Archiv für den Monat Dezember 2015

Werkstattbericht: Jominische Inseln – Das Reich der Parnhai

Eine neue Woche, ein neuer Blick in unsere Werkstatt. Heute mal was südseemäßiges: die Jomischen Inseln.

Jominische Inseln – Das Reich der Parnhai

Grenzen: Kap Parhami im Norden, Gelbes- und Nebelmeer im Osten, Feuermeer im Süden und der Unbezwingbare Ozean im Westen

Landschaft: größere Inseln mit vulkanisch aktiven (Jomin, Manamek und Shesal) und inaktiven Mittelgebirgen (Kasa), Regenwaldinseln mit teils sumpfigem Landesinneren (Parhini, Olum und Urum), umgeben von klarem, türkisblauem Wasser und unzähligen und kleineren, unbewohnten Inseln.


Klima:
auf Jomin warmes, trockenes Wetter, reicher Niederschlag im Winter, sonst sehr trocken. Auf den anderen Inseln ebenfalls warm, im Landesinneren meist schwül. Die Inseln werden oft von schweren Stürmen oder dichtem Nebel heimgesucht. Ständige Brise von Ost-Süd-Ost.


Wildvorkommen:
Grillenanbeterin, Süßkäfer, kleine Reptilien, Ratten und Vögel, Tulux, Khamedo, Alligator, Doumfaars, Arthropleura, Klippsegler, Kurih, Pim Pim, Federschleichen, Flugrammler (sehr häufig), Filterechse, Flinkklaue (häufig), Schreckensklaue, Rasnex, Riesland-Raubmöwe, Riesenbombardierkäfer, Riesenhornisse, Riesenoulu, Riesenratte, Panzergrakk, Baumsauger, Pici-Coatl, Hummerier, Risso, Krakonier (gelegentlich, vor allem an den Küsten und in den Sümpfen),(gelegentlich), Boa-szaha, Dämonenkröte, Heldaye, Krankenmolch, Hammerkopf (selten), Vulkanschrate, Baumschrate, Riesen, Perlmeerdrachen (selten), Axaluun, Riesenschnapper, Shahana-Tiger (sehr selten). Sehr fischreiche Küsten.


Pflanzenvorkommen:
Mangroven, Vizrangyi, Bananen, Kumquatzz, Bitterarangen, Schachtelhalme, Glatthalm, Nehvizdyella, Lebensbaum, Lianen, diverse Orchideenarten, Farne, Panzerbeere.


Reiche, Städte, besondere Orte:
hunderte Dörfer der Olaoduori-Parnhai entlang der Küsten und in den Sümpfen mit bis zu drei Dutzend Einwohnern, mindestens ebenso viele Dörfer der Erishuori-Parnhai in den Bergen und Dschungeln mit etwas weniger Einwohnern. Die Dörfer liegen oft an geschützten Orten.

Handel: Zitrusfrüchte, Fleisch, Vizrangyi-Holz, Sklaven, Perlen, Muscheln, Schildplatt, Schiffsladungen versunkener Schiffe.


Mysteria:
die verlorene Stadt Namakari, dutzende versunkene Schiffe rund um Jomin, teilweise 2500 Jahre alt, mysteriöse Grünhäute auf den südlichen Inseln


2 Thema der Region

Uralte Mysterien liegen auf und um die Inseln verstreut; überwuchert von Orchideen, Farnen und Kumquatzz, bedeckt vom türkisblauen Meer oder verborgen in malerischen Bergen. Gleichzeitig sind die Inseln Heimat und Hauptsiedlungsgebiet der Parnhai. Aber auch Sirdak leben hier und untermeerische Kulturen siedeln an den Küsten. Da die Inseln regelmäßig von Stürmen heimgesucht werden und Drachen, Riesen, Wald- und Vulkanschrate ihren Tribut fordern, sind die Einheimischen alles andere als erfreut, wenn auch noch Sklavenjäger die Inseln „besuchen“.

