließen sie, die übrigen Bewohner des Wals, Fischwesen, zu vernichten, was ihnen auch gelingt) und zweitens das Feuer-im Wal-Trope, das ich aus Pinocchio kenne. Hier geht es fast nach hinten hos. Sie brennen einen ganzen Wald im Wal nieder, um den dann zu töten, und kurz bevor der seine Seele aushaucht kommen sie auf die Idee, dass sie ja irgenwie raus müssen, bevor das Biest tot zum Grund sinkt…

Das nächste Kapitel ist eine Art Totenfahrt, wie sie oft in der griechischen Literatur vorkommt. Diesmal geht’s aber nicht in den Hades sondern gleich ins Elysium, auf die Paradiesinsel. Dort treffen sie auf die Heroen der griechischen Welt, auf Helden wie Odysseus, auf Dichter wie Homer und auf Philosophen. Und hier merke ich mein fehlendes Wissen über die griechischen Helden. Da galoppiert in Lukian der Satiriker, er haut eine spitze Bemerkung nach der anderen raus, aber ich versteh davon nur Bahnhof. Zu seiner Zeit war das warscheinlich ein Schenkelklopfer und die Leser wussten das einzuordnen.

Danach geht es weiter, zur Insel des Schlafes, zu Calypso, zu den Kürbispiraten (hier musste ich an die Kokusnusspiraten von Vaiana denken) über ein Meer aus Bäumen, über einen Spalt im Wasser, vorbei an Ochsenköpfigen, vorbei an männerfressenden Weibern, hin zum Land, das der Heimat gegenüber liegt und… Ende. Die Wahre Geschichte endet brutal abrupt.

Das wären nun, bis zu dieser meiner Ankunft auf jenem anderen Continent, alle meine Begegnisse zur See, und während meiner Fahrt durch die Inseln, und in der Luft, hierauf im Wallfische, und, nachdem wir wieder herausgekommen, bei den Heroen und unter den Träumen und zuletzt bei den Ochsenköpfen und Eselsfüßlerinnen. Was ich nun weiter auf dem festen Lande sah und erlebte, soll in den nächsten Büchern erzählt werden.

Quelle: Wahre Geschichten, Übersetzung von August Friedrich Pauly

 

Fazit

Lukians Buch ist, mit Abstrichen und Einschränkungen, die vor allem das Alter des Werkes und der damaligen Anschauung der Weltgeschichte geschuldet sind, ein interessantes, kurzweiliges Stück Literatur. Es macht Spaß, das zu lesen (bzw. zu hören) und sollte auch die eine der andere Idee für uns Rollenspieler beinhalten. Die Mondfahrt scheint tatsächlich so was wie ein Proto Science Fiktion zu sein und ist vielleicht die älteste schriftlich überlieferte Reise zum Mond, der den Mond als Planet der Land sieht und nicht als Göttin. An dieser Stelle… Danke für den Tipp, Rorschachhamster!

Karneval der Rollenspielblogs: Moon Horax

Nein, dieser Artikel hat nichts mit der Mondverschwörung zu tun, die behauptet, dass die Amis nie auf dem Mond waren und Kubrick das Ganze im Studio gefilmt hat (jeder weiß, dass Kubrick das gefilmt hat. Aber der war ja so ein Pedant, dass er auf Aufnahmen am Originalschauplatz bestand… 😉 ). Nein, den Moon Horax den ich meine, fand dieser Tage vor 184 Jahren satt. Die Namen der Beteiligten ließt sich wie ein Who-is-Who und die Auswirkungen wirken weit bis in unsere Zeit hinein. Spuren des Horax findet man auch bei DSA, wenn man weiß, wo man suchen muss.

 

1. Akt: Edgar Allan Poe und eine Ballonfahrt zum Mond

Edgar Alöan Poe stand im Mai/Juni 1835 noch ganz am Anfang seiner Schriftstellerkariere. In wenigen Monaten wird er seine Cousine (die war damals grade 13 Jahre alt) heiraten. In der Southern Literary Messenger veröffentlicht er eine Kurzgeschichte über eine Ballonreise zum Mond, sein Lektor ist Richard Adams Locke. Die Geschichte war eigentlich als Horax geplant, wurde aber ein Stück Fiction-Literatur. Die Southern Literary Messenger war eine in Richmond, die 10 Monate zuvor gegründet wurde und noch bis zum Bürgerkrieg publizierte. Das war im Grunde so eine Art Straubinger Kalender. Die Geschichte dürfte zu ihrer Zeit nicht sooo bekannt gewesen sein, der literarische Einschlag war also eher mäßig.

Poe war übrigens nicht der Erste, der sich so mit dem Mond beschäftigte, genausowenig wie Richard Locke der erste war, der an einen belebten Mond nachdachte. Namhafte Astrologen ihrer Zeit hielten Leben auf dem Trabanten für möglich, wollten Häuser und andere Infrastruktur aauf dem Planeten entdeckt haben und schätzten die Mondbevölkerung höher ein als die auf der Erde. So z.B. Franz von Paula Gruithuisen, ein deutscher Arzt und Astronom, der entsprechendes 1824 veröffentlichte.

 

2. Akt: Richard Adams Locke, Sir John Herschel und Fake News in der New York Sun

Ein Schwindel wird ein guter Schwindel, wenn er zumindest ein Körnchen Wahrheit enthält. Im Falle des Moon Horax war die Wahrheit folgende: Der Britische Astronom Sir John Herschel war zur Zeit des Artikels in Südafrika, um den Himmel zu beobachten.

Der Rest der Geschichte aber ist Fiktion. Fiktion geschrieben von Richard Adams Locke. Ab dem 25. August bis einschließlich 31. August erschienen in der New York Sun täglich Artikel, die die erstaunlichsten Entdeckungen auf dem Mond verkünden, Eben gemacht von Sir Herschel mit seinem neuartigen Superteleskop. Nicht nur will man Strukturen auf dem Mond entdeckt haben, die an Häuser erinnert, nein, sogar Ziegen und… jetzt kommts, die Mondbewohner selber habe man entdeckt!

