Karneval der Rollenspielblogs: Anfänge und Übergänge – Das Tor zur Hölle

liegt genau hier:

Hier soll, der Legende nach, 1931 ein verzweifelter, untalentierter, gerade eben verwittweter Gitarrenspieler dem Teufel seine Seele verkauft haben. Der Deal zahlte sich scheinbar aus, aus dem untalentierten Gitarristen wurde in nur sechs Monaten der größte Bluesmusiker aller Zeiten und zum Begründer des Rock’n’Rolls (die Musik wird ja auch mit Teufelswerk in Verbindung gebracht, passt also) und des berüchtigten Klub 27: Robert Johnson.

Gut, die Realität kann mit der Legende nicht ganz mithalten. Wahrscheinlich hat ein anderer Bluesmusiker Robert das Gitarrespielen beigebracht. Aber wir leben ja im postfaktischen Zeitalter. Scheiß auf Realität, es lebe die Legende!

Robert selbst bastelte an der Teufelspakt-Geschichte. Gleich drei Seiner Songs beschäftigen sich mit dem Pakt und bilden eine Art Trilogie des Südstaatensatanismus.

Tja, Herr Troll, schöne Töne, aber was bringt es mir fürs Rollenspiel?

Verdammt viel. Die Geschichte passt einfach wie die Faust aufs Auge für ein cthulhuides Setting in den 30gern. Vielleicht werden die Helden_innen von Johnson angeworben, um zu verhindern dass die Höllenhunde ihn am Ende erwischen. Er hat da nämlich ein Mädchen in Hazlehurst, mit der er einen Neuanfang als Familienvater versuchen möchte und da stört es gewaltig, dass dämonische Hunde immer dann auftauchen, wenn Robert länger als drei Monate an einem Ort weilt.

Man könnte auch eine Art „Die neun Pforten“ machen und die Helden_innen in den 2000dern auf die Suche nach den Orginalpressungen der Schallplatten Roberts schicken. Wenn diese Rückwärts abgespielt werden, enthüllen sie ein Ritual, mit der der Übergang in die Hölle geöffnet werden kann. Gegenspieler könnten die Mütter gegen Rockmusik sein, eine fanatisch religiöse Gruppe, die sich die Vernichtung der Teufelsmusik verschrieben hat. Auch wenn die Gruppe sonst eher nicht ernst zu nehmen ist, hier könnten sie Recht haben und die Aufnahmen gehören vernichtet…

Oder wir transformieren die Geschichte nach Aventurien. Dort ist es nicht der Teufel, der Ehrenstolz Rahjagnade (Ich gestehe, ich habe einen Pakt mit dem Dämon Anagramma), einem mittelmäßigen Barden aus Al’Anfa, der sein Geld mit Slkavenjammern (ein Insiderwitz aus der DSA3 Al’Anfabox) verdient, sondern Thargunitoth. Oder gleich der Namenlose… Wer die Musik von Rahjagnade hört, geht einen Minderpakt ein und muss fortan selbst unruhig durch die Tavernen ziehen und kann nur dank Ilmenblatt oder stärkerem länger an einem Ort weilen.

Vielleicht war der Teufel auch nur ein sehr musikalischer Schelm im Nacken. Und vielleicht öffnet man in Clarksdale auch nur einen Übergang in eine wahnsinnige, musikalische, von grünen Feen bevölkerte Welt, in der das Feenwesen Dionysus Hof hält.

Die Geschichte des Anfangs des Rock’n’Rolls ist eine Geschichte eines Teufelpakts. Könnte beim Übergang in andere Musikrichtungen der Teufelspakt ebenfalls eine Rolle spielen? Muss gar tatsächlich jedes Jahr eine junge, talentierte Sängerin/Schauspielerin Disney geopfert werden, damit die Karrieren der anderen weiter vorangehen?

 

 

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Ein Gedanke zu „Karneval der Rollenspielblogs: Anfänge und Übergänge – Das Tor zur Hölle

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