Die Inseln bieten sich natürlich für klassische Entdecker- und Erobererabenteuer an. Auch Piratengeschichten funktionieren hier gut, vor allem auf und um Jomin. Die Inseln bieten aber genauso die Möglichkeit, ein umgedrehtes First-Contact-Szenario zu spielen. Wie würden die Parnhai-Eingeborenen einer abgelegenen Insel reagieren, wenn plötzlich ein Schiff an ihrer Küste anlegt, ein paar Bronzeäxte schwingende Fremde von Bord springen, ihr Wild jagen, ihren Frauen und jungen Männern nachstellen, ihre Tabus missachten und am Schluss noch glauben, dass ihnen die Insel und alles darauf gehört… Weiterlesen

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Werkstattbericht: Die Wüste Lath

Und wieder etwas aus der Werkstatt, diesmal ein schon etwas älterer Text über die Wüste Lath. Zum Text empfehle ich das Abenteuer „Die Augen der Lath“, aus „Auf blutigen Pfaden“ das in der gleichen Gegend spielt. Wie immer gilt: es fehlt noch an Lektorat, Layout und Bildchen…

Die Wüste Lath

1 Infobox:

Grenzen: zwischen dem Yal-Hamat-Gebirge im Westen und dem Kithorra-Massiv im Osten, südlich von KhurKezKão bis zur Grünen Sichel und der Mareth-Senke

Landschaft: überwiegend Sandwüste mit wenigen, aber üppig bewachsenen Oasen in der zentralen Lath, nahe Teruldan flaches Sandsteingebirge mit tiefen Schluchten, Steppe am nördlichen Wüstenrand, Dornsavanne im Süden, Geröllwüste im Osten, Gebirge Gyoi (bis zu 4000 Schritt hoch).

Klima: tagsüber glühend heiß und trocken, nachts eisig kalt, kaum Niederschlag, im Gyoi gelegentlich Schneefall.

Wildvorkommen: Segelechse, Grabwühler, Filterechse, Peitschenviper, Geiferjäger (häufig), Knochenwüter, Klippsegler, Kurih, Pim Pim, Sultansskorpion, Hornwirbler, Klingenschwanz (gelegentlich, vor allem in der inneren Lath), Stachelkragen (gelegentlich), Donnerantilope (gelegentlich, in den Randgebieten häufig), Prärie-Yak (selten, meist in Besitz von Xhulsippen, dann in Herden von über hundert Tieren), Panzergrakk (selten, dann aber in Gruppen bis zu 2W20 Tieren), Schwarzbock, Ziege, Schaf (selten, in den Randgebieten häufig, meist in Besitz der Xhulsippen), Heldaye (selten), Schwarze Hetzer (selten, vor allem in Kavernen und Höhlen der östlichen Lath), Garpechtier (selten, vor allem nördliche Lath), Stollenschnecke (selten, vor allem im Gyoi-Gebirge und in wasserhaltigen Kavernen unterhalb der Lath), Rammschädel (selten, in den südlichen Randgebieten gelegentlich), Wüstenschrat (selten), Gigantoguan, Aschewüstenoger, Düsterwurm, Mata-Mata (sehr selten), Harrolox (sehr selten, vor allem im Gyoi-Gebirge), Sandlinge (sehr selten, in der tiefen Wüste).

Pflanzenvorkommen: außerhalb der Oasen vor allem Flechten (z.B. Hirnflechte (selten)) und Säulenkakteen, in den Randgebieten Fauchstrauch (gelegentlich), Gugranknollen, Schachtelhalme, Poa, Nehvizdyella, niedrige Büsche und Sträucher, Titanengras, Wollsteine (gelegentlich, sehen aus wie „Tiere“)

Reiche, Städte, besondere Orte: Xhoulajambo (Hauptstadt der Xhoula), Nanbalo (Heilige Höhlenstadt der N`Yalee, Heiligtum der Lath), Teruldan

Handel: Salz, Tiere (Prärie-Yaks, Schwarzböcke, Ziegen), Gold, Edelsteine, Kithorrianische Seide, Knochen (Mata Mata, Knochenwüter), Poa-Bier, Bananenschnaps, Zu-Mahuba

Mysteria: Unterirdische Frischwasserhöhlen, die Traumzeit, Nanbalo, Janga-Rhumat, der Tanz der Lath

 

