Archiv der Kategorie: Wirre Gedanken

Des Trolls Monsterhandbuch und Karneval der Rollensielblogns [Re: Monster vom Mai 2013]: Einhörn oder Pony am Stiel

Eine Fantasykreatur, die momentan Hochkonjunktur zu haben scheint, ist das Einhorn. Wir alle wissen, wie wir uns Einhörner vorzustellen haben: Pferde, die ein langes, magisches Horn auf der Stirn tragen, als Alicorn gar geflügelt sind. Einhörner haben ja schon seit den 80gern eine gewisse Präsenz im Fantasy-Genre, aber momentan… Einhornbratwurst, Einhornkotze, Einhorst-und-Pegatussi-Hörspiele….Woher verdammt nochmal kommen die Biester?

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Der Troll macht mit: 1W100 RBE

Also, wenn alle den 1W100 RBE von Gelbe Zeichen machen, will ich nicht nachstehen.

 

65: Gesinnungscheck: Du findest einen Gegenstand, der verdammt wertvoll ist, behältst du ihn und kaufst dir davon ein Rüstungsteil/Zauber etc. welchen du schon lange haben wolltest oder teilst du den Verkaufserlös mit der Gruppe? Wie sehe es aus, wenn es zu deiner Rolle passen würde?
Das hängt eher von meiner Rolle ab, die ich spiele, als von meiner Gesinnung. Die letzten Chars, die ich so gespielt habe, waren eher zwielichtige Gestalten (ein Bethaner Bewegungsmagier, der wegen seinen langen Fingern kurz vor der Prüfung rausflog, ein zwergischer Phexgeweihter, ein novadischer Händler), die würden das so machen, die Chars, die ich davor gespielt habe (ein mittelreichischer Krieger, ein Thorwaler) eher nicht, die waren gruppenorientiert.

 

90: Pizza, Burger, Hot Dog oder lieber Braten, Quisch oder Gemüseauflauf? Und im Spiel? Was essen die Abenteurer oder gibts Standardrationen?
Kommt darauf an. Wenn das Essen zentraler Bestandteil der Szene ist, wird es näher spezifiziert, sonst aber meist vernachlässigt. Es gibt dann meistens Eintopf, Braten oder Wild. In “Die Augen der Lath” und “Der König der Huren” spielt essen eine gewisse Rolle. Beim ersteren geht es darum, die Helden_innen zu mästen, um mehr Geld herauszuholen (die Helden_innen werden mit Silber aufgewogen), beim letzteren darum, das Geld aus der Tasche der Kunden zu ziehen. Eng mit der Frage nach dem Essen  ist übrigens die Frage nach dem Getränk verbunden. Im real life bitte Limo, im Spiel natürlich Bier und Schnappes.

 

20:Wenn du eine gute Idee hast, entweder als Spielleiter oder als Spieler und die anderen Spieler gehen in eine ganz andere Richtung, versuchst du indirekt die Gruppe auf deinen Weg zu ziehen oder nimmst du es hin? Und wenn es öfter passiert?
Die Frage ist wohl der Hintergrund für das hier. Ist mir bisher eher selten passiert.Nur einmal… vor 24 Jahren… wir hatten gerade eine Piratenkampagne am laufen,als sich die beiden dominanten Spieler am Tisch in die selbe Bardame unserer Disse verguckt haben. Im Spiel hat dann der eine eine Dorome geentert und zu seinem neuen Flaggschiff gemacht, während der andere das alte Schiff behalten durfte. Danach wollten sie getrennt auf die Jagd nach al’anfanischen Schiffen gehen und hätten das Abenteuer gesprengt. Schweren Herzens hab ich durch eine Deus Ex Seeschlange ein Schiff versenkt. Heute würde ich es anders lösen.

 

71:Welche Welt eines Buches/Films/einer Serie würdest du gerne als Rollenspielsetting umgesetzt sehen und mit welchem Regelsystem würdest du es gerne spielen?
Fate sei Dank sind so ziemlich alle meine Wünsche gut abgedeckt.

Rakshazar in den News!

Wir (Der Riesländer und meine Wenigkeit) waren die letzten Wochen fleißig und haben ein paar Interviews gegeben.

Der Riesländer alias Thorus alias Raphael Brack hat sich den fünf Fragen der DSAnews gestellt.

Ich durfte dem Dan Rede und Antwort stehen.


