Archiv der Kategorie: Tharun

Karneval der Rollenspielblogs: Western in anderen Genres- 7 Regionen auf Dere, die ich ideal für einen Western halte

Dere, meine (Rollenspielsystem)Heimat! Heute möchte ich euch sieben Regionen vorstellen, die in diesem Fantasy-Setting geradezu nach einem Westernabenteuer SCHREIEN!

Aventurien:

  1. Das Land am Svelt: Diese Gegend wurde als Western konzipiert. Das Land ist Western. Genauso wie das Horasreich ein Mantel-und-Degen-Setting ist. Weite Ebenen. Sumpfiges gelände am Fluss entlang, jedes Popeldorf schipft sich „Stadt“, Indianer! (ja, pc müsste es First Nations heißen, da aber das ganze Western-Setting ein rein fiktives Setting ist und nichts mit der wirklichkeit der Amerikanischen Ureinwohner zu tun hat: Indianer! In diesem speziellen Fall Orks! und die skalpiern ihre Feinde), und die Namen! Neunfinger-Rick und Hüneraugen-Al… das klingt doch schon nach Desperados!
  2. Sultanat Gadang, Hasrabals Gorien, Sultanat Baburin und Fürstentum Almada: Moooment, werdet ihr denken, sind nicht die ersten drei eher was für ein Orient-Setting und Almada eher so ein Spanienabklatsch? Ja, auch. Aber auch hier kann man tolle Western (Eastern? Middlestern?) erleben. Für einen ordendlichen Western bracht man eine Stadt oder ein gößeres Dorf (gibts hier in der Gegend, check), genügend steppenartige Wildnis drumherum (check), Ordnungshüter, die sich auf die Zivilisation beschrenken (check) und Banditen im Hinterland (check). Almada hat zudem dieses spanisch-mexikanisch-kalifornische Flär eines Zorro-Films. Und Zorro ist, das sei hier mal so behauptet, Western mit Peitsche und Degen.

Myranor

  1. Sevantinius: Dieses Horasiat war mal Teil des Imperiums, sit mitlerweile ein nebeneinander selbstständiger Stadtstaten und umgeben von kalten, dunklen Wäldern. Die Gegend schreit Kana da (ein Phun, man verzeihe mir) und die Wilden Wolfsalben (hier die Kultur der Skieresen) wsehen nach Unterm Sternenpfeiler S. 105 wie Elfen-Indianer aus. Nuff said.
  2. Gathiadda: Grasland, harte, kalte Winter und heiße Sommer, wenige Städte und die haben keinen großen Einfluss aufs Hinterland, eine abgeschirmte Elite und der arme Rest. Das schreit nach den Gloreichen Sieben. Und mit den Zentauren im Zentrum hatt man Indianer, die sebst Pferde sind.

Tharun

Ich gebe zu, hier habe ich mich etwas schwer getan, passende Regionen für einen Western zu finden. Tharun ist halt sehr Asien.

  1. Reich Conossos, Archipel Ychtra, Insel Nessil: Das Inselchen ist für seine zweiköpfigen Rotstiere berühmt, steppenartig und ideal für einen Cowboywestern (bei dem die Cowboys zu Fuß gehen oder auf Schmuckkäfern reiten).
  2. Archipel ohne Namen zwischen Jü und Memonhab: Jü will es erobern, Memonhab will eshaben, offiziell beschrieben, wie es dort aussieht, ist es nicht in der Bleiwüste Die Welt der Schwertmeister nicht, also eine ideale Leinwand für ein Fort Alamo im Asia-Style.

Rakshazar

  1. Kurotan (Land): Ahh, unsere Startregion. Wildes, karges Land. Steppe. Barbarische Einwohner. Kleine Dörfer im Umland der Stadt. Kulturenmix. Nicht zu vergessen die Banditen, die in unserem aller ersten PDF Teil des Bestiarums waren. Ideal für einen Western mit Steinaxt und Faustkeil.
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Was ist Zeit…

Ich bin grad etwas eingespannt und kappe daher ein paar Nebenprojekte, wie eben den Turm des Morguai. Wie bei allem, was bei mir im Papierkorb landet gilt auch hier: Ihr dürft machen was ihr damit wollt, setzt nur meinen Namen drunter und wenn ihr damit Geld verdient, lasst mir auch ein paar Kröten zukommen 🙂 Weiterlesen

Rollenspielkarneval: Geld, Gold und Schätze – Überschüttet ihn mit Gold!