Vespertilio homo (Fledermausmensch aus der italienischen Ausgabe der Mond-Ente: Delle Scoperte Fatte Nella Luna del Dottor Giovanni Herschel.) Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.

Sie waren ungefähr 4 Fuß hoch, waren, mit Ausnahme des Gesichts, mit kurzen, glatten, kupferfarbigen Haaren bedeckt, und hatten Flügel, welche aus einer dünnen elastischen Haut ohne Haaren bestanden, die hinten zusammengerollt von der Schulterspitze bis zu den Waden lag. Das Gesicht, welches von gelblicher Fleischfarbe war, zeigte eine kleine Veredlung gegen das des großen Orangutangs, da es offener und klüger aussah und eine weit größere Ausdehnung des Vorkopfes zeigte. Indeß war der Mund sehr hervorstehend, obgleich dies etwas durch einen dicken Bart auf dem untern Kinnbacken und durch Lippen von weit menschlicherer Form als diejenigen irgend einer Species des Affengeschlechts verdeckt wurde. […] Wir konnten nun bemerken, daß ihre Flügel eine große Ausdehnung besaßen und in der Striktur Fledermausflügeln glichen, da sie aus einer halb durchsichtigen elastischen Haut bestanden, welche in krummlinigen Abtheilungen vermittelst gerader Halbmesser ausgespannt war, die durch die Rückenhaut verbunden wurden. Was uns aber am meisten in Erstaunen setzte, war der Umstand, daß die Membrane von der Schulter bis zu den Beinen hinunter zusammenhängend, obgleich in der Weite abnehmend, war.”

Quelle: Deutsche Übersetzung des Artikels vom 31.08.1835

Die insgesamt 6 Artikel schlugen ein wie eine Bombe. Sie wurden in ganz Amerika nachgedruckt und in viele Sprachen übersetzt, unter anderem in Italienisch und Deutsch. Der damalige Chef der New York Sun Benjamin Day prahlte damit, dass seine Zeitung mit 19.360 Exemplaren die höchste Auflage einer Zeitung Weltweit habe (in Amerika lebten 1850 etwa 26 Millionen Einwohner und die ganze Welt hatte gerade mal 1 Milliarde Bewohner). Abgesehen von dem literarischen Impakt, den ich gleich beleuchten möchte, hatte der Hoax auch damals schon interessante Auswirkungen.

Zum Beispiel für den französischen Mathematiker Nicollet, dem man die Autorenschaft zuschrieb. Am 15.02.1844 schrieb Gauß (ja, genau der mit der Glockenkurve) seinen Sohn, dass er mit seiner neuen Bekanntschaft in den USA (eben jener Nicollet) vorsichtig sein solle, da dieser vor 9 Jahren in den Mond Horax verwickelt gewesen sein soll.

Ein anderes Beispiel ist eine Missionsvereinigung in Springfield, Massachusetts, die ernsthaft erwogen haben soll, Missionare zum Erdtrabanten zu entsenden, um die Fledermausmenschen zu bekehren (Achtung. Ich hab diese Geschichte nur auf der deutschen Wikipedia gefunden, und da ohne Quellenangabe. Das könnte ein Hoax im Hoax sein. Die Geschichte ist aber zu gut, um nicht erzählt zu werden, auch wenn sie erfunden sein sollte).

Am 16.09.1835 platze dann die zweite Bombe. Die New York Sun gab zu, dass die ganze Geschichte von hinten bis vorne erfunden war. Den Absatzzahlen der Sunn hats baer nicht geschafft.

 

3. Akt: Von Jules Verne bis Bernhard Hennen – Der literarische Nachklang

Der Hoax war zwar enttarnt, die Geschichte vorbei, doch literarisch wurde das Thema immer wieder mal aufgegriffen und so zu einem Meme in der Zeit vor der tatsächlichen Mondlandung.

Als erster Autor tritt niemand geringeres als Jules Verne auf. Zur Zeit des Hoax war er etwa 8 Jahre alt und dürfte es zumindest am Rande mitbekommen haben. 1865 erschien dann sein Buch De la Terre à la Lune, bei dem es um den Versuch geht, den Mond per Projektil, das aus einer riesigen Kanone gefeuert wird, zu erreichen. Nur fünf Jahre später erschien dann Autour de la Lune, in dem die Protagonisten den Mond umrunden und wieder zur Erde stürzten. Jules Verne hatte immerhin den Anstand, die Idee, die ja ursprünglich mal von Poe stammte, in Edgard Poe et ses œuvresn (1864), einem Essay über die Werke Poes, als Ideengeber zu loben.

Ein Jahr nachdem De la Terre à la Lune veröffentlicht wurde, wurde H. G. Wells in England geboren. Wells, das war der Typ, der die Zeitmaschine, den Unsichtbaren Man und eben Little Wars, das Regelbuch zum ersten Tabletop, geschrieben hat. 1901 erschien sein The First Man in the Moon, aus dem ich ein Zitat für das Mondkalb entnommen habe. Der Roman ist stark von Verne beeinflusst, auch hier werden die Protagonisten „zum Mond geschossen“. H. G. Wells selbst hat wiederum den Iren C. S. Lewis beeinflusst, der aus der Idee, Menschen in den Weltall zu schießen, gleich eine (ich gebs zu, von christlichen Missionseifer triefende) Trilogie machte. Gut… der Mond war hier nicht mehr das Ziel, eher Mars und Venus.

Mit der Mondlandung 1969 verliert das Meme deutlich an Kraft. Der Belebte Mond taucht nun nur noch in Adaptionen des Stoffes von Verne und Wells auf. Neue Memes entstehen, unter anderem das von der Mondverschwörung oder das Meme vom Astronauten, der seine Fahne in den Mond rammt (Rammstein).

