Archiv der Kategorie: Aus dem Papierkorb

Karneval der Rollenspielblogs Februar 2018: Olle Kamelle -Einstiegspost

Hellau! Kille-Wau, Allaf oder wie auch immer… Willkommen zum Karneval der Rollenspielblogs im Februar. Den ersten Umzug, den ich organisiere, eine kleine Sensation, denn noch in der Blog-O-Queste zum Thema Blogaktionen ging ich ja felsenfest davon aus, sowas nicht zu machen.

https://i1.wp.com/www.teilzeithelden.de/wp-content/dl/Logo_RSPKarneval_500px.png

Olle Kamelle

Beim aktuellen Umzug soll es jetzt nicht um altes, klebriges Zuckerwerk gehen, dass in Massen auf diversen Real-Life-Karnevalsumzügen unter das Volk gebracht wird. Nein, es geht um Eure Beiträge, eure Bonbons, zu bisherigen Umzügen, die vielleicht schon seit Dezember 2011 (so lange gibt es unseren Karneval schon) auf Halde liegt und nun endlich unters Volk will. Es geht um Eure Erwiderungen auf Beiträge, die Ihr nie geschrieben hat, weil plötzlich der Monat vorbei war. Es geht um Euren neuen Blick auf ein altes Thema – es ist ja zwischen heute und Eurem Eintrag einiges an Wasser die Donau runtergeflossen, vielleicht habt Ihr aus gutem Grund Eure Einstellung zum Thema von damals überdacht – es geht um Eure Ergänzungen.

Hier, im Forum, findet Ihr eine Übersicht über alle durchgeführten Umzüge. Lest sie Euch durch, schnappt ein Thema, schreibt darüber und blogt es.

 

Die Regeln

Lasst mich in den Kommentaren oder hier im Forum wissen, was ihr veröffentlicht. Der Übersichtlichkeit halber noch eine Bitte: Beginnt den Titel Eures Beitrags bitte mit  RE: [Titel des Orginalumzugs] .

Beteiligt euch am RSP-Karneval in einem Medium eurer Wahl (Blog, Vlog, Forumspost oder einfach in den Kommentaren unten) u
Das Logo für den Karneval gibt es, jeweils transparent, in klein und in groß.

Kapitäns Log: Nachtrag

Weil der Februar so kurz ist, Ihr genügend Zeit zum Vorbereiten haben sollt und ich meinen Trollsatus gerecht werden will, poste ich den Eingangspost schon heute. Deal with it 🙂

Trotzdem: Macht bitte bei Timbers und Ninianes aktuellem Karneval mit!

Geplante Veröffentlichungen
Re: Hitzewellen am 1.Februar
Re: Monster jeweils am 2. Februar und am 14. Februar

Advertisements

Karneval der Rollenspieleblogs: Anfänge und Übergänge – Am Anfang war die Idee…

Langsam aber sicher kribbelt es bei mir wieder, ich will ein neues Abenteuer schreiben. Ja… ich weiß…  ich hab in Rakshazar noch vieeeel zu tun. Aber ab und zu brauche ich Ablenkung. Ich will weg aus dem Riesland… Urlaub… ab nach Tharun, der anderen Brache des DSA-Universums!

Die große Frage ist, wie fange ich an, ein Abenteuer zu schreiben. Nun, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei mir steht am Anfang ein Bild, ein Traum, ein visueller Reiz. Um diesen Reiz herum wird dann die Geschichte gesponnen.

Beispiele gefällig? Da gab es mal einen großartigen Hentai…. Anime, ich meinte Anime…. ach, fuck it, Hentai…. Ninja Scroll. Grob gesagt gehtd darum, dass ein herumziehenden Ronin von der Regierung angeheuert wird, den Dunklen Shogun zu finden und zu töten. Auf den Weg zu seinen Ziel muss er einen weiblichen Ninja vor anderen Ninjas mit sagenhaften Fähigkeiten beschützen. Der Endkampf findet dann auf einem riesigen Schiff statt, dass mehr Palst und Festung denn Schiff ist. Toller Film.

Der Palst blieb mir im Kopf stecken. Die Illustrationen zum Palastschiff in den Wegen des Schwertmeisters brachten die wieder hervor.

 

Nun, wie geht es weiter? Der nächste Schritt ist es, dem Bild leben einzuhauchen. Warum sollten die Helden das machen, was im Reiz vorkommt? Wie passt das in die Welt? Was ist die Vorgeschichte zu dem Bild?

