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Rezension: Eat Locals – Acht Vampirfürsten und kaum Geld

Weil ja Vampire gerade wieder so ein Ding sind, hier eine kleine Kritik zu einem Film, den ich mir gestern eingezogen habe: Eat Locals.

Inhalt (Spoiler Ahead!)

England ist der Jagdgrund von acht Vampiren, die alle 50 Jahre zusammenkommen und sich das Jagdgebiet neu aufteilen. Warum acht? Weil es die Vampire vom Festland so bestimmt haben, damit die Existenz von Vampiren geheim bleibt. Immer wenn ein Vampir ausgelöscht wird, rückt ein Neuer in die Position nach.

Beim aktuellen Treffen werfen sieben Vampire Nummer acht aus dem Team und wollen dafür den jungen, unwissenden Rumänen Sebastian (Billy Cook) in ihre Reihen aufnehmen. der ist zwar ein Waisenkind, sein Stammbaum lässt sich aber zehn Generationen zurückverfolgen.

Das Treffen wird von einer Sondereinheit des Vatikans gestört, wobei deren Anführer Bringham eigene Pläne mit den Vampiren hat (hust*Umbrella*hust)

 

Kritik

Ok, ich gebe es zu: Der Film ist Trash. Unterhaltsamer Trash. Eine Komödie, bei der nicht alle Gags bei jedem zünden werden. Auf Rotten Tomato ein 25% Trash. Ich hab mich vor Lachen gebogen!

 

Und fürs Rollenspiel?

Der eigentliche Grund, warum ich diese Rezension schreibe, ist der (Mehr)Wert dieses Machwerk fürs Rollenspiel. Der Film enthält viele frische Ansätze, die es auszubauen gilt.

Der Vampir Coven

Ich fand den kleinen Vampir Coven interessant. acht Vampire unterschiedlichen Alters und Ehtnie teilen ein Land wie England (+ Schottland und Wales, der Film bleibt hier wage) unter sich auf. In einer Szene entsteht Streit unter den Unsterblichen, weil ein Dorf seit der letzten Verteilung von 6.000 Einwohnern auf 600.000 Einwohnern gewachsen ist und sich ein Vampir dadurch benachteiligt fühlt. Selten habe ich auch einen Vampirfilm gesehen, in dem die Mitglieder eines Covens solch… arme , machtgeile aber machtlose Würstchen sind. Ich habe ja in meiner Vampir-Kritik geschrieben, dass Vampire Schwächen brauchen und eher Einzelgänger statt Rudeltiere sein sollten. Hier wurde beides umgesetzt.

 

Die Mörder-Bauern (Spoiler… immer noch)

Da ist den Drehbuchautoren doch ein fieser, kleiner Witz gelungen: Für ihr Treffen hat der Coven ein abseits gelegenes Bauernhaus als Treffpunkt ausgesucht. Bauer und Bäuerin werden gefesselt und in den Vorratskeller gebracht. Sebastian befreit die Bäuerin, stolpert zurück, öffnet im Fallen den Kühlschrank und findet dort, fein säuberlich in Einmachgläsern gelagert, die Überreste mehrerer Menschen. Als er das dann den verbliebenen Vampieren mitteilt, antwortet der Kuhsauger (er war ja früher Mensch und möchte sich Menschlichkeit bewahren) Henry, das sie das schon wissen und sich den Ort sehr genau ausgesucht hätten. Zumindest die Hälfte des Mörderduos überlebt und darf noch einen Soldaten metzeln, der während des Films der Sympathieträger auf Seiten der Angreifer ist.

 

Die Menschen haben eine reelle Chance

De Vampire sind schnell, übermenschlich stark, können im Dunklen sehen und nutzen zur Abwechslung tatsächlich mal auch Schießeisen gegen ihre Feinde. Aber die menschlichen Angreifer haben dank taktischem Vorgehen und Disziplin tatsächlich eine Chance. Zwar können die Kugeln die Vampire nicht töten, in jedem Team ist aber ein Armbrustschütze dabei, um den finalen Schuss zu setzen. Alle sich über Funk verbunden, ein Kommandant gibt vom Feldherrenhügel Anweisungen, ein Scout sucht das Gelände mit einer Wärmebildkamera ab und meldet die Position der Kalten Körper. Es gelingt den Angreifern vier von sieben Vampiren zu töten. Es wird sogar erwähnt, das es den Menschen bisher noch nie gelungen ist, so viele auf einmal auszuschalten. Drei Vampire mehr (also mindestens noch drei Angreifer-Teams mehr) und der englische Coven wäre ausgelöscht.