Heute habe ich zwei Gedanken zum Thema „stimmungsvolle Belohnung der Helden“. Jeder Meister und Spieler kennt die Situation: Die Helden haben die Fürstentochter aus den Klauen des pösen pösen Drachen ™ befreit und wollen jetzt die Belohnung kassieren.

Held Alrik: „Hier ist euer Töchterlein, rein und unversehrt. Und nun zum wichtigen Teil, unserer Belohnung!“

Fürst Maximilian Emanuel Friedrich Theodor Karl (ihr kennt das Spiel): „Vielen Dank! Ihr seid wahre Helden! Mein Augenstern (und baldige Gemahlin des Sohnes des Schwibschwages des zukünftigen Königs) ist wieder da (und noch Jungfrau, sonst Gnade euch Gott)! Hier, Euer Lohn, 100 Florin.“

Standard halt. Nix tolles, nix zum Ausspielen, Hundert mal erlebt.

In meinem Abenteuer „Die Augen der Lath“ hab ich eine andere Art der Belohnung vorgeschlagen. Der schwerste Held wird mit Silber aufgewogen. Natürlich haben die Helden auch die Möglichkeit, ihren schwersten Kammeraden zu Mästen und ja, ich hatte die Szene aus „Asterix erobert Rom“ im Kopf, in der Obelix den Koch Mannekenpix lehrfrisst.

 

Nun zu zweiten Gedanken, und hier brauche ich mal die Hilfe von euch Mathematikern da draußen. Ja, auch hier steht ein Asterixfilm Pate. Am Ende von „Asterix und Kleopatra“ wird der Baumeister Numerobis mit Gold überschüttet. Dazu habe ich zwei Fragen:  Wieviel Silber wäre das und kann man von dem Gewicht erdrückt werden (also, hat Numerobis nie mehr gebaut). Der einfachheit halber nehme ich jetzt mal den Maria-Theresien-Taler an. Die technischen Daten der Münze: Durchmesser39,5 mm, Dicke2,5 mm, Gewicht 28,0668 g. Der Held macht einen Kotau vor dem Fürsten. Ich freu mich schon auf eure Berechnungen, bitte mit Lösungsweg in die Kommentare posten.

Loot-a-Day 20: Essbare Schätze

Essen kann auf drei Arten zu einem Schatz werden

1 Erlesene Zutaten

In diese Kategorie fällt alles hinein, was als Zutat zum zubereiten des Schatzes gebraucht wird. Das geht von Gewürzen (Pfeffer, Zimt, Pigment, Vanille, Salz, Safran) über das Fleisch (Wildbret war lange nur dem Adel vorbehalten… und so manchem Wildschütz, Fasan, Schwan, Dachs (lecker!) Kobe-Rind, Nachtigallenzungen) und Meeresfrüchte (Kaviar, Hummer, Austern usw.) bis hin zu besonderen Beilagen (Schwalbennester, Wildbienenhonig, usw.). In modernen Rollenspielsettings dürften die Zutaten (wie in der Realität auch) an Wert verlieren (ok, ausgenommen Bio-Ware und veganes Soja-Enzymschnitzel. Warum will jemand, der auf Teufel komm raus tierische Produkte vermeiden will ein Schnitzel, das schmeckt wie Fleisch, sich annähernd kauen lässt wie Fleisch und so aussieht wie Fleisch? Liebe Veganer, um es mit den Worten meines Vaters zu sagen: Entweder oder, Katz oder Koder).

 

2 Zubereitung

Dafür dürfte aber die Art der Zubereitung eine wachsende Rolle spielen. Ich sag nur Molekularküche. Die Rezeptbücher der Sterneköche sind gut gehütete Betriebsgeheimnisse, das Orginalrezept von Coca-Cola ein Mythos.

 

3 Präsentation

Es heißt ja, das Auge isst mit. Zum essbaren Schatz gehört also auch ein entsprechendes Geschirr (feinstes Porzellan), Besteck (natürlich Silber) und Gläser (Murano-Gläser). Nur so schmeckt der Schampus und die Fischeier auf Butterbrot.