Am Beispiel? In Wege nach Tharun wird ein Archipel erwäht, auf dem die Reiche Memonhab und Jü gleichermaßen Anspruch erheben. Auf der Karte liegt es genau zwischen den Reichen am Rand. Um ein Archipel zu besitzen, bracht man dort eine Festung und Infrastruktur, um die Festung mit Lebensmittel und Waffen zu versorgen. Man könnte einen Bautrupp und ein paar Wachen losschicken, die dann aus den mitgebrachten und vorhandenen Ressourcen eine Festung zimmern… oder versuchen, eine fertige Festung in Form eines Festungsschiffes rüberzuschicken, das Schiff an Land zu ziehen und… Viola! Fertig ist die Festung.

 

Nächster Schritt: Die Helden_innen. Bis jetzt könnte die Geschichte auch wunderbar ohne Helden_innen funktionieren. Wie wird aber aus der Geschichte ein Abenteuer… oder gar eine Kampagne? Welche Motivation treibt die Helden_innen an? Was ist das Ziel des Abenteuers und komme ich da auf Schienen oder durch den Sandkasten (IMHO haben auch Sandboxen einen Einstieg, einen Roten Faden und ein Ende)?

Weiter am Beispiel: In Tharun ist das beides. Einfach und schwer. Einfach, wenn die Helden im Dienste des Herrschers von Jü oder Memonhab sind, also Teil der tharunischen Gesellschaft. Da diese seeeehr hierarchisch patriarchalisch aufgebaut ist, heißt es: Mein Herr will es, ich mache es, das ist mir Motivation und Belohnung genug. Blöd, wenn die Helden Brigantai sind, also Gesetzlose außerhalb der tharunischen Ordnung. Als Belohnung muss hier die Eingliederung in die Gesellschaft stehen, vielleicht gar als Inselherrscher im Archipel?

 

Als nächstes wird die Bühne bereitet. Was soll ins Abenteuer rein, um was geht es überhaupt, was ist das Grundthema, welche Akte habe ich?

Grundthema wird also eine Entdeckungs- und Eroberungskampagnie. Den Einstieg und das Ende setzen wir auf Schienen. Im Mittelteil bietet sich eine Sandbox an. Die Heldeen_innen wählen zu Beginn, welcher Seite sie angehören wollen und erhalten entsprechende Ressourcen. Endkampf dann um das Palastschiff des jeweils anderen, Helden_innen als Kommandoeinheit, die den feindlichen Kommandanten töten und den Palast versenken sollen.

 

So, der Anfang wäre nun geschafft, jetzt heißt es, Word aufmachen und tippen, tippen, tippen. Das Abenteuer wird mich mindestens ein Jahr beschäftigen… vielleicht sollte ich aber erst im Papierkoprb kramen und den Turm des Mordai fertig tippen…. oder den Zorn der Nanja

Jedenfalls… Tharun, ich komme!

 

 

RPG-Blog-O-Quest #27: Ausblick auf 2018 – Kling, Glöckchen klingelingeling….

Zeit, mal wieder eine Blog-O-Queste zu machen…

1. Am meisten freu ich mich 2018 RPG-technisch auf ________________________.

„Die Schwarze Katze“! Havena, DSA und Katzencontent… was kann da schief gehen?

2. Mein nächstes Projekt für 2018 ist _______________________________.

Das Tal der Klagen, genauer das Bestiarum. Gefangen in den Nebelauen ist fast fertig, ich denke, das nächste Woche fast fertig bin. Der Hurenkönig und die Axt müssten nächstes Jahr auch soweit sein. Und das „Bis  zum Hals“ Abenteuer will ich auch nochmal schreiben.

 

3. Mein Pile of Shame, __________, ist 2017 ___________________________. Davon wird 2018 ___________________. 

Siehe oben. Eigentlich wollte ich 2017 schon fertig sein…😣

4.) Auf welches RPG-Ereignis freust Du Dich 2018 am meisten?

Keins. Ich gehe nicht auf Cons oder Larps.

5.) Blogtechnisch hab ich mir für 2018 vorgenommen ________________________________.

Die Statistik des letzten Jahres zu halten. Außerdem will ich wieder ein paar cc-by Dokumente veröffentlichen.

 

Karneval der Rollenspielrblogs: Geschenkter Spielspaß – Bis zum Hals… Ärger im Feenreich

Mimimi, die Fee ist doof, uns nimmt niemand ab, dass die da um nen Flimflam rumschlawenzelt und dabei übersieht, dass ihr Pumps vollläuft.