 

Was mir noch so aufgefallen ist…

Der Vatikan mal wieder. Mackenzie Crook spielt einen Priester, der vom Papst persönlich mit der Auslöschung der Vampire beauftragt wurde. Ich bin ja katholischer Christ… es freut mich, wenn ihr meiner Kirche den alleinigen Kampf gegen Dämonen, Geister, Ghule, Werwölfe, Hexen und Vampiren zutraut, aber mit der Zeit wird das langweilig. Ad Hoc fällt mir nur Van Hellsing ein, bei dem mal eine andere christliche Kirche, die Anglikaner, die Eier haben und für ihre Gläubigen gegen die Finsternis kämpfen. Wo sind die orthodoxen Kirchen? Die evangelische Landeskirche von Bayern? Islamische Exorzisten? Jüdische Exorzisten? Vudoo-Priesterinnen?

Der Kniff mit dem Söldner, der seinen Auftraggegner gegen Gold verkauft ist ein altes, von Machiavelli in die Welt gesetztes Klischee. Warum Bringham alias Robert Portal dann nicht bereit ist, die Pharmafirma für das Geld der Vampire zu verraten, bleibt mir ein Rätzel.

Die Kosmetik-/ Pharmafirma, die mit einer Vampirblutprobe eine Creme für ewige Jugend herstellen will, ist auch schon ein ziemlich abgegriffenen Konzept. Aber eines, das immer funktioniert. Zeit, mal neue Ideen zu sammeln.

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Rezension: Jonathan Strange & Mr Norrell – Die beste Fantasy-Serie des Jahres

Yea! Binge Watching! Ich hab mir auf drei Tage Jonathan Strange & Mr Norrell auf Amazon reingezogen. Oh Boy, was für eine coole Serie!

Inhalt

In England des 19. Jhd, während der napolionischen Kriege, bereitet Mr. Norrell die Wiederauferstehung der englischen Magie vor. Allerdings nur der respektablen Magie, jener, die sich nicht den wilden, gefährlichen Zaubern des Rabenkönigs, des letzten großen Magiers und Königs von England, bedient, der vor 400 Jahren einfach verschwand und die meiste Magie mit sich nahm. Ihm zunächst als Schüler zur Seite, dann als Antipode gegenüber steht Jonathan Strange, angehender Jungmagier. Als Feind beider zieht der Elfenkönig von Verlorene Träume im Hintergrund die Fäden…

Rezension

Toll! Eine bösartige, dunkle Feenwelt (damit wäre es was für den Feenmonat beim Karneval…), mächtige Magie und eine Prophezeiung. Alle guten Zutaten für ein spannendes Abenteuer. Der Cast ist ausgezeichnet! Am besten gefallen mir Eddie Marsan als verkemmter, selbstgefälliger und eifersüchtiger Mr. Norrel und Paul Kaye als Vinculus, das lebede Buch (äääääh, Spoiler 😉 ). Auch die anderen Schauspieler sind wirklich gut besetzt. Alice Englert zum Beispiel als Lady Pole, das erste Opfer des Elfenkönigs. Ihre Rolle ist eine echte Powerrolle. Eine Frau, die realisiert, was da mit ihr gespielt wird, die von Anfang an versucht, sich trotz Zauberbann mitzuteilen und die am Ende aktiv gegen den Elfenkönig kämpft. Ein Opfer, ja… aber kein wehrloses!

Fazit

Eine tolle Serie und absolut sehenswert. Beide Daumen hoch!

Rezension: The Terror – Eis, Schnee und ein Dämon

Kanada, Eismeer, irgendwo am 77. Breitengrad. Wir schreiben den Winter 1845/1846. Im Eis werden zwei Expeditionsschiffe eingeschlossen, die auf der Suche nach der Nordostpassage waren. die Erebus, das Flaggschiff und Terror. Von der Mannschaft wird niemand überleben.