Der Dan war dann auch so nett und hat unsere bisher erschienen Bücher besprochen:



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Corlys Themenwoche: Von Krönchen und Rollenspiel

Corly hat mal wieder eine Themenwoche am Start, die auch mich als Rollenspieler interessiert. Es geht um Prinzen und Prinzessinen, also einen Teil des Standartpersonals einer Rollenspielwelt. Welches Rollenspiel konnt schon ganz ohne Monarchie aus? Wo gibt es keine Prinzen aus Tir-Na-Noc oder einen Scheich aus einem entfernten Wüstenreich oder einen Kaiser eines mächtigen, militaristischen Landes? In der Fantasyliteratur oder der Kinderliteratur ist es nicht viel anders. Ich glaube, die Bücher, die ohne Feenprinzessin, Prinzen oder ähnlichem auskommen, kann man an einer Hand abzählen. Warum gibt es so wenig Demokratien in unserem Hobby? Die einzige Demokratie, die mir so auf die schnelle einfällt, ist die alte Republik in Star Wars, und die ist dabei, sang und klanglos unterzugehen.

Was findet ihr so faszinierend an Prinzen/ Prinzessinnen oder was nicht?
Die mögliche Macht, die dahintersteht. Ein Wort, und die Prinzessin hetzt ihre Ritter auf dich oder Prinz Charming reitet mit seinen besten Freunden aus, um dich alten, armen Troll zu vertreiben. Was mich aber tierisch nervt sind die rosaroten Püpchenprinzessinen, die gerade en vouge zu schein seien (Mein Name ist Prinzessin Rosalie und mein Beruf ist… Prinzessin). Noch schlimmer aber ist die Rollenzuschreibung Prinzessin = jung, kindlich, gut, niedlich, Erlöserin vs. Königin = alt, rational, böse, verschrumpelt, Verderberin, die vor allem in Märchen stattfindet.Schön zu sehen, dass dieses Klischee zumindest in “Plötzlich Prinzessin” ansatzweise gebrochen wurde. Irgendwie scheinen die meisten zu vergessen, dass aus Prinzessinen irgendwann Königinnen werden und aus Prinzen (für die ein ähnliches Prinzip gilt, eben der Prinz Charming und der alte, senile oder bösartige, auf jeden Fall schwache, fett gewordene König) irgendwann Könige.Für mich sind die Zeiten des Wandels interessant. Eine Prinzessin, die mit guten Absichten an die Macht kommt, von der Realität eingeholt wird und der dann, wenn draußen schon die Rebellion fackelschwingend durch die Straßen zieht, ihr alter Hausdiener Machiavelli in die Hand drückt. So ähnlich wie in Fable III.

Welche Prinzen/ Prinzessinnen fallen euch spontan ein, die es wirklich gibt und welche mögt ihr?
Prinz Willi, der Herzog von Cambridge und sein Bruder Harry of Wales. Willy, wegen seiner familieren, freundlichen Art und seiner Frisur, die meiner tollen Trolltrolle ähnelt, Harry, weil er als ewiger Prinz ohne reale Chance auf den Thron erst mal die Sau rausgelassen hat, dann zum Vorzeigesoldaten wurde und jetzt die Arbeit seines Bruders durch einen gesitteten Lebenswandel und seinen Humor unterstützt. Ich find die sympathisch.

Prinz Poldi von Bayern. Hey, wer hat schon ein so tolles Königshaus wie die Wittelsbacher mit schillernden Gestalten (Wickerl II), volkstümlichen Herrschern (der Millibauer) und erfolgreichen Rennfahrer (eben Poldi mit 120 Siegen und einem 4. Platz in Le Mans)?

 

Welche Prinzen/ Prinzessinnen kennt ihr aus Büchern [Legenden und Filmen] und welche mögt ihr?
Prinzessin Fantaghirò. Die Prinzessin war die Heldin meiner Jugend. Mutig nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand, streitet für das Gute und die Liebe _ definitiv kein Püppchen.

Xena, die Kriegerprinzessin.Wir (8 Mann) haben unsere DSA-Sessions am Sonntag Nachmittag unterbrochen, nur um Xena zu schauen.

Prinzessin Khutulun, die echte Kriegerprinzessin. Ohne sie wäre Xena,Turandot oder in DSA die Kapitänin der “Tiegerhai”, die nur denjenigen heiraten will, der sie im Kampf besiegt. Dank Marco Polo wissen wir im Westen erst von dieser starken, tollen Ringerin.

Prinzessin Insomnia, die wohl schlaflosen Prinzessin aller Zeiten.

