Kona he maikai kiʻiʻoniʻoni i

Ich hab mir gestern mit meinen Kindern Vaiana angesehen. Der Film war richtig gut. Das Südseefeeling kommt gut rüber, die Titelheldin (die Tochter des Chefs… zählt das als Disney-Prinzessin? Laut Aussagen im Film eher nicht…)gefiel, weil sie aktiv vorgeht und sich nicht ihrem Schicksal ergibt. Im Gegenteil: Als designierte Herrscherin übernimmt sie Verantwortung für ihre Gemeinschaft! Die Suche nach Liebe (das Happy End) steht gar nicht im Fokus ihrer Taten. Toll gefiel mir auch die Lösung des Problems. Das Vulkan- bzw. Lava-Monster wird nicht getötet sondern mit einer Geste der Entschuldigung und Verständnis in das zurückverwandelt, was es eigentlich ist. Der Soundtrack ist… der Wahnsinn! Ich hab seit „König der Löwen“ keinen so guten Soundtrack mehr gehört! Und Ja, ich kenne die Kontroverse um die Kolonisierung von polynesischen Mythen oder um das Gewicht des Halbgottes Maui (Diabetes ist ein großes Problem bei den Natives von Hawaii bis Neuseeland). Trotzdem: Der Film ist top.

 

Ich hab mich ja hier schon mal an einem Setting versucht, das auf dem rakshazarischem Äquivalent zur Südsee, den jomischen Inseln, spielt  und war daran grandios gescheitert. Ich wollte ein Abenteuer aus Sicht der Eindringlinge beschreiben (was mir relativ gelungen ist) und dann das gleiche Szenario aus Sicht der Natives darstellen (was dann in die Hose gegangen ist. Ich hatte ja damals noch Glück. Heutzutage darf ja eine Künstlerin / ein Künstler kein Bild mehr malen, dass über ihren kulturellen bzw. hautfarblichen Kontext hinausgeht… IMHO Blödsinn. Da macht sich schon jemand Gedanken, wie sie ein Thema so umsetzen kann, dass sie bei ihrem Publikum Emotionen und Nachdenken auslösen kann, und dann wird sie angefeindet. Ich glaub, bei dem Streit geht es eigentlich um was ganz anderes…).

Würde ich die Ruine meines Szenarios heute nochmal besuchen und umschreiben, ich würde eine Sandbox mit drei Fraktionen (Schiffsbesatzung, Küstendorf, Bergbewohner) daraus machen. Die Spieler wählen dann eine Fraktion aus, erhalten ein, ich nenn es mal: Missionsziel, erhalten vorgefertigte Charaktere und bespielen dann die einzelnen besonderen Orte der Insel. Eigendlich hätte ich Lust darauf, es juckt mir in den Fingern, doch zuerst muss der Hurenkönig und die Axt des Kuros raus.

 

Wo wir grad bei Inseln sind… um Inseln ist ja im Regelfall Wasser, manchmal mehr und manchmal viel Meer (PHUN). Ich hab die Sommerlektüre vorgezogen und bin heute mit dem Schwarm fertiggeworden. Tolles Buch, toller Wissenschafts-Action-Sifiy-Thriller. Hoffentlich verfilmen sie das nicht, und wenn, dann nur als mehrteilige Serie. Seit dem ersten Lesevergnügen und dem erneuten Lesen sind jetzt gut 12 Jahre vergangen. An seiner Aktualität, Intensität und den dahinterliegenden wissenschaftlichen Grundlagen hat sich nichts geändert. Ich kann nur raten, sich diesen Tausend-Seiten-Wälzer zu besorgen und zu lesen.

Der Osterhase hat mir „Titan“ gebracht, mit dem geht es jetzt weiter (und vielleicht sehe ich dann auch Eagle Eyes im milderen Licht).

 

In diesem Sinne: nofo a!

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