Ich hab mir, nachdem ich die begeisterte Kritik im Deutschlandfunk gehört habe, die ersten drei Folgen der Amazon-Serie „The Terror“ reingezogen, die auf der gleichnamigen Novelle basieren. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Serie hat alles, was man für eine tolle Horrorstory braucht. Enge Schiffsräume. Kälte. Eis. Schnee. Verbotene Homosexualität unter Matrosen. Zwei Kapitäne, die sich nicht leiden können und… ein Dämon. Ja richtig, ein Dämon. Tuunbaq, einen Eisbären mit außergewöhnlich langen Nacken. Ein Dämon, von dem die Besatzung noch gar nicht weiß, dass es seine Aufmerksamkeit erregt hat. Und was nun Real dort oben im Norden ist… mit einer Bleivergiftung, die das Hirn angreift und zu Halluzinationen führen kann, verschwimmt die Grenze zur Realität sowieso.

Ich kann die Serie allen Mystery-Fans entfehlen. Für alle Meister_innen, die ihre Helden_innen demnächst ins ewige Eis schicken wollen, ein muss.

 

Zu Harfenklängen: Frosty the Snowman

Rollenspielerfrühstück: Glühwein

Ha(r)fenklänge: Lowlands away

Passend zum letzten Frühstück im alten Jahr hier eine Impression von gestern Morgen.

Bild könnte enthalten: Schnee und im Freien

Schneemänner sind, imho, in Rollenspiel unterrepräsentiert. Dabei geben die frostigen Gesellen einiges her, viel mehr jedenfalls als ein Einsatz in ein paar grottigen Horrorfilmen. Der Buddler hat in seinem geheimen Kabinett eine sehr interessante Folge zu den Brüsseler Sneeuwpoppen. Grob geht es darum, dass es 1511 in Brüssel nach heftigen Schneefällen eine wahre Flut an obzönen, pornografischen Schneemännern gab. Ist hat wie immer… gib den Menschen Zeit, ein paar Tassen Glühwein und Schnee und genieße das Chaos.

 

Dazu fallen mir zwei Sachen ein:

Erstens: Schneemänner als Monster. Da werde ich mich noch an die Ausarbeitung machen…

Zweitens: Sneewpoppen als Abenteuerplot. Vor dem Winterpalast eines_r lokalen Adligen tauchen nach heftigen Schneefällen quasi über Nacht anzügliche Schneepuppen (ich liebe den genderneutralen Namen 🙂 ) auf, die das ausschweifende, sündige Leben des Adeligen, des Klerus und so ziemlich jeden städtischen Prominenten satirisch auf die Schippe nimmt. Die Helden_innen werden von der aufgebrachten Obrigkeit beauftragt, den/die Schuldigen zu finden und der Gerechtigkeit zu übergeben. Was, wenn tatsächlich die halbe Stadt dahinter steckt? Oder ein_e junger Eiselementarist_in. Was, wenn er_sie recht hat?

Karneval der Rollenspielblogs und Corlys Themenwoche 69: Der Troll und das ewige Leben.

Ich bin drüben bei Corlys Blog auf ein interessantes Thema gestoßen, dass wunderbar auch in unseren diesmonatigen Karneval passt: Das ewige Leben. Immerhin versprechen ja Religionen im Allgemeinen (bis auf die Ausnahme des Buddhismus) eben jenes ihren Anhängern. Zeit also, sich hier einmal damit auseinanderzusetzen.

Was haltet ihr vom ewigen Leben?

Boah, gute Frage. Als Christ freue ich mich auf ein ewiges Leben bei Gott, wobei ich gerne noch 50, 60 Jahre in diesem irdischen Jammertal leben möchte. Anders gesagt: mir gefällt das sterbliche Leben samt seinen Genüssen einfach viel zu gut.

Als Rollenspieler, Bayer, Gamer und Leseratte weiß ich, dass ewiges Leben meist einen Haken hat. Ewiges Leben bedeutet eben nicht zwangsläufig ewige Jugend und ewige Schönheit. Ewiges Leben bedeutet auch, dass man jeden, den man irgendwann liebt, zu Grabe tragen muss. Ewiges Leben bedeutet, dass man Königreiche erschafft und dabei zusehen muss, wie sie wieder vor die Hunde gehen. Ewiges Leben bedeutet, dass man zu einem Zeitpunkt wirklich alles, was es auf dieser Welt gibt, gesehen und getan hat. Es bedeutet das Ende allen Genusses, weil der Genuss endlos ist. Endloses Leben wäre unter diesem Gesichtspunkt eine endlose Strafe.

Welche Bücher, Filme, Serien kennt ihr zum Thema ewiges Leben?

Ahh, jetzt wird so richtig interessant!