Guckt ihr Sendungen, wenn die Hochzeiten von Prinzen/ Prinzessinnen übertragen werden?
Guilty Plessure.

Habt ihr Prinzen/ Prinzessinnen in eurer Nähe?
Ja,Die Kinder von Gloria von Turn und Taxis. Prinz Albert ist seit 2001 Fürst und Oberhaupt des Hauses.

Was ist euer Fazit zu Prinzen/ Prinzessinnen?
Rollenspiel ohne Prinz und Prinzessin? Kaum vorstellbar.Und auch bei Bürgern einer Demokratie gibt es eine gewisse Faszination für Fürsten- und Königshäuser und deren Kinder und Kegel.Die Frage ist, warum uns Demokratie nicht so fasziniert? Weil es zu abstrakt ist? Weil sie als selbstverständlich angesehen wird, solange sie funktioniert (Wenn sie in Rollenspielen, Büchern, Filmen usw. Auftaucht, dann meistens als etwas, das kurz vor dem Fall steht oder durch Korruption und “Altpateien” geknechtet wird). Weil Wahlen etwas sind, was alle paar Jahre Aktivität von uns verlangt und sie nicht erklären kann, wo denn bitteschön der Vorteil für uns liegt?

Wenn wir an Prinzen und Prinzessinnen denken, haben wir, wahrscheinlich durch die Märchen, die wir seit Kindertagen hören, positive Bilder im Kopf. Wir vergessen dabei die vielen reellen schlechten Prinzen und Prinzessinnen, die die Welt geplagt haben.

Holt die Äxte raus, wir spielen Nedermannen und Brokthar…

Hallo, passend zum Schneefall gestern und heute lade ich heute die Vorabversion von „Der Axt des Kuros“ hoch. Der Riesländer will eigentlich das Ganze überarbeiten, das kann aber locker noch ein paar Monate dauern, der steckt momentan bis zum Hals in Hexxen.

 

Die Axt des Kuros

Zweitausend Jahre hat er geschlafen. Zweitausend Jahre voller Kopfschmerzen. Zweitausend Jahre voller Hass und Zorn auf den, der ihm einst den Schädel spaltete und besiegte. Zweitausend Jahre… doch nun ist der Eisgigant erwacht und auf dem Weg, die Stadt zu vernichten, die den Namen dessen trägt, der ihn einst niedergang: Kurotan! Nur die mutigen Helden und Heldinnen stehen zwischen der Stadt und der wütenden Naturgewalt aus Eis und Schnee.

Ein Rakshazar-Gruppenabenteuer für 3-5 redliche Helden
Genre: Dungeoncrawler, Reiseabenteuer
Voraussetzungen: Abenteuerlust, Mut und ein Wille zum Sieg
Ort: Kurotan und der Eisgigant
Zeit: Jetzt
Komplexität (Spieler/Meister): mittel / mittel
Erfahrung der Helden: erfahren
Wichtige Fertigkeiten:Kampf, Naturtalente, Gesellschaftstalente
Zum Spielen benötigt ihr lediglich das Das Schwarze
Auge Regelwerk sowie den Aventurischen
Almanach und Das Buch der Helden
Alle weiteren Informationen zum Erleben des
Abenteuers wie Wertekästen, sind im Band enthalten.

Die Axt des Kuros Vorversion

Blog-o-Quest #29: Das perfekte Rollenspiel

Es ist mal wieder Zeit für eine Queste. Nachdem ich die von Januar nicht mitgemacht habe, will ich diese hier beantworten:

1. Über- und Unterwürfeln, Poolsysteme, Karten ziehen oder erzählerische Fakten schaffen – die Liste der Mechanismen ist lang. Die perfekten Rollenspielregeln
passen zur Spielwelt, sind einfach zu erlernen und bilden möglichst viele mögliche Handlungen der Helden ab. Beutelschneider finde ich an dieser Stelle gelungen, was ich gerne hätte,  wäre eine Beispielkampagne.

2. EDO, Sword & Sorcery, Harte SF, Postapokalypse – so viele Genres. Das perfekte Rollenspielsetting
gibt es so nicht. Ich bin zwar Fan von Fantasy und S&S, mag aber durchaus auch pulpige Settings.

3. Aufwändige Hardcover, günstige Taschenbücher, Boxen oder PDFe. Das perfekte Starterprodukt
ist eine Box mit einem Schnellstarter-Regelbuch, sechs Archetyp-Charaktären nach den Schnellstarter-Regeln, zwei Abenteuern, den benötigten Würfeln/Karten/Murmelsäckchen und einer guten, optischen Aufarbeitung.