Mimimi, das Abenteuer ist zu wenig rakshazarisch. Das ist nur ein biiischen düster, also eigentlich Disneyzuckerkitsch. Schreib das düsterer.

Mimimi, denk an die kritische Energie.

 

Ich kann meinen Lektor nicht mehr hören!

 

… vor allem, weil er am Ende doch recht hat. Also schmeiß ich das ganze Abenteuer in die Tonne und beginne von vorne.

Aber halt! Der Karneval im Dezember heißt doch: Geschenkter Spielspaß! Na dann… ich schenk euch die Ruine den Rohbau meines Abenteuers!

Bis zum Hals

Karneval der Rollenspieleblogs: Western in anderen Genres – Horror im Western, Western im Horror, geht das?

Irgendwo hab ich diesen Monat gelesen, dass ein Horrorsetting mit Western-Elementen schwer umzusetzen wäre. Leider weiß ich nicht mehr, wo… Bitte Melde Dich, ich möchte Dir die Ehre zuteilwerden lassen, die Dir gebührt.

Ich denke, das stimmt so nicht. Nur das Beispiel, Vampiere in einer Westernstadt passt nicht. Für mich ist der Western der romantisierte Unterschied zwischen Stadt ( und seis ein noch so kleines Kaff), das Ordnung, Gesetzt, Regeln, Sicherheit und Vortschritt repräsentiert und der Wildnis, die für Freiheit, Weite, Natur und Gefahr steht. Vampire sind eine Inkarnation der Gefahr, also Teil der Wildnis. Drakula als Schlossbesitzer und Autorität (Graf) funktioniert im Western nicht. Der Vampir als Untoter Pueblo-Indianer, der eine Stadt bedroht, das geht schon eher.

Zombies sind die amerikanischen Monster schlechthin, auch wenn sie eigentlich aus der Karibik bzw. Afrika stammen. Richtig groß wurden diese Untoten aber erst im Land of the Free, spätestens mit Night of the Living Dead von 1968. Dass die aber gut in ein Western-Settig passen, kann man in Deadlands und im Computerspiel Red Dead Redemption: Undead Nightmare selbst erspielen.

Ich persönlich warte ja auf ein Werwolf-Revival. Für Western-Horror-Crosover würde ich ja eher auf die Variante Wendigo zurückgreifen. Eine Abenteueridee hätte ich auch schon: Ich würde einfach mal so den Plot von „Der 13te Krieger“ klauen.

Die Helden_innen kommen nach in eine Kleine Stadt in Idowa. Der Sheriff sucht gerade ein paar mutige Männer_Frauen, die raus zur Miller-Farm reiten und nach dem Rechten sehen. Vor einer Stunde ist nämlich  John (4 Jahre), der jüngste Millerspross, schreiend und blutverschmeirt in die Stadt gerannt. Von den Millers hat man schon seit einer Woche nichts mehr gehört. Die Farm liegt 12 Meilen außerhalb der Stadt. Kommen die Helden_innen dort an, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens… und überall diese riesigen Fußspuren… wie von einem Bären, der ständiig auf den Hinterbeinen läuft.

Wer hat die Millers wirklich ermordet? Ein wahnsinniger, entsprungener Mörder, wie der Sheriff vermutet? Die Siox, wie der rasistische Saloonbesiter behauptet, der schon einen Lynchmob organisiert? Oder ein uraltes Übel wie der alte Häuptling Stiller Fels behauptet?

So, schön und gut, daber das ist Horror im Western. Wir wollten doch Western in anderen Settings! Kein Problem. Nachdem wir nun den Grundstock für das Abenteuer haben, können wir das ganze in andere Settings Transformieren. Zum Beispiel Shadowrun. Oder lass es ein Werwolf bleiben und setz das Abenteuer nach Gashok oder in die Hardoper Ebene. Vieleicht hatt ja ein Konzern / Magier /Erzschurke den Werwolf/Wendigo gezeilt hier ausgesezt und auf die Millers gehetzt, um in Ruhe eine Resource ausbeuten zu können oder von seinem geheimen Drogenlabor abzilenken. Vieleicht ist auch ein Expreiment des Militärs gründlich schief gelaufen und die rettende Kavalarie im Finale ist eine weit größere Gefahr als das Monster…

 

Karneval der Rollenspielblogs Juni und Jul 2017: Von der Ruine eines Films zum Blick über den Tellerrand in die Küche eines Abenteuerschreiberlings

Ich höre ja gerne Baxern2 und den Deutschlandfunk, um mich zu inspirieren und fortzubilden. Gestern habe ich im Deutschlandfunk eine nette Rezension von „Dark Blood“ gehört. Dark Blood war ein Lost Movie, eine Filmruine. Mich fasziniert die Idee des Regisseurs George Sluizer, den Film in seiner Unvollständigkeit zu veröffentlichen. Freeze Fames, die Stimme des mittlerweile verstobenen Sluizer aus dem Off, der aus dem Drehbuch die fehlenden Szenen liest und River Phoenix, der James Dean meiner Generation… das hat was. Ich werds mir anschauen, Kinostart ist Morge, am 13. Juli 2017.