Bücher:

Dead Man River (Vampire), Chroniken der Unsterblichen (da steht es ja fast schon im Namen, ebenfalls Vampire), Das Bildnis des Dorian Grey (ein Bild sichert hier ewiges Leben)

Filme:

So ziemlich jeden Vampirfilm der je gedreht wurde, vor allem Interview mit einem Vampir und  Dracula, Skelleton Key und Seelen (obwohl der eine Horror und der andere Sci-Fi ist, behandeln beide doch das gleiche Grundthema: Unsterblichkeit durch eine wandernde Seele (bzw. körperwechselnden Außerirdischen. Hmmm, dann müsste Stargate noch dazu), Das Bildnis des Dorian Grey (again)

Serien

Highlander!

 

Theaterstücke:

Als Baier ein Muss: Brandner Kasper und das ewige Leben (zwei Mal ganz toll verfilmt, einmal mit dem genialen Gustl Bayerhammer als Petrus, einmal mit Bully als Boandlkrammer. Für mich gehört es zu Fronleichnam dazu, einen der beiden Filme zu sehen)

 

Wie seht ihr ewiges Leben aus kirchlicher Sicht?

Ich zitiere hier man den Katechismus:

ARTIKEL 12

„ICH GLAUBE DAS EWIGE LEBEN

1020 Der Christ, der sein Sterben mit dem Sterben Jesu vereint, versteht den Tod als ein Kommen zu Jesus und als Eintritt in das ewige Leben. Wenn die Kirche über den sterbenden Christen zum letzten Mal im Namen Christi die Lossprechungsworte gesprochen, ihn zum letzten Mal mit einer stärkenden Salbung besiegelt und ihm in der Wegzehrung Christus als Nahrung für die Reise gespendet hat, sagt sie zu ihm mit sanfter Bestimmtheit:

Mache dich auf den Weg, Bruder (Schwester) in Christus, im Namen Gottes, des allmächtigen Vaters, der dich erschaffen hat; im Namen Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes, der für dich gelitten hat; im Namen des Heiligen Geistes, der über dich ausgegossen worden ist. Heute noch sei dir im Frieden deine Stätte bereitet, deine Wohnung bei Gott im heiligen Zion, mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit dem heiligen Josef und mit allen Engeln und Heiligen Gottes … Kehre heim zu deinem Schöpfer, der dich aus dem Staub der Erde gebildet hat. Wenn du aus diesem Leben scheidest, eile Maria dir entgegen mit allen Engeln und Heiligen … Deinen Erlöser sollst du sehen von Angesicht zu Angesicht . . .„ (Sterbegebet, „Commendatio animæ“).

Der Himmel

1023 Die in der Gnade und Freundschaft Gottes sterben und völlig geläutert sind, leben für immer mit Christus. Sie sind für immer Gott ähnlich, denn sie sehen ihn, „wie er ist“ (1 Joh 3,2), von Angesicht zu Angesicht [Vgl. 1 Kor 13,12; Offb 22,4].

„Wir definieren kraft Apostolischer Autorität, daß nach allgemeiner Anordnung Gottes die Seelen aller Heiligen … und anderer Gläubigen, die nach der von ihnen empfangenen heiligen Taufe Christi verstorben sind, in denen es nichts zu reinigen gab, als sie dahinschieden, … oder wenn es in ebendiesen damals etwas zu reinigen gab oder geben wird, wenn sie nach ihrem Tod gereinigt wurden, auch vor der Wiederannahme ihrer Leiber und dem allgemeinen Gericht nach dem Aufstieg unseres Erlösers und Herrn Jesus Christus in den Himmel, das Himmelreich und das himmlische Paradies mit Christus in der Gemeinschaft der heiligen Engel versammelt waren, sind und sein werden, und nach dem Leiden und Tod des Herrn Jesus Christus das göttliche Wesen in einer unmittelbaren Schau und auch von Angesicht zu Angesicht geschaut haben und schauen – ohne Vermittlung eines Geschöpfes“ (Benedikt XII.: DS 1000) [Vgl. LG 49].

1024 Dieses vollkommene Leben mit der allerheiligsten Dreifaltigkeit, diese Lebens- und Liebesgemeinschaft mit ihr, mit der Jungfrau Maria, den Engeln und allen Seligen wird „der Himmelgenannt. Der Himmel ist das letzte Ziel und die Erfüllung der tiefsten Sehnsüchte des Menschen, der Zustand höchsten, endgültigen Glücks.