4. Metaplot und Sandkasten, Splat-Books und Hintergrundbände, One-Shots und Kampagnen – Möglichkeiten, sich in einem Rollenspiel auszutoben, gibt es viele . Die perfekten Ergänzungspublikationen
sind Hintergrundbände mit Plothooks, Abenteuerbände, in denen neben zwei Vollwert-Abenteuern auch noch zwei One-Shots oder One-Page-Abenteuer stehen und Metaplots, damit Leben in die Bude kommt.

5. Würfel, Spielleiterschirm, Kartenwerk oder Spielkarten. Das perfekte Rollenspielzubehör
sind Spielleiterschirme. Ich finde die recht nützlich, um schnell einen Überblick über Regeln, Preise usw. zu haben. Ich finde den Theaterritter-Spielleiterschirm von DSA cool.

Bonusantwort
Und dieses perfekte Produkt darf dann gerne geschrieben / publiziert werden von
jemanden, der es kann, genügend Ressourcen zur Verfügung hat und das Produkt liebt

Karneval der Rollenspielblogs Februar 2018 – Re: Hitzewelle (August 2014)

Nachdem ich hier über Eiszeit geschrieben habe und grade mein “Olle Kamelle” Karnevalsumzug ist, nutze ich die Gelegenheit, schnapp mir mitten im Winter das Thema Hitzewelle und berichte über das Ende der letzten großen Eiszeit, einer Warmzeit, Klimaerwämung, untergegangene Länder und Fantasy-Rollenspiel.

Doggerland, Sudna, Sahul, Beringa

In diesem Post geht es vor allem Um Doggerland und die Landbrücke zwischen England und dem Kontinent. Grund dafür ist, das das hier ein deutschsprachiges Rollenspielblog ist, die meisten Lesen aus dem deutschsprachigen Raum kommen und uns somit die Jacke Doggerland näher als die Hosen Sudna, Sahul und Beringa sind. Letzteres sind ebenfalls Landbrücken, die zur gleichen Zeit das gleiche Schicksal ereilte wie eben Doggerland.

Damit sind wir schon beim ersten wichtigen Punkt: die Zeit. Wir befinden uns ganz grob (+-ein paar Hundert Jahre) im Jahr 10.000 bis etwa 7.200 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Die letzte Eiszeit, die Weichsel-Würm_kaltzeit, neigt sich ihrem Ende zu. Die Eiszeitlichen Geltscher geben gerade die Gegend um Berlin frei (und legen damit den sandigen Grund dafür, dass tausende Jahre später ein Flughafen einfach nicht fertig wird), Hamburg ist gletscherfrei, Dänemark eisbedeckt. Unter dem zurückweichenden Eismassen taucht eine Landbrücke auf, die den heutigen Kontinent mit England verbindet: Doggerland, benannt nach jenen Hügeln, die später die Doggerbank bilden sollten. Der Rain floss hier durch, die Themse… zuerst war die Landschaft eher eine Tundra. Kalt, Permafrostboden… nicht unbedingt ein toller Lebensraum. Aber je länger die Hitzewelle, die später Holozän genannt wurde und bis heute anhält, andauerte, desto lebenswerte wurde der Flecken. Kiefern und Lärchenwälder, Elche, Fische, verdammt viele Fische in den Flüssen und Seen… Ideal für unsere Urgroßvorcousins, die Söhne und Töchter Ursulas.

Rückgang der Gletscher heißt Klimawandel heißt irgendwo muss das Eis der Gletscher hin heißt der Meeresspiegel stieg. Zu beginn der Hitzewelle lag der Meeresspiegel rund 60 Meter tiefer als heute. Der Meeresspiegel stieg schnell: etwa 2 cm je Jahr. Ok, das hört sich jetzt ach nicht sooo viel an. Den meisten Menschen damals dürfte es zunächst nicht aufgefallen sein, vor allem bei einer Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. Nebenbei… Lebenserwartung heißt nicht, dass es keine 60- jährigen Opas oder Omas gab, es heißt nur, dass verdammt viele vor ihrem 30. Geburtstag mit den Würmern Tango tanzten. Nehmen wir an, Oma Uruuk, eine rüstige 40gerin, würde gerne am Atlantikstrand ihrer Jugend Muscheln sammeln. Tja, Oma Uruuk, Pech gehabt, dein Strand liegt nun fast einen Meter unter Wasser. Rechnet euch selbst aus, wie viele Generationen es brauchte, bis die Küstensümpfe versalzen, die Ebenen überschwemmt und die Lebensgrundlage in Doggerland vernichtet war. Den Rest gab das Storegga-Ereignis dem Paradies auf Erden. Unterirdisches Methaneis wurde schlagartig Gasförmig, es kam zur Mutter aller Tsunamis, Doggerland war Geschichte (welche Auswirkungen ein solches Ereignis heute hätte, kann man in “Der Schwarm” nachlesen.