 

Der Beitrag hat mich auf eine Idee gebracht: Ich zeige euch, wie das Abenteuer „Die Axt des Kuros“ entstanden ist.

Hier geht es zum Ausgangspunkt des Ganzen. Gestartet ist das Abenteuer am 22. Dez. 2014 als Teil einer Abenteuerinitiative für die Neulinge in unserem Forum. Eigentlich sollte das Abenteuer ein OnePage sein, irgendwie ist aber das Ganze zu einem 26 Seiten und 7000 Zeichen Monster eskaliert. Damals hatte ich auch noch ein humanoides Wesen als Eisgigant im Hinterkopf, doch man konnte mich überzeugen, dass der Eisgigant eher ein animalisches Äußeres haben soll.

 

Am 4. Januar 2016 habe ich dann hier das Ergebnis der Initiative hier gepostet. Das Abenteuer ist in DSA4.1 geschrieben.

 

Dann gibt es noch hier drei Word-Dateien, die den Fortschritt im November 2016 dokumentieren.  Hier kann man sehr gut sehen, wie meine Lektoren, Plotholes und Logiklücken aufdecken und das Abenteuer richtig rund wird.

tmp_32087-Adk Arantan 23.11.16770925272 Adk Maeglin 23.11.16 Die Axt des Kuros neu Dnalor the Troll 24.11.2016

 

Und nun noch eine gute Nachricht: Der Riesländer hilft mir, das Abenteuer fertigzumachen und zu veröffentlichen, nachdem er seine Examensarbeit fertig geschrieben hat. An dieser Stelle ein barbarisch-orkisches yIDo‘ (ok, erwischt, es ist weniger orkisch als kosmisch).Es fehlen Layout und Illustrationen und das Abenteuer ist nun komplett in DSA5. Eine DAS 4.1 Version wird es nicht geben.

So, das war jetzt der Blick von den Ruinen eines Films über einen Teller rakshazarischer Blutsuppe ein Blick in die Küche eines Schreiberlings.

Blog-O-Quest, Follow Friday und Rollenspielerkarneval

Doctore Domani organisiert diesen Monat den Blog-O Queste unter dem Thema „Über den Tellerrand“. Mit Lückenfragen. Na toll. Wenn ich etwas Hasse, dann Lückenfragen. Nun, ok, treten wir die Fragen in die Tonne (Scusi, Doctore, es liegt nicht an Dir, es liegt am mir) und blicken ein wenig über den Tellerrand und plaudern aus dem Nähkästchen.

Der letzte große Blick über den Tellerrand war für mich vor ein paar Wochen bei der Überarbeitung des „König der Huren“. Ich war gerade dabei zu überlegen, wie ich das Abenteuer… kontroverser machen konnte. Kontrovers ist es, es hat immerhin zwei Andeutungen von…last euch überraschen. Ich hatte Angst, dass es in der Zensur gleich durchfliegt. Also habe ich nach etwas gesucht, was die Geschichte einerseits etwas abmildert (und besonders der EMMA-Fraktion den Wind aus den Segeln nimmt) andererseits eine neue Schärfe ins Spiel bringt. Kurz, ich wollte das Abenteuer gendern (wenn Du, geneigter Leser, jetzt aufschreist und hier kommentieren willst, dann habe ich es genau für Dich getan). Darum habe ich mich an einen ehemaligen Schüler gewannt, einen Transgender, der heute in Berlin studiert. Er hat mir die Augen geöffnet und mich in die Welt des genderns eingeführt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und seither versuche ich alles, was ich hier so an Abenteuer online stelle, zu gendern. Nebenbei, ich suche noch Rollenspielerinnen, die mir mein Abenteuer lektorieren und dadurch mein Trojanisches Pferd noch… trojanischer(?) machen.