1027 Dieses Mysterium der seligen Gemeinschaft mit Gott und all denen, die in Christus sind, geht über jedes Verständnis und jede Vorstellung hinaus. Die Schrift spricht zu uns davon in Bildern, wie Leben, Licht, Frieden, festliches Hochzeitsmahl, Wein des Reiches, Haus des Vaters, himmlisches Jerusalem und Paradies: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist; das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor 2,9).

1029 In der Herrlichkeit des Himmels erfüllen die Seligen weiterhin mit Freude den Willen Gottes. Sie tun dies auch in bezug auf die anderen Menschen und die gesamte Schöpfung, indem sie mit Christus herrschen; mit ihm werden sie „herrschen in alle Ewigkeit“ (Offb 22,5) [Vgl. Mt 25,21.23].

VI Die Hoffnung auf den neuen Himmel und die neue Erde

1042 Am Ende der Zeiten wird das Reich Gottes vollendet sein. Nach dem allgemeinen Gericht werden die Gerechten, an Leib und Seele verherrlicht, für immer mit Christus herrschen, und auch das Weltall wird erneuert werden.

„Die Kirche … wird erst in der himmlischen Herrlichkeit vollendet werden wenn zusammen mit dem Menschengeschlecht auch die gesamte Welt, die mit dem Menschen innigst verbunden ist und durch ihn auf ihr Ziel zugeht, vollkommen in Christus erneuert werden wird“ (LG 48).

1043 Die Schrift bezeichnet diese geheimnisvolle Erneuerung, die Menschheit und die Welt umgestalten wird, als „neuen Himmel und neue Erde“ (2 Petr 3,13) [Vgl. Offb 21,1]. Der Ratschluß Gottes, „das All in Christus wieder unter ein Haupt zu fassen, alles, was im Himmel und auf Erden ist“ (Eph 1,10), wird sich dann endgültig verwirklichen.

1044 Wenn Gott „alles neumacht (Offb 21,5), im himmlischen Jerusalem, wird er seine Wohnung unter den Menschen haben. „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen“ (Offb 21,4) [Vgl. Offb 21,27].

1045 Für den Menschen wird in dieser Vollendung voll und ganz die Einheit des Menschengeschlechtes hergestellt sein, die von Gott seit der Welterschaffung gewollt wurde und deren „Sakramentgleichsam die pilgernde Kirche war (LG 1). Die mit Christus Vereinten werden die Gemeinschaft der Erlösten bilden, „die heilige Stadt“ (Offb 21,2) Gottes, „die Frau des Lammes“ (Offb 21,9). Diese wird nicht mehr unter der Sünde, den Unreinheiten [Vgl. Offb 21,27.], der Eigenliebe, die irdische Gemeinschaft der Menschen zerstören oder verwunden, zu leiden haben. Die beseligende Schau, in der sich Gott den Auserwählten unerschöpflich öffnet, wird die nie versiegende Quelle von Glück, Frieden und Gemeinschaft sein.

1051 In seiner unsterblichen Seele erhält jeder Mensch gleich nach dem Tod durch Christus den Richter der Lebenden und der Toten in einem besonderen Gericht feine ewige Vergeltung.

1052 Wir glauben daß die Seelen aller die in der Gnade Christi sterben das Volk Gottes bilden nach dem Tod der am Tag der Auftrstehung da die Seelen mit ihren Leibern wieder vereinigt werden endgültig besiegt wird“ (SPF 28).

1053 Wir glauben daß die große Schar derer die mit Jesus und Maria im Paradies vereinigt sind die himmlische Kirche bildet Dort schauen sie in ewiger Glückseligkeit Gott so wie er ist Dort sind sie auch verschieden dem Grad und der Art nach Teilhaber jener göttlichen Herrschaft die der verherrlichte Christus ausübt zusammen mit den heiligen Engeln. Sie legen für uns Fürsprache ein und helfen uns in unserer Schwachheit durch ihre brüderliche Sorge (SPF 29).

1056 Dem Beispiel Christi folgend macht die Kirche die Gläubigen auf die „traurige, beklagenswerte Wirklichkeit des ewigen Todes“ (DCG 69) aufmerksam, die man auch „Höllenennt.

1057 Die schlimmste Qual der Hölle besteht im ewigen Getrenntsein von Gott Einzig in Gott kann ja der Mensch das Leben und das Gluck finden. Dafür ist er geschaffen und das ist seine Sehnsucht.