Fassen wir mal den Ausflug in die Geschichte kurz zusammen: Eine anhaltende Hitzewelle (Die Durchschnittstemperaturen stiegen damals um 6° C!) erschuf ein kleines Paradies zwischen England, und Kontinentaleuropa, die anhaltende Hitzewelle zerstörte das kleine Paradies, aber nicht, weil das Land verdorrte und zur Wüste wurde sondern weil der Meeresspiegel um bis zu 120 Meter anstieg. Nur so nebenbei… uns wirds nicht viel besser gehen, wenn der Klimawandel nicht zumindest gebremst wird. Shanghai liegt nur 4 Meter über NN, teile der Altstadt deutlich darunter und die investieren jetzt schon in Pumpentechnik. Mir als Bayer kanns ja egal sein, wenn von Hamburg bis Kassel alles absäuft, dann haben wir immerhin direkten Zugang zur See und können unsere BMWs noch besser exportieren…

Hitzewellen im Rollenspiel – anders als Gedacht

Normalerweise heißt ja eine Hitzewelle im Rollenspiel wir spielen das Karlifornia-Szenario. Dort führte eine sechs Jahre andauernde Hitzewelle zu krassen Auswirkungen auf die Natur und Einschränkungen im täglichen Leben für die Menschen und zu tollen Fotos. Was aber zumindest im Rollenspiel oft übersehen wird ist, dass globale Hitzewellen auch zum Anstieg des Meeresspiegels führen können und im Endeffekt Land unter für viele Küstenstriche bedeutet.

Rollenspieltechnisch habe ich die Idee unter anderem für mein tolles, unglaubliches, geniales (voll gegen die rakshazarische Wand gefahrenes) Feenabenteuer “Bis zum Hals” verbraten. Ok, hier wars ein magischer Badestöpsel, der die Feenweld zum Absaufen brachte, aber die Richtung stimmt.

Besser ist es in “Bergungskreuzer Möwe” umgesetzt. Gut, hier waren es Außerirdische, die in einer fiktiven Kaiserzeit die Welt mit einem Hitzestrahl unter Wasser gesetzt haben, aber Hitzewelle ist Hitzewelle. Mir gefällt dieses Fate-Szenario verdammt gut, nicht nur wegen der 80ger Jahre Musik, auch wegen dem direkten Seezugang für uns Bayern. Nur dass das schon jetzt klar ist: Falls es einmal dazu kommen sollte, dass Restdeutschland baden geht, wird Bairisch die Amtssprache.

Wo wir gerade bei Hitzestrahlen sind: Kein Agenten-RPG ohne den verrückten Wissenschaftler, der mit seinen Hitzestrahl die Polkappen schmelzen will. Im Auftrag ihrer Maiestät, sie haben die Lizenz zum Töten, 007.

Filmisch mit dem Thema hat sich Waterworld auseinandergesetzt. Auch hier gabs eine Hitzewelle, auch hier versank das Land in den Fluten.

Die Frage bleibt auch, wie eine Gemeinschaft mit Klima-Flüchtlingen umgeht, die von den versinkenden Küsten ins Hochland flüchten, ihre Kultur und Sprache mitnehmen und sich dort so gar nicht integrieren wollen. Was, wenn die den lokalen Wasser- und Regengott für den Untergang ihrer Heimat verantwortlich machen und öffentlich den Kult bekämpfen?

Hitzewellen führen auch zum Abschmelzen von Gletzschern. Mit Glück liegt da ein Ötzi rum, mit Pech ein Untoter Ötzi oder eine Armee Untoter Ötzis oder Nazis.

Fazit

Beim Thema Hitzewelle sollte man nicht nur auf wachsende Steppen und Wüsten schauen, sondern auch versinkenden Küsten im Blick haben. Hier liegt noch Potential, mit dem, im wahrsten Sinne des Wortes, gespielt werden kann.