2 Thema der Region:

Die Lath ist eine natürliche Grenze, die all jene überwinden müssen, die von den reichen Stadtstaaten des Südens nach Norden wollen, um dort Bronze, Gold, Edelsteine und Gewürze gegen Mammuton, Pelze und Kupfer zu tauschen. Die Wüste kann nur von denen überwunden werden, die sich in der endlosen, staubigen Weite zurechtfinden und wissen, wo sich die Oasen befinden. Die Xhul-Stämme sehen es aber gar nicht gern, wenn die Reiternomaden, die den Handel für ihre städtischen Vetter abwickeln, ihre Oasen besetzen, die Vegetation von ihren Knochenwütern abgefressen und die Wasserstellen von den Fäkalien der Kamele und Pferde verunreinigt werden. An den Rändern der Lath warten zudem die Orks, Erbfeinde aller Reiternormaden, auf die Karawanen. Fällt ihnen ein Handelszug in die Hände, ist Versklavung noch das günstigste Schicksal, das einen Reiternomaden erwarten kann. Umgekehrt müssen die Orks damit rechnen, einen langsamen, qualvollen Tod zu sterben, sollten sie den Nomaden unterliegen. Weit im Osten, am Rand der für die Rakshazari bekannten Welt, wächst mit der Hauptstadt des Stammes der Xhoula, Xhoulajambo, ein neues Reich heran, das für sich die Vorherrschaft über die gesamte Wüste in Anspruch nimmt.

Die Lath ist aber auch eine Landschaft voller kosmischer Geheimnisse rund um den gefesselten Löwengott Janga-Rhumat und die tanzende Lath. Auch viele Geheimisse der frühen Geschichte des Kontinents liegen unter dem Sand der Wüste verborgen.

Die Lath bietet sich vor allem für Abenteuer an, bei denen es um die Reise zwischen Nord und Süd geht (dann ist die unbarmherzige Wüste mit all ihren Kreaturen selbst der Gegner) oder die sich um die Konflikte zwischen den verschiedenen hier ansässigen Völkern drehen. Auch Abenteuer, die von den Mysterien der Traumzeit handeln, sind hier gut aufgehoben. Weiterlesen

Projekt: Der Turm des Morguai – Wirre Gedanken

Am Anfang war das Bild und das Bild war im Kopf…

… und dann kämpft man damit, das verflixte Bild aus dem Kopf auf das Blatt zu bringen. So gehts mir grad auch mit dem TdM. Aber erst einmal zu den Bilden im Kopf, die da sind und mich auf die Idee zum Abenteuer gebracht haben. Am Anfang war natürlich die im letzten Post erwähnte Geschichte von der Hexe im Turm. Aber ziemlich schnell kam mir da auch ein anderes Bild in den Sinn. Eigentlich ist es sogar schon eine kleine Cut-Scene…

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Werkstattbericht: Das Reich der Nagah

Und wieder einmal was aus der Werkstatt: Diesmal über die Heimat der Nagah. Man, ich hasse diese Viecher. Ich hasse alle Echsenwesen. Die haben damals beim Schreiben des Buchs der Helden ewig gedauert, bis die fertig waren. Und die Namen und Begriffe… ein Graus!

Nun ja, hier das Reich der Nagah. Es gilt wie immer: es fehlt das finale Layout, das finale Lektorat und Bilder.

Das Reich der Nagah – Der Echsendschungel

 

Grenzen: Östlich von Ribukan, südlich des Ribun und des Kithomont, westlich des Kithoga
Landschaft: Ausgedehnte Sümpfe, vor allem entlang der großen Flüsse, Dschungel, bis zu 5000 Schritt hohe Gebirge (Nagatwall, Wehr von Kithara, Kithomont)
Klima: Unterhalb der Wolkengrenze schwülwarm bis drückend heiß, Mittagsgewitter, Vegetationsgrenze in den Gebirgen bei etwa 3000 Schritt, ab dieser Höhe nachts empfindlich kalt, trocken, Gipfel vergletschert
Wildvorkommen: Grillenanbeterin, Süßkäfer, kleine Reptilien, Ratten und Vögel, Tulux, Khamedo, Alligator, Doumfaars, Arthropleura, Klippsegler, Kurih, Pim Pim, Federschleichen, Flugrammler (sehr häufig), Blutasseln (in feuchten Höhlen im Gebirge häufig), Filterechse, Flinkklaue (häufig), Schreckensklaue, Mastratte (gelegentlich, vor allem in der Nähe von Siedlungen), Rasnex, Nebelschreiter (im Gebirge gelegentlich, im Dschungel selten), Riesenbombardierkäfer, Riesenhornisse, Riesenoulu, Riesenratte, Panzergrakk, Baumsauger, Pici-Coatl (im Norden gelegentlich, im sumpfigeren Süden selten), Boworwolf, Boa-szaha, Dämonenkröte, Heldaye, Rankenmolch, Hammerkopf (selten), Aradam (sehr selten, vor allem im Gebirge), Axaluun, Riesenschnapper (Jungtiere an Flussläufen und Flussdeltas gelegentlich, mittlere Riesenschnapper an Flussläufen und Flussdeltas sehr selten), Shahana-Tiger (sehr selten, einst als Geschenk aus Shahana für die Menagerie des Sultans von Ribukan, seit dem Krieg der Prinzen wild rund um Ribukan), Ruuuch (Vampirfrosch, auch Name bei den Nagah! Sehr selten)