Loot 1: Das Originalrezept des Bernauerkuchens

Der Besitzer der Konditorei Tönner aus Straubig wurde in der Backstube erschlagen, als er den Teig für den Bernauerkuchen nach altem Geheimrezept anrühren wollte. Das Rezeptbuch der Konditorei ist verschwunden und die Helden werden als Privatermittler angeheuert, das wertvolle Büchlein zurückzubringen. War es „nur“ der langjährige Konkurrent Raupe, der das Geheimwissen rauben wollte und seit einiger Zeit mit einer billigen Kopie des Kuchens auf den Markt drängt? Was hat die Schändung des Familiengrabes auf dem Petersfriedhof damit zu tun? Stehen in dem Buch Geheimnisse der Bäckerzunft, die auf keinen Fall ans Licht der Öffentlichkeit kommen sollen? Sind die Bäcker gar schlimmer als die Illuminaten und Freimaurer zusammen? Immerhin stellen sie ja Waren her, die wir täglich konsumieren, und ein paar Bröckchen LSD…

Das Buch selber ist spiegelverkehrt, codiert und teilweise mit Geheimtinte geschrieben.

(Die orginal Agnes-Bernauer-Torte kann man sich hier bestellen. Sie besteht aus Baisse, Mandeln und Butter und Baisse und Kaffee und Butter. Hab ich die Butter schon erwähnt? Sehr lecker und sehr gehaltvoll. Ich krieg nie merh als ein Stück runter)

Loot 2: Die Teetasse der Heilung (Tharun)

Die Helden erhalten vom Herrscher für ihre Dienste ein Teeservice geschenkt. In eine besonders schön bemalte Tasse ist ein Erde-Runenstein eingearbeitet. Wenn die Teezeremonie absulut korrekt ausgeführt wurde, dann erhält der, der aus der Tasse trinkt, 40 LE zurück. War aber nur ein klitzekleiner Fehler in der Zeremonie, dann verwandelt sich der Tee in der Tasse zu ätzender Säure (10 SP).

200 Goldstücke haben und 200 Goldstücke nicht haben…

Macht zusammen 400 Goldstücke und wenn sie vor einem Spiegel stellt, werden sogar 800 Goldstücke daraus…

So oder so ähnlich hat mir mein Vater mal den Wert von Geld beigebracht. Über das Thema Geld im Rollenspiel bin ich über einen Blogeintrag von Runway 61 gestolpert und als Wirtschaftswissenschaftler lässt mich das ganze natürlich nicht kalt.

 

Vorab… ist Geld im Rollenspiel nur Fluff oder mehr?

Tja, es kommt darauf an. Erst einmal ist es Fluff. Die Münzen aus Gold, Silber und Kupfer sollen in eine Mittelalterliche Fantasywelt einführen, sie bilden die Interaktion zwischen NPCs und NPCs sowie zwischen PCs und NPCs ab, geben der Weltbeschreibung Fleisch und Abenteuer eine Art Ingame-Belohnung (Erfahrungspunkte sind imho eine Belohnung auf der Metaebene. Zoomt man von der Metaebene des Spielers in die Ebene des Helden rein, so ist sich der Held bestimmt nicht bewusst, dass er durch sein Verhalten gerade erfahrung dazugewonnen hat. Bewusst ist ihm aber die Geldkatze mit den 200 Goldstücken, die ihm der reiche Händler für die Errettung seiner Tochter vor dem Drachen übergeben hat). Fluff ist es auch, dass man beim Wechsel von einer Spielregion in eine andere (in DAS z.B. vom Mittelreich in die Khom) Wechselstuben aufsuchen muss, sein Geld tauscht und dabei vom freundlichen Wechselstubenbetreiber übers Ohr gehauen wird.

Ein Tauschinstrument wird’s immer dann, wenn die Helden erworbenes Gold gegen Ausrüstungsgegenstände tauschen wollen. Und hier wird’s tricky. Schnell läuft man gefahr (sit mir oft genug selbst passiert) in eine Inflationsfalle zu laufen (ok, sie ist nicht so schlimm wie bei den MMOs aber trotzdem da. Ein Magier, der mal so eben 10000 Dukaten auf Lager hat, der kann halt mal auch ein besonderes Zauberbuch kaufen… zwei Mal… mit Widmung von Rohal persönlich…