Die Vespertilio homo feiern dann im November 1990 ihre Wiederauferstehung. Bernhard Hennen lässt in der Sagasso-See den verrückten Chimärologen Vespertilio Organodie Lederschwingen erschaffen, die laut wiki aventurica genau so aussehen wie die in dem Hoax beschriebenen Fledermausmenschen. Das passt übrigens gut, Vespertilio ist der lateinische Name der Gattung der Glattnasenfledermäuse.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fb/Great-Moon-Hoax-1835-New-York-Sun-lithograph-298px.jpg/640px-Great-Moon-Hoax-1835-New-York-Sun-lithograph-298px.jpg

Rough image of the lithograph of the „ruby amphitheater“ described in the New York Sun newspaper (August 28, 1835): Our plain was of course immediately covered with the ruby front of this mighty amphitheater, its tall figures, leaping cascades, and rugged caverns. As its almost interminable sweep was measured off on the canvass, we frequently saw long lines of some yellow metal hanging from the crevices of the horizontal strata in will net-work, or straight pendant branches. We of course concluded that this was virgin gold, and we had no assay-master to prove to the contrary. This work is in the public domain in its country of origin and other countries and areas where the copyright term is the author’s life plus 70 years or fewer.

Der Moon Horax und das Rollenspiel

Zwei Dinge waren es, die mich bei der Recherche zu diesem Artikel geflasht haben. Zum einen, wie viele berühmte Köpfe da direkt oder indirekt mit drinsteckten. Poe, Verne, Gauß, Wells, Lewis… der Wahnsinn! Mir war nicht klar, wie nah die alle zusammen lebten und sich gegenseitig beeinflussten. Zum anderen… die Geschichte mit den Spenden für die Missionierung der Fledermausmenschen! Wenn das nicht der Plot für ein Western-Abenteuer ist!

Die kleine, naive Gemeinde in der Prärie. Der junge, engagierte Prediger, der die 1.000 $(das aktuell sind gut 30.000,00 §)  in einer kleinen Kiste nach Springfield zu seinem Kirchenoberen bringen muss. Die Held*innen und der Prediger zusammen in der Postkutsche. Banditen….

Auch die Frage, wie denn die Missionar zum Mond kommen soll (per Kugel wie bei Jules Verne und Nachfolger), wer denn in die Kugel einsteigt und sich Abfeuern lässt und ob das nicht doch alles ein Hoax ist, um das Geld der Gläubigen zu kommen, durfte Stoff für ein spannendes Abenteuer sein.

Und natürlich hat man in der Fantasy ja immer noch die Option, dass da tatsächlich Fledermausmenschen auf dem Mond leben. Wie gestaltet sich der Erstkontakt? Haben die Laserwaffen und wie kann mein Cowboy dagegen anstinken. Was, wenn die Fledermausmenschen die Erde erobern wollen? Und, für Pulp-Rollenspiele, die in einem Setting nach 1945 angesiedelt sind, was sagen die Mond-Nazis zu den Fledermausmenschen?

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Great_Moon_Hoax

https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Moon_Hoax

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2019/06/17/der-great-moon-hoax-fledermausmenschen-auf-dem-mond/

Karneval der Rollenspielblogs: Mond und Des Trolls Bestiarium: Mondkalb

Oh, ein schöner Begriff, zu dem wenig auf Wikipedia steht. Anscheinend war „Mondkalb“ mal ein Begriff für Rindermissgeburten, wobei das Word Mond wohl eine Verballhornung des Wortes Mon wohl Ungeheuer bzw. MONster bedeuten soll. Früher schrieb man die Missgeburt dem Einfluss des Mondes zu.

Spätestens seit Shakespeare bedeutet aber Mondkalb soviel wie ein verunstalteter, dummer Mensch. H.G. Wells lässt in seinem 1901 veröffentlichten The Frist Man in the Moon die Protagonisten auf echte Mondkälber treffen.

(…) The noise of the mooncalves would at times be a vast flat calf-like sound, at times it rose to an amazed and wrathy bellowing, and again it would become a clogged bestial sound, as though these unseen creatures had sought to eat and bellow at the same time. (…) A crackling and smashing of the scrub appeared to be advancing directly upon us, and then, as we squatted close and endeavoured to judge of the nearness and direction of this noise, there came a terrific bellow behind us, so close and vehement that the tops of the bayonet scrub bent before it, and one felt the breath of it hot and moist. And, turning about, we saw indistinctly through a crowd of swaying stems the mooncalf’s shining sides, and the long line of its back loomed out against the sky. (…)

First of all impressions was its enormous size; the girth of its body was some fourscore feet, its length perhaps two hundred. Its sides rose and fell with its laboured breathing. I perceived that its gigantic, flabby body lay along the ground, and that its skin was of a corrugated white, dappling into blackness along the backbone. But of its feet we saw nothing. I think also that we saw then the profile at least of the almost brainless head, with its fat-encumbered neck, its slobbering omnivorous mouth, its little nostrils, and tight shut eyes. (For the mooncalf invariably shuts its eyes in the presence of the sun.) We had a glimpse of a vast red pit as it opened its mouth to bleat and bellow again; we had a breath from the pit, and then the monster heeled over like a ship, dragged forward along the ground, creasing all its leathery skin, rolled again, and so wallowed past us, smashing a path amidst the scrub, and was speedily hidden from our eyes by the dense interlacings beyond. Another appeared more distantly, and then another, and then, as though he was guiding these animated lumps of provender to their pasture, a Selenite came momentarily into ken. (…)

(H._G._Wells, The First Man in the Moon, Kapitel 11)

Das hört sich doch schon nach einem tollen Monster an: Groß, raupenartig, kleiner Kopf, Allesfressermund, kleine Naßenlöcher, geschlossene Augen. Die Haut weiß und zum Rücken hin immer dunkler, am Rückgrat schwarz. Die erwähnten Seleniten sind übrigens insektenartige Wesen, die in diesem Kapitel die Mondkälber hüten.

Auch bei Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind tauchen Mondkälber auf. Da soll das Herdentier, dessen blassgrauer Körper im Mondlicht zu schimmern beginnt, auf zierlichen Beinen mit Plattfüßen, in Kornkreisen einen Paarungstanz auf (der Ursprung der Kornkreise). Der Dung der Mondkälber soll ein hervorragender magischer Dünger sein. Bedroht ist das Mondkalb durch den froschartigen Hodag. Das Mondkalb hat die Gefahrenklasse XX und kann als Haustier gehalten werden.

