Rezension MM56 und fehlende Karten

Gleich vorweg: Ich bin ein Riesendepp. Ich hab doch glatt die wichtigsten Karten für „Gefangen in den Nebelauen“ in der altuellen Ausgabe der MM vergessen. Hmpf. Nun… hier reiche ich sie nach.

Kartenset Gefangen in den Nebelauen

Aber kommen wir nun zum wirklich wichtigen, der Besprechung der MM 56. Die ist nämlich die letzte Ausgabe im Jubiläumsjahr 15 Jahre Memoria Myrana und mit 90 Seiten richtig Prall geworden. Nebenbei ein zahrter Hinweis richtung Ulisses: Nachstes Jahr feiert Myranor 20 jahriges bestehen. Wäre das nicht der Ideale Zeitpunkt, mal eine DSA5 Myranor-Box zu crowdfunden?

Ohne Shinxirs Hilfe

Los geht es mit einem Detektiv-Abenteuer, das von Jochen »Rhidaman« Willmannstammte und noch aus der Zeit ist, als er als Myraniar auf Cons Ansprechpartner für das Güldenland war. Vor „Unter dem Sternenpfeiler“ war eigentlich nur eine Region bzw. Stadt auf Myranor beschrieben, Balan Cantara in Cantera. Das Abenteuer spielt in der Arena der Stadt, es geht um Wagenrennen, Freundschaft, viel Geld, menschliche Schwächen und Drohbriefe sowie Attentate. Ein tolles Abenteuer, bei dem die Helden ebenfalls als Wagenlenker am Rennen teilhaben können. Das Abenteuer hat einen ansehnlichen Umfang von 13 Seiten incl. Anhang.

Leandra te Kouramnion und Magister Fechlix Serr Mayek

Die zwei NPCs, die nun folgen, sind Ergebnis des Ars Myrana 2019 Wettbewerbs. Erstere stammte aus der Feder von Viktor-Maurits Kaszián, zweitere stammte von Mir und wurde hier im Blog schon ein paar Mal vorgestellt. Gegensätzlicher könnten die beiden NPCs nicht sein. Hier die aufstrebende, Junior-Tribunin & Stabsoffizierin der dritten Myriade von Harpalis, dort einen desillusionierten, korrupten Magister, der seine Machtstellung als „Sachbearbeiter“ an einem geister- und dämonenverseuchten Ort nutzt, um als Piratenanführer ins eigene Säckchen zu wirtschaften.

 

ChaoKaMio und KaoSharMao

Die nächste Meisterpersonen waren im Ars Myrana 2011 Wettbewerbsbeiträge und stammte aus der Feder von Julian Klippert bzw. Thomas Weber (mit einer tollen Illu von Kirsten Schwabe). Beides Amaun (also Katzenwesen), der erste ein hagerer, unsteter und von göttlichen (?) Visionen gelenkter Wanderer, die andere eine Zaubertänzerin mit düsterem Geheimnis.

 

Der Kult Qesh’Fo

Was wäre die MM ohne neuen Kult? In diesem Beitrag von Mario Miernik. Der hier vorgestellte Kult ist ein freidenkerischer, karmal wundertätiger Zirkel, dem vor allem Katzenwesen angehören. Interessant fand ich, dass der Graue Schatten, der Kultführer, scheinbar unsterblich ist (oder gar der Gott selbst sein soll) und dass seit dem Sternenfall eine Glaubensgruppe aus dem Schatten heraus ketzerisches Gedankengut verbreitet. Tolle Anknüpfungspunkte für eigene Ketzter-Kampagnien.