In der guten alten Horasreichbox zu DSA3 Zeiten gab es mal einen Index, wie viel das Leben im Horasreich so kostet, abgestuft vom Bettler bis zum Hochadel, und was man dafür denn so alles bekommt. Ich habe das in meinem Abenteuer „Tore im Eis“ aus den Blutigen Pfaden recycelt. Auch in meiner alten Runde hab ich das gern verwendet. Man frage die Spieler, wie ihre Helden denn die letzten Monate zu leben gedenken und wieviel sie wärend des Abenteuers fürs tägliche Leben ausgeben wollen. Den Betrag zieht man ab und voila, der Rest kann für das Superschwert +3 und die Heiltränke draufgehen (die Ausrüstungspakete in DSA5 gehen in die gleiche Richtung, die finde ich recht gelungen). Der ganze Kleinkram (Geld fürs Bier hier, ein paar Kupfermünzen für den Bettler dort, ein Obolus fürs Theater huben) entfällt dann.

Bleiben die leichenfleddernden Paladine… Erstens, meine bisherigen Spieler ließen ihre Helden meist nur am Anfang einer Heldenkariere jede Leiche plündern. Meist bekamen sie ein paar Kupferstücke, einen Ring oder ähnliches. Später werden nur besonderer Waffen oder Rüstungsteile eines Gegners mitgenommen, der Rest wird zurückgelassen (gibt ja meist mehr Geld, wenn man den Auftrag schnell zu Ende bringt). Für Paladine/Geweihte/Mönche/Priester – das Lawfull-Good-Gedöns halt – bietet sich sowieso eine ganz andere Art der Ingame-Belohnung an. Diese Chars können nicht über eine festgelegte, geringe Geldmenge hinaus bekommen, den Rest müssen sie am Ende des Abenteuers an ihre Religionsgemeinschaft spenden. Der enge Verbund mit einer Gemeinschaft hat aber auch seine Vorteile: Essen, Trinken und Schlafen wird Kostenlos und geschieht meist im örtlichen Tempel oder im Privathaus eines Gläubigen. Erfahrene Helden müssen sich Waffen nicht kaufen sondern bekommen die Heilige Keule des St. Aspirinius von ihrer Kirche zum Schutz und Gebrauch überstellt. Abenteuer werden nicht mehr gemacht, weil sie gerade am Wegesrand liegen sondern weil man im Auftrag des Herrn und seiner heiligmachenden Kirche unterwegs ist. Geld wird da überflüssig.

Zum Thema Zweitwährung, also Goldmünzen fürs Schlafen., saufen und ficken, Platin zum Erwerb besonderer Ausrüstung: So richtig bewusst hab ich das bei Assasins Creed: Black Flag gesehen, wo man ja mit einer eigenen Währung seine Piratenflotte aufrüsten kann. Im Rollenspiel find ich die Idee irgendwie… naja, gings in dem Blogeintrag nicht darum, die lästige Buchführerei von Geld loszuwerden? Dann eine Zweitwährung einzuführen… ich weiß nicht…

Zu guter Letzt: Bei der Wiederbelebung der DAS-Goblune Tharun hat man bewust auf ein Geldsystem verzichtet. Hier spielen die Helden entweder Diener eines Adligen (dann ist es dessen Job, die Helden angemessen mit Essen, Trinken und Kultur sowie Waffen auszustatten) oder Gesetzlose, die dann bei den Bauern, die ihrer Abgaben in Naturalien leisten müssen, zum sagenhaften Preis von einer Faust-ins-Gesicht einkaufen können. Mich als Spielleiter stört es allerdings ein wenig, kann ich doch so nur schwer den Wert einer Belohnung für die Helden einschätzen. Da lob ich mir die Tauscheinheiten, ein Währungssystem, auf dem wir den Handel in Rakshazar aufgebaut haben.

Es ist alles nur geklaut…

das ist alles gar nicht meine. Eho! Muarharhar! Dankesschreiben für den Ohrwurm bitte in die Kommentare.

In diesmaligen Griff in den Papierkorb stimmt der Song allerdings, die Idee ist von meinem Bruder und war ursprünglich für eine Battletech-Kapagnie. Da mein werter Herr Bruder aber an absolutem Perfektionismus krankt und Sachen nicht einfach mal durchzieht, auch wenn sie nicht 100% reif sind, landet seine Idee wohl eh im Müll. Dazu ist sie aber zu Schade, vor allem weil sie mit relativ wenig Änderungen in Tharun, Myranor oder Rakshazar spielen könnte.

 

Ich nenne die Idee jetzt mal…

Al Pink’Ton und seine Männer

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