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Wasserstandsmeldung

Long Time, No See. Das lag vor allem daran, dass man trotz, oder gerade wegen des Lockdowns mit vielen Dingen in der Realwelt beschäftigt ist. Ich sag nur Home Schooling.

Trotzdem wird es Zeit, ein Lebenszeichen in die Welt hinauszuschicken und über einige Sachen zu berichten, die für unser geliebtes Nerdtum interessant sein könnten.

Beforeigners

Ich hab mir kurz vor Ostern diese Serie in der ARD-Mediathek reingezogen. Fuck, ist die gut!

In der Serie geht es um Menschen, die aus drei Zeitepochen (Steinzeit, Wikingerzeit (um 1030) und 19. Jhdt.) durch ein Zeitloch in unsere Zeit gelangen. Da sich ein Zeitloch vor der Küste Oslos befindet, müssen sie von der Küstenwache rausgefischt werden. Ein Paar Jahre Später tritt dann die erste Zeitmigrantin, die Schildmaid Alfhildr Enginnsdottir ihren Dienst als Polizistin an und landet mit ihrem Drogensüchtigen, diesseitigen Kollegen in einem Mordfall. Eine Zeitmigrantin wird angespült, offensichtlich ermordet.

Die Serie ist ein guter Krimi mit richtig guten Schauspielern (Krista Kosonen als Alfhildr, Oddgeir Thune als Navn), ein interessantes Drama (der dieszeitliche Bulle hat das Herz seiner Frau an einen Zeitmigranten verloren, Alfhildrs Freundin hat Krebs und will sich nicht behandeln lassen, Thore Hund, der, der den Nationalheiligen Norwegens erschlagen hat, lebt als Lieferjunge mit einer offensichtlich kranken Tochter in der Stadt) und einem bissigen sozialen Kommentar zur sogenannten Flüchtlingskriese, Migration und Integration.

Am besten fand ich einen Bösewicht der Serie, Navn. Navn ist ein Cro-Magon und, laut seines klassischen Bösewichtmonologs, der erste Mensch, der in Oslo siedelte (der Monolog – Gänsehautmoment. Grandios gefilmt mit Blick auf die Stad, ganz ruhig, erklärend. Die Sprache ist zwar reduziert und einfach, aber nicht so vereinfacht, dass es Klischeehaft wirkt). Er ist verheiratet mit einer Dieszeiterin, erfolgreicher Geschäftsmann (ihm gehört eine Sicherheitsfirma und er lässt Zeitmigrantinnen einfangen und als Prostituierte arbeiten), lebt in einer tollen, modernen, fast schon futuristischen Villa, läuft aber die ganze Zeit nackt rum und jagt Hasen (Navn bracht doch die Proteine). Er strahlt eine wahnsinnige Selbstsicherheit aus (Szene: die beiden Cops kommen vorbei, um ihn zu seiner Firma zu befragen, er sitzt den beiden nackt gegenüber, mit breit gespreizten Beinen und den Armen locker über der Sofalehne), ist bis auf zwei Szenen nie laut oder gewalttätig. Ich habe lange keinen so prägnanten, furchteinflößenden Bösewicht gesehen, der (Achtung Spoiler!) schon nach der Hälfte der Serie offscreen weggesnufft wird.

Böse ist der Cliffhänger, mit dem die Serie endet.

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Hexxen1733 Mare Monstrum

Das Mare Monstrum ist, zumindest als PDF für die Backer, draußen. Darauf habe ich mich schon besonders gefreut, weil da mit Raphael Brack ein ehemaliger Riesländer mit an Bord war und mit Wendy Isabel Zelling eine Abenteuerautorin mitarbeitet, deren erstligswerk von Raphael lektoriert und von mir besprochen wurde. Da es darin auch um Seefahrt geht, werde ich das in einem Extra-Blogbeitrag rezensieren.

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Die Boonies – Eine bärenstarke Zeitreise

Bereits im letzten Jahr habe ich im Kino Die Boonies – Eine bärenstarke Zeitreise gesehen. Gut, zu China mag man stehen, wie man will. Ich mach jetzt wahrscheinlich meine Reichweite kaputt wen ich sage, dass ich die Konzentrationscamps voll mit Uiguren scheiße finde, dass China internationale Verträge bricht (Honkong), gegen die Demokratiebewegung in Honkong vorgeht, die Umwelt zerstört (z.B. durch Raubfischer vor Oman und Galapagos) mit aggressiven Methoden ihren Einflussbereich erweitert usw. China zu boykottieren, wie es richtig wäre, dürfte aber ziemlich schwer sein. Vor allem, wenn das eigene Kind unbedingt den Film zum Schulstart sehen will.

Zum Film selbst: Vick arbeitet mit den beiden Bärenbrüdern Briar und Bramble irgendwo im nirgendwo in einer Höhle voll steinzeitlicher Felsmalerei als Touristenguides. Mehr schlecht als recht. Eines Abend öffnet sich auf magische Weise ein Tor in die Steinzeit und die drei Feunde landen in einer für sie völlig fremden Welt. Was dann folgt, ist Slapstick pur, mit Anliegen aus dem Wusha-Genre. Ein paar, für das westliche Auge ungewohnte, Ideen waren auch dabei. Im Gedächtnis blieb mir da eine Reise-Montage, die aus Freeze-Frames bestand, über die die Protagonisten hinweg die Geschichte erzählten. Fürs Rollenspiel nehme ich da zwei Ideen raus. Zum einen die Zeitschmetterlinge, die das Tor in der Zeit öffnen. Im ganzen Film wird nicht in einer Sekunde erklärt, was sie sind, warum sie da sind und wie sie das Tor öffnen. Sie sind einfach da. Das zweite, das mir super gefallen hat war der Waldwächter. Ein riesiger, gigantischer Panda, der schlafend den Wald bewacht und den Zutritt regelt. Umgeben von seinen vielen, vielen kleinen Nachkommen. Genial.

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Dinge im Hintergrund

Im Hintergrund hab ich die Zeit auch für andere Projekte genutzt, vor allem für Myranor. Im Sommer kommt dann das Ergebnis in die MM 64. Im Rahmen von Myranor-Wünsch-Dir-Was hab ich da eine Idee einer gewissen Hexe aus dem Myranor-Discord umgesetzt und das Sandbadehaus ausgearbeitet. Das hat richtig Spaß gemacht. Ein Unternehmen im Gesundheitssektor für ein Fantasy-Rollenspiel umgesetzt.

Auf Facebook hat mir dann ein Kommentar keine Ruhe mehr gelassen. Darin ging es darum, dass Myranor auf Basis von DSA5 sicher noch auf sich warten lassen wird und ob man nicht auch die DSK-Regeln für Myranor nutzen könne. Die Idee ist richtig gut, immerhin gibt es ja in Myranor Fellide-Spezies. Ergebnis: zwei Artikel für die MM und eine Idee für ein Crossover-Abenteuer im Havena der DSK.

Nebenbei hat mein Partner in Crime Tobias dunsere alte Webpräsenz aufgeräumt, nachdem wir dort nicht weiter bezahlen wollen. Ich bin gerade dabei, die ganzen alten Idee zu sichten. Mir jucks schon wieder in den Fingern.

In der MM63 taucht dann eine Regio von unserem Redaktionsneuling Stefan auf, auf die ich mich schon freue.

Die Zeit habe ich auch genutzt und mit meinen Mädels DSK gezockt. Die Kinderregelversion aus dem Kompendium. Es macht Spaß, meine Mädels beim Rollenspiel zuzusehen.