Missgestaltetes Kalb hier, riesiges außerirdisches Nutzvieh da, Kornkreise drüben… Machen wir aus dem Mondkalb ein Ailien! Ich versuchs mal mit Dungeonslayers.


Mondkalb

Mondkälber sind Wesen, die definitiv nicht von dieser Welt stammen. Sie sind etwa doppelt so groß wie eine ausgewachsene Kuh, gleichen in ihrem Äußerem aber einem missgestalteten, zwei kleinen Köpfen mit tellergroßen Augen und sechs dünnen, staksigen Beinen. Der Körper ist silbern weiß und pulsiert im Mondlicht, auf dem Rücken findet sich ein schwarzer Streifen. Mondkälber führen im Sommer Balztänze in Getreidefeldern durch, besonders Weizen scheint es ihnen angetan zu haben. Mondkälber scheinen Allesfresser zu sein. Ein Jäger aus der Nähe von Auendorf berichtet, dass er in einer Vollmondnacht im Spätsommer von einer Herde Mondkälber gejagt worden zu sein. Allerdings… Auendorf ist auch bekannt für sein Kirschwasser.

Karneval der Rollenspielblogs: Schiffe und Kapitäne – ich packe mein Schiff und nehme mit…

Beim Thema Schiffe und Rollenspiel denk ich zumindest ja zuerst mal an Segelschiffe, Kanonen, Planken, Westindienfahrer, Gold und Gewürze. Doch Schiffe können mehr und werden seit undenklichen Zeiten auch zu anderen Zwecken als den Handel, der Piraterie und dem Kriege gebaut wurden und werden. Zeit also, mal ein kleines Spiel zu spielen:

Ich packe mein Schiff und nehme mit…


… 20.000 Rinder

Darüber habe ich mal eine Doku gesehen, wieder vergessen und mich auf Gut Aiderbichl daran erinnert. Dort nutzen sie die Kuh Yvonne als Botschafterin gegen diesen Irrsinn.

Australien produziert viele Rinder, obwohl es zugleich der trockenste Kontinent der Welt ist. Und China hat eine große Nachfrage an Rinder. Nun kann man die Rinder tot verschicken, fein säuberlich zerlegt. Oder lebend, wenn im Zielland die Rinder noch gemästet werden sollen. Und genauso ein Schiff, das lebende Tiere transportieren kann, ist die MV Ocean Shearer. Die technischen Daten sind beeindruckend. Auf 23.500 m² über mehrere Decks verteilt, können 20.000 Rinder oder 75.000 Schafe nonstop 27.000 km mit einer Geschwindigkeit von 18 Knoten transportiert werden. So eine Reise einer Kuh von Australien nach China dauert einen Monat. Ein Monat auf See, mit Wellengang. Als Wiederkäuer. Im Sturm. Nicht lustig…

 

Viehtransporter im Rollenspiel

So ein Viehtransporter könnte ein lohnendes Anschlagsziel für militante Tier- und Umweltschützer sein. Die Heldinnen sind entweder Teil der Crew, die dies verhindern sollen oder Teil der Tierschützer, die das Schiff in ihre Gewalt bringen wollen. Leider haben die Tierschützer nicht daran gedacht, was mit den geretteten 20.000 Rindern passiert sein sollen. Interessant wird es zudem, wenn die tierschützenden Heldinnen Werwölfinnen sind, die auf hoher Sell auch langsam Hunger bekommen… Hunger auf Rindersteak…


… ein Kirche bzw. einen Tempel

In den Weiten Russlands hatte die orthodoxe Kirche nach dem Zusammenbruchs des Kommunismus ein Problem: Es waren nicht genügend Popen da, um auch die entlegenen Orte mit geistiger Führsorge zu versorgen. Zudem gab es nicht mehr in allen Orten geweihte Kirchen. Also was machte die orthodoxe Kirche? Sie baute Eisenbahnwagen, LKWs und eben Schiffe zu Kirchen um und fing mit der Mission an. Mit der Sankt Innokenty gibt es in Wolgograd sogar eine schwimmende Kathedrale. Übrigens… auch die katholische und die evangelische Kirche kennen zu Kirchen umgebaute Schiffe: Die Flussschifferkirche in Hamburg, St. Nikolaus und Johann Hinrich Wicher im Duisburger Hafen sind nur ein paar Beispiele aus Deutschland.

 

Tempelschiffe im Rollenspiel

Schiffe, die Kirchen oder Tempel tragen, gibt es ein paar im Rollenspiel. In DSA sogar bis vor kurzem mindestens drei: Die Sancta Efferdane, das Tempelschiff des Meisters der Brandung für Ifrins Ozean. Heimathafen ist Riva. Dann natürlich die Aguaduron, eine schwimmende Stadt mit mehreren Tempeln verschiedener Meeresgottheiten und dann gabs da noch einen, der in den dunklen Zeiten in den Tulamidenlanden verloren ging.

Die Schiffskirchen der russisch-orthodoxen Kirche wiederrum lassen sich super in die Scherbenlande einbauen, jenem preisgekröntem Fate-Setting der Vögte. Die Wölfinnen sollen einen Popen begleiten, der mit einer Schiffskirche den Glauben in einer abgelegenen Region hoch halten will. Gegenspieler könnten hier Kultisten alter Kulte sein und schon hätten wir ein schönes Horrorsetting.


… einen Knast

Nehmen wir mal an, eure Heldinnen hätten gerade an der Spitze einer Armee eine Stadt erobert und stehen nun vor der Frage, wohin denn mit den besiegten Soldaten der Stadtverteidigung. Alle hinrichten? In einer grade besetzten Stadt eine Garantie für einen ordentlichen Aufstand. Also einsperren. Aber wo?