 

Lapintar

Wer bei Hasen-Humanoiden an Bucky O’Hare denkt… du bist alt… sehr alt. Für alle anderen: Sean David Schöppler und  Daniel Bluhm haben mit den Lapintar eine Idee von Jenna umgesetzt und eine komplett neue Spezies mit eigener Kultur und eigenen Professionen geschaffen und mit den Lapikta sogar eine Kurzohr-Karnickelvariante (wobei die Lapintar imho auch eher Karnickel satt Hasen sind, leben sie doch in Höhlenbauten und Großfamilien zusammen). Besonders nützlich scheint mir die neue SF Hasenlauf I / II zu sein. Schade, dass mir die Idee dieser Karnickewesen nicht für Rakshazar gekommen ist…

Apropos Idee: Wenn ihr Ideen für Myranor, Tharun oder Rakshazar habt, die ihr gerne mal umgesetzt sehen wollt, dann immer her damit. Wir freuen uns darauf.

 

Heimweh

Mit dem 6. Kapitel dieser Geschichte geht es nach Vesayama. Die Geschichte stammt aus der Feder von Daniel Bluhm, Diana Rahfoth hat die Katzenwesen-Dame gezeichnet. Ich hab, aus Zeitgründen, die Geschichte nicht von Anfang an verfolgt und bin leider raus, was den Inhalt angeht. Schreibtechnisch ist aber die Geschichte auf gewohnt hohem Niveau.

 

Die Arachnäer

Spinnenleibige Wesenheiten gehören auch schon lange zur MM. Hier findet sich die komplette ausarbeitung einer Spezies, samt Kulturen und Professionen. Die Spinnenesen werden von Königinnen regiert, die zugleich mächtige Magierinnen mit vier Armen statt der üblichen zwei sind. Und Brüsten. Die weiblichen Arachäer haben Brüste, obwohl sie Eier legen. Die werden damit begründet, dass die Jungen 6 Monate gesäugt werden. Ich weis noch zu gut, welche Grabenkämpfe es bei den Nagah gab, als es darum ging, ob die weiblichen Echsenwesen Brüste haben sollten oder, weil sie ja Eier legen, eben nicht. Wir haben uns damals gegen Brüste entschieden. Als Konsument von Rollenspielen mag man es gar nicht glauben, wie schwer es sein kann, neue Fantasy-Spezies oder Kulturen zu entwerfen, sie mit Fluff und Crunch auszustatten und konsistente Regeln dazu zu entwerfen, ohne dass die neue Spezies oder Kultur zur Mary Sue wird. Jan Stawarz, Sean David Schöpler und Daniel Bluhm gelingt dies auf beeindruckende Weise. Besonders cool finde ich hier die Sonderfähigkeiten Biolumineszenz und die Spinnendrüsen. Die passenden Zeichnungen (mein Liebling ist ja das Arachäer-Männchen auf S. 46) stammen von Kirsten Schwabe.

 

Gefangen in den Nebelauen

Puh, endlich! Der Brocken liegt auch schon Ewigkeiten auf meinen Schultern. Da wir mit der Spielhilfe grade wieder mal nicht zu Potte kommen hab ich begonnen, das Abenteuer hier zu veröffentlichen (und hab gleich mal ordentlich gefailt). Das Abenteuer kommt mit im Regel-Doppelpack daher, es gibt alle Gegner und Proben in DSA4.1 (und ist somit auch mit den Regeln aus unserem Buch der Helden spielbar) als auch DSA5 (das ich persönlich mittlerweile bevorzuge, vor allem wenn es um die Generierung von Helden geht. Auch die QS finde ich gut). Danken möchte ich, allen Illustratoren (Norbert Struckmeier, Manuel Kaiser, Marco-Pascal Hess, Diana Rahfoth, Bartolomaeus (Karte)) die diese Reise hin und zurück ins nahe Rakshazar bebildert haben.

 

Fazit

Wiedermal zeigt sich, dass die Welt des Schwarzen Auges auch außerhalb Aventuriens lebt, viele Fans hat und dringend auf offizielle Neuheiten wartet. Bis dahin nehmen wir Fans unsere liebgewonnenen Kontinete selbst an die Hand und hauchen ihnen Leben ein. Die MM ist dafür das unverzichtbare und qualitativ hochwertige Sprachrohr.

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