Pflanzenvorkommen: Mangroven, Vizrangyi, Lchii, Schachtelhalme, Glatthalm, Nehvizdyella, Lebensbaum, Lianen, diverse Orchideenarten, Farne
Reiche, Städte, besondere Orte: Angankor (Hauptstadt der Nagah Archaen), Assanra (Festungsstadt), Sccri Buccan (kleines Dorf, bekannt für seine Strategonenschule, die auch anderen Rassen offensteht), Sseleuhaan (einzige Hafenstadt der Nagah), Anccroh-dal (Hauptstadt der Hochlandnagah), Ryscca (für seine Hy’Chaia bekannte, jüngste Nagahstadt)

Handel: Die Nagah-Archaen handeln mit anderen Völkern nur über Sseleuhaan und im geringen Umfang über Sccri Buccan. Sonst nur Binnenhandel zwischen den Städten. Gehandelt wird mit Schmuck, magischen Artefakten, Mineralien, Alchemika, Giften wie etwa dem tödlichen Rass’Zscyc, Nahrungsmitteln (vor allem Fleisch und Früchte), Lchii-Schnaps, Bronze und feuerfestem Echsenleder
Mysteria: Angeblich ist in einer der Städte die Krone von Ribukan verborgen, Mascupi (geheime Fluchtburg der Nagah), alte magische Artefakte und Wissen, verborgen in Angankor

 

2 Thema der Region:

Die dampfenden, wuchernden Dschungel östlich von Ribukan gelten seit jeher als Reich der schlangenleibigen Nagah, die von vielen gefürchtet, von einigen als heilige Wesen verehrt werden. Doch die Herrschaft der geheimnisvollen Hochkultur der Nagah-Archaen über den Dschungel ist nicht so absolut, wie sie es selber gerne hätten. Von Ribukan dringen fast täglich einzelne Abenteurer und marodierende Soldaten tiefer in den Dschungel vor. Von Norden stoßen die echsenhassenden Erzfeinde, die Ipexco, immer wieder in das Hoheitsgebiet der Nagah vor und zerstören ein Sumpfdorf nach dem anderen. Und die wilden, auf ihre Unabhängigkeit bedachten Nagah-Stämme der Berge denken gar nicht daran, sich freiwillig in das komplexe Gesellschafts- und Herrschaftssystem ihrer Brüder und Schwestern aus dem Tiefland einbinden zu lassen. Von den Nagah-Archaen meist übersehen kämpfen in der Region zudem die wilden Sirdakstämme um ihre kulturelle Eigenständigkeit. Hinzu kommen die Gefahren der unwegsamen Wildnis zwischen den verstreuten Inseln der Zivilisation. Der dichte Bewuchs lässt kaum Licht auf den Boden des Dschungels dringen, riesige Echsen und Insekten durchstreifen die Weiten auf der Jagd nach Beute und fiebrige Infekte strecken die meisten menschlichen Abenteurer schon nach wenigen Wochen nieder.

Das Reich der Nagah kann als Hintergrund für viele verschiedene Typen von Abenteuern dienen. Da ist zum Einen der ständige, blutige Abwehrkampf der Nagah gegen die Ipexco, bei dem die Helden wahlweise Partei für eine der beiden Seiten ergreifen können. Des Weiteren gibt es im Dschungel genügend Mysterien, versunkene oder verborgene Städte und uralte Rätsel, die auf wackere Entdecker und Forscher warten. Die Nagah sind daran interessiert, dass keines ihrer wohlgehüteten Geheimnisse in die Hände von Mensch oder Sirdak fällt. Zu guter Letzt soll in einer der Städte der Region ja auch die Krone von Ribukan verborgen liegen. Grund genug, dass die Prinzen Diebe und Kämpfer losschicken, um den Nagah das Herrschaftssymbol zu entreißen.

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