Diese Frage stellte sich den Briten im Unabhängigkeitskrieg auch. Und sie fanden eine Lösung: Alte, ausgemusterte Schiffe dienten als schwimmende Gefängnisse. Allein in einer Bucht in Brooklyn lagen 16 Schiffe mit 11.000 Gefangenen vor Anker. Die Bedingungen in den Gefängnissen waren… also katastrophal wäre noch ein Euphuismus. Es starben in den Schiffen mehr als in den Schlachten. Übrigens… noch heute gibt es Gefängnisschiffe. In New York ist das Vernon C. Bain Center im Dienst, ein Gefängnisschiff, dass 870 Gefangene aufnehmen kann. Momentan wird es als Jugendstrafanstalt genutzt.

Ach zu den Gefängnisschiffen gezählt werden müssen jene Schiffe gezählt werden, die einst britische Sträflinge nach Amerika und Australien brachten und die Galeeren des Mittelmeers, auf denen auch bayrische Sandler rudern mussten.

 

Der Schwimmende Knast im Rollenspiel

So ein schwimmender Knast kann auch fürs Rollenspiel eine Bereicherung sein. Einerseits könnten die Heldinnen auf einem Gefängnisschiff gefangen sein und sich befreien müssen. Andererseits… eine Extraktion aus einem schwimmenden Knast dürfte auch für Runnerinnen keine Alltäglichkeit sein. Und wenn so ein Gefängnisschiff gekapert wurde, was machen die Heldinnen mit den anderen Gefangenen? Einfach aussetzen? Ein Verbrecherimperium gründen?

Karneval der Rollenspielblogs: Schiffe und Kapitäne – U-Boote

Naturgemäß denkt man bei dem Thema des diesmonatigen Karnevals denkt man naturgemäß an Schiffe auf dem Ozean oder vielleicht auch noch an Raumschiffe. Aber wir sollten auch mal unter die Wasseroberfläche blicken, da gibt es viel zu entdecken, was für Rollenspieler interessant sein könnte: U-Boote

Holz und Leder – von den Anfängen der Unterseefahrt

Wahrscheinlich ist das Prinzip der Taucherglocke seit der Antike bekannt. Man nehme eine Tonne, die untern offen ist, tauche sie mit der Öffnung nach unten ins Wasser, hoffe das sie dicht ist und nutze den Sauerstoff im Fass zum lufthohlen beim Tauchen. Das Problem mit den Tauchglocken: Sie sind nicht mobil und gegen den Druck unter Wasser helfen sie schon gar nicht. Die Tauchtiefen sind auch nicht sonderlich tief. Die frühesten U-Boot-Prototypen wurden 14.-16. Jhdt. entwickelt. Theoretische Spielereien, die kaum für die Praxis taugten und für Kriegsführung erst recht nicht. Aber sie hatten die gleiche Bedeutung wie die ersten Fluggeräte. Sie regten zum Träumen über die Möglichkeiten an. Ergebnis dieser Träume ist 20.000 Meilen unter dem Meer. Richtig los ging es mit den U-Booten im 19. Jhdt. und Beschleuniger des ganzen war der amerikanische Bürgerkrieg. Auf Seiten der Südstaaten versenkte die CSS Hunley am 17.02 18664 einen 1.200-Tonnen-Segler der Nordstaaten. Allerdings war das Boot, wie alle frühen U-Boote, Todesfallen. Das Hauptproblem war, neben dem Wasserdruck, vor allem Atemluft. Die Seeleute erstickten regelmäßig in den tauchenden Särgen. Die Hunley bot Platz für 8 Mann und hatte bis zum Tag ihres endgültigen Unterganges nach der Versenkung des Seglers (bei dem 5 Mann starben) insgesamt 21 Mann auf dem Gewissen und war schon zwei Mal abgesoffen.

Frühe U-Boote im Rollenspiel

DSA hat es mit dem Abenteuer Die Taucherglocke vorgemacht Heldinnen werden angeheuert, um Unterwasser nach irgendwelchen Geheimnissen zu suchen. Man könnte aber die Heldinnen in ein U-Boot setzen und sie eine Blockade durchbrechen lassen. Oder die Heldinnen sollen ein U-Boot vor Sabotage schützen.

Cool finde ich ja die Demergatoren in Myranor, kein Wunder, dass ich darüber ein Abenteuer geschrieben habe, dass dann auch in der letzten MM veröffentlicht wurde.

Auch das ding mit dem Träumen kann man im Rollenspiel nutzen und die Heldinnen in neue, wunderbare Welten unter dem Meer entführen.

Von heißen und kalten Kriegen

Die Entwicklung von U-Booten fing erst mit dem WWI so richtig an. Die Teile waren damals so etwas wie eine Superwaffe. Getaucht so gut wie unsichtbar, brachten die U-Bote auf deutscher und österreichischer Seite 6394 zivile und 100 Kriegsschiffe auf. Der Modus Operandi ähnelte damals mehr den von Piraten im Goldenen Zeitalter der Piraterie: Auftauchen, mit der Bordkanone stoppen, Schiff räumen und dann versenken. Weil die Sache so erfolgreich war, wollte man das gleiche in WWII wiederholen, was zumindest so lange funktionierte, solange das Sonar noch nicht flächendeckend zum Einsatz kam und Turing die Enigma noch nicht geknackt hatte.

Im Kalten Krieg waren es dann die riesigen Atom-U-Boote, die Geschichte Schrieben. Die Dinger konnten jahrelang auf See bleiben und waren mit Atomraketen bestückt. Unsichtbare Machtinstrumente. Eine Drohung, ein offenes Messer, unter der Tischdecke des Meeres versteckt. Highlight: Am 3. August 1958 tauchte die USS Nautilus unter dem geografischen Nordpol durch.

U-Boote wurden auch im zivilen Bereich zur Erkundung der Tiefsee eingesetzt. Die Trieste tauchte in den Mariannengraben (es ist durchaus Absicht, dass einer der beliebtesten Sternenflottenkapitäne den Namen Piccard, wenn auch mit nur einem c, trägt).