1059 Die hochheilige Römische Kirche glaubt fest und behauptet fest daß am Tage des Gerichtes alle Menschen mit ihren Leibern vor dem Richterstuhl Christi erscheinen werden um über ihre Taten Rechenschaft abzulegen (DS 859) [Vgl. DS 1549]

1060 Am Ende der Zeiten wird das Reich Gottes zu seiner Vollendung gelangen Dann werden die Gerechten an Leib und Seele verherrlicht für immer mit Christus herrschen und auch das materielle Universum wird umgestaltet weiden Gott wird dann im ewigen Leben alles in allen sein (1 Kor 15 28).

Quelle: Vatikan

 

Wenn ewiges Leben möglich wäre würdet ihr es wollen?

Ewiges Leben im Diesseits? Verlockend. Zumindest die ersten 100 Jahre. Danach, glaube ich, wäre es die Hölle auf Erden. Also: All good things must end, but give me atleast 100 jears.

Wie stellt ihr euch das ewige Leben vor?

Irdisch? Horror. Nach 150 Jahren hat man alle seine direkten Angehörigen begraben. Mit Pech ist die ganze Familie ausgestorben. Freunde? Trifft man auf dem Friedhof wieder. Politik? Vor 100 Jahren ging der Erste Weltkrieg zu Ende. Eine Generation vorher waren die Vereinigungskriege… und nun… Krieg gegen den Terror, Krieg gegen Nordkorea?

Religiös? Da hab ich ehrlich gesagt Probleme, mir die körperliche Auferstehung von den Toten und das Ewige Leben auf einer neuen Erde vorzustellen. Ich glaube eher an ein Aufgehen in Gott. Ewige Glückseligkeit in der direkten Gottesschau. Puh, echt schwer, das zu beschreiben.

Forschung auf ewiges Leben? Was meint ihr dazu?

Ja, nützlich. Da wird zum Zelltod geforscht, was man für den Kampf gegen Krebs brachen kann, zur biologischen Uhr, zu Genen und Krankheiten… der Traum von der Unsterblichkeit ist, ähnlich dem Traum vom All, ein Pfad, an dessen Rand allerlei nützliche Kräuter wachsen.

 

Und nun zur Brücke mit dem Rollenspielkarneval

Religionen versprechen Unsterblichkeit oder Ewiges Leben (ich bin der Meinung, dass man hier ein bisschen schärfer Differenzierung, als das Corly getan hat. Unsterblichkeit heißt, dass man keines natürlichen Todes sterben kann, Ewiges Leben erlangt man durch die Hilfe eines Gottes (vorzugsweise des richtigen Gottes) nach dem Tod als Dankeschön für die Mitgliedschaft im Verein und ein gutes (heiliges) Leben)

Die Helden_innen sind Teil einer Religion. Ihr geistiges Oberhaupt hat ein Ritual gefunden, mit dem man unsterblich wird. Die Helden_innen müssen eine Queste durchführen um die Paraphelia für das Ritual zu besorgen. Dafür wird ihnen eine Teilnahme am Ritual angeboten. Erst im letzten Moment erkennen sie, dass das Ritual sie in Vampire verwandeln wird…

Die Helden_innen sind Teil einer Religion, die ihren Schäfchen Ablässe verkauft, um schneller und vor allem Sündenfrei ins Ewige Leben zu kommen. Die Helden_innen können entweder auf seiten der Religion stehen und den Handel unterstützen (und davon profitieren, immerhin ist da eine „Vermittlergebühr“ drin) oder gegen die Schergen der Religion ins Feld gehen (jaaaa, das Lutherszenario). Was ist, wenn die Gottheit der Religion sich plötzlich manifestiert und das Geschäft stören will? Kann man einen Gott töten?

Die Helden_innen werden in eine entlegene Region des Reiches geschickt, um für die Kirche Nachforschungen zu betreiben. Angeblich sollen dort Verstorbene aus ihren Gräbern auferstanden sein und wie in ihrem früheren Leben unter den Menschen wandeln. Eine Zombie-Apokalypse oder der Beginn des Himmelreichs auf Erden?

American Gods vs American Gods

So, auf Anraten von Rorschachhamster habe ich mir „Americhan Gods Directors Cut“ von Neil Gaiman besordt und… verschlungen! Hey, das zählt definitiv zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe und ich habe dieses Jahr viele Bücher gelesen. DAS BUCH IST GROSSARTIG! Wers noch nicht gelesen hat, sollte es sich dringend besorgen und lesen.

Die Frage aller Fragen ist aber: Was ist besser? Buch oder Serie? Und hier ist meine Antwort darauf:

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