Bevor hier jemand „Buuh, SJW!“ schreit: Geschlechter- und Sexualspezifische Themen interessieren mich schon eine ganze Weile. Homosexualität gehört für mich spätestens seit meiner Ausbildung vor 20 Jahren zum normalen Leben dazu, einer meiner Chefs war ein Homosexueller. Ich habe auch kein Problem damit, in Schwulenclubs zu gehen, tatsächlich trauern meine Frau und ich dem Isey in Straubing nach. Das Lokal gehörte einem Frauen meiner Frau und dessen Partner und dort konnte man richtig tolle Partys feiern. Aber Tansgender oder das Gendern waren für mich Neuland. Nach der Zusammenarbeit und einem Telefonat bin ich auf die Welt da draußen neugierig geworden und ich werde sie mir erschließen.

Die zweite Frage der Blog-O-Queste ist schon interessanter. Zur Zeit lese ich „Der Schwalbenturm“. Eine Ausnahme, denn normalerweise lese ich eher keine Fantasy-Literatur. Ich bin eher Fan von guten Krimis (bitte keine Thriller mit Serienmörder oder so einem Gedöns. Mein Geschmack geht eher in Richtung des Klassischen Ermittlers. Das spiegelt sich auch in den Krimmiserien wieder, die ich mir gern anschaue: Lewis, Death in Paradise, Inspector Barnaby, Wilsberg und der Tatort aus Münster (beste Folge: Sag nichts) oder Historisches, wie zum Beispiel „Die Reise mit der Snark“, die als Ferienlektüre auf meinem Stapel liegt, gleich neben einem Pater-Brown-Roman (womit ich den aktuellen Follow Friday erschlagen habe). Ich find Fantasy-Literatur teilweise ermüdend, weil leider zu oft das Klischee von Elfen Zwergen und den Rest wiederkaut wird. Ich lebe jetzt 23 Jahre mit DSA und anderen Fantasy-Settings, ich habe da jetzt schon so viel gesehen, da gibt mir Fantasy nichts mehr.

Wo wir gerade bei Fantay-Settings und Fantasy-Systeme sind: Ich bliche da auch gerne über meinen DAS/Rakshazar-Tellerrand. Weniger die Systeme, ich bin kein Regel-Fuzzy, sondern viel lieber Settings und Abenteuer. Grad heute habe ich „Beutelschneider“ runtergeladen und gelesen und finde dieses System erfrischend anders und für mich neu. Der Blick ins „Iron Gods“ hat mich ja auch zu weitreichenden Überlegungen veranlasst und meine Einstellung zu SyFi in Fantasy-Settings grundsätzlich geändert. Das Fate-Setting mit den Tschernobyl-Tieren hat mich an „Ratten!“ erinnert, einem Setting, von dem ich ebenfalls Begeistert war. Tiere als Helden… ich liebe es und warte schon jetzt ungeduldig auf „Die Schwarze Katze“. Gefallen gefunden habe ich auch an Pathfinder und Splittermond, letzteres dürfte ich ja im Rahmen meiner Feenwelt-Recherche genauer lesen und auch die Wandernde-Stadt-Geschichte hat mich dazu gebracht, mich mit Splittermond auseinanderzusetzen. Wohlgemerkt mit dem Setting, nicht mit der Systemmechanik. Das einzige Rollenspiel außer DAS, bei dem ich mich tatsächlich in die Regeln eingelesen habe, war die 3te Edition von Shadowrun. Ich bin damals nicht mit dem System warm geworden, das lag vor allem daran, wie das Hacken dargestellt wurde. Das Setting war auch eher… Geschmacksache. Später habe ich den berühmtesten Cyberpunk-Roman gelesen, der hat mich auch nicht so recht vom Hocker gehauen, was durchaus komisch ist, SiFy-Filme liegen mir nämlich.

Über den Tellerrand meiner Ausbildung schaue ich auch gern, wenn es um Tema Rollenspiel im täglichen Leben geht (ich bin studierter Wirtschaftspädagoge mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik). Ich liebe nämlich die Pressemitteilungen von Archäologen, Paläontologen und Biologen. Neu entdeckte Arten, frisch ausgegrabene, untergegangene Städte, neueste Erkenntnisse über den Stammbaum des Menschen… gnau mei Weda, wie man hier in Bayern sagt. Besonders der Stammbaum der Menschen wurde ja in den letzten Monaten ordentlich durcheinandergewirbelt. Imho schreiben die Natur und die Geschichte die besten Quellbücher, die Natur die Bestiarien, die Geschichte die Hintergrundbeschreibung. Schaut euch z.B. diese drei Videos an. Großartig!