 

Weltkriegs- und Atom-U-Boote im Rollenspiel

Es ist wenig überraschend, dass der fremdenhassende Großmeister des kosmischen Horrors 1920 mit The Temple eine Geschichte über die Besatzung eines U-Bootes schrieb, die langsam in den Wahnsinn abdriftet. So riesige U-Boote bieten sich als ideale Spielwiese für Horrorgeschichten an. Eng, miefig, wenn atomgetrieben, auch gefährlich für die Crew. Insassen, geschützt nur durch ein paar Zentimeter Stahl und Nieten. Druck…

Als Rollenspiel ist auch das Fate-Modul Bergungskreuzer Möwe zu empfehlen, das in alternativen 80gern in einem überfluteten Europa spielt (mit einem Bayern, dass einen direkten Seezugang hat) und Sience Fiktion Elemente ins Spiel bringt.

U-Boote eignen sich zudem für Spionage- und Sabotageabenteuer im Stile des britischen Spions mit der Lizenz zum Töten.

 

Lautlos, spurlos

Mitte der Jahre des großen Klos erzählte mir ein Freund, der damals bei der Marine auf einer Fregatte Dienst tat, eine Anekdote (die auch auf Wikipedia zu finden ist, nebenbei…):

Ein U-Boot der Klasse U24 war teil einer Übung mit den USA in der Karibik. Dem U-Boot gelang es, sich unbemerkt an die USS Enterprise, einem DER US-Flugzeugträger, heranzuschleichen (unbemerkt von den ganzen Begleitschiffen, deren Job es ist, genau dieses zu verhindern. Das getauchte U-Boot feuerte einen Übungstorpedoteppich ab und fotografierte die Enterprise durchs Periskop. Die Amerikaner sollen darauf hin die Übung gestoppt und auf Anfang zurückgesetzt, der zuständige Admiral getobt haben.

Wie viel davon Seemannsgarn ist… wer weis. Tatsache ist, dass die deutschen U-Boote, so sie einsatzbereit sind, zu den gefährlichsten der Welt gehören, weil sie dank E-Antrieb und Wasserstoffbrennzellen sehr, sehr leise sind und dank ihrer geringen Größe kaum geortet werden können.

Mindestens genauso interessant wie die militärisch genutzten U-Boote sind jene, die für kriminelle Zwecke gebaut wurden. Irgendwann in den 90gern, mitten im Krieg gegen die Drogen, kamen ein paar Schmuggler auf die Idee, aus Holz, Stahl und später Fiberglas, U-Boote zu bauen, die unbemerkt Drogen ins Land schmuggeln konnten. Das war nötig geworden, nachdem die Häfen und Hoheitsgewässer der Staaten immer besser kontrolliert wurden.

Die Idee war so einfach wie effektiv. Die U-Boote brauchten nicht tief tauchen, ein, zwei Meter reichten, um nicht von den Küstenwachen entdeckt zu werden. Zudem waren sie klein genug, um durchs Sonar zu schlüpfen. Wie viele Drogen-U-Boote verloren gingen, wird man wohl nie erfahren, aber der Gewinn scheint das Risiko wert zu sein: ein so ein halbtauchendes U-Boot kann rund 5-6 Tonnen Kokain transportieren. Mittlerweilen wurden schon ferngesteuerte Drogen-U-Boote gefunden, was uns zu …

 

Moderne U-Boote im Rollenspiel

… bringt. Ferngesteuerte Drogen-U-Boote, das schreit doch nach einem Rigger! Einen Seemann-Rigger, quasi dem Gegenpart des Bauern-Riggers. Ein so ein U-Boot könnte auch der Aufhänger für ein Spionage- oder Detektivabenteuer sein. An der Küste wird ein Drogen-U-Boot entdeckt. Die Mannschaft ist tot, erschossen, die Drogen verschwunden. In der nahen Kleinstadt taucht ein Mexikaner mit einem Bolzenschussgerät auf…

 

Zu guter Letzt noch ein paar Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot

https://www.abendblatt.de/politik/ausland/article107314674/Das-Zielfoto-das-einen-US-Admiral-wuetend-machte.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Narco-submarine

https://de.wikipedia.org/wiki/H._L._Hunley

Karneval der Rollenspielblogs: Verschworen – Gottesmann und Hexenmeister

Heut geht es um eine Verschwörung, die im Jahr 1588 in Trier stattfand, die bis heute Konsequenzen hat. Es geht um die Verschwörung gegen Dietrich Flade. Ich hab mir diese Verschwörung rausgesucht, weil man anhand dieser Geschichte

  • die Merkmale einer Verschwörung wunderschön rausarbeiten kann (imho viel besser als die Beispiele, die Machiavelli nennt),
  • die Akteure der Verschwörung und deren Motivation kennen lernen,
  • die Folgen einer gelungenen Verschwörung aufdecken
  • und uns überlegen, wie wir diese Verschwörung in Fantasy-Settings einbauen können.

 

Das Opfer: Dietrich Flade

Dietrich war ein wohlhabender, wichtiger, gelehrter und einflussreicher Bürger seiner Stadt. Er studierte in Löwen, Orleans und Speier, war Doktor beider Rechte (d.h. des Kirchenrechts und der weltlichen Rechte), zehn Jahre Vize-Schultheis, danach Schultheis des Domkapitels und anschließend der Stadt Trier selbst. Schultheis – das bedeutet nichts anderes als dass er von seinem Landesherrn, dem Kurfürsten und Erzbischöfen von Trier als oberster Verwaltungs- und Steuerbeamten eingesetzt wurde. Ab 1558 vertat er als Kurfürstlicher Rat seinen Herren auf Reichstagen und vor dem Reichsgericht. Letzteres ist zumindest… interessant, da er der Stadt Trier damals 4.000 Gulden geliehen hat. Ein Kredit, mit dem die Stadt einen Prozess vor dem Reichsgericht anstrengte, um reichsunmittelbar, also nur dem Kaiser Untertan, zu sein. Die Geschichte ging dann 1860 schief, die Stadt war verschuldet (ab 1581 war dann ihr Gläubiger auch noch offizieller kurfürstlicher Statthalter) und immer noch dem Kurfürsten Untertan. 1586 ernannte die Universität Trier zu ihrem Rektor.

Dietrich war Hexenjäger. In seiner Funktion als Richter brachte er einige Hexen auf den Scheiterhaufen. Die Geständnisse holte er sich unter Folter, damals gängige und gute Praxis.

Ein Merkmal einer Verschwörung ist es, dass das Opfer immer Macht besitzt. Macht kann vieles sein: Eine große Anhängerschaft, eine bestimmte politische Position, Geld, Wissen. Egal on Cäsar, Lincoln oder JFK: Die Opfer waren mächtige Personen.

 

Die Verschwörer: Peter Binsfeld und Erzbischof Johann VII. von Schönenberg

Peter stammte, im Gegensatz zu Dietrich, nicht aus einer reichen Familie. Er der Sohn eines Bauern und hütete die Ziegen einer Abtei, bis der dortige Abt sein Talent erkannte und ihn im Kloster und in Rom studieren leiß. 1568 kam er als Priester aus Rom zurück, durfte sich bewähren, in dem er durch Wort und Tat verhinderte, dass Prüm lutherisch wurde. Innerhalb von 13 Jahren stieg Peter dann zum Weihbischof von Trier und Titularbischof von Azutos auf. Da war er noch keine 40 Jahre. Die Ämter behielt er auch unter dem reformfreudigen neuen Kurfürsten und Erzbischof Johann VII, dem Dienstherrn Dietrichs.

Es gibt Männer, die wollen die ganze Welt brennen sehen. Peter gehörte dazu. Auf seine Initiative hin fand in Trier und Umgebung eine der schlimmsten Hexenjagten der Geschichte statt.

Johann VII stammte aus einer alten Adelsfamilie. Kanonikatsanwärter mit 13, Teheologiestudent mit 21, zwei Jahre später Domkapitular, später Domprobst, dann 1580 endlich Erzbischof. Ach Johanns Werdegang kann als steil bezeichnet werden, wobei sein Weg durch seien Herkunft schon vorgezeichnet war. Johann war katholisch, aber reformfreudig. Er brachte den lotterhaften Klerus der damaligen Zeit auf Linie mit dem Konzil von Trient, gründete Priesterseminare und führte, kaum dass er zum Erzbischof ernannt wurde, den Gregorianischen Kalender ein. Er war aber eben auch ein streng katholischer Landesherr, der gegen den Protestantismus und natürlich auch das Hexenunwesen kämpfte. Ob er an der Verschwörung gegen seinen eigenen Stadthalter beteiligt war, weiß man nicht. IMHO hat er das Vorgehen Peters zumindest geduldet, profitiert hat er auf jeden Fall davon.

Ein Merkmal von Verschwörungen ist, dass die Verschwörer von einer Mission angetrieben werden oder zumindest, wie im Falle Peters, von Neid und Missgunst zerfressen sind oder sich Vorteile (Macht) aus der Verschwörung versprechen.

 

Das Motiv: Streit um die Hexenverfolgung und 4.000 Gulden Schulden

Dietrich und Peter lagen überkreuz. Peter wollte gerne in Trier noch mehr Hexen brennen sehen und die Hexenverfolgung ausdehnen, Dietrich war dagegen und wollte nur handeln, wenn (durch die Folter bestätigter) begründeter Verdacht vorlag. Vor allem wollte Peter jene brennen lassen, die auf seinem Weg nach oben im Weg waren. Und Dietrich war ihm im Weg.

Da war auch noch das 4.000-Gulden-Motiv, das man imho nicht Vergessen sollte. Gut, die Sache lag fast 30 Jahre zurück, aber Dietrich hatte den Feinden seines Kurfürsten (Johanns Vorvorgänger) Geld geliehen, um in die Reichsunmittelbarkeit fliehen zu können. Andere Städte hatten dies genutzt, um protestantisch zu werden. Pikantes Detail am Rande: Dietrichs Frau, Barbara Reichwein, Witwe des Trierer Leibarztes des Kurfürsten Johanns des VII war eine geborene Walter aus Augsburg. Ihre Familie war protestantisch.

Wie auch immer, Dietrich musste weg!

 

Die Verschwörung: Vom Hexenjäger zum Hexenmeister

„Du bist also am Sabbat zum Friedhof gegangen und hast dem Satanas den Arsch geleckt?

„Ja!“

„Wer noch?“

„Niemand, ich allein…AUUUUUUU!“

„Wer noch?“

„Die Hebamme, die Bimsberger Anne!“

„Wer noch?“

„Der Schwarzmüller. Und der Jud Abraham Levi. Bitte, nicht die Zange …. AUUUUUU!“

„Der Flade Dietrich, der Schultheis von Trier auch?“

„AUUUU!“

„Bedenke wohl, der Schultheis auch?“

„Ja, ja, der auch, der besonders!“

Fiktives Gespräch im Malefizenhaus.

Im Jahr 1587 häuften sich die „Besagungen“ (Anschuldigungen einer Person, von einer vermeintlichen Hexe unter Folter ausgesagt). Die Verschwörung nahm ihren Lauf. Dietrich wurde am 4. Juli 1588 verhaftet und der Hexerei angeklagt. Peter war klug genug, die Befragungen nicht selbst zu leiten. Aber Diethelm hatte noch Freunde, unter anderem den Komtur des deutschen Ritterordens. Der Floh mit ihm am 8. Oktober, brachte ihn aber nach vier Tagen wieder nach Trier zurück. Ein Vögelchen hatte ihm gesteckt, dass er gerade einem gefährlichen Hexenmeister geholfen hat. Am 22. April 1589 folgte das Geständnis unter Folter, am 18 September folgte das Urteil: Tod durch Feuer, als Gnade das Erdrosseln vor der Verbrennung. Noch am selben Tag wurde Dietrich hingerichtet.

Machiavelli schriebt im einst:

Man muss wissen, dass es zwei Arten zu kämpfen gibt: mit den Gesetzen und mit der Gewalt. Die erste Art ist dem Menschen eigen, die zweite den Tieren; da aber die erste oft unzulänglich ist, muß man zuweilen auf die zweite zurückgreifen.

Ein Merkmal einer Verschwörung ist, dass zu Gewalt gegriffen wird. Schnell, tödlich, überraschend. Nach Machiavelli sollen auch möglichst wenige von der Verschwörung wissen. Ich halte Peter und Johann für die Verantwortlichen der Verschwörung gegen Dietrich. Johann, wie wir gleich sehen werden, profitierte finanziell von Dietrichs Tod. Peter schreibt noch im selben Jahr einen Traktat, der auch auf den Gerichtsakten des Prozesses gegen Dietrich basiert und für das nächste Jahrhundert zu dem Standartwerk jedes Hexenjägers, neben dem Hexenhammer, versteht sich. Zudem beerbet Peter Dietrich im Rektorenamt der Universität Trier.

Mit Machiavelli möchte ich auch schließen:

Einem Machthaber darfst du weder so nah stehen, dass sein Sturz dich mitreißt, noch so fern, dass du im Fall seines Sturzes nicht bereit bist, auf seine Trümmer zu steigen.

 

Schulden aus der Vergangenheit: Die Folgen des Urteils

Dietrichs gesamtes Vermögen ging an den Kurfürsten. Einschließlich eines gewissen Schuldscheins über 4.000 Gulden. Die Zinsen, so verfügte der Erzbischof, sollten an die fünf Trierer Innenstadtpfarreien gehen, zur Aufbesserung des Priestergehalts. Und das tun sie heute noch. 430 Jahre nach dem Tod Dietrich Flades zahlt die Stadt Trier jährlich 362,50 Euro an das Bistum, allen politischen Versuchen zum Trotz, die Zahlung zu beenden.

 

Der Fall Dietrich Flade als Inspiration im Rollenspiel

Das erste, dass mir so durch den Kopf ging, als ich von Dietrich gelesen habe, war HEXXEN1733. Gut, die Geschichte Dietrichs trug sich ein paar Jahrhunderte zuvor zu, aber heißt es nicht auch, dass sich Geschichte immer wiederhole?

Dietrich könnte in einem Abenteuer auch wieder aus dem Grabe erstehen: Als Vampir, Rachedämon oder nur als unglückliche, verlorene Seele, die gerne ihren guten Ruf wiederhergestellt hätte. In den ersteren Varianten zieht ein mordender Rachegeist durch die Stadt, in letzterer werden die Heldinnen beauftragt, Peter der Verschwörung zu überführen (was seeehr schwer werden dürfte).

Hätte Peter nicht mit 54 Jahren die Pest geholt, hätte er vielleicht eine Verschwörung gegen dien Kurfürsten geplant. Die Heldinnen hätten dann vielleicht dem Erzbischof zu Hilfe eilen müssen, um gegen den ehemaligen Mitverschwörer zu kämpfen. Was, wenn dabei die Beteiligung an der Verschwörung gegen Dietrich Flade aufgeflogen wäre?

Vielleicht war aber auch Peter ein Hexenmeister und Teufelsdiener, der seine Seele gegen eine Kariere getauscht hatte und Dietrich ist ihm auf die Schliche gekommen. Vielleicht hat Dietrich auch irgendwo Aufzeichnungen darüber versteckt. Hochbrisante Papiere, für die Peter ohne Zewifel über Leichen gehen würde…

 

Quellen:

Wikipedia zu Dietrich, Peter und Johann VII

Die Geschichte auf SWR.de, Focus und Zeit.

Karneval der Rollenspielblogs: Kopfkino und Tagträume

So, erst mal an alle ein gutes Neues Jahr! Nachdem sich der Dampf der Knaller und Raketen verzogen hat und der Krawall den letzten Tagträumer geweckt hat, wird es Zeit, mal den Karneval auszuwerten.

Greifenklaue (in zwei Beiträgen) und ich stellen ein paar visuelle Reize für Kopfkino vor. Die fliegenden Inseln und die Treppen zum Brunnen im ersten Post und die Stadt auf dem Steinkopf im zweiten Beitrag haben es mir angetan. Auf die Illustratoren, die uns mit visuellen Reizen versuchen, sang ich ein Hohelied, im speziellen auf Kirsten Schwabe. Kirsten illustriert für die Memoria Myrana, bei denen ich ja auch irgendwie mit drinnen hänge…

Sandfox von Sandkastenspiele beschreibt in seinen Blogeintrag, wie man so einen Tagtraum fassen und in Textform gießen kann. Das ist ein wirklich interessanter Text, denn so ähnlich fang ich meine Tagträume auch ein. Ergebnis eines solchen eingefangenen Traums ist Yimrheim. Ich freue mich da schon auf den angekündigten Kommentar von blut_und_glas

Timberware beschreibt, wie man Tagträume bzw. Tagtraumsequenzen erzählerisch darstellt.

Manchmal lassen mich Informationsfetzen nicht mehr los. Eine Sendung im Deutschlandfunk z.B. löste bei mir die Frage aus, warum eine Abenteurerinnengruppe dringend einen Barden braucht, wenn es in einen spinnenverseuchten Dungeon geht. Natürlich wegen des einzigen Antidots gegen Spinnengift – Tanzen! Ein anderes mal ist es ein Youtube-Video zu einem Ur-altem (sorry fürs Wortspiel…nicht) Brettspiel, das bei mir Kopfkino auslöst.

Einen Eintrag ins Monsterhandbuch gab es diesen Monat auch von mir, die Drud. Auf d6idears gibt es die passenden Beutelschneider-Werte. Bei Ackerknecht gabs dann die Idee zu einem Kegel-basierten Regelsystem und boom… Kopfkino. Mal schaun, vielleicht gibt es dann im Sommer ein neues Abenteuermodul.

Was ist… ein Tagträumer? Spiele im Kopf, d6idears gleich zweimal und ich hatten da verschiedene Vorstellungen. Von einer, an Mesoamerika angelehnte, Kultur über gekaperte Vergnügungsschiffe und eine Bezeichnung für Kundschaft der TCG bis zu träumenden Schülern, da war alles dabei.

Von d6idears gibt es natürlich wieder einen Blick ins Archiv.

Es hat wieder einmal Spaß gemacht, einen Rollenspielerkarneval zu leiten. Die Beiträge waren interessant, vor allem das Was ist Spielchen. Das Vergnügungsschiff wird ich mir mal genüsslich klau… leihen 😊. Ich freu mich schon auf 2019!