Bestien im Tal der Klagen

Hier einmal ein kleiner Teaser, was denn alles so in der Focus-Spielhilfe kreuchen und feuchen wird. Wir sind grad dabei, die Werte für DSA5 zu erstellen…

 

Boworwolf

„Geh‘ nicht in den Wald, schon gar nicht bei Nacht. Denn dort lauert er, der Boworwolf. Er schleicht sich unbemerkt an – und wenn Du ihn bemerkst, ist es längst zu spät. Siehst Du seine bösen Augen im Dunkeln blitzen, gibt es kein Entkommen. Du musst nicht versuchen zu entkommen – er ist schneller als Du und er ist nicht allein. Läßt er Dich laufen, spielt er mit Dir. Doch am Ende jagt er seine Fänge in Deinen Hals und das Spiel – sein Spiel ist vorbei. Geh nicht in den Wald – mein Kind – schon gar nicht bei Nacht.“

Bei dem, unter dem Namen Boworwolf bekannten Tier, handelt es sich – anders als der Name vermuten lässt – nicht um einen Wolf, sondern um einen fleischfressenden Paarhufer. Der Boworwolf ist von beachtlicher Statur und Größe. Mit einer Schulterhöhe von fast 2 und einer Länge von ca. 4 bis 5 Schritt gehört dieser Räuber mit zu den größten Säugetieren Rakshazars. Der Boworwolf besitzt einen wolfsähnlichen Kopf, allerdings mit einem breiteren Gebiss, dessen Oberkiefer mit zwei Fangzähnen bestückt ist. Seitlich aus der Stirn ragen zwei mittelgroße gebogene Hörner, ähnlich denen von Ziegen und Steinböcken. Hals, Nacken und Schulter sind von einer dichten Mähne bedeckt, welche weiter über den Rücken, entlang der Wirbelsäule bis zur Mitte seines Körpers verläuft. Das graubraune, kurze Fell ist fleckig, unregelmäßig und wirkt stets leicht ausgebleicht. Der Körperbau erinnert an den eines außerordentlich starken Wolf, allerdings wirkt der Vorderkörper im Vergleich zum Hinterkörper deutlich größer und kräftiger. Der Boworwolf hat, untypisch für ein Raubtier, keine krallenbewehrten Pfoten, sondern – wie bei der Ordnung der Paarhufer üblich – vierzehige Hufe. In das Beuteschema dieses Riesenräubers fallen alle Nicht-Raubtiere von mindestens einem Schritt Größe, die sich in das Wald- oder offene Grasland seiner Heimat wagen. Unter den Jägern fast aller Kulturen gilt es als besonders ruhmreich und ehrenvoll die Reiszähne eines Boworwolfs als Trophäenschmuck oder sein Fell als Umhang zu tragen. Viele Schamanen und Magier interessieren sich da eher für die prachtvollen Hörner dieses Tieres, da diesen magische Kräfte nachgesagt werden, aus denen sich kraftsteigernde Elixiere brauen lassen sollen. Man erzählt sich, dass es den Orks aus den nördlichen Steppen gelegentlich gelingt diese Wesen als Reittiere abzurichten.

(Anm.d.Danlors: Pate für dieses Biest stand Andrewsarchus. Wir haben daraus das hier gemacht.)

 

 

Rothunde

Die in Rakshazar am weitesten verbreiteten Hundeartigen sind die Rothunde. Die etwa 30 Finger großen Tiere besitzen ein rotes Rückenfell, das Bauchfell ist strahlend weiß. Rothunde jagen in Rudeln von bis zu 20 Tieren, ihre Beute sind vor allem Grabwüler und Ratten, aber auch Hirsche und Garpechtiere. Zwei Dinge unterscheiden den Rothund von einem Wolf: Das Erste ist der fehlende Tötungsbiss. Beutetiere werden oft bei lebendigem Leib zerfleischt, ein Verhalten, das den Tieren einen besonders blutrünstigen Ruf eingebracht hat. Das Zweite ist das fehlende Revierverhalten. Die Rothunde ziehen kreuz und quer durch die Lande, meiden aber weite, gras- und baumlose Gebiete wie die Lath, das Ödland nördlich des Ödlandwalles und die Geistersteppe. Selbst im Echsendschungel sollen diese wilden Hunde schon gesehen worden sein. Werden die Rothunde als Welpen in kundige Hände gegeben, kann man aus ihnen passable Jagd- und Färtenhunde machen. In Gefangenschaft allerdings scheinen sie jeglichen Sexualtrieb zu verlieren, denn selbst die Orks, die diese Tiere am liebsten einsetzen, konnten noch von keiner erfolgreichen Nachzucht berichten.

 

Waldpferd

In fast ganz Rakshazar kann man, vor allem in Wäldern und Savannen, sowie in Sümpfen und entlang von Flussläufen, auf Herden dieser wilden Pferde treffen, die für viele Völker und Bestien eine, wegen ihres zarten Fleisches, begehrte Beute darstellen.
Waldpferde sind im Schnitt etwa 70 Finger hoch, ihre Fellfarbe reicht von mausgrau bis dunkelbraun. Die Mähne ist kurz und borstig, der Schädel sehr breit, grobschlächtig und lang mit einem kräftigen Kiefer versehen, die Augen eher klein. Das bemerkenswerteste an diesem Pferd ist jedoch das Fehlen von Hufen: Stattdessen besitzt das Waldpferd drei, mit Horn überwachsene Zehen, die ideal für den Galopp auf dem leichten, nachgiebigen Waldboden sind.

(Anm.d.Dnalors: Hier standen die beiden Urpferde Hyracotherium und Mesohippus Pate. Ich binn der Meinung, dass Mutter Natur immer noch die besten Bestienhandbücher schreibt